Der Vampir ist ein Geschoepf der Gegensaetze. Er giert nach Lust und Leben und saet doch Truebsal und Tod. Aber alle Gegensaetze sind miteinander verbunden, so auch die beiden Pole von Schoepfung und Vernichtung. Das Leben ist genauso ein Geschenk des Todes, wie der Tod ein Ergebnis des Lebens ist. Alle irdische Existenz ist diesem barbarischen Wechselspiel unterworfen. Selbst die Vampire. |
Der Vampir ist seit Jahrhunderten Objekt von Aengsten und wilden Phantasien, die in unzaehligen Legenden und Mythen ihren Niederschlag fanden. Der Vampir dient als Symbol fuer Tod und Unsterblichkeit, Macht und Erotik, als 'Muse'fuer Kuenstler, Literaten und Regisseure. Entlang den Bildern von Edward Munch und wie Bram Stokers Dracula ueber Gedichte angesehener Poeten bis hin zu Polanskis Filmklassiker Tanz der Vampire zeigt sich der Charakter des Vampirs in allen Facetten. Die tieferen Ursachen der Faszination sind Aengste und Begierden, die Sucht nach Leben und die Sehnsucht nach Unsterblichkeit. Hier, im Prinzip des Vampirismus zeigt sich das ewige Kreisen der Lebensenergie. Es macht deutlich, wie nah Mythen und reale Gegenwart beieinanderliegen. Im Grunde ist das vom Menschen geschaffene Bild des Vampirs nichts anderes, als ein Spiegel unser aller Leidenschaften und Sehnsuechte! |