Raumschiff v.v.l.a.p.(d.)

Ladys Tagebuch oder die lange Suche nach einer Krankheit

Seit 2003 scheint unsere Lady vom Pech verfolgt zu sein - ständige Fieberschübe und mit dem Laufen klappt es auch nicht mehr, wie es soll. Wir haben schwere Zeiten hinter uns, besonders halt Lady, aber trotz allen Widrigkeiten, Schmerzen, Leid und Kosten haben weder wir noch unsere Lady jemals die Hoffnung aufgegeben.Jeden Tag beweißt uns Lady, daß auch ein behinderter Hund noch Freude am Leben haben kann und daß es sich auch bei einem „alten“ Hund noch lohnt mit und für ihn zu kämpfen.

Da ich selber in dieser schweren Zeit oftmals nach Antworten im Internet gesucht habe und leider nicht sehr oft fündig wurde, habe ich beschlossen, Ladys Weg hier zu veröffentlichen. Vielleicht kann ich damit Anderen in ähnlichen Situationen ein wenig helfen, ihnen Mut machen, weiter zu kämpfen oder eben einfach „nur“ zeigen, daß auch andere Menschen mit ihrem vierbeinigen Liebling schwere Zeiten durchmachen mußten und wie wir damit umgehen.

Sollte jemand Fragen haben, egal wie simpel oder dumm sie Ihnen vielleicht vorkommen mögen - scheuen Sie sich nicht, mich an zu schreiben. Ich helfe Ihnen mit meinen Erfahrungen, nützlichen Links und was ich sonst noch so für Sie tun kann.

Zuerst möchte ich hier einmal so eine Art „Lebenslauf“ von Lady aufschreiben, sodaß Sie einen Einblick darüber erhalten, was in den letzten Jahren geschehen ist. Ich gehe deshalb soweit zurück, weil immernoch nicht geklärt ist, wann alles bei Lady angefangen hat.

 

Novermber 1999 hatte sie zeitweilig Probleme beim Laufen und bekam daher erstmals 2 mal tägl. je eine Traumeel und zudem noch einmal täglich eine Ampulle "ACC" (weiß ich leider nicht mehr, warum).Nach einer Woche ohne erkennbare Besserung bekam sie einmal täglich 3 Rimadyl ( 50mg/Tab.) und die Traumeel fielen weg.Sie hatte zu diesem Zeitpunkt Gewicht verloren, wie sich später herausstellte allerdings kein "Fettgewebe" sondern Muskelmasse.Bei einer Blutuntersuchung war ein Coombs-Test positiv, was zu der Vermutung einer rheumatischen Erkrankung führte. Seitdem ist allerdings kein auffälliger Coombs-Test mehr aufgetreten.

 
2000 - 17.01 - die Rimadyl-Tabletten wurden abgesetzt, ihr Gewicht hatte sich normalisiert. Am 25.02 hatte sie wieder Gewicht verloren und bekam erneut Rimadyl, diesmal allerdings erstmal nur 2 Tabletten täglich.


2000 - 11.03 - Lady bekam in meiner Abwesenheit einen "Anfall". Meine Mutter beobachtete damals folgendes: sie war noch beim Auslauf im Garten normal, kam rein und legte sich in den Flur. Plötzlich sprang sie hoch, hob den rechten Vorderlauf an und versuchte dann vorsichtig , diesen zu belasten. Gleichzeitig "stampfte" sie mit dem hinteren rechten Bein mehrmals auf, knickte ein und fiel hin. Sie drehte sich auf den Bauch und versuchte erneut aufzustehen. Fiel abermals hin und bekam Panik (aufgerissene Augen, sabbern und hecheln). Beide Beine der rechten Seite zitterten. Sie war zu jederzeit ansprechbar und geistig "Anwesend".Meine Mutter rief mich sofort an und als Lady am Telefon meine Stimme hörte, wollte sie bellen, bekam aber keinen Ton raus, bellte sozusagen "lautlos". Nach ca. 20 bis 30 Minuten unter ständiger Aufsicht und Zusprache meiner Mutter war sie wieder völlig normal.Bei einer anschliessenden Untersuchung beim Tierarzt konnten jedoch keine Symtome oder Anormalien mehr festgestellt werden. Dies ist seitdem in diesem Maße auch nicht mehr aufgetreten. Selbst ein Muskelzucken ist mir seitdem nicht bewußt aufgefallen.(Ich führe seit 1999 ein "Futtertagebuch" für die Hunde, wo auch alle anderen Auffälligkeiten mit notiert werden).


Am 21.04.2001 wurden die Rimadyl-Tabletten erneut abgesetzt. 03.05.2001 Lady baute erneut Muskeln ab - neuer Versuch mit Traumeel, 2 Tabletten täglich.Da ohne Erfolg, bekommt sie dauerhaft seit dem 09.06.2000 täglich 3 Rimadyl 50mg .

 
2001 - 05.06. Lady bekam wegen einem Knoten im Gesäuge die untere Hälfte der linken Milchleiste entfernt - Knoten war bösartig, Art des Knotens mir nicht bekannt.


2002 - seit Anfang 2002 bekommt Lady mehr Futter (fast das doppelte wie früher) da auf erhöhten Stoffwechsel getippt wurde, wegen der ständigen Gewichtsschwankungen.


Seit Mitte/Ende 2002 bekommt Lady zudem alle 10 wochen eine Anabolikaspritze, da sie so stark Muskeln abbaute, daß man die Skelettform des Kopfes deutlich erkennen konnte. Mit dem Anabolika wurde dieser Prozess gestoppt, ist aber immernoch deutlich knochig. Seitdem niemehr ihr Normalgewicht von 36 kilo erreicht, pendelte sich bei ungefähr 33 kilo ein. Ebenso ist sie mindestens seit dieser Zeit unsicher auf der Treppe, besonders beim runterlaufen. Durch "singen" von mir (sie mag wohl meinen Gesang nicht) wird sie "grantig"/wütend und meistert die Treppe dann recht gut und zügig. Es wurde daher vermutet, daß sie vielleicht nicht mehr so gut sieht und, da sie sehr intelligent ist, sich "überlegt" daß sie stoplern könnte und dadurch so unsicher auf der Treppe ist. Wird sie durch singen oder "ja, du kannst das" etc. abgelenkt, dann geht sie wie gesagt die Treppe recht zügig und relativ sicher.
Gelegendliches Hinfallen beim Kotabsetzen (vielleicht 4mal vorgekommen in den letzten 3 Jahren) wurde von mir auf ihr Alter und die Muskelreduktion zurückgeführt. Ebenso ihr zeitiges "zu Bett gehen" - sie geht seit Jahren, unabhängig von anwesendem Besuch oder evt. länger im Garten sein wie zum Beispiel bei "Grillabenden", fast regelmäßig gegen 22 Uhr schlafen, bzw. sie zieht sich dann zumindest in einen Raum, wo sie alleine ist, zurück.


2002 - 18.09. erneute Milchleisten-Op, diesmal auf der rechten Seite, Knoten nicht mehr zur Untersuchung geschickt. Zudem wurde bei der OP das Zahnfleisch behandelt, es hatten sich "Taschen" um die Zähne gebildet - seit kurzem aufgetretene "Kaufaulheit" wurde darauf zurückgeführt, ihr Kauverhalten hat sich seitdem aber nicht gebessert. Zu große Stücke Futter werden liegen gelassen oder am Stück verschlungen, manchmal wurden zu große Stücke auch wieder hervorgewürgt, was wir allerdings ihrer Größe zugeschrieben haben.Kauknochen, Dörrfleisch und andere große, harte Futtermittel werden nur in "schluckgerechten" Happen akzeptiert, ansonsten verweigert, Trockenfutter bekommt sie nicht, da sie es nicht verträgt.

2003 - 18.02. Behandelt mit einer Amoxin täglich wegen Fieber (40,7°c), verstärktem Atemgeräusch und allgemeiner „Schlappheit“- am 24.02 letzte Amoxin bekommen.


2003 - 23.06. zweimal täglich je 10 Tropfen Metrovetsan bekommen wegen leichtem Scheidenausfluß. Eine Gebärmutterentzündung lag jedoch nicht vor.Am 11.07.2003 zum letzten Mal Tropfen bekommen, kein erneuter Scheidenausfluß aufgetreten seitdem.Am 12.07. war sie sehr langsam auf der Treppe, ich wollte ihr was "gutes" tun und habe sie getragen - nach dem runterlassen hatte sie einen "Seemannsgang" und erbrach in dieser Nacht häufig (hatte sie direkt unter dem Bauch gefaßt beim Tragen) - beim Tierarzt am folgenden Tag, der ebenfalls meinte, es könnte gut sein, daß ich ihr etwas den Magen "gequetscht" habe, wodurch der "Seemannsgang" und das Erbrechen sich erklären liessen.

2003 - 19.07 Es war sehr heiß an diesem Tag.Wir sind gegen 10 Uhr morgens an die Mosel zu meinem Schwiegervater auf dem Campingplatz gefahren.Lady hat sich "vertreten", fiel auf jedenfall hin und stand erstmal nicht mehr auf. Lies sich sogar vom Wasser der Mosel bei einer Welle überspülen - untypisch für sie, sie wäre normalerweise aufgestanden. Nach Absprache mit meinem Tierarzt ihr noch zwei zusätzliche Rimadyl-Tabletten gegeben. Am nächsten Tag lief sie wieder recht gut, allerdings 3 Tage später war es wieder so schlimm, daß ich sie doch noch zum Tierarzt brachte. Diagnose : Bänderiss im rechten Sprunggelenk hinten, Gelenk sehr instabil und "knackte". Mit Verband stabilisiert.


Am 06.08 sehr hohes Fieber (40,8° C), keine sonstigen Krankheitssymtome ausser körperlicher Schwäche ( war sehr unsicher auf den Beinen, besonders an den Hinterbeinen, mußte Treppen getragen werden), wurde mit Parkemoxin behandelt, 10 Tage lang. Das Hinterbein (Sprunggelenk) hatte sich noch nicht stabilisiert.

02.09 erneut 40,6 Fieber mit Schwäche - wurde daraufhin mit Parkemoxin über 6 Wochen behandelt. Blutuntersuchung ergab keinen Auffallenden Befund ausser einem etwas zu niedrigem Eisenwert (bekam daraufhin 1mal tägl. eine Kapsel "Abtei Eisen plus Vitamin C" aus der Reformabteilung) und erhöhter Leukozhyten, was aber durch das Fieber erklärbar war..Bein war noch immer instabil, wurde seitdem mit selbstgemachter Stützbandage gestützt. 16.10 wurde das Antibiotika zum letzten mal gegeben. Am 18 und 19.10 leicht erhöhte Temperatur (39,1°C) am 20.10 allerdings wieder normal. Vereinzelt "rasselnde" Atmung (als wenn Schleim im Hals wäre) vorhanden, konnte aber beim Tierarzt durch abhöhren nicht festgestellt werden.Allerdings wurde ein leichtes Herzgeräusch festgestellt, was aber so gering war, daß es durch ihr Alter erklärbar ist. Bis dahin war ihr Herz nie auffällig.

Am 24.10. sind wir mit den Hunden nach Texel/NL in Urlaub gefahren. Am 25.10 abends hatte sie erst verstärktes Rasseln beim Atmen, gegen Mitternacht dann 41 Grad Fieber. Ich hate schon zur Vorsicht Finadyne zur s.c.Injektion von meinem Tierarzt mitbekommen, welches ich ihr nach telefonischer Rücksprache mit meinem Tierarzt gegen 24 Uhr auch gespritzt habe (3,5 ml). Nach der Spritze wurde ihre Atmung etwas ruhiger ("leiser") allerdings ging sie recht abgehackt.Das Fieber sank auf ca.39,9° Grad, stieg gegen morgens wieder an. 26.10. Nach Rücksprache mit meinem Tierarzt ihr dann 2,5 Tabletten Parkemoxin gegeben, Fieber stieg aber im Laufe des Tages dann wieder auf 40,6° Grad. Gegen 17 Uhr beim Notdiensttierarzt von Texel gewesen, der ihr Diuretika  und Antibiotika gab, nach befundloser Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes. Zudem stellte er eine sehr starke Herzrythmusstörung und erhöhte Pulsfrequenz fest. Gegen 21 Uhr hatte sich ihr Zustand immernoch nicht gebessert, worauf wir den Tierarzt erneut aufsuchten. Er gab ihr nochmals Diuretika und legte sie an eine Infusion. Nach dem "durchlaufen" der ersten 500ml hängte er einen neuen Beutel Infusionslösung an und schickte uns so zu unserem Ferienhaus.Am Morgen des 27.10. fuhren wir erneut zum Tierarzt auf Texel. Er gab ihr über den Venenkatheder 3,5ml Finadyne und hörte den Herzschlag ab, welcher sich etwas gebessert hatte. Daraufhin meinte er, wir könnten mit ihr die Heimfahrt wagen. Wir fuhren dann gegen 14 Uhr von Texel ab, Ladys Temperatur lag zu diesem Zeitpunkt zum erstenmal unter 40 Grad wieder (39,1°C). Gegen 19 Uhr kamen wir in Aachen an und fuhren direkt durch zu meinem Tierarzt. Dort hatte Lady mittlerweile wieder 40 Grad Fieber und die Atmung "rasselte" wieder. Es wurde die erste Thoraxaufnahme angefertigt, worauf man die erweiterte Speiseröhre und eine Gewebeverdichtung in der Lunge und eine kleinere am Herzen sehen konnte. Sie bekam nochmals Finadyne und zum ersten Mal tauchte der Begriff "Myasthenia Gravis" auf. Mein Tierarzt sagte mir daraufhin, daß er für den folgenden Tag einen Termin bei den Tierärzten für Innere Medizin für mich zubekommen versuchen würde. Um den Tensilontest durchzuführen fehlte leider das Mittel.

Am 28.10. fuhren wir dann zu diesen Tierärzten für Innere Medizin. Dort wurden ebenfalls Thoraxaufnahmen angefertigt, diesmal von der anderen Seite und in Bauchlage. Ebenso wurde dort eine Ultraschalluntersuchung (Herz und Bauchraum) durchgeführt und ein EKG angefertigt. Es wurde auch noch Blut abgenommen für den Acetylcholin-Rezeptoren Test in San Diego und für einen großen Blutstatus mit 16 chem. Werten.Der Schilddrüsentiter T4 wurde ebenfalls getestet aber ohne Befund. Nachdem man mir angeboten hatte, die Anomalie in Herznähe unter Narkose zu punktieren zwecks Zellentnahme und eine Spülung der Lunge (ebenfalls unter Narkose) zur Keimbestimmung durchzuführen, lehnte ich diese Verfahren zu Gunsten des Lebens meines Hundes ab, da unwahrscheinlich war, das sie die Narkose überstehen könnte. Wir einigten uns darauf, die Aspirations Pneumonie erstmal mit Antibiotika über Infusionen zu behandeln um dann nach einer Woche eine Vergleichsaufnahme des Thorax anzufertigen. Lady wurde daraufhin morgens und abends mit NaCl und Ringerlaktat infundiert und bekam 7ml Metronidazol und 8,25ml Ampicillin pro Anwendung über den Zugang. Zudem bekam sie einmal täglich Findadyne 3,5ml, da sie keine Rimadyl erhalten durfte und abends noch 6ml Baytril 5% s.c..Am Abend dieses Tages fiel uns dann beim Fiebermessen auf, daß sich ihr After nicht schloß, sondern etwa daumendick erweitert war. Nach ca. einer Stunde jedoch war er wieder normal.Sie erbrach zudem etwa ein drittel des Futters von diesem Abend (ca.50gramm), hatte aber seitdem kein Erbrechen mehr.Ihre Temperatur pendelte sich erstmal auf 39,4 Grad ein.

Am 29.10. fiel uns dann während der Infusion beim Tierarzt auf, daß sich Ladys Augäpfel bei offenem Auge nach oben verdrehten.Ebenso fiel an diesem Tage auf, daß mittlerweile auch das andere Sprungelenk hinten extrem (sogar noch mehr als das erste jemals war) instabil war und ebenfalls knackte.Ich fertigte ihr daraufhin eine weitere Stützbandage an, diesmal jedoch mit einer Aluschiene im Verbund, da dieses Gelenk wie gesagt schlimmer "dran" ist, wie das erste, wo eine Bandage mit steiferem Leder als Einlage ausreichte. Mit beiden Bandagen und Unterstützung durch uns beim Pfotenaufsetzen ( sie läuft sonst unter Umständen auf den Oberseiten der Pfoten) kann sie auf nicht glattem Boden kurze Strecken laufen, wird allerdings sehr schnell unsicher und müde.

Am 3.11. waren wir dann erneut bei den Tierärzten für Innere Medizin zur Röntgenkontrolle.Der Megaösophagus war zurückgegangen und die Gewebeverdichtung hatte sich etwas verringert, sodaß man von einem Infektionsgewebe ausgehen kann. Allerdings hatte sich an anderer Stelle ein neuer "Rundherd" gebildet. Auch diesmal lehnte ich eine Punktierung zur Zellgewinnung ab, da man mir sagte, auch ein negativer Befund hieße nicht gleich, es wäre kein Tumor vorhanden und selbst bei einem Tumor würde keine andere Therapie erfolgen. Bei einem erneuten EKG stellte sich eine Besserung des Herzrythmus dar, es erfolgt fast regelmäßig bei ca. jedem 4ten Herzschlag eine kleine "Pause", die aber nicht weiter beunruhigend sein soll, bzw. nicht medikamentös behandelt werden müsse.

Am 8.11. wurde Lady die letzte Infusion verabreicht und auf Tabletten umgestellt. Sie erhielt seitdem zweimal täglich eine halbe Ampicillin 1000mg und zwei Tabletten Metronidazol. Weiterhin bekam sie 6ml Baytril 5%s.c.gespritzt und zwar abends. Die Schmerzmittel (Finadyne) haben wir erstmal versuchsweise weggelassen und sie machte auch nicht den Eindruck, als wenn sie sie brauchte.
Ihr Gesamtzustand ist abgesehen von der Behinderung beim Laufen ( sie kann nicht selbstständig aufstehen, wobei natürlich auch die Bandagen sie etwas behindern, da sie die Beine nicht komplett anwinkeln kann, wird hauptsächlich getragen und beim Urinabsetzen von uns "abgehalten" wie ein Kind) sehr gut, sie ist aufmerksam und ein wahrer Haustyrann, der uns ständig beschäftigt (spielen mit ihren Stofftieren, Wasser geben, schmusen etc.). Leider hatte sie seit dem 11.11. weichen Stuhlgang, was sich auf die Antibiotikatabletten zurückführen ließ. Ihre Temperatur ist seit dem 30.10. durchweg normal (pendelt zwischen 38,3 und 38,8 Grad).Sie frißt zur Zeit im Liegen, bekommt aber das Futter sehr klein "gehackt" und nur jeweils in "Gabelportionen" vorgelegt. Trinken versucht sie zunehmend im Stehen, wobei wir sie natürlich vorsichtshalber hinten abstützen, obwohl sie relativ sicher auf einer Stelle stehen kann. Sie versucht auch schonmal eine schnellere "Gangart" und ist dann recht stabil, allerdings setzt sie nach wie vor die Pfoten unkontrolliert auch auf die Oberseite der Pfoten auf und wird dadurch dann wieder unsicher und "schwankt". Beim normalen Gehen im Garten ist die Belastung meiner Hände beim Abstützen deutlich geringer als wie zu beginn, ich muß hauptsächlich das korekte Aufsetzen der Pfoten kontrollieren, bzw. korregieren. Bei längeren Wegstrecken merkt man ihr Ermüdung an, sie verläßt sich dann mehr auf meine Hilfe,setzt die Beine immer unkontrollierter (überkreuzt die Beine, "vergißt" ein Bein nachzuziehen und sucht immer mehr Halt in meinen Händen) bzw. setzt sich dann auch hin.Seit dem 17.11.03 will sie immer öfter selber die Treppen hinauflaufen, wobei dann natürlich das gesamte Gewicht des hinteren Körpers auf meinen Händen lastet und ich die Pfoten für die die einzelnen Stufen hochsetze.

Am 14.11. erfolgte eine Blutuntersuchung

Am 17.11 erfolgte eine erneute Kontrollröntgenaufnahme bei den Tierärzten für Innere Medizin. Der zustand der Lunge hatte sich weiter gebessert.Die Metronidazoltabletten wurden von 2 auf 1,5 reduziert.

Am 27.11 hatte Lady durch die andauernden Spritzen eitrige Abzesse gebildet, woraufhin das Baytril auf Tablettengabe umgestellt wurde (1x2 Tabletten). Am 01.12.03 wog Lady zum erstenmale seit langem 35,4 kilo( trotz erheblich reduzierter Futtermenge im vergleich zu verlauf des letzten Jahres), wir haben aber, um die Belastung für die Hinterläufe zu reduzieren sie mittlerweile auf ein Gewicht von 33 kilo eingependelt.

Am 09.12.03 waren 6 Wochen Behandlung vorbei und die Antibiotika wurden abgesetzt. Ich gebe ihr seitdem auch wieder regelmäßig morgens eine Eisenkapsel, da ihre roten Blutkörperchen sehr niedrig waren - nach der ersten Gabe war Lady bereits andertags wesentlich besser "auf den Beinen".Temperatur regelmäßig geprüft ohne Auffälligkeiten.

Am 22.01.04 erneute Blutkontrolle und Toraxröntgen. Lunge bis auf kleine "Faserungen" frei, Speiseröhre geschlossen und die roten Blutkörperchen im Normalbereich . Nach dem Bluttest wurde beschlossen, Lady weiterhin Eisenkapseln zu verabreichen.

Am 01.02.04 morgens hat Lady erst gewürgt und dann gehustet - kurzfristig war auch das „Rasseln/blubbern“ der Atmung zu hören. Temperatur war normal und im Laufe des Tages trat kein erneutes Husten, Rasseln oder Blubbern mehr auf.

Am 13.02.04 erneutes EKG in Köln erstellen lassen um die Herzrhytmusstörung zu überwachen - nur noch bei fast jedem 11. Herzschlag eine Unregelmäßigkeit festzustellen, bzw. auch erst beim 20. Schlag. Man sagte uns daraufhin, das würde noch ganz „ausheilen“ und Lady wäre nun auch wieder op-fähig, falls man die Beine operieren könne.Kurz vor einer evt. OP bzw. zumindest zum Sommer hin sollen wir nochmals ein Herzultraschall anfertigen lassen um die Kammerverkalkung zu kontrollieren.

Am 18.02.04 hatte Lady Durchfall (bis zum 21.02.04) - allerdings habe ich ihr auch entgegen besserem Wissen etwas gefüttert, was sie grundsätzlich nicht verträgt ( Wurstreste vom Metzger)

Am 26.02 mußte Lady vermehrt Urin absetzen, welcher auch etwas strenger roch. Draussen lag Schnee, sodaß die Vermutung nahe lag, sie hätte sich die Blase erkältet.Daraufhin wurde vermehrt geachtet, daß sie nicht kalt bekam und sie durfte sich auch draussen nicht mehr hinsetzen. Da es erst besser wurde, dann aber wiederkam, sie teilweise sogar den Urin nicht halten konnte und der Urin auch etwas rötlich gefärbt war, bekam sie am 03.03.04 vom TA eine Antibiotikaspritze.Zudem bekamen wir Antibiotika-tabletten für eine Woche( 2x1) und Cantharis-Miniplex - Tropfen, von welchen sie 3 mal tägl. je 10 Tropfen bekam.

Am 12.03. erneute Röntgenkontrolle, wobei man eine erneute leichte Faserung der Lunge feststellte. Eine Erweiterung der Speiseröhre war nicht zu erkenen. Daraufhin bekamen wir „Furobeta“ Tabletten (2x1) zum Entwässern mit, da der TA meinte, es könne sich durchaus um „Herzwasser“ handeln und wir sollten dies nun erstmal eine Woche austesten und dann am 20.03.04 erneut zur Röntgenkontrolle erscheinen.

Am 17.03.04 stellte ich morgens ein vermehrtes Atemgeräusch ( wieder das Blubbern) bei Lady fest. Ich maß daraufhin um 9 Uhr ihre Temperatur, die allerdings zu diesem Zeitpunkt noch gut war (38,4°C). Ich versorgte daraufhin die Hunde ganz normal wie jeden Tag. Allerdings ließ mir das Blubbern in Ladys Atmung keine Ruhe, sodaß ich gegen 11Uhr den TA anrief. Er fragte, ob Lady Fieber hätte, was ich verneinte. Da wir für diesen Tag eigendlich einen Termin um 17 Uhr im Klinikum wegen Ladys Beinen hatten, meinte mein TA, da sie ja kein Fieber habe, solle ich den Termin im Klinikum wahrnehmen und den dortigen  Proffessor mal auf ihre Atmung hinweisen, sodaß dieser evt. eine Röntgenaufnahme ihrer Lunge mitmache und sich dann anschliessend mit ihm in Verbindung setzen sollte.Ich maß nach diesem Telefonat gegen 11Uhr30 erneut die Temperatur, die nun bei 38,9°C lag. Da mich dieser Anstieg verunsicherte, maß ich gegen 13Uhr 15 erneut Ladys Temperatur und nun hatte sie bereits 39,3° C. Ich wollte nun nicht mehr warten bis 17 Uhr und fuhr direkt mit Lady zu unserm „Stamm - TA“. Es wurde das bisher letzte Röntgenbild von Ladys Lunge gemacht und mit dem der vorherigen Woche verglichen.Man sagte mir, daß sich die Lunge weiter verschlechtet habe und man auch eine erneute Unregelmäßigkeit von jedem 5. bis 6 Herzschlag hören könne. Daraufhin sagte ich den Termin im Klinikum ab, Lady bekam erstmal 2 ml Finadyne um die Temperatur zu senken. Zwischenzeitlich überlegten wir, ob nun nicht doch eine Lungenspülung sinnvoll wäre, die allerdings in Köln durchgeführt werden müßte. Schließlich bekam Lady eine Baytrilspritze und und für 2 Wochen Baytril-Tabletten mit.

Am 18.03. zogen wir nun noch einen weiteren Tierarzt dazu, einfach um noch eine andere Meinung zu hören. Da Lady seit dem Vortag Antibiotika bekam, war es sowie so nicht angebracht, eine Lungenspülung zur Keimbestimmung vornehmen zu lassen, da das Antibiotika das Ergebnis verfälscht hätte. Zu unserer Verwunderung fand diese Tierärztin Ladys Lunge gar nicht so bedenklich, sondern eher ihr Zustand in punkto „Laufen“, da Lady, geschwächt durch die erneuten Fieberschübe nun fast garnicht mehr ihre Hinterbeine belasten kann. Ebenso fehlt der „Stellreflex“ d.h. sie setzt ihre hinteren Pfoten durchaus auch auf den Oberseiten auf, ohne diese Fehlstellung korrigieren zu wollen. Wir unterhielten uns lange mit der Tierärztin (danke für Ihre Geduld!) und dachten auch die Möglichkeit eines verschleppten Virushustens (fälschlicherweise auch als „Zwingerhusten“ bekannt) an. Man erklärte uns auch deutlich, daß Aufgrund der so schweren Lungenentzündung im vergangenen Oktober es durchaus im Bereich des Möglichen läge, daß Ladys Lunge so vorgeschädigt sein kann, daß sie nun eben sehr leicht auf jede Infektion mit einer „kleinen“ Lugenentzündung reagieren kann. Man bot uns auch an, die Röntgenbilder vom Oktober an mal zu einem Röntgologen zur Ansicht zu senden, was wir leider noch nicht machen konnten, da die Tierärzte in Köln ihre Bilder nicht rausgeben wollen (!!) bzw. die Herrausgabe immer weiter verzögern bis zum heutigen Tag (08.04.).

Bei unserem „Stamm-TA“ ließen wir eine erneute labortechnische Untersuchung des Blutes durchführen, nochmals auf Antikörper der Myasthenia Gravis und ebenso wegen dem Virushusten - ohne Befund.

Am 24.03 hatte Lady trotz der noch andauernden Baytrilgabe wieder erhöhte Temperatur von 39,7 Grad. Sie bekam daraufhin eine Infusion zur Kreislaufstabilisierung und ein fiebersenkendes Mittel gespritzt.Nach 3 Tagen mit einmal täglicher Infusion und Gabe des Fiebermittels verschwand das Fieber wieder einfach so, wie es gekommen war. Wir hatten allerdings zwischenzeitlich mit unserem „Stamm-TA“ beschlossen, eine Blutkultur anlegen zu lassen, in der Hoffnung, dort etwas zu finden, was Ladys Krankheit erklären kann.

Seit dem 31.03. bekommt Lady nun 3 mal die Woche zusätzlich Massagen. Zum einen um den Vorderkörper zu entspannen und dann hinten um die Muskeln der Hinterbeine wieder aufzubauen. Und dies ist nun der erste Erfolg! Ich hätte nie gedacht, daß Physiotherapie so schnell anschlägt, aber bereits nach der zweiten Massage wirkte Lady wesentlich besser „gelaunt“ und auch die Muskeln machen tägliche Fortschritte. Mit jeder Massage wird Lady „vorne“ beim Gehen immer schneller, was es uns natürlich erschwehrt, ihr ihr Hinterteil „nach zu tragen“. Leider verläßt sie sich mittlerweile so sehr auf uns, daß sie sich selber fast garnicht darum kümmert, ob ihre Hinterbeine nun aufstehen oder überhaupt nachkommen. Daran werden wir nun in der nächsten Zeit verstärkt arbeiten müssen.

08.04. Erfolg! Es mutet fast schon Markaber an, daß wir uns freuen, daß tatsächlich etwas in den Blutkulturen gefunden worden ist. Doch nun wissen wir zumindest etwas mehr wie bisher und haben endlich einen Ansatzpunkt für eine hoffentlich wirkende Behandlung. In Ladys Blut konnten Borellien-Erreger nachgewiesen werden, die allerdings auch genau gegen die bisher eingesetzten Antibiotika resistent sind. Ab Morgen werden wir die Behandlung darauf anfangen.

09.04 - 28.04 Endlich komme ich dazu, das Tagebuch weiter zu führen. Doch zum Glück hatte ich auch nichts negatives, was ich hätte aufschreiben können. Mit Ladys Muskelaufbau geht es gut vorran. Am Sonntag, zwei Tage nach Behandlungsbeginn der Borreliose, versuchte Lady zum ersten Mal seit Monaten wieder, sich selber mit der Hinterpfote am Ohr zu kratzen - ok, es hat nicht geklappt, aber der Versuch und Ansatz war da. Auch merkt man ihrem Allgemeinbefinden an, daß die Behandlung auf die Boreeliose wohl gut anschlägt. Sie ist viel Aufmerksamer, interessiert sich mehr für alles, was so um sie herum vorgeht und beansprucht auch mehr unsere Aufmerksamkeit ( schmusen und spielen).Mittlerweile kann sie auch wieder kurze Zeit alleine Stehen ( 2- 3 Minuten) was vorher auch nicht mehr möglich war.Seit einer Woche bekommt sie nun zusätzlich zu den regelmäßigen Massagen einmal täglich eine 10 minütige Trainingseinheit mit einem elektro. Muskelaufbaugerät (Tens -Gerät - so nennt das zumindest Ladys Therapeutin).Das Gerät wurde mir von der Therapeutin zur Verfügung gestellt und ich „muß“ nun jeden Abend meinen Hund „unter Strom setzen“. Entegegen meiner Erwartungen akzeptiert Lady aber auch diese Behandlung und arbeitet auch hier gut mit. Sie weiß scheinbar, was gut für sie ist. Jetzt wo das Wetter endlich besser wird, werden wir versuchen, so viel zeit wie möglich mit Lady im Garten zu verbringen. Aus diesem Grund und um unsere Rücken ein wenig zu entlasten, aber vor allem in der Hoffnung, daß Lady dann endlich wieder sich selber um ihre Beinstellung kümmert, habe ich bei „Doggon wheels“einen Unterstützungshüftgurt bestellt.Sobald es neues gibt, werde ich mich wieder melden.

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