"7:45:48 - Ground Control 1: American eleven heavy boston ground gate thirty-two you're going to wait for a Saab to go by then push back."
Die einzigartigen Verbrechen des 11. September haben eine ebenso einzigartige kriminalistische Untersuchung nach sich gezogen. Damit ist nicht etwa die amtliche Untersuchung durch das FBI oder die Arbeit der 9/11-Kommission gemeint; diese beiden Institutionen haben weder viel zur Klärung des Falles beigetragen noch zu den zahlreichen faktischen Widersprüchen Stellung genommen. Aus Unzufriedenheit mit diesem Zustand hat sich deshalb eine dezentrale globale Untersuchung entwickelt, getragen durch Journalisten, Wissenschaftler und Privatleute und vermittelt durch das Internet. Diese Personen müssen mit dem Handikap antreten, nicht in der Lage zu sein, geheime Dokumente zu sichten oder wichtige Zeugen zu vernehmen. Dafür geniessen sie aber den Vorteil, nicht von vorne herein einen bestimmten Täterkreis ausschliessen zu müssen, im Gegensatz zu FBI-Beamten, die nicht gegen ihre eigenen Vorgesetzten ermitteln können oder wollen.
The Boston Thieves Party (BTP) versteht sich als Teil der alternativen Untersuchung. Wie alle kriminalistischen Arbeitshypothesen, die auf ihre Tauglichkeit und Vereinbarkeit mit den vorhandenen Spuren überprüft werden müssen, hat auch dieses Szenario einen vorläufigen Charakter und kann durch neue Erkenntnisse untermauert, modifiziert oder auch widerlegt werden. Es konzentriert sich dabei auf das Geschehen auf dem Logan Airport in Boston, dem Flughafen, von dem aus zwei der "Todesmaschinen" gestartet sein sollen. Dabei wird sich zeigen, dass es viele Merkwürdigkeiten, Diskrepanzen und Widersprüche der gängigen Theorie der "Arabischen Selbstmordattentäter" vermeidet.
Die Mühe, die ich mir bei der Recherche, Entwicklung und Formulierung des Szenarios gegeben habe, ist den Menschen gewidmet, deren Angehörige Opfer dieses Verbrechens wurden. Sie mögen den sachlichen Ton entschuldigen, in dem der Text verfasst ist.
Das Szenario lautet in Kurzfassung:
Im Morgengrauen des 11.9.2001 erschleichen sich mehrere Piloten und Flugingenieure arabischer Herkunft Zugang zu gesicherten Bereichen des Bostoner Flughafens, insbesondere dem Rollfeld. Sie verschaffen sich Zutritt zum Cockpit zweier leerer Flugzeuge. Die zwei Maschinen werden unbemerkt "gestohlen", während eine dritte Maschine mit den Passagieren der zwei Flüge AA 11 und UA 175 an Bord abfliegt. Die Fluglotsen im Tower bekommen von dem Geschehen am Boden nichts mit, werden von den Dieben getäuscht und glauben, mit den richtigen Piloten der Flüge AA 11 und UA 175 zu sprechen.
Was danach geschah, ist nicht mehr Gegenstand von BTP, muss aber in seinem Licht neu gedeutet werden. Wenn die zwei Flugzeuge nicht entführt, sondern gestohlen wurden, dann heisst das, dass die Diebe über Funk eine Entführung vortäuschten - und damit auch ihren Selbstmord. Selbstmordattentäter hätten an Bord kein Schauspiel inszeniert (wozu?), sondern ihre Mission so lange wie möglich nicht preisgegeben.
"Operation Pearl" von AK Dewdney zeigt auf, wie es weitergegangen sein könnte (1) : Die Transponder der gestohlenen Jets wurden abgeschaltet, so dass sie gegen ferngesteuerte unbemannte Flugobjekte "ausgetauscht" werden konnten, ohne dass die Fluglotsen auf ihren Radarschirmen etwas merkten. Die Flugobjekte wurden in ihre Ziele, die WTC-Türme, gelenkt. Die Diebe landeten irgendwann während des allgemeinen Chaos, das nach der FAA-Landungsorder ausbrach. Die Maschine mit den Passagieren von AA 11 und UA 175 wurde ebenfalls zur Landung auf einem nahen Flughafen aufgefordert. Dort gingen die Passagiere ihrem Schicksal entgegen.
Bevor ich den detaillierten zeitlichen Ablauf des Szenarios skizziere, möchte ich vier bislang weitgehend unbeachtete innere Widersprüche der offiziellen Theorie voranstellen, damit nicht der Eindruck entsteht, es handle sich um pure Spekulation.
1. Die BTS-Datenbank
Gerard Holmgrens Entdeckung der BTS-Datenbank wirft neues Licht auf die Vorgänge des 11.9. (2). Diese amtliche Datenbank listet alle inländischen Linienflüge auf, enthält die genauen Zeiten des planmässigen/tatsächlichen Abflugs, der planmässigen/tatsächlichen Ankunft und gibt Auskunft, wenn ein Flug storniert oder umgelenkt wurde. Die Flüge AA 11 und AA 77 fehlen erstaunlicherweise am 11.9. - und zwar nur an diesem Tag. Ausserdem gibt es bei Flug UA 175 Diskrepanzen zu den Daten der FAA bezüglich der "wheels-off time", dem Zeitpunkt also, an dem die Maschine vom Boden abhob. Die FAA nennt 8:14, das BTS 8:23.
2. Das Funkgespräch
Die New York Times veröffentlichte am 16.10.01 ein ihr zugespieltes Transkript des Funkgesprächs zwischen den Fluglotsen im Bostoner Tower und dem Piloten von AA 11 (3). Demnach rollte AA 11 von Gate B-32 los. Nach Angaben der FAA und anderer Quellen sollen die Passagiere von AA 11 jedoch vor Gate B-26 gewartet haben und in das dort befindliche Flugzeug eingestiegen sein. Gate 32 befindet sich in einem anderen Teil des Terminals und ist ca. 300 Meter von Gate 26 entfernt (4).
3. Das späte Boarding
Reporter des Spiegel berichten, dass die Passagiere an Gate 26 erst um 7:35 ins Flugzeug eingelassen wurden - bei einer planmässigen und tatsächlichen Abflugzeit von 7:45 (5). Abgesehen davon, dass die "Boarding Time" üblicherweise mindestens 20 (meistens mehr) Minuten vor dem geplanten Abflug angesetzt wird, hätte es demnach gerade mal 10 Minuten dauern dürfen, bis 81 Leute das Flugzeug betreten, ihr Handgepäck verstaut, Platz genommen und sich angeschnallt hätten, und bis die Crew die restlichen Vorkehrungen wie etwa die Überprüfung der Gurte getroffen hätte. Das ist so gut wie unmöglich.
4. Der falsche Flug "AA 43"
Die Chicago Tribune und die BBC berichteten am 18/19.9.01, dass der Flug AA 43 am 11.9. von Boston nach Los Angeles fliegen sollte, planmässiger Abflug 8:10 (6)(7). Die Passagiere sassen bereits in der Maschine, als der Flug wegen eines unvermittelt auftretenden technischen Problems gecancelt wurde. Was aus den Passagieren geworden ist, ist unklar, das FBI suchte später nach einigen von ihnen. Dann stellte sich heraus, dass Flug 43 die Strecke Newark-Los Angeles bediente - und nicht Boston-Los Angeles. Die Newarker AA 43 rollte pünktlich um 8:10 vom Gate los, hob aber erst um 8:53 ab. Die Verzögerung ist auf den starken Verkehr auf dem Flughafen zurückzuführen und nicht auf einen plötzlich aufgetretenen mechanischen Defekt (8).
5:43 "Atta" und "Al-Omari" (wegen der unklaren Identität der beiden verwende ich die Anführungzeichen) checken in Portland für den Zubringerflug nach Boston ein. Dabei werden sie von einer Überwachungskamera gefilmt.
6:00 Die Propellermaschine der Colgan Air startet mit zehn Passagieren an Bord in Richtung Boston.
6:30 Auf dem Bostoner Flughafen geraten mehrere Hijacker in spe (vermutlich Marwan Al-Shehhi, Walid und Wail Al-Shehri, vielleicht auch Atta) mit einem anderen Mann in einen Streit um einen Parkplatz. Nach diesem Vorfall treffen sie die letzten Vorbereitungen für den Coup.
6:45 John Ogonowski und Thomas McGuinness, Pilot und Ko-Pilot des geplanten Flug 11, beginnen die Boeing 767 durchzuchecken, die an Gate B-26 steht und in einer Stunde starten soll.
6:50 "Atta" und "Al-Omari" kommen in Boston an, Gate B-11, US Airways Express. Sie steigen aus und gelangen unter Ausnutzung eines ungesicherten Durchgangs (9) oder auch direkt übers Rollfeld zum Aussenbereich von Gate B-32. Dort steht eine leere Boeing 767. "Atta" findet die Schlüssel dazu in einem verabredeten Versteck. Die beiden steigen in das Flugzeug und richten sich im Cockpit ein.
7:25 Die planmässige Abflugzeit von Flug 11 ist 7:45, aber Gate 26 ist immer noch geschlossen. Kapitän Ogonowski hadert noch mit einem kleinen technischen Problem.
7:35 Die wartenden Passagiere vor Gate 26 werden nun ins Flugzeug eingelassen, obwohl der Defekt noch nicht behoben ist.
7:45 Ogonowski erkennt, dass das Problem auf die Schnelle nicht mehr zu lösen ist und beschliesst, alle Passagiere mitsamt Gepäck sofort in den Flug 175 von United Airlines (Ziel: Los Angeles) bringen zu lassen. Er bestellt einen Bus, der Crew und Passagiere zu dem Flugzeug fährt, das an Gate C19 wartet: Flug UA 175.
7:45 "Al-Omari", erfahrener Pilot von grossen Passagiermaschinen, setzt das Flugzeug an Gate 32 in Bewegung und rollt entlang der Zubringerwege in Richtung Startbahn 4R. Bei den Fluglotsen meldet er sich mit "AA 11". "Atta" übernimmt einstweilen die Aufgaben des Kopiloten.
7:58 Die UA 175 stösst mitsamt Passagieren und Crew von AA 11 von Tor C19 zurück und rollt zur Startbahn.
7:59 "AA 11" beschleunigt auf der Startbahn und hebt ab.
8:13 "Atta" und "Al-Omari" beginnen mit der Vortäuschung des Hijackings: Keine Reaktion auf Anweisungen der Fluglotsen, Abweichung vom Kurs, Abschaltung des Transponders, verräterische Cockpit-Gespräche.
8:14 Irgendwo auf dem Flughafen hebt eine Maschine mit "Marwan Al-Shehhi" als Pilot ab - ohne Passagiere. Sie meldet sich bei den Fluglotsen als "UA 175".
8:23 Die richtige UA 175 hebt ab. Pilot ist, ganz regulär, Victor Saracini.
Im weiteren Verlauf der Flüge: "Atta", "Al-Omari" und "Shehhi" & co haben freie Hand, über Funk Räubergeschichten zu inszenieren.
Irgendwann im weiteren Verlauf des Fluges: "AA 11" wird gegen AA-11-X "ausgetauscht", eine unbemannte Drohne mit Ziel WTC-Nordturm. "UA 175" wird gegen UA 175-X ausgetauscht, eine präparierte, unbemannte Boeing 767 mit Ziel WTC-Südturm.
Wir wenden uns erneut den Widersprüchen zu und prüfen, wie gut BTP sie erklären kann.
1. Die BTS-Datenbank
Flug 11 ist, wie gesagt, in der Datenbank nicht gelistet. Nach BTP fanden "Atta" und "Al-Omari" das Flugzeug leerstehend auf dem Rollfeld vor. Offenbar war für dieses Flugzeug erst einmal kein Flug geplant. Es könnte sein, dass Flug 11 auf einer AA-internen Liste nicht aufgeführt worden war, um zu gewährleisten, dass die beiden ungestört - von Reinigungskräften etwa - zu Werke gehen konnten. Diese Liste fand dann irgendwann, längst vergessen, ihren Weg ins BTS.
Die Zeitdiskrepanzen bei Flug 175 deutet BTP so: Die "richtige" UA 175 mit den eigenen Passagieren und denen von Flug 11 rollte um 7:58 vom Gate los und hob um 8:23 ab, genau so wie es das BTS festhält. Die "falsche" UA 175 mit "Al-Shehhi" rollte etwas früher los und hob um 8:14 ab. Möglicherweise war es die Maschine, die an Gate B-26 stand und kurz vorher noch gestreikt hatte.
2. Das Funkgespräch
BTP geht davon aus, dass es ein Flugzeug an Gate 32 gab, das ohne Passagiere startete, und eines an Gate 26, das von Passagieren kurz betreten und wieder verlassen wurde.
"Gate 32" ist ein harter Fakt, der sich nicht ignorieren lässt. Das Gespräch ist präzise und hat den Charme hoher Authentizität; man kann sehr gut den Weg der AA 11 vom Gate zur Startbahn nachvollziehen ("taxi november" = taxiway N usw.) (10). Der Ground Controller hat das Flugzeug offenbar gut im Blick. Druckfehler und akustische Missverständnisse sind ausgeschlossen ("thirty-two" klingt anders als "twenty-six"). Es ist auch mit Sicherheit keine Fälschung. Ein Desinformant hätte die Falschinformation - Gate 32 - nicht so dezent plaziert, dass sie niemandem auffiel, sondern auch über andere Kanäle verbreitet. Seit dem 12.9. war immer nur von Gate 26 die Rede gewesen. Doch die Diskrepanz fiel nicht auf oder wurde nicht offen ausgesprochen.
3. Das späte Boarding
Dieses Indiz untermauert die Vermutung, dass das Flugzeug, das um 7:45 von Gate 32 aus losrollte, nicht identisch ist mit dem, auf das die Passagiere an Gate 26 warteten. Wenn die Passagiere erst um 7:35 in die Kabine eingelassen wurden, war es um 7:45 sicherlich noch nicht startbereit.
4. Der falsche Flug "AA 43"
Die Meldung, wonach AA 43 in Boston wegen eines technischen Defekts kurz vor dem Start gecancelt wurde, ist offensichtlich falsch, weil Newark der Startflughafen von AA 43 war und nicht Boston. Es stellt sich dann die Frage, auf welcher Grundlage sie überhaupt entstand. Sie kann nicht völlig aus der Luft gegriffen sein, wenn das FBI Nachforschungen nach verschwundenen Passagieren anstellte.
Nach BTP stand eine Boeing 767 an Gate 26, die Passagiere stiegen zu, es gab einen technischen Defekt, und sie verliessen das Flugzeug wieder. Der Transfer zur UA 175 ging dank des Busses so gut wie unbemerkt vonstatten. Deshalb standen die ermittelnden FBI-Beamten vor einem Rätsel, weil sie nicht wussten, wo die Passagiere geblieben waren. Die Flugnummer 43 wurde zum Zwecke der Desinformation gestreut. Es war klar, dass die Nummer sich bald als falsch erweisen würde, deshalb sollten neugierige Nachfrager zu dem Schluss verleitet werden, die Meldung insgesamt - also technischer Defekt/ stornierter Flug/ umgeleitete Passagiere - sei nur ein Gerücht.
Die in BTP beschriebenen Manöver müssen von einigermassen erfahrenen Piloten grosser Passagierjets und Flugzeugingenieuren durchgeführt worden sein, die mit den Routineabläufen auf dem Bostoner Flughafen vertraut waren und Kontakt zu "Maulwürfen" innerhalb von AA, FAA und/oder Verwaltung und Bodenpersonal des Logan Airport hatten. Es spricht für das Szenario, dass das FBI kurzfristig einige geeignete Piloten auf der Liste der Verdächtigen hatte.
Der Orlando Sentinel und CNN berichteten am 13./14.9.01, dass das FBI am 12.9. die Wohnungen mehrerer Verdächtiger in Vero Beach, Florida durchsucht hatte (12,13). Die Männer waren Linienpiloten für Saudi Airlines, hatten die Flugschule FlightSavety International in Daytona Beach besucht und seit über einem Jahr in Vero Beach gewohnt. Sie hatten die Wohnung im Juli gekündigt und waren Anfang September ausgezogen, um in ihr Heimatland zurückzukehren (14). Die Namen der Männer: Adnan Bukhari, Amer Kamfar und Abdul Rachman Al-Omari. Ausserdem trugen drei angebliche Selbstmordattentäter die Namen saudischer Piloten: Walid Al-Shehri, Wail Al-Shehri und Saeed al-Ghamdi.
Adnan Bukhari
Das FBI suchte im Zusammenhang mit dem Nissan Altima, der auf dem Bostoner Flughafen gemietet und in Portland aufgefunden worden war, zunächst nach zwei Brüdern, nämlich Adnan und Ameer Bukhari, beide Piloten (14). Es hiess, sie gehörten zu den Hijackern von AA 11. Adnan Bukharis Wohnung in Vero Beach wurde durchsucht, und es stellte sich heraus, dass sein Bruder Ameer vor genau einem Jahr bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war. Bukhari wurde eine Nacht lang vom FBI verhört und wieder freigelassen, nachdem er einen Lügendetektor-Test bestanden hatte(15). Er galt nicht mehr als verdächtig.
Die Hopkins-Affäre legt nahe, dass einer der Bukharis früher an einem Sicherheitstraining einer FAA-Akademie in Oklahoma City teilgenommen haben könnte (16): James B. Hopkins war ein dekorierter Offizier der Navy gewesen und arbeitete seit Mai 2001 für die FAA. Am 13.9. kam er auf die Idee, in einer FAA-Datenbank nach den Namen der Verdächtigen zu suchen, die in den ersten Meldungen auftauchten, nämlich "Atta" und "Bukhari". Während "Atta" kein Ergebnis brachte, landete er mir "Bukhari" einen Treffer. Eine Person mit diesem Nachnamen hatte 1991 und 1998 an der Akademie trainiert. Hopkins sprach mit seinem Vorgesetzten und empfahl, die FAA-Sicherheit zu informieren, um prüfen zu lassen, ob dieser Bukhari ein Verwandter des verdächtigten Bukhari war. Sein Chef wollte davon nichts wissen und hielt die Information für belanglos. Hopkins ging daraufhin direkt zur FAA-Sicherheit. Auf dem Weg traf er einen höheren Vorgesetzten und erzählte ihm von seinem Fund. Dieser sagte ihm, er solle wieder in sein Büro gehen, er werde ihn später anrufen. Hopkins ging zurück, wartete aber vergeblich. Stattdessen wurde er eine halbe Stunde später von seinem direkten Vorgesetzten nach Hause geschickt. Auf dem Heimweg traf er einen Kollegen und erzählte ihm von der Sache. Die beiden riefen beim FBI an und trafen sich noch am selben Tag mit FBI-Ermittlern, die zusagten, der Sache nachzugehen. Eine Woche später, Bukhari galt mittlerweile als unverdächtig, wurde Hopkins gefeuert. Begründung: Unangemessener Übereifer. Er klagte dagegen auf Basis des Whistleblower Protection Acts und musste von der FAA wieder eingestellt werden.
Abdul Rachman Al-Omari
Fünf Tage nach den Anschlägen beschwerte sich Al-Omari, von Beruf Pilot bei Saudi Airlines, bei der amerikanischen Botschaft in Jiddah, Saudi-Arabien, dass er als einer der neunzehn Selbstmordattentäter genannt worden war - er sei kein Hijacker und ausserdem quicklebendig (17). Am 11. September sei er in Jiddah gewesen. Fest steht, dass er wenige Tage zuvor noch in Vero Beach, Florida gewesen war. Dort hatte er über ein Jahr mit seiner Familie gewohnt. Seine Frau war mit den vier Kindern Mitte August nach Saudi-Arabien abgereist, und er war nachgekommen. Sein Haus lag in unmittelbarer Nachbarschaft von Bukharis Haus und wurde am 12.9. ebenfalls vom FBI durchsucht. Wegen der einleuchtenden Begründung, dass ein Selbstmörder nicht mehr am Leben sein könne, wurde der Verdacht fallengelassen. Ausserdem wich der Name auf einer neuen Liste des Justizministeriums - Abdulaziz Al-Omari - von dem auf der ursprünglichen Passagierliste befindlichen - Abdul Rachman Al-Omari - ab. Die Ermittler konnten sich nicht erklären, warum auf ihrer Liste ein anderer Vorname stand als auf der AA-Liste (18).
Amer Kamfar
Kamfar wohnte in Florida im gleichen Haus wie Al-Omari. Er hatte ebenfalls schon einige Zeit in den USA gelebt und war wie Al-Omari ein paar Tage vor den Anschlägen abgereist. Nach den Anschlägen meldete er sich aus Mekka; er sei am Leben und könne deshalb keiner der Hijacker gewesen sein. Kamfar war Pilot und Flugzeugtechniker und hatte wie Al-Omari die FlightSavety International Flugschule besucht.
Walid Al-Shehri und Wail Al-Shehri
Walid Al-Shehri meldete sich ein paar Tage nach den Anschlägen aus Marokko (19). Er habe mit dem toten Hijacker gleichen Namens nichts zu tun, jemand müsse seine Identität gestohlen haben. Er war zu der Zeit Pilot bei der Air Maroc und früher lange Zeit in den USA gewesen, unter anderem auf der Embry-Riddle Aeronautical School in Florida, die sich denn auch für ihren ehemaligen Schüler verbürgte (20). Sein Bruder Wail Al-Sheri war ebenfalss Pilot und Flugzeugtechniker.
Saeed Al-Ghamdi
Der Fall Saeed Al-Ghamdi weist das gleiche Muster auf: Airline-Pilot, verbrachte Jahre an US-amerikanischen Flugschulen, meldet sich nach den Anschlägen aus Tunis: er sei noch am Leben (21). Allerdings taucht sein Name nicht im Zusammenhang mit den Bostoner Flügen auf. Er könnte etwas mit den anderen Flügen zu tun gehabt haben, etwa Flug 93.
Flugzeug N334AA
Der weisse Mitsubishi Sedan, der auf dem Parkplatz des Logan Airport aufgefunden wurde, hatte einen sogenannten "ramp pass", mit dem er auch auf gesicherte Bereiche des Flughafens vorfahren konnte. Sicherheitskameras hatten ihn in den Tagen zuvor insgesamt viermal aufgenommen, als er hinein- und hinausfuhr (22). Die genauen Zeiten:
6.9. 14:15 - 16:00
9.9. 8:27 - 9:13
9.9. 16:15 - 17:39
10.9. 16:25 - 17:05
Der letzte Besuch fällt zeitlich zusammen mit dem Aufenthalt des Unglücksflugzeuges N334AA (= Flug AA 11), das am 10.9. von 15:43 bis 17:10 in Boston weilte, erstmals wieder seit dem 6.9. Es sollte nach San Francisco und sofort wieder zurück fliegen, so dass es am 11.9. ab 6:30 für Flug AA 11 zur Verfügung stand (23). Möglicherweise stieg einer der Hijacker am 10.9. zu, flog nach San Francisco und zurück und spielte am frühen Morgen des 11.9. einen bestimmten Part der Scharade auf dem Logan Airport.
Weisser Mitsubishi und silberblauer Nissan
Es bestehen begründete Zweifel daran, dass es Atta war, der von der Kamera auf dem Portland Flughafen aufgenommen wurde. Zunächst hiess es, Bukhari habe den silberblauen Nissan Altima gemietet, der in Portland stand. Erst später wurde Atta als Mieter des Autos angegeben. Atta allerdings fiel am 10.9. mit dem weissen Mitsubishi an einer Mautstelle westlich von Boston auf (24). Er wollte nicht bezahlen und fuhr einfach davon. Der Kassierer notierte sich das Kennzeichen. Zu diesem Zeitpunkt waren zwei andere Personen schon mit dem Nissan nach Portland unterwegs, um am nächsten Morgen nach Boston zu fliegen - wahrscheinlich Abdul Rachman Al-Omari und Amer Kamfar.
Verbindungen zum militärisch-industriellen Komplex
Die Firma FlightSafety International, die Bukhari, Kamfar und Al-Omari besuchten, gehört zum Imperium von Warren Buffett (25). Sie hat Verbindungen zur Embry-Riddle-Universität, die Al-Shehri ausbildete, und zu Raytheon, jener Rüstungsfirma, die so viele Angestellte an Bord von Flug 77 verlor.
Weiterhin ungeklärt ist die Identität von Personen gleichen Vor- und Zunamens wie die der Hijacker, die an US-Einrichtungen ausgebildet wurden: Ein Mohammed Atta studierte an einer internationalen Offiziersschule an der Maxwell Airforce Base, Montgomery, Alabama; ein Saeed Al-Ghamdi studierte am California's Defense Language Institute in Monterey, Kalifornien; ein Abdulaziz Al-Omari studierte an der Brooks Air Force Base Aerospace Medical School in San Antonio, Texas (26). Offizielle führten diese Koinzidenzen auf die arabischen Allerweltsnamen Atta, Al-Ghamdi und Al-Omari zurück; eine Verbindung zu den Hijackern sei unwahrscheinlich. Ein ernsthafter Ermittler mit Kenntnissen in elementarer Wahrscheinlichkeitstheorie dürfte freilich die Hypothese eines dreifachen Zufalls nicht akzeptieren; er müsste ermitteln.
BTP bietet Antworten auf Fragen, die weder die offizielle noch alternative Theorien bisher zu beantworten vermochten.
Warum wählten die "Hijacker" Boston als Startpunkt?
Hier waren die Bedingungen ideal. Die Sicherheitsvorkehrungen waren lasch (der einzige grosse Flughafen der USA ohne Kameras), und vermutlich bestand eine Verbindung zu Personen, die auf dem Flughafen arbeiteten.
Warum fuhren "Atta" und "Al-Omari" am Abend vorher noch nach Portland und übernachteten dort?
Über den Zubringerflug erlangten sie Zugang zum Rollfeld, was ihnen bei normalem Einchecken nicht möglich gewesen wäre. Sie nutzten bestimmte geographische Gegebenheiten auf dem Logan Airport aus.
Warum tauchen die Namen der "Hijacker" nicht auf den Passagierlisten auf?
Keiner der angeblichen Hijacker war als Passagier an Bord eines Flugzeuges gegangen, auch wenn jeder Tickets gekauft und möglicherweise auch eingecheckt hatte. Vermutlich gab es neben den Piloten auch "Dummies", deren einzige Aufgabe darin bestand, einzuchecken und den Flughafen wieder zu verlassen.
Wie sind die Differenzen in den Passagierzahlen zu erklären, die selbst nach Abzug der "Hijacker" bleiben?
Ausser den Arabern hatten noch einige andere Agenten Flug 11 oder Flug 175 gebucht, die das Manöver begleiteten und eventuell in ihrem Sinne steuerten. Die Differenzen lassen sich dadurch erklären, dass sie wie manche "Hijacker" eingecheckt und die Bordkarte erhalten hatten, aber nicht an Bord gingen.
Woher nahmen die Hijacker die Sicherheit, dass ihnen die Piloten oder Passagiere keinen Strich durch die Rechnung machen würden? Dieser "Faktor Mensch" müsste bei einer Operation, die ein so hohes Mass an Präzision und Koordination erforderte, so gering wie möglich gehalten werden.
Es gab keine Passagiere und keinen "Faktor Mensch", die Diebe waren unter sich und konnten sich voll und ganz auf ihre Aktionen konzentrieren.
Warum haben sich die Namensvettern der "Hijacker" anfänglich über die Verwechslung beschwert, verweigerten aber danach jedes Interview?
Diese Frage beantwortet sich von selbst.
Jede Theorie, die wie BTP behauptet, der 11. September sei völlig anders abgelaufen als offiziell behauptet und eine Geheimoperation gewesen, muss sich der berechtigten Frage stellen, ob nicht zu viele Mitwisser erforderlich gewesen wären, die die Geheimhaltung des Unternehmens gefährdet hätten. BTP kommt mit relativ wenigen Mitwissern aus. Ausser den diebischen Piloten und Flugingenieuren wären nur wenige Personen in zentralen Positionen bei AA, FAA und eventuell im Bostoner Tower notwendig gewesen, die für einen reibungslosen Ablauf hätten sorgen müssen.
BTP könnte leicht durch folgende Dokumente und Zeugen verifiziert oder falsifiziert werden:
Die Funkgespräche mit AA 11 und UA 175. War es wirklich John Ogonowski, mit dem Ground Controller 1 sprach? Das Tonband zu dem NYT-Transkript könnte diese Frage beantworten. Die Funkgespräche zwischen dem Ground Controller und UA 175 sind wesentlich, um die Diskrepanz zwischen 8:14 und 8:23 zu klären, leider hat die NYT diese nicht erhalten (oder nicht veröffentlicht).
Die Fluglotsen im Bostoner Tower, insbesondere die Ground Controller. Sie sind jedoch zum Schweigen verdonnert.
Bodenpersonal von AA, insbesondere jene Personen, von denen das FBI von dem gecancelten Flug mit dem technischen Problem erfuhr. Auch die AA-Angestellten sind von ihren Chefs zum Schweigen verdonnert, aus Angst vor teuren Klagen.
Ladenbesitzer und -angestellte und sonstige Augenzeugen im Terminal B: Warteten die Passagiere tatsächlich vor Gate 26? Was spielte sich an Gate 32 ab, warteten dort auch Passagiere?
Angehörige der Opfer der Flüge 11 und 175, die auf dem Flughafen waren: Stimmt es, dass das Boarding für Flug 11 erst um 7:35 begann? Wann rollte das Flugzeug von Gate 26 weg? Wann rollte Flug 175 von seinem Gate weg?
Die Piloten, die die Maschine N334AA am Vortag flogen: Können sie sich an irgendwelche Unregelmässigkeiten erinnern? Hatten sie vielleicht einen ausländischen Gastpiloten im Cockpit, was durchaus nicht ungewöhnlich war?
FAA-Datenbanken: Gibt es dort Hinweise, um was für einen Bukhari es sich bei dem gehandelt hat, den Hopkins entdeckt hatte? Findet man dort eventuell noch andere Personen, die mit dem 11.9. zu tun haben könnten?
(1) http://physics911.org/net/modules/news/article.php?storyid=2
(2) http://sydney.indymedia.org/front.php3?article_id=36354&group=webcast
(5) Aust/Schnibben (Hrsg.): 11. September - Geschichte eines
Terrorangriffs, dtv 2003, p. 43/44
(6) http://www.geocities.com/itsinsanity2001/fbireport91801.html
(7) http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/1550993.stm
(8) http://www.bts.gov/ntda/oai/index.shtml; aus der Datenbank geht hervor, dass alle abfliegenden Maschinen um 8:10 herum mindestens 40 Minuten Verspätung hatten - sie standen im Stau.
(9) http://www.unansweredquestions.org/timeline/2001/bostonglobe100101.html
(10) http://www.gofir.com/diagrams/massachusetts/boston/
(11) http://www.orlandosentinel.com/news/nationworld/orl-asecflorida14091401sep14.story
(12) http://edition.cnn.com/2001/US/09/13/flight.schools/
(13) http://www.sptimes.com/News/091501/Worldandnation/14_hijackers_spent_ti.shtml
(14) http://www.ict.org.il/spotlight/det.cfm?id=671
(15) http://www.nytimes.com/2001/09/16/national/16VERO.html?ex=1073278800&en=d9b15efbdcae19ab&ei=5070
(16) http://www.osc.gov/documents/press/2002/pr02_11.htm
(17) http://www.milligazette.com/Archives/01102001/02.htm
(19) http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/1559151.stm
(20) http://www.erau.edu/er/newsmedia/newsreleases/2001/nolink.html
(21) http://www.portal.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2001/09/23/widen23.xml
(22) http://www.redwhiteandblue.org/news/bnws/PGP2.HTM
(23) BTS-Datenbank
(24) http://www.nynewsday.com/ny-ushija302392325sep30,0,802123.story
(25) http://thewebfairy.com/killtown/buffett.html
(26) http://greenvilleonline.com/news/2001/09/20/2001092012469.htm