Katzen würden Mäuse kaufen!
Unsere Katzen können sich ihr Futter meist nicht aussuchen. Freigänger fangen sich ab und an ein Beutetier, reine Wohnungskatzen sind zu 100% darauf angewiesen, was ihnen ihre Dosis vorsetzen. Man sollte sich deshalb nicht nur auf die Werbeaussagen der Hersteller verlassen, etwas Information kann nicht schaden:
Zusammensetzung Inhaltsstoffe
Die Qualität von Katzenfutter unterscheidet sich stark. Das liegt daran, daß auch Ausgangsmaterialien verwendet werden dürfen, die in "Menschenfutter" nicht erlaubt sind. Auskunft über die Qualität sollen die Aussagen auf den Futterdosen/schachteln bringen, leider sind hier einige Hersteller sehr sparsam mit Informationen. Oft findet man unter Zusammensetzung nur Sammelbegriffe, wie Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, wieviel Fleisch und wieviel Schlachtabfall nun im Futter sind, läßt sich so nicht feststellen. Von welcher Tierart der Großteil des Rohmaterials stammt, bleibt häufig auch im Dunkeln. Man kauft eine Dose "mit Rind", liest man das Etikett genauer, so stellt man eventuell fest, daß nur 4% vom Rind stammen. Der Rest ist unbekannter Herkunft. Als Nebenerzeugnisse sind laut EWG-Richtlinie 90/667 übrigens auch "Haeute, Felle, Klauen, Federn, Wolle, Hoerner, Blut und aehnliche Erzeugnisse" erlaubt. Getreide sagt nichts über die Art des Getreides aus, ob es sich also zB um Reis (gut verwertbar) oder Soja (schlecht verwertbar, allergen) handelt. Getreide sollte bei gutem Katzenfutter nicht an erster Stelle der Zusammensetzung auftauchen, da es ansonsten den mengenmäßig größten Teil im Futter stellt. Zucker hat eigentlich in der Katzenernährung nichts verloren, wird aber wegen des Geschmacks gerne zugesetzt. Manchmal wird er auch mit Synonymen wie Karamel getarnt.
Inhaltsanalyse
Ähnlich sieht es manchmal bei der Inhaltsanalyse aus: Hier werden nur pauschal Protein-, Fett-, Feuchte- und Rohaschegehalt genannt, über die Verwertbarkeit des verwendeten Proteins/Fettes sagt das leider nichts aus. Rohasche ist ein Sammelbegriff für Mineralien, die Anteile von zB Magnesium und Phosphor im Futter lassen sich daraus nicht ablesen, obwohl sich so die Harn/Nierenverträglichkeit des Futters feststellen ließe.
Zusatzstoffe
Findet sich klein gedruckt der Begriff EWG-Zusatzstoffe auf der Verpackung, so können sich dahinter unter anderem Antioxidantien wie Ethoxiquin, BHA(E320), BHT(E321) verstecken, welche in der menschliche Ernährung wegen ihrer Gefährlichkeit verboten, bzw stark eingeschränkt, sind.
Was tun?
Futter mit detailierten Angaben auf den Etiketten sind vorzuziehen, der Hersteller spielt dann mit offenen Karten. Die Verwertbarkeit des Futters läßt sich recht einfach durch Beobachtung feststellen: Je größer die mengenmäßige Differenz zwischen dem was in die Katze "reinkommt" und dem was "rauskommt" ist, desto verwertbarer (wertvoller) waren die Inhaltsstoffe. Ein Hinweis bietet auch die Fütterungsempfehlung des Herstellers: Je höher sie je Katze und Tag liegt, desto weniger gehaltvoll ist das Futter (wegen des unterschiedlichen Feuchteanteils kann man hier allerdings Feucht- und Trockenfutter nur untereinander vergleichen, oder muß die Empfehlung auf die Trockenmasse umrechnen).
Kosten
Die Preisdifferenz zwischen hochwertigem und Standardfutter ist auf den ersten Blick recht hoch, man sollte aber bedenken, daß die Katze vom hochwertigen Futter, wegen der besseren Verwertbarkeit, deutlich weniger am Tag braucht. Von der einen Sorte braucht die Katze nur eine 160gr-Dose am Tag, von einer anderen eine 425gr-Dose. Beim Trockenfutter kann man den Durchschnittspreis durch den Erwerb der großen Futtersäcke (7.5 bzw 15kg) deutlich drücken. Letztlich geht es um die Gesundheit, hier sollte der Preis nicht das primäre Argument sein.
Akzeptanz
Viele Katzen akzeptieren neues, hochwertiges Futter sofort, manchmal gibt es aber auch eine Enttäuschung: Da hat man nun das hochwertige Futter gekauft, und die unwissende Katze läßt es links liegen, sie ist den Geschmack ihres bisherigen Futters gewöhnt. Es empfiehlt sich in dem Fall, das neue Futter mit dem alten zu mischen, der Anteil des neuen Futters wird nun bei jeder Mahlzeit erhöht. Allerdings bietet auch das keine Garantie, Katzen sind nunmal Individualisten, eventuell muß man mehrere Marken ausprobieren.
Bezugsquellen
Viele kleine Tierbedarfsläden führen hochwertiges Futter, bzw besorgen es auf Wunsch. Eine gute Auswahl findet man auch bei Filialen großer Ketten, wie zB Freßnapf oder Köllezoo. Über das Internet bieten auch immer mehr Versandfirmen ihre Dienste an, sehr gute Erfahrungen haben wir mit
gemacht.
Was fressen Sati & co?
Unsere Katzen bekommen Nutro (Trocken- und Naßfutter), Animonda (vom Feinsten Classic), Integra ab und zu gibt es auch etwas selbstgekochtes. Diese Auswahl ist natürlich subjektiv, über die Qualität anderer Marken ist hiermit nichts ausgesagt! Unsere Futterkosten liegen bei ca 1.30 DM pro Katze und Tag.
Rohkost
Einmal die Woche gibt es ca 100 gr je Katze rohes, mageres Rindfleisch (Hüfte, Tafelspitz, etc). Es wird sehr gerne genommen und wirkt sich positiv auf die Zähne aus.
Mehr Informationen
Auf dieser Seite kann ich die Problematik nur anreißen. Weitere Informationen finden sich bei: