Stefanie Lenartz zu ihrer Arbeit:

Ausgangspunkt meiner Malerei ist der Gegenstand, die Figur. Hierbei setze ich nach mit den Dimensionen menschlicher Existenz auseinander, wie Verständnis und Zuneigung aber auch Gegensätze und Konfliktsituationen. Meine Arbeiten stellen keine malerisch übersetzten Abbilder der äußeren Wirklichkeit dar. Die noch intakte und kompakte Figur in meinen früheren Arbeiten hat sich im Laufe der Zeit immer mehr aufgelöst. Hier verlasse ich die Konventionen, so daß die Figuren nur noch schemenartig zu erkennen sind und nur das in den Vordergrund gestellt wird, was mir wichtig ist; die Symbolik. Mit der im Gegensatz zum kompletten Körper hervorgehobenen Andeutung von Beinen, Füßen oder Köpfen möchte ich Attribute setzen, die " das aufeinanderzugehen, die Annäherung der Figuren, die Kommunikation, das Miteinander" zum Ausdruck bringen sollen. Diese Figürlichkeit verschmelze ich mit Elementen aus der Natur, d. h., die bildnerische Umsetzung der Natur mit der Figur in Verbindung zu bringen. Hierbei lasse ich mich beeinflussen z. B. von der Jahreszeit, meinen Erlebnissen und Beobachtungen, die dann im Bild zu einer Einheit zusammengeführt werden. , So entsteht ein Wechselspiel zwischen Spontaneität und Reflexion, Chaos und wieder Ordnung schaffen, bis aus der gegenständlichen Vorlage, der Figur ein Flächengefüge entstanden ist, wo nichts mehr beliebig und austauschbar sein darf. Ich möchte den Betrachter meiner Bilder dazu aktivieren, sich mit den Arbeiten auseinanderzusetzen, darin spazieren zu gehen und die Fantasie spielen zu lassen

Stefanie Lenartz
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