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| St.
Hubertus
Hubertus wurde um 655 als Sohn des fränkisch-merowingischen Herzogs Bertrand von Aquitanien in Toulouse geboren. Nach der "Vita Sancti Hugberti", die im Kloster von St. Hubert in den Ardennen aufbewahrt wird, wandte er sich nach dem Tode seiner jungen Frau Floribane von höfischem Leben und Karriere ab und wurde Priester. Im Jahre 709 folgte er dem Hl. Lambertus nach dessen Ermordung auf den bischöflichen Stuhl von Maastricht und Tongeren. er verlegte den Bischofssitz nach Lüttich, von wo aus er sich besonders um die Christianisierung der Eifel- und Ardennenbevölkerung bemühte. Er starb im Jahre 727. |
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| schon
16 Jahre nach seinem Tode, am 3. November 743, wurde Hubertus heilig gesprochen.
Seither begeht die Kirche und das gläubige Volk im Gebiet des gesamten
damaligen Frankenreiches diesen Tag als seinen Festtag.
Als Apostel der Ardennen werden ihm noch heute zahlreiche Wunderheilungen, insbesondere von Tollwutkranken, zugeschrieben. Die Bekehrungslegende mit dem Hirsch, der ein strahlendes Kreuz zwischen den Geweihstangen trägt, erscheint nicht historisch, sondern von anderer Stelle her in seine Lebensgeschichte übertragen. Als Schutzpatron der Jäger aber wird Hubertus schon im 10. Jahrhundert verehrt. Am 3. November 1444 errang Herzog Gerhard von Jülich in der Schlacht bei Linnich einen unerwarteten Sieg über ein mehrfach überlegenes, geldersches Heer. Zum Dank und zur Erinnerung an diesen Hubertustag stiftete er den weltlichen St. Hubertus-Orden, der mit Unterbrechungen bis in unsere Tage bestand und dem im Laufe der Jahrhunderte fast alle katholischen Fürstenhäuser Westeuropas angehörten. Durch den Orden fand die Verehrung des Hl. Hubertus als Schutzpatron der Jäger weite Verbreitung. Im 17. und 18. Jahrhundert, der Blüte des Barock, waren die französischen Könige Hochmeister des St. Hubertus-Ordens. Ihnen ist es zu verdanken, daß Jagdhornklänge Eingang in den Jägergottesdienst fanden, den man als feierliche, heilige Messe zu Ehren des Hl. Hubertus vor Beginn der großen, höfischen Jagden hielt. Seither wird in Frankreich und Belgien die Liturgie einer Hubertusmesse mit Hörnerklang anstelle der lateinischen Choralgesänge begleitet. Die mit Hörnerklang umrahmte Hubertusmesse ist ursprünglich also kein deutsches Brauchtum. Erst 1954, anläßlich der Internationalen Jagdausstellung, wurde von französischen und belgischen Sonneurs zum 1. Mal in Deutschland eine Hubertusmesse, in der Lambertus-Kirche in Düsseldorf, auf "Trompes de Chasse" geblasen. Das Erlebnis einer weiteren, 1960 von französischen "Sonneurs" aus Cheverny im Xantener Dom gestalteten Hubertusmesse veranlaßte schließlich deutsche Bläser, Jägergottesdienste nach französischem Vorbild mit Jagdhornklängen zu umrahmen. Die Musik ist heute der modernen Meßliturgie angepaßt und die einzelnen Stücke sollen in ihrem Charakter den jeweiligen gottesdienstlichen Sinn der Meßteile zum Ausdruck bringen. Neben der von unserem Corps geblasenen Hubertusmesse von Hermann Neuhaus gibt es noch verschiedene weitere Hubertusmessen für Es- und D-Hörner ("Trompes de Chasse"). |
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