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Die
Ursprünge der Krishna-Religion (Kurzübersicht) |
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ca.
950 v. Chr. |
nach der zuverlässigsten Überlieferung, der Überlieferung der Jains, wahrscheinlichster Zeitpunkt der Schlacht von Kurukshetra |
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ca.
914 v. Chr. |
Krishna soll nach der Schlacht von Kurukshetra noch 36 Jahre gelebt haben; also möglicher Todeszeitpunkt des historischen Krishna im Jahre 914 v. Chr. (seine Lebensspanne wird der Überlieferung nach mit 93, 107, 109 oder 125 Jahren angegeben) |
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ca.
750 v. Chr. |
Erwähnung
eines Krishna, Sohn der Devaki, in der Chandogya Upanishad |
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500
v. Chr. |
·
Panini
erwähnt Bhakti (fromme
Verehrung) in Bezug auf Vasudeva, den Vater Krishnas ·
Erwähnung
von Gnade und göttlicher Auserwähltheit in der Katha-
und Shvetashvatara-Upanishad (Katha 2.20 und 2.23, Shvetashvatara
3.20) ·
Glaube
an den persönlichen Gott (Theismus) in vielen Upanishaden ·
Die
Bhakti (fromme Hingabe) wird erwähnt
am Ende der Shvetashvatara- und in der Maitri-Upanishad (6.29) |
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ca.
450 v. Chr. |
Das
Mahabharata wird verfaßt |
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ca.
330 v. Chr. |
Die
Soldaten Alexanders des Großen berichten von Bannern mit dem Bild des
"Herakles" (Krishna oder Hanuman) in den
gegnerischen Armeen |
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3.
Jh. v. Chr. |
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Patañjali
erwähnt die Flucht des Krishna vor dem dämonischen Prinzen Kansa (oder Kamsa)
als eine "altüberlieferte" Geschichte ·
Auf
einem Basrelief aus dieser Zeit im Museum der Stadt Mathura wird "Kansas Mord an Krishnas älteren
Geschwistern gleich nach deren Geburt" bildlich dargestellt |
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2.
Jh. v. Chr. |
Der
griechische Botschafter Megathenes erwähnt
die Verehrung von K, einer Inkarnation des Vishnu |
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175
– 135 v. Chr. |
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Krishnaiten
errichten Säulen für Garuda, Vishnus adlerähnliches Reittier ·
Krishna-Legende
ist ausgebildet: ·
Krishna
(Sanskrit: "der Schwarze") wird in der Stadt Mathura,
südöstlich von Delhi, als Angehöriger der Kriegerkaste
(Kshatriya),
im Clan der Yadu (Yadava) als Sohn von Devaki
und Vasudeva geboren; wächst bei Kuhhirten (Gopas) in der Gegend von Vrindavan
(Vrajabhumi) auf ·
Die
Gestalt des Krishna ist aus drei unterschiedlichen Figuren gebildet: ·
Bäuerlicher
Hirtenknabe nicht-arischen
Ursprungs (der kindliche Gott aus dem Bhagavata
und den anderen Puranas) ·
Kriegergott
aus dem Mahabharata (Gestalt arischen
Ursprungs, himmelblaue Haut, von königlicher Abstammung) ·
Erlöser-Gott
aus der Bhagavad Gita ·
Diese
Figuren waren bereits um 400 v. Chr. zu einer Gottheit verschmolzen |
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Die
Bhagavad Gita |
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Nach
Richard Garbe und Phulgenda Sinha
ist die Bhagavad Gita eine Kombination der
Krishna-Religiosität (Bhakti)
und der Sankhya / Yoga – Philosophie; die
Bezugnahme auf das Brahman (das Göttliche) ist eine
Einfügung von Vedantisten (Upanishaden-Anhängern) aus dem 8. Jh. v. Chr. ·
Nach
Sinha, Bhagavad Gita As It
Was, beinhaltete die Ur-Bhagavad Gita
keinen Theismus (Gottesglauben). Sie umfaßte nur 84 Verse und bestand
ausschließlich aus Sankhya-Philosophie
(Sankhya ist eine dem Buddhismus ähnliche,
nicht-gottesbezogene Weltanschauung, die die Erkenntnis allein aus der
"rechten Sicht" der Dinge ableitet, siehe hierzu Kapitel 2 der Bhagavad Gita) |
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Das
Bhagavata Purana ·
Die
Geschichten um Krishnas Geburt sind vorchristlichen Ursprungs
(Basrelief aus dem 3. Jh. v. Chr. zeigt den "Kindesmord") |
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Der
dämonische Herrscher Kansa ist Krishnas
Onkel; Kansa tötet die Kinder seiner
Schwester Devaki nach der Geburt wegen der
Prophezeiung, daß das 8. Kind Devakis ihn
vernichten würde ·
Der
neugeborene Krishna wird mit einem Mädchen aus dem Kuhhirtendorf Vrindavan vertauscht und verbringt dort seine
Kindheit |
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Wird
von einer dämonischen Amme (Putana) und
anderen Dämonen angegriffen ·
Eroberer
im Epos Mahabharata ·
Stirbt
[wie Achilles] durch einen Pfeilschuß in seine Ferse ·
Fährt
in den Himmel auf; archetypische Erlösergestalt ·
"Hare
Krishna-Dreifaltigkeit" mit Brahma (Schöpfer), Krishna (Erlöser) und Paramatma (der Überseele - "Heiliger Geist") als
göttliche Personen
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Karma
in der Bhagavad Gita (van Buitenen, 14-15) Erster
Schritt: Karma in den Veden Karma in den Veden
= ein Akt von besonderer Natur, eine rituelle Handlung, die nur unter
ganz besonderen Umständen ausgeführt wird, um das kosmische
Gleichgewicht wiederherzustellen oder um von den Göttern Macht und
persönliche Vorteile zu erlangen |
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Zweiter
Schritt: 800-700 v. Chr. Götter
"verlieren an Macht", da Priester in exzessiven Opferzeremonien und
Ritualen immer mehr "Macht" über das Spirituelle an sich reißen (Bezug
zur Magie; Götter und Dinge können herbeigezwungen werden) Dritter Schritt: Die Upanishaden
In
den Upanishaden erfolgt der Übergang vom
Ritual zur Meditation; aus Brahman (dem Göttlichen)
entwickelt sich jetzt Brahma (als Gott) |
Das
Brahman wird symbolisiert durch die Silbe „OM“ |
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o
Die
Macht der Handlung; "Karma" umfaßt jetzt jede einzelne Handlung, die
man verrichtet o
Das
Karma in jeder einzelnen Handlung führt zum universalen Gesetz von
Karma und Reinkarnation o
Die
Varnas (Kasten)
erhalten spirituelle Bedeutung; die Macht der Priesterschaft nimmt ab Vierter Schritt: Krishna und die Bhagavad Gita
·
Handle,
ohne an den Ergebnissen deiner Handlungen zu haften, und du wirst zur
Vollendung deiner Handlungen Krishnas Hilfe bedürftig ·
Göttliche
Auserwähltheit, Gnade, Erlösungsgedanke ·
Ethischer
Subjektivismus: ein göttliches Wesen entscheidet über Richtig und
Falsch und vergibt den Sündern Nach
Phulgenda Sinha,
The Gita
As It Was, wurde die Idee von der
Gnade Gottes erst viel später der Bhagavad
Gita hinzugefügt. Die ursprüngliche Bhagavad
Gita war atheistisch-humanistisch und basierte auf dem System von Sankhya (rechte
Sicht) und Yoga (selbstlosem Handeln). Sie wurde
verfaßt, um das ethische Problem kollidierender Pflichten zu lösen. |
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In
der Bhagavad Gita wird versucht, es jedem
recht zu machen: ·
den
Kshatriyas (Kriegern)
wie Arjuna, wird die Handlung als Weg zur
Erlösung empfohlen (Karma-yoga) ·
den
Philosophen und wird Jñana-yoga
(philosophische Erkenntnis) empfohlen (Zu den "Philosophen" zählen die Vedantisten (Anhänger der Upanishaden) und die Anhänger des Dualismus von Sankhya und Yoga
- "Theorie" und "Praxis" der Erkenntnis) ·
Dhyana-yoga
(Meditation) ·
Bhakti-yoga,
der Pfad der glaubensvollen Hingabe an den persönlichen Gott, welcher
alle anderen Pfade mit einschließt ·
Die
aus dem Buddhismus stammende Idee der Loslösung von
den eigenen Handlungen wurde möglicherweise auch deswegen in die Bhagavad Gita aufgenommen, um zum Buddhismus
abgewanderte Menschen für den Hinduismus zurückzugewinnen |
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http://www.aarweb.org/syllabus/syllabi/g/gier/306/krishna.htm |
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