Apalone spinifera
Dornrand Weichschildkröte
Die A. Spinifera gehört wohl auch zu den öfter im Handel angebotenen Arten der Weichschildkröte.
Hier sollte gleich erwähnt werden, dass es hier einige Unterarten gibt.

Spinifera emoryi
Spinifera spinifera
Spinifera ater
Spinifera hartwegi
Spinifera aspera
Spinifera pallida
Spinifera guadalupensis


   Somit sind hier in der Musterung und Farbe immer wieder neue Varianten  zu  finden, die wohl auch heutzutage schon quer gekreuzt wurden.
Die Endgrösse des Carapax erreicht bis zu 50 cm.
Sie gehört zu den bissigeren Arten der Weichschildkröte, die nur zu Paarungszwecken zusammengeführt werden soll. Teilweise sollen sich die Weibchen untereinander vertragen, die männlichen Tiere sollen aber immer bissig sein.
Auffallend sind sie alle durch ihre im Jugendalter bestechende Musterung, die sehr ansprechend ist, aber später wie bei fast allen Weichschildkröten sehr verblasst.
   Die Weichschildkröten dieser Art, die ich gesehen habe,  waren  alle  sehr ruhig im Wesen.
  Sie beobachten einem förmlich und wenn sie den Pfleger kennen gelernt haben vergeht auch die scheu die viele Weichschildkröten an den Tag legen.
Wobei sie sich  bei schnellen Bewegungen auch wieder schnell in den Bodengrund vergraben aber schnell wieder den Kopf oder nur die Augen zum Vorschein lassen um zu sehen was um sie herum passiert. Je nach Unterart sollte man sie zwischen 20-25°C halten.

Eine kalte oder kühlere Überwinterung sollte man nur  bei den nördl. Unterarten durchführen.

Die Temp. der Inkubation spielt keine Rolle auf die Auswirkung des Geschlechtsverhältnisses.

Apalone spinifera emoryi
 

Verbreitungsgebiet: Süd Kanada, Nord Mexiko und Süd-Östl.USA



Die Apalone spinifera emoryi gehört auch von den von mir gehaltenen Arten.

Sie scheinen dieses Jahr(2001) wieder öfters im Handel zu sein.
Ich konnte einige Schildkröten dieser Art finden dieses Jahr.
Es waren aber zu 90% Männliche Tiere zu sehen.
Sie gehören zu den friedlichen Weichschildkröten, die eine Gesamtgröße von etwa 50cm erreichen sollen.
Wobei dies nur für die Weibchen zutrifft, die Männchen werden nur bis etwa 30cm groß.
Die Geschlechtsreife beginnt etwa schon ab 20cm und in einem alter von etwa 2-4 Jahren.
Sie leben nicht ganz so versteckt wie andere Weichschildkröten.
Sie zeigen sich gerne Tagsüber und nehmen auch hier und da den Landteil an.
Wobei sie dort nur kurze Zeit verweilen oder nur mit den Vorderfüssen sich an Land festhalten.
Sie lauern auch nicht wie ihre Verwandten den Fischen auf, sie sind aktive Jäger.

Sie knacken aber gerne Schnecken und sind sehr verfressen.
Sie nehmen gerne den gebotenen Schildkrötenpudding und auch Heuschrecken, Zophobas und getrocknete Gammarus an.
In den Morgen und Abendstunden sind sie immer sehr Aktiv und schwimmen Stundenlang durch das Becken.
Auch sie scheinen es zu lieben die Pflanzen auszubuddeln und suchen das ganze Becken nach Fressbarem ab.
Der ganze Kopf wird so in jede Ecke oder auch Höhle, die ich für Welse im Becken habe, gesteckt.
Wenn es etwas gibt was sie interessiert wird gegraben und alles ausgebuddelt bis sie der Sache scheinbar auf den Grund gegangen sind.
Sie sind etwas schreckhaft und Buddeln sich wenn etwas an das Becken kommt schnell ein, aber auch genauso schnell ist der Kopf wieder zu sehen und sie beobachten was um sie herum geschieht.
Im Dez. dieses Jahres konnte ich die erste Eiablage beobachten.
Nun bin ich gespannt darauf ob sie befruchtet sind und ob es auch zum Schlupf kommt.

Bei den Emoryis kann man schon in Jungen Jahren das Geschlecht an der Musterung erkennen und muss nicht an der Schwanzlänge Mutmassen, obwohl auch bei ihnen das Männchen einen eindeutig längeren Schwanz hat.
Die Weibchen haben eine Fleckenzeichnung auf dem Panzer, die dem Männchen fehlt.
Beim Männchen sind nur die kleinen Pünktchen auf dem Schwanzschild zu sehen, sonst ist es einfarbig, abgesehen von dem gelblichen Rand am Schwanzschild.
Auf dem Bild oben kann man ein Weibchen sehen.
Diese Art legt  bis zu 32 Eier die etwa 110 Tage bis zum Schlupf brauchen. Die Temperatur hat bei der inkubation keinen Einfluss auf das Geschlecht der Tiere.
 


 

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