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“Die Laienspielgruppe Mackenzell gehört nicht nur zu den etablierten im Hünfelder Land, sondern auch zu denjenigen, die am lägsten bestehen.”
(Hünfelder Zeitung vom 24. Januar 2001)

Die Geschichte des Laienspiels in Mackenzell geht nachweislich zurück bis ins Jahr 1904. Aus dem Protokoll des Kyffhäuser-Vereins ist zu entnehmen, daß der Oberförster Setzekorn der Initiator der ersten Theaterstücke gewesen ist.
Im Protokoll vom Februar 1905 heißt es: “Daraufhin kamen die theatralischen Stücke zur Ausführung, und zwar als erstes, ‘Der Heiratslustige Leutnant’, dargestellt von Kamerad Karl Neuland, Anton Wehner, Josef Mehler, Josef Pappert und Clemens Trapp...”.
Die nächste Aufführung ist dem Protokoll vom Jahre 1906 zu entnehmen. Es kam ein patriotisches Stück zur Aufführung mit dem Titel “Der schönste Tag im Jahr”. 1913 wurde erstmals an Weihnachten Theater gespielt. Der Eintrittspreis betrug für Erwachsene 20, für Kinder 5 Pfennige. “Der Schmied von Rhula” war ein großes Theaterstück im Jahre 1925. Der Reingewinn betrug 130 RM, der für das Denkmal für die Gefallenen verwendet wurde. Im Jahre 1928 wurde erstmals mit einem anderen Verein, dem Sportverein, am Kirchweihsonntag ein Theaterstück aufgeführt. Fastnachtsonntag 1932 spielte der Kyffhäuserverein erstmals mit der Feuerwehr zusammen.

Nach dem 2. Weltkrieg spielte als erstes die Feuerwehr mit großem Erfolg das Theaterstück “Klemm und Klau”. In den weiteren Jahren wechselten sich verschiedene Vereine wie Sportverein, Gesangsverein, Kolpingfamilie, Feuerwehr und Feuerwehrkapelle mit den verschiedensten heiteren und ernsten Theaterstücken ab. Große Stücke waren z.B. “Der Glockenguß von Breslau”, ein Passionsspiel und “Heimweh am Wolgastrand”. Es wurde zur Tradition, am 2. Weihnachtsfeiertag zu spielen. Große Verdienste für das Laienspiel erwarben sich in dieser Zeit Karl Pappert und Wilhelm Quell.

Nach Gründung des Verkehrsvereins (heute Heimat- und Kulturverein) 1969 erklärten sich die Vereine bereit, auf Theaterspiele zu verzichten und die Arbeit passionierten Theaterspielern zu überlassen, die sich in einer festen und eigenständigen Gruppe, die dem Heimat- und Kulturverein untergliedert war, zusammenzuschließen. So entstand die Laienspielgruppe (LSG).

Seit dem Jahre 1970 führt die LSG alljährlich zunächst am 2. Weihnachtsfeiertag und später am Wochenende darauf regelmäßig Theaterstücke auf, die sich weit über die Grenzen Mackenzells hinaus großen Anklangs erfreuen. Der erste Leiter der LSG war Wilfried Hartmann [...]

Mit dieser Gruppe, die sich je nach Stück durch andere Spieler ergänzt, werden seit einigen Jahren bis zu 9 Veranstaltungen [aktuell sogar noch mehr, Anm. d. Red.] pro Saison gespielt, da die Zuschauer von weit her kommen. Ein besonderer Reiz ist seit einigen Jahren, daß nicht wir früher zumeist im bayerischen Dialekt gespielt wird, sondern im original “Mackenzeller Platt”. Was den geselligen Teil der Gruppe betrifft, so werden alljährlich gemeinsame Wanderungen und Ausflugsfahrten unternommen.

(aus: Mackenzell Dorf und Amtssitz Eine Wanderung durch die Geschichte
(c) Heimat- und Kulturverein Mackenzell e.V.)

 

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