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Unsere anderen Haustiere |
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Unsere Luisa ist ein gelber Wellensittich mit etwas grün auf dem Rücken. Wir haben sie Weihnachten 1994 bekommen. Sie legte vor Schreck ein Ei (passte haargenau in einen kleinen Playmobil-Eimer, ging aber nicht mehr raus). Alle weiteren Versuche (ein ganz toller Nistkasten) waren vergeblich. Es war ihr erstes und letztes Ei. Luisa ist ein echtes Rabenaas: wenn man sie anlangt, beißt sie einen sofort in den Finger und lässt dann nicht mehr los. Sie trieb außerdem schon ihre drei Ex-Männer Willon, Bilbo und Luigi und die liebe Laura in den Tod.
Der Erwin ist ein wunderschöner grüner Wellensittich. Er kam als Ersatz für den toten Luigi zu uns, denn Wellensittiche brauchen immer einen Partner. Zu seinem Glück ist er ein bisschen größer als die Luisa, so dass er gegen sie ankommt, wenn sie ihn ärgert. Da wir uns beim Namen nicht zwischen Erwin und Gershwin entscheiden konnten, heißt er eigentlich Erwin Gershwin, aber das sagt keiner.
Spitznamen: Nisi, Nese
Unsere Denise ist eine Französin, deshalb versteht sie manchmal nicht, was man zu ihr sagt. Sie ist ein Birma-Mischling: sie hat das typische lange, cremefarbene Fell der Birmakatzen mit den dunklen Färbungen an Kopf, Schwanz und Pfötchen, aber ihre Zeichnung verrät die Beteiligung einer Hauskatze. Im September 2001 kam sie freiwillig (!) von der warmen Ardêche (Fluss in Frankreich) mit nach Deutschland, weil sie ihre Besitzer verloren hatte und neue haben wollte. Überhaupt muss sie wohl schon einmal uns gehört haben (nur hatten wir das wahrscheinlich vergessen), denn als wir nach 1500km Fahrt daheim ankamen, spazierte die Nisi in die Wohnung und legte sich auf den Sessel. Am nächsten Morgen, als unser Kater (der musste im Urlaub daheim bleiben und wurde von der Oma gefüttert) hereinkam, fauchte sie ihn gleich mal an. Unser alter Kater Lukas fand das nicht so toll, erst ca. ein Jahr nachdem die Denise zu uns kam, fing er an, sie zu akzeptieren, obwohl die Denise zu ihm immer ganz lieb ist: sie leckt ihn und begrüßt ihn immer ganz freundlich. Außerdem ist die Denise eine Krankenschwesterkatze: wenn jemand aus unserer Familie krank ist, kommt sie zu demjenigen und legt sich bei ihm auf den Bauch, was sie normalerweise nicht macht. Sie kuschelt nämlich nur, wenn sie es möchte und das kommt nicht so oft vor. Wenn sie schnurrt, dann brummt sie richtig laut.
Spitznamen: Mick, Mikesch, Mickerling
Unseren kleinen Mikesch haben wir vor ein paar Wochen von der Katzenhilfe Schweinfurt e.V. geholt. Er kam von einem Bauernhof, wo er nicht erwünscht war. Micky wurde diesen Herbst geboren.
Am Anfang hat er nicht verstanden, dass er nun zu uns gehört. Jetzt können wir ihn allerding schon ins Freie lassen und er kommt freiwillig wieder.
Die Denise mag den Micky ganz doll. Sie lässt ihn aus ihrem Napf fressen, auch wenn er sich dazwischen drängelt, und sie leckt ihn immer.
Was der Micky noch lernen muss: nicht die Wurst vom Tisch haben zu wollen (er ist bis jetzt nur mit Wurst gefüttert worden) und seine Krallen einzuziehen, wenn man ihn auf dem Arm hat. Wir glauben, wer weiß noch nicht, dass die spitzen Dinger an seinen Pfoten zu ihm gehören! Des weiteren muss er lernen, dass man Meerschweinchen nicht fangen darf.
Unser Micky ist ein ganz gesprächiger, lebhafter Kerl, mit dem wir sicher noch viel Freude haben werden!
Wie verstehen sich die verschiedenen Tiere?
Die Katzen und die Wellensittiche
Die Wellensittiche sitzen Gott sei Dank im Käfig, denn es ist schon öfter vorgekommen, dass die Denise oben auf dem Käfig saß und versucht hat, irgend wie an die Vögel ranzukommen. Geht zum Glück nicht, denn die Maschen sind zu klein für eine Katzenpfote. Darüber mussten sich die Vögel natürlich wahnsinnig aufregen.
Die Meerschweinchen und die Wellensittiche
Gute Freunde?
Wir hatten mal eine Wellensittich, den Willon, der frei in der Wohnung fliegen durfte. Der ist dann zu unserem Meerschweinchen Max in die Kiste geflogen. Dort hat ihm das Mäxchen die Schwanzfeder abgefressen und wer weiß, was er dem armen Vogel noch alles abgefressen hätte, wenn ich ihn nicht gerettet hätte. Ansonsten hatten die Meerschweinchen und Wellensittiche noch keinen Kontakt miteinander.
Die Katzen und die Meerschweinchen
Die Katzen akzeptieren die Meerschweinchen als Haustiere und krümmen ihnen kein Haar. Sie wissen, dass die Meerschweinchen für sie als Opfer tabu sind. Natürlich schauen die Katzen gern mal über den Kistenrand, um zu sehen, was die Schweinchen da so machen. Bei der Denise ist es schon oft vorgekommen, dass sie sich zu den Schweinchen ins Heu gelegt hat, um dort ihr Schläfchen zu halten. Die Meerschweinchen hat das nicht gestört, im Gegenteil: der Otto fand es interessant, das große Tier zu untersuchen und weil sie sich in der Zeit, als er alleine war, zu ihm gelegt hat, musste der Kleine fürchterlich quietschen und hat die Katze gesucht, als sie wieder weg war. Unser neues Katerchen Micky allerdings haut sogar mit der Pfote auf ein Meerschweinchen drauf, wenn man es auf dem Schoß sitzen hat. Wenn man die Meeries und den Micky alleine lassen würde, würde er ihnen schnell den Garaus machen.
Die Maus, die Katze und das Meerschweinchen
Wir hatten mal eine weiße Maus, den Leo: unser Kater Lukas (r.i.m.) wurde stinksauer, als wir den Leo auf ihm haben rumlaufen lassen, aber er hat ihm nichts gemacht (weil wir dabei waren, wahrscheinlich). Die Susi hatte gerade Junge, als wir den Leo zu ihr gesetzt haben, da wollte sie glatt der armen Maus den Schwanz abbeißen.
Die Kaninchen und die Meerschweinchen
Unser Bobbelinchen, das Meerschweinchen, lebte mit dem Zwergkaninchen Wolli zusammen (würde ich heute nicht mehr machen, aber da wusste ich noch nicht, dass Kaninchen und Meerschweinchen zwei verschiedene "Sprachen" sprechen). Die beiden verstanden sich eigentlich recht gut. Als der Wolli gestorben war, bekamen wir zwei weiße Zwergkaninchen (von einem Züchter aus dem Dorf: mit blauen Augen, kurzen Ohren und furchtbar krankheitsanfällig). Das Schneeweißchen hatte das Bedürfnis, die anderen zu quälen, aber das Meerschweinchen wehrte sich heftig und seitdem quälte es nur das Rosenrot. Dann ist uns unser Bobbelinchen weggelaufen (wir waren nicht da, die Tiere im Freilauf, fremde Kinder haben den Freilauf umgedreht: die Kaninchen waren noch da, das Meerschweinchen verschwunden). Wir haben das Meerschweinchen Max bekommen. Im ersten Winter war der Max noch klein, wir mussten ihn ins Haus holen, weil ihn das Schneeweißchen nicht mit in den warmen Schlafraum lassen wollte. Als er groß war, konnte er sich gegen das Schneeweißchen wehren und es hat ihn in Ruhe gelassen. Als das Rosenrot gestorben war, gab sich das Schneeweißchen auf (es hatte niemanden mehr, den es quälen konnte) und siechte dahin. Der Max kümmerte sich rührend um das Kaninchen, aber es nützte nichts. Dann bekam der Max endlich einen richtigen Meerschweinchen-Partner: die Susi.