Sklavin von bookwriter@gmx.de
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Es war vor nunmehr schon über drei Jahren, das ich meinen jetzigen Herrn und Meister kennen lernte.
Damals war ich im Urlaub, um mich vom Studiumsstreß zu Erholen.
Aber ich werde die Geschichte von Anfang an erzählen.
Heute war mein letzter Tag in Marokko. Meine Koffer waren schon zum Flughafen unterwegs und ich selbst war auch auf dem Weg, in einem Taxi, dahin.
Da ich noch etwas von der Landeswährung in meiner Tasche hatte, und mir ein Bekannter im Hotel geraten hatte das Geld noch auszugeben, hatte ich beschlossen unterwegs noch an einem der vielen Basare einen Stop zu machen. Also verließ ich, nachdem wir einen solchen angesteuert hatten, das Taxi und bat den Fahrer auf mich zu warten. Das ging hier, denn die Preise waren im Vergleich zu England, ein Witz.
Da es warm war, sogar sehr warm, steuerte ich zuerst eine Bar an um etwas kühles zu trinken. An einem der vielen kleinen Tische ließ ich mich nieder und wartete auf die Bedienung. Als ein Schatten mein Blickfeld verdunkelte wollte ich schon die Bestellung aufgeben, bemerkte aber rechtzeitig das es mein Bekannter aus dem Hotel war, der sich auch zufällig hier aufhielt.
„Hallo Hassan!„, Begrüßte ich ihn.
Hassan war ein Geschäftsmann aus dem Mittleren Osten, der hier schon seit ein Par Tagen mit im Hotel wohnte.
Wir hatten uns in der Hoteldisco kennen gelernt und öfter miteinander getanzt. Unausweichlich kamen wir so auch des öfteren in eine Unterhaltung. Es war nur belangloses was wir uns mitteilten. Er wußte von mir das ich studierte und ich von ihm das er in Geschäften unterwegs war. Was das für welche waren habe ich aber nie heraus bekommen. Es war jedoch an einem der Abende vorgekommen, das er mir sagte das ich ihm sehr gefiel.
Auch hatte er mich eingeladen ihn in seinem Palast besuchen zu Kommen, was ich aber als anständige Europäerin ablehnte. Das allerdings sehr höflich. Er war nicht wie ich auf den Flieger angewiesen, sondern er hatte das Glück mit seiner eigenen Jacht unterwegs zu sein. Überhaupt hatte ich den Eindruck das bei Ihm Geld nur eine untergeordnete Rolle spielte. Ich will nicht sagen das ich ihn darum beneidete, aber es mußte bestimmt sehr angenehm sein so zu Reisen.
Er erwiderte meinen Gruß.
„Hallo Nicole, schön das ich Sie noch einmal sehe. Haben Sie schon bestellt?„
„Nein! Leider war die Bedienung noch nicht hier.„
„Dann werde ich das einmal übernehmen. Sie gestatten doch das ich Sie ein letztes mal einlade?„
Ich nickte ihm nur freundlich zu. Er hatte sich wirklich in den letzten Tagen sehr um meine Gunst bemüht, doch was sollte ich mit einem Araber anfangen. Ich war die Gebräuche des Abendlandes gewohnt und er die des Morgenlandes. Obwohl ich zugeben mußte das er mir in gewisser Weise gefiel.
Dann kam endlich die Bedienung und er bestellte etwas für uns zwei.
„Wissen Sie schon was Sie kaufen möchten?„, fragte er interessiert.
„Nein, ich werde dann erst einmal schauen.„, antwortete ich.
„Ich kenne da einen Stand, an dem es besondere Waren gibt. Ich werde Ihnen diesen dann zeigen, wenn Sie erlauben.„
„Ich danke Ihnen Hassan, aber ich kann doch Ihre Zeit nicht so in Anspruch nehmen!„
„Für Sie tue ich das gern.„, sagte er mit einem Lächeln.
Wir redeten noch ein wenig, über das was mich nach dem Urlaub erwartete. Und er bedauerte das ich wieder in den Studienalltag zurück mußte.
Als wir unsere Gläser geleert hatten gingen wir über den Basar. Ich hatte nicht gedacht das um diese Zeit schon eine solche Menschenmenge hier sein würde. Wir mußten uns förmlich zu dem Stand, den Hassan mir zeigen wollte, kämpfen. Ich war aber etwas enttäuscht, denn hier gab es auch nichts anderes als an den anderen Ständen.
Um aber höflich zu erscheinen suchte ich mir ein Seidentuch aus. Als ich jedoch bezahlen wollte, stellte ich mit Erschrecken fest das all mein Geld und auch alle meine Papiere nicht mehr da waren.
„Hassan! Man hat mich bestohlen.„, rief ich zu ihm, der in einer anderen Ecke des Ladens stand.
Schnell kam er zu mir, und schaute mich fragend an.
„Was ist denn, Nicole?„
„Hassan, man hat mir alles Geld und vor allem meine Papiere gestohlen. Wie soll ich denn nun nach Hause kommen?„
Ruhig und gefaßt antwortete er mir.
„Wir rufen einfach in Ihrer Botschaft an, dort weiß man bestimmt Rat.„
Er holte ein Telefon aus seiner Tasche und wählte eine Nummer. Nach wenigen Sätzen schon legte er mit finsterem Gesicht wieder auf.
„Man kann Ihnen helfen, allerdings dauert das ein Par Wochen. Es müssen erst Papiere für Sie aus London angefordert werden. Dazu müssen Sie allerdings in die Hauptstadt fahren.„
„Wie soll ich denn das machen, ohne einen Cent in der Tasche?„, fragte ich ihn, der Verzweiflung schon nahe.
„Nicole, wir werden eine Lösung finden.„, versuchte er mich zu trösten.
Dann machte sich ein Lächeln auf seinem Gesicht breit.
„Ich habe eine Idee.„, sagte er dann. „Ich wollte von hier aus sowieso nach Europa, und mir ist es gleich ob ich meine geschäftlichen Aktivitäten zuerst in England oder anderswo beginne. Ich muß nur kurz bei mir zu Hause vorbei. Das dauert aber nur einen Tag. Also, wenn Sie Interesse daran haben schnell nach Hause zu kommen, dann mache ich Ihnen das Angebot mit mir zu Reisen. Mir persönlich macht es nichts aus. Sie müssen nur ja sagen dann kann es los gehen. Nicole, Sie können sich dann auch den ganzen Papierkram ersparen. Wenn wir in England angekommen sind, gehen Sie einfach zu Ihrer Behörde und melden den Diebstahl und werden neue Papiere bekommen. Was sagen Sie dazu?„
Ich schaute ihn ungläubig an und sagte, „Das kann ich doch nicht annehmen. Nur wegen mir wollen Sie hier ein Geschäft versäumen. Nein, das geht wirklich nicht.„
„Nicole ich habe meine Geschäftlichen Interessen bereits wahr genommen, und mir macht es eine Freude Ihnen zu Helfen.„, sagte Hassan darauf.
Ich hatte ja von allem keine Ahnung und willigte dann schließlich ein.
Alles weitere ging dann sehr schnell. Hassan kaufte mir noch das Tuch und wir verließen den Laden und Basar.
Gemeinsam fuhren wir dann zum Flughafen um meine Koffer von dort zu holen. Aber dort erwartete mich ein weiterer Schreck. Mann wollte mir die Koffer nur gegen Einsicht in meine Papiere aushändigen.
„Wenn Sie sich nicht Ausweißen können, gehen die Koffer mit dem nächsten Flugzeug nach England.„, sagte der Mann am Schalter nur.
Hassan nahm mich auf die Seite, und sagte, „Lassen Sie die Koffer. Auch für dieses Problem werden wir eine Lösung finden. Die Koffer können sie in England vom Flughafen abholen, wenn Sie Ihre neuen Papiere haben.
Wir werden gleich da anrufen und in der Information eine entsprechende Anweisung hinterlassen.„
Er schien für alles eine Lösung zu haben, dachte ich damals.
Völlig entnervt nickte ich Hassan nur zu.
Mit einem anderen Taxi fuhren wir dann vom Flugplatz zum Hafen.
Als wir einen der Bootsstege betraten, sprangen aus einem der angelegten Motorboote zwei schwarze Diener oder so etwas in der Art. Sie grüßten Hassan mit einer leichten Verbeugung. Beide trugen eine Uniform aus weißem Stoff. Ich stellte fest, das Sie Ihrem Chef oder Herrn in keiner Weiße nach nachstanden.
Beide waren uns dabei behilflich in das Motorboot zu kommen. Dann lösten Sie die Seile und schon ging es zu der Jacht von Hassan. Je näher wir dieser kamen, desto größer wurden meine Augen. Er hatte Sie mir zwar schon gezeigt, vom Hotel aus. Aber nun wo wir ihr immer näher kamen wurden mir die Ausmaße dieses Schiffes erst richtig klar. Von einer kleinen Jacht wie er immer sagte konnte wahrlich keine Rede sein. Ich hatte nicht die geringste Ahnung in solchen Dingen, aber ich schätzte das dieser Kasten mindestens wenn nicht noch mehr kostete. Dann legten wir neben seiner Jacht an. Man half uns beiden an Deck, danach wurde das Motorboot nach oben gezogen. Hassan sprach mit einem der Diener, dieser verschwand sogleich unter Deck.
„So meine liebe Nicole, ich werde Dir nun eine Kabine zeigen in der Sie wohnen können. Wenn Sie sich ein bisschen frisch gemacht haben wird mein Schneider zu Ihnen kommen und Ihre Maße nehmen. Die Fahrt zu meinem Palast wird nur ein par Stunden in Anspruch nehmen. Ich denke das wir noch heute Abend dort eintreffen werden, und bis dahin wird man etwas zum anziehen für Sie vorbereitet haben.„
Wir begaben uns nun auch unter Deck. Auf halben Weg kam uns der schwarze Diener entgegen. Diese nickte Hassan nur leicht zu und ging an uns vorbei. Nach wenigen Schritten hatten wir dann die Kabine erreicht.
Wieder war ich erstaunt, denn das war keine Kabine sondern ein riesiger Salon in dessen Mitte ein Bett stand.
„Ich hoffe das Sie sich hier wohl fühlen werden?„, sagte Hassan mit einem Lächeln im Gesicht.
Ich war völlig Sprachlos.
„Ja, ja....„, sagte ich immer noch im Staunen.
Hassan schob mich sanft hinein.
„Bis dann, liebe Nicole.„
Ich schaute mich nun erst einmal um. In einem Nebenraum fand ich ein Badezimmer das bestimmt hätte, bei unserer Königin, nicht schöner sein können.
Schnell hatte ich mich meiner Kleider entledigt und nahm ein ausgiebiges Duschbad. Dann brachte ich mein Haar in Ordnung und zog mich wieder an.
Kaum war ich damit fertig als es klopfte.
„Herein!„, rief ich.
Zögernd wurde die Tür geöffnet und es erschien einer der schwarzen Diener.
„Der Herr läßt Sie zum Dinner bitten.„
Danach verbeugte er sich und verließ mein Zimmer.
Ich beeilte mich und ging Ihm schnell hinterher. Seine Schritte führten uns in einen anderen Salon, und dort wartete schon Hassan auf uns.
Als ich zufällig durch eines der Fenster sah, war vom Strand nichts mehr zu sehen. Ich hatte nicht gemerkt wie sich das Schiff in Bewegung gesetzt hatte. Jetzt allerdings sah ich das dieses Schiff sehr schnell sein mußte, denn das Meer flog nur so an uns vor bei.
Ich setzte mich zu Hassan und es wurde ein Dinner der ersten Klasse aufgetragen. Etwas beschämt nahm ich mit Hassan zusammen die Speisen ein.
„Sie scheinen etwas zu haben, Nicole?„, fragte mich Hassan.
„Nein ich bin nur sehr beeindruckt von diesem Schiff.„, antwortete ich schnell.
„Heute Abend werden Sie mein Haus sehen. Was machen Sie dann, wenn Sie dieses kleine Boot hier schon beeindruckt?„
„Ich weiß es nicht.„, antwortete ich Schüchtern.
Nach dem Dinner ging ich wieder in meine Kabine, weil Hassan meinte das der Schneider gleich da sein werde. Und er hatte recht, ich war kaum da als es auch schon klopfte.
Nach meinem „Herein„ betrat ein kleiner älterer Araber das Zimmer und stellte sich als der Schneider vor.
Ohne viele weitere Worte vermaß er mich nach allen regeln der Kunst und notierte alles in einem kleinem Büchlein. Dann war er genauso schnell wieder verschwunden, wie er gekommen war. Ich hingegen ging wieder auf das Deck und legte mich in einen der Liegestühle um mich zu sonnen. Einer der schwarzen Diener eilte sofort herbei und schob einen Sonnenschirm zu mir.
„Die Sonne ist hier sehr stark, verbrennen Sie sich nicht.„, sagte er in einem guten Englisch mit einem Arabischen Akzent. Er erkundigte sich noch bei mir, ob ich etwas benötigte.
„Einen Orangensaft hätte ich gern, wenn es keine Umstände macht.„
„Kommt sofort„, sagte er und verschwand, um gleich darauf mit dem Saft wieder zu erscheinen. Auf einem kleinen Tisch neben mir stellte er das Getränk ab und war wieder weg.
Ich mußte wohl etwas geschlafen haben, denn ich wurde durch die Stimme von Hassan wieder in die Wirklichkeit zurück geholt. Als ich meine Augen öffnete merkte ich sofort das die Sonne nun schon tief am Himmel stand.
„Wir sind in ein par Minuten da. Schauen Sie Nicole, nur noch um diese kleine Landzunge dann können Sie mein Anwesen sehen.„
Mit Spannung erwartete ich was es da wohl zu sehen geben würde, denn bisher sah ich nichts weiter als gelben Sand, soweit das Auge reichte. Dann endlich kamen wir um die Landzunge herum. So schnell mir das Schiff auch sonst vorkam, so langsam erschien es mir im Moment.
Was ich nun zu sehen bekam, hatte ich nicht erwartet.
Zusehen war zuerst ein langer Bootssteg, der schon an eine Mole erinnerte. Diese ragte etwa 150 Meter in das Meer hinaus. Am Ende dieser schlängelte sich eine Straße zu seinem Anwesen, wie er es nannte. Es war eine wirkliche Straße, nicht nur etwa ein von Sand bedeckter Weg. Eben diese Straße führte zu einem riesigem Tor, das in eine ebenso imposante Mauer eingebettet war. Die Mauer, schätze ich, war in etwa 8 Meter hoch. Dahinter erkannte ich Türme und Türmchen. Von hier sah es aus, wie man es in alten Märchenbüchern oft gelesen hatte. Ich dachte schon das wir nicht mit einem Fahrzeug dahin kommen sollten, sondern das uns ein fliegender Teppich abholen würde.
Das Schiff verlangsamte seine Fahrt und näherte sich nun der Mole. Dort stand bereits eine Limousine, die wir sogleich besetzten. Mit dieser fuhren wir dann auf das riesige Tor zu, das sich als wir uns näherten öffnete.
Was sich meinen Augen bot war unbeschreiblich. Im Inneren erkannte ich Bäume und Wiesen. Es war nichts mehr von der umgebenden Wüstenlandschaft zu sehen. Ich nahm an das dieses sehr viel Geld und Energie verbrauchte, was man hier geschaffen hatte in mitten der Wüste. Wir fuhren durch das Tor, das sich hinter uns wieder langsam schloß. Im inneren der Mauer war dann der Palast zu sehen und auch noch andere Nebengebäude. Es war faßt wie eine kleine Stadt. Nur von Anwohnern oder Dienstboten war niemand zu sehen.
„Hassan, wohnst Du hier etwa allein?„, fragte ich erstaunt.
„Im Großen und Ganzen ja, es gibt nur ein par Dienstboten und meine Frauen.„
„FRAUEN!„, fragte ich zurück.
„JA FRAUEN! Bei uns ist es erlaubt mehrere Frauen zu heiraten, wußten Sie das etwa nicht, Nicole.„
„D...doch!„, antwortete ich schnell, aber immer noch etwas schockiert.
Ich hatte zwar schon davon gehört, aber nicht angenommen das Hassan diesen Gebräuchen auch nachhing.
Eher hätte ich vermutet das er, als weltlicher Geschäftsmann, anders lebte.
Aber was sollte es, vielleicht würde ich sogar seine Frauen kennen lernen. Wie viele er hatte wollte ich Ihn nun nicht noch fragen. Das wäre zu weit gegangen, nahm ich an.
Hassan, der das Auto gesteuert hatte, stieg aus und lief um den Wagen herum. Er öffnete mir die Tür und war auch beim Aussteigen behilflich.
„Ich muß nun schnell einmal nach dem Rechten sehen. Sie können sich so lange da drüben im Garten aufhalten, und sich alles besehen. Dort wird auch Ali, einer meiner Vertrauten, sein. Er hat glaube ich ein Willkommensgeschenk für Sie. Ich komme dann in ein par Minuten auch nach. Also bis dann.„
Hatte er gesagt und lief davon. Bevor ich nun hier dumm herumstand, ging ich in den Garten.
Ich lief durch einen Torbogen und war wie in einem Garten aus Tausend und einer Nacht. Hier war alles zu sehen was es an exotischen Pflanzen zu sehen gab. Und mit Garten hatte er wieder reichlich untertrieben. Ich nahm einmal an das sich dieses Areal über mindesten einen Quadratkilometer hinzog. Jedenfalls konnte ich das Ende des Gartens an der gegenüber liegenden Mauer nur schwer ausmachen.
So in meine Gedanken versunken schreckte ich plötzlich auf, denn vor mir stand ein Mann vor dem man sich hätte fürchten können. Er war groß und hatte einen Bart. Seine Gesichtszüge verrieten den Araber. Und er verkörperte diesen sehr gut. Er trug ein schwarzes Gewand und auch einen schwarzen Turban.
Was mir besonders an Ihm aufgefallen ist, war die Peitsche die er in der einen Hand hielt. Er war ein par Schritte von mir entfernt und winkte mich zu sich. Das mußte bestimmt dieser Ali sein, dachte ich so bei mir. Zögerlich ging ich aber dann auf Ihn zu. Mit einer schnellen Handbewegung holte er unter seinem Gewand etwas glänzendes hervor und hielt es mir mit ausgestrecktem Arm entgegen.
Ich griff zu und hätte das, was er mir da gab, beinahe fallen gelassen, denn es war ungewöhnlich schwer.
Dann hatte ich allerdings Gelegenheit mir das Stück näher an zu sehen. Es handelte sich offenbar um ein Halsband. Bestimmt sieben bis acht Zentimeter breit, war es ein besonderes Stück. Es schien aus purem Silber zu sein und in dieses Silber hatte man Intarsien aus Gold eingearbeitet. Dabei handelte es sich um arabische Schriftzeichen, die ich natürlich nicht lesen konnte. An der Vorderseite war noch ein silberner Ring angebracht.
Erwartungsvoll schaute mich dann dieser Ali an. Ich tat Ihm also den Gefallen und legte mir das Halsband um den Hals, was gar nicht so einfach war. Mit etwas Kraft allerdings konnte ich es soweit aufbekommen das es sich links und rechts an meinem Hals vorbei schieben ließ. Ich hatte noch Mühe meine Finger hervor zu bekommen als ich ein leises Klick hörte. Das rührte wahrscheinlich daher, das die beiden Enden zusammen gestoßen waren.
Ich befühlte das Halsband und stellte fest das es meinen Hals, wie für mich gemacht, einschloß.
Ali lachte plötzlich auf und lief davon. Er lies mich einfach stehen. Das mußte ich später unbedingt Hassan erzählen, das sein Bedienstete so ein ungehobelter Mensch war.
Ich wollte mich gerade wieder von dem engen Halsband trennen, als ich plötzlich Stimmen hörte. Es waren Frauenstimmen die immer lauter wurden. Es kamen mir also Frauen entgegen, wahrscheinlich Hassan´s Frauen.
Hinter einer Hecke tauchten dann wirklich zwei Mädchen auf die märchenhafte Kostüme trugen. Unwillkürlich kamen mir die Märchen wieder in den Sinn, denn genau so sahen die beiden auch aus. Kurze Bolerojäckchen und dazu orientalische Seidenhosen. Und auch die Schuhe waren leicht nach oben gebogen. Nur etwas irritierte mich. Zwischen den beiden pendelte irgend etwas. Beim näherkommen sah ich es dann genau. Die beiden trugen Halsbänder und die waren mit einer dicken Kette verbunden. Mit Schrecken griff ich nach meinem Halsband, denn es hatte genau so ausgesehen. Ich zog mit mehr Kraft daran, aber irgendwie klemmte der Verschluß. Ich bekam es einfach nicht auseinander.
Dann sahen die beiden auch mich, und Sprachen mich an.
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