Einbau Facelift-Nebelscheinwerfer in Vor-Facelift-Frontschürze (BMW 5er E39)
1. Die Teile

Bild 1. Übersicht Einzelteile (die linke (im Bild rechte!) Abdeckung ist bereits
bearbeitet (s.u.))
2. Die Kosten
Die beiden Scheinwerfer kosten beim BMW-Händler zusammen ca. 160,- Euro, ich habe für beide (bei eBay) insgesamt ca. 45,- Euro bezahlt. Die Abdeckungen, Buchsengehäuse und Kontakte kosten bei BMW insgesamt etwa 13,- Euro.
3. Der Einbau
Setzt man den Facelift-Nebelscheinwerfer das erste mal in die alte Schürze ein, stellt man zunächst erleichtert fest, dass bei den beiden Halterungen auf der Innenseite alles im grünen Bereich ist. Zweite Feststellung ist dann, dass die Nase auf der Außenseite zunächst mal keinen Halt findet und im Freien hängt, was auch nicht weiter verwunderlich ist, da die Facelift-Schürze ja wesentlich weiter herumgezogen ist.

Bild 2. Facelift-Nebelscheinwerfer in alter Frontschürze (vor
Nasen-OP)
Um dieses Manko auszugleichen, habe ich die Nase jeweils mit einem Stahlstift verlängert, den ich in die Nase eingeklebt habe (mit Pattex Hartkleber o.ä.). Die Maßangaben hierzu oden in der Teileliste müssen ziemlich genau eingehalten werden, der Durchmesser, damit der Stift auch gut in der Nase sitzt, die Länge, weil: kürzer ist halt zu kurz ;-) und wenn man den Stift länger lässt, hat man am Ende beim endgültigen Einbau Probleme, dazu komme ich später noch einmal.

Bild 3. Facelift-Nebelscheinwerfer mit verlängerter
Nase
Nach dieser Verlängerung findet der Facelift-Nebelscheinwerfer seinen normalen festen Halt in den drei Original-Aufnahmepunkten der alte Frontschürze.

Bild 4. Facelift-Nebelscheinwerfer in alter Frontschürze (nach
Nasen-OP)
Nun kam der eigentlich "fummelige" Teil des Einbaus, der "Freiraum" der jeweils außen neben den Scheinwerfern bleibt muss geeignet verkleidet werden. Meine Idee dabei war, die Abdeckungen, die beim 520i der ersten Baujahre, als er serienmäßig noch ohne Nebelscheinwerfer ausgeliefert wurde, zu verwenden und daraus ein geeignetes Stück auszuschneiden. Was "geeignet" ist, ist durchaus nicht ganz einfach herauszufinden, insbesondere wenn man das als erster macht und keine Vorgaben hat.
Bei der Bearbeitung der Abdeckungen hat ein Gravur-Set, also ein Dremel-Plagiat, wertvolle Dienste erwiesen.
Da dies die eigentliche Herausforderung bei der ganzen Sache war, widme ich diesem Teil ein paar Bilder mehr

Bild 5. Abdeckungen (links
original, rechts nach der Bearbeitung)

Bild 6.
Abdeckung nach der Bearbeitung

Bild 7.
Abdeckung nach der Bearbeitung

Bild 8. Abdeckung nach der
Bearbeitung
Die Abdeckungen wurden auch auf der Außenseite bearbeitet, um sie in einem etwas anderen Winkel in die Schürze einsetzen zu können, als das eigentlich gedacht ist (siehe Bild 5-7). Wer sich tatsächlich auch einmal daran versuchen will, dem mag diese Schablone (rechte Maustaste, Ziel speichern unter ...) helfen, um die eigentliche Rundung auszuschneiden.
Die so hergestellten "Rest"-Abdeckungen wurden an drei Punkten in der Schürze befestigt. Zum Einsetzen der Nase wurde in die Schürze unmittelbar vor das vorhandene "Nasenloch" (ggg) ein weiteres gebohrt, Durchmesser ca. 8mm. Oben und unten wurde die Abdeckung mit Schrauben M2 an die Schürze geschraubt, vorher wurden natürlich entsprechende Löcher in Abdeckung und Schürze gebohrt.
Ich habe die Abdeckungen dann noch in Wagenfarbe lackiert. Das ist sicher Geschmackssache und was im Endeffekt besser aussieht hängt wohl auch von der Farbe des Wagens selbst ab.
Vor dem endgültigen Zusammenbau sollte man vorher (!) die Veränderungen am elektrischen Anschluss vornehmen (siehe 4.).
Da ich ja nun einerseits nicht die komplette Schürze demontieren wollte und andererseits die Abdeckungen "von innen" verschrauben wollte, mussten zunächst die Abdeckungen und anschließend die Scheinwerfer montiert werden. Die Montage der Abdeckungen ist ziemlich fummelig, da nur sehr begrenzt Platz zur Verfügung steht. Ich habe die M2-Schrauben jeweils von innen in die Abdeckungen gesetzt und dann durch die Öffnung für den Nebelscheinwerfer gegriffen um so "von hinten" oben und unten die Muttern auf die Schrauben zu bekommen. Hierbei sind durchaus schlanke Finger hilfreich.
Als nächstes kann das Buchsengehäuse auf den Scheinwerfer gesteckt werden.
Wenn die Abdeckungen sitzen und verschraubt sind, lässt sich der Scheinwerfer mit etwas Gefühl in die verbleibende Öffnung schieben und die (verlängerte) Nase in das dafür vorgesehene Loch drücken. Hierbei ist es wichtig, dass die ca. 3,5 cm bei der Länge des Stahlsstiftes eingehalten werden, sonst wird es jetzt zu eng.
4. Der elektrische Anschluss
Der elektrische Anschluss gestaltet sich recht unproblematisch, da hier auf Standard-Bauteile zurückgegriffen werden kann. Das Buchsengehäuse des alten Scheinwerfers wird vom vohandenen Kabel getrennt, die Flachfederkontakte werden in das neue Buchsengehäuse gesteckt bis sie hörbar einrasten. Abschließend werden die Kabelenden der neuen Kontakte mit dem vorhandenen Kabel verbunden, ich habe dazu Lüsterklemmen verwendet.
5. Das Ergebnis

Bild 9. Facelift-Nebelscheinwerfer in "alter" Frontschürze (Detail 1)

Bild 10. Facelift-Nebelscheinwerfer in "alter" Frontschürze (Detail 2)

Bild 11. Facelift-Nebelscheinwerfer in "alter" Frontschürze

Bild 12. Facelift-Nebelscheinwerfer in "alter" Frontschürze (Night-Shot)
6. Fazit
Der Umbau war zeitlich sicherlich etwas aufwendig, da es sich um einen Erstversuch handelte bei dem alles ausprobiert und ausgemessen werden musste. Der Einbau des zweiten Scheinwerfers ging - wie das immer so ist - natürlich schon wesentlich flotter von der Hand. Bei einem Kostenaufwand von knapp 60,- Euro bin ich mit dem Ergebnis durchaus sehr zufrieden. Natürlich geht der Umbau bei näherer Betrachtung nicht als Facelift-Schürze durch, dennoch wird aus meiner Sicht der gewünschte Effekt des "runde Lampen-Gesichts" erzielt.
Schlussbemerkung: Die vorstehende Geschichte ist natürlich wieder bar jeder Realität, jede Ähnlichkeit mit "lebenden" Autos ist rein zufällig. Insbesondere übernehme ich natürlich keinerlei Haftung, falls jemand die vorstehende Mär zum Anlass nimmt, es selbst einmal auszuprobieren und dabei evtl. Schaden an Leib, Seele oder Auto nimmt. In diesem Sinne - viel Spaß!
© Winfried Nohl, Judenpfad 51 B, 50996
Köln
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Autors.