5.

Langsam kam ich aus dem Land der Träume zurück, und öffnete langsam meine Augen. Es hatte sich nichts verändert. Ich lag immer noch in einem Bett, das vollkommen mit Latex überzogen war. Und direkt in meinem Blickwinkel war auch die Tür, ohne Griff, zu sehen. Es war also kein Traum und ich war wirklich hier in diesem Haus, als eine Gefangene. Wie gewöhnlich, bei Aufwachen am Morgen, rekelte und streckte ich mich in meinem Bett.

Plötzlich durchzuckte mich ein heftiger Elektroschock. Aber wieso? Der Lord war nicht im Zimmer und außer das ich mich etwas ausgestreckt habe, hatte ich nichts getan.

Ich schob die Latexdecke zur Seite und sah, dass sich an meinem Keuschheitsgürtel etwas verändert hatte. Ich wollte mich aufsetzen, und spreizte deshalb etwas meine ausgestreckten Beine. Und wieder erhielt ich einen Elektroschock. Bis ich endlich saß, hatte ich bestimmt zehn dieser Schocks erhalten. Ich sah nun auch warum. Meine Knöchel waren mittels einer Kette verbunden. In der Mitte dieser ging eine Kette direkt zu meinem Gürtel. Sie endete an einem Metallring der mitten in dem Oval, welches meine Scham bedeckte, angebracht war.

Wenn ich meine Beine zu weit spreizte dann wurde die Kette zwischen meinen Knöcheln gespannt, und dadurch geriet auch die Kette zu dem Oval unter Spannung. Wurde diese Spannung zu groß zog die kette an dem Ring auf dem Oval, und dadurch wurde ein Elektroschock ausgelöst.

Vorsichtig begab ich mich aus dem Bett, aber schon nach dem ersten Schritt, in Richtung Badezimmer, bekam ich wieder einen verpasst. Von nun an hieß es, nur noch mit ganz kleinen Schritten laufen.

Nun wusste ich auch, dass ich in der Nacht nicht geträumt hatte. Ich hatte nämlich geträumt, dass sich an mir jemand zu schaffen gemacht hatte.

Nur, warum war ich nicht aufgewacht, als das geschah?

Irgendetwas musste in meinem Abendessen gewesen sein, was mich betäubt hatte.

Mit sehr kleinen und vorsichtigen Schritten lief ich in das Badezimmer. Wieder einmal stand mir diese erniedrigende Prozedur der Toilette bevor. Ich meisterte das allerdings diesmal recht schnell und ohne weitere Komplikationen. Dann wusch ich mich und brachte mein Äußeres in Ordnung. Alles was ich in meiner Reisetasche und dem Koffer an Make-up war, hatte man ordentlich hier aufgestellt. Das hatte man mir zum Glück gelassen.

Wieder zurück, in meinem Zimmer stellte ich ganz schnell fest, das ich nichts zum anziehen hatte. Alle Schränke waren verschlossen und im Zimmer selbst lag auch nichts.

Ich brauchte aber nicht lange warten, denn die Tür wurde geöffnet und der Lord betrat mein Zimmer.

Er lief zu meinem Bett mit einem Karton in den Händen.

Sofort erkannte ich meine Chance und wollte zu der offenen Tür eilen. Doch ich hatte nicht mehr an meine Fesseln gedacht. Schon der erste große Schritt stoppte diese Absicht.

Der Lord lächelte mich an, und schüttelte nur den Kopf.

 

„Ich dachte ich tue Dir damit einen Gefallen. So muss ich Dich nicht mehr in jeden Raum an die Kette legen. Bewege Dich einfach etwas langsamer, oder willst Du ständig eine Meterlange Kette hinter Dir her schleifen?„

 

„Warum machen Sie das mit mir?„

 

Ich war den Tränen nahe. Aber das schien Ihn nicht zu bewegen.

 

„Monika, ich dachte das Thema haben wir bereits hinter uns. Nimm es endlich als gegeben, das Du nun bei mir bleiben musst. Entweder so oder anders. Es ist Deine Entscheidung. Ich werde ab jetzt jede Ungehorsamkeit bestrafen. Denke von nun an daran. Ich muss das tun, denn die anderen Mädchen in meinen Dienst müssen sehen, dass ich Dich nicht besonders behandle.

So, und nun Schluss mit dieser Diskussion. Hier in diesem Packet sind Deine Sachen für heute. Ziehe sie an. Ich bin in 15 Minuten zurück.„

 

Ich konnte den Zorn in seiner Stimme förmlich greifen. Mit schnellen Schritten verließ er mein Zimmer und die Tür schlug laut in ihr Schloss.

Langsam ging ich zum Bett und schaute in den Karton. Was ich diesem entlockte, war ein aus schwarzem Latex gearbeitetes Minikleid. Mit etwas Mühe konnte ich es auch anziehen. Als ich mich im Spiegel betrachtete kamen allerdings Zweifel in mir auf. Aber was sollte ich sonst anziehen?

Das Kleid hatte nur kurze Ärmel. Diese reichten nur bis zur Hälfte meiner Oberarme. Deutlich waren die zwei silbernen Manschetten um meine Handgelenke zu sehen. Einen Kragen hatte man auch nicht angenäht, so dass der Halsreifen zu sehen war. Eng war es ebenfalls gearbeitet. Ich konnte deutlich den Verlauf der Ketten unter dem dünnen Latex erkennen. Und etwas weiter nach vorn beugen durfte ich mich auch nicht, denn dann sah man schon das Schrittband des Keuschheitsgürtels. Aber das machte nun auch schon fasst nichts mehr. Denn mehr als nur deutlich sah man die Ketten zwischen meinen Beinen, die sich dann teilend an den Knöchelmanschetten endete. Jeder der mich so sehen könnte, würde sich unweigerlich fragen, wo die Kette wohl ihren Anfang hätte.

Ich hätte genau so gut nackt herum laufen können, es hätte zu diesem Outfit absolut keinen Unterschied gemacht.

Dann öffnete sich die Tür und der Lord stand im Rahmen.

 

„Fertig?„, fragte er gereizt.

 

„Ja„, erwiderte ich.

 

„Dann komm mit nach unten!„

 

Er drehte sich um und war verschwunden, noch ehe ich mit meinen kleinen Schritten an der Tür war. Langsam, mir schien es eine Ewigkeit zu dauern, ging ich hinunter in den Salon. Dort wartete er auch schon auf mich.

 

„Komm endlich, wir haben nicht viel Zeit!„

 

„Was ist denn los?„, fragte nun ich etwas gereizt.

 

„Wir müssen in die Stadt, einen Termin wahrnehmen.„

 

„WAS! Ich soll in diesem Aufzug in die Stadt. NIEMALS!„

 

„Monika, soll ich erst von strengeren Mitteln gebrauch machen?„

 

Er drohte mir wieder mit diesen Elektroschocks. Was sollte ich nur tun? Ich konnte doch in diesem Zustand nicht in die Öffentlichkeit gehen.

Mir liefen Tränen in die Augen.

 

„Mach Dir keine Sorgen, meine Liebe, hier kennt Dich doch sowieso niemand. Das ich ab und wann mit Damen in besonderen Outfits, in die Stadt komme, daran haben sich die Leute hier schon gewöhnt.„

 

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