Zeitsprung:
 Haua haua ha und das von mir....*gfg Ein Tag im Lernbüro und du verblödest total. Eine Firma zum Lernen in der Schule. Freudig erwarten die Schüler die 6. und 7. Unterrichtsstunde. Niemand weiß genau, was die Klasse vor einem getan oder nicht getan hat. Genial. Ausbildungsbörse, juchhe, das Emsland ist genial! Jeder glaubt nun, was schreibt sie wieder für unzusammenhängende Sachen, aber das ist leicht zu erklären, ich beschreibe den letzten Schultag vor den Ferien, denn der hat mich so richtig wirklich zum Lachen gebracht. Dazu muss ich wohl erst einmal erklären, was das "Lernbüro" überhaupt ist. Es gibt an der Schule einen Raum, der sich so nennt. In diesem Raum befinden sich einige PCs und Telefone. Der gesamte Raum soll ein Büro und die dazu gehörigen Außenstellen darstellen, sprich: Bahn, Post, Lieferer, Kunden u.s.w.. Der Hauptteil ist die eigentliche Firma. Ein Betrieb im Großhandel für Bürobedarf. Sehr praktisch. Abteilungen wie Lager, Versand, Buchhaltung, Einkauf, Verkauf und nicht zu vergessen, die Direktion, die für das Personal und so weiter verantwortlich ist. Doch das wichtigste darf ich ja nicht vergessen: Alles, wirklich jeder Vorgang wird handschriftlich erledigt. Das bedeutet die Buchungen auf Karteikarten und so weiter. Also alles in allem ein Heidenspaß. Wenn dann so eine liebe nette Ausbildungsbörse stattfindet, müssen die Schüler der Oberstufe wieder das Heiligtum der Schule, jenes Lernbüro, betreten. Ein Vorgang aus dem Jahre "anno weiß nicht mehr" wird dann hervorgekramt und der Vorführunterricht beginnt. Dass natürlich nach 2 Schulstunden die Klassen gewechselt werden, versteht sich von selbst, welcher Schüler kann es mehr als diese in diesem verkorksten Laden aushalten. Ab der 5. bis zur 6. Stunden mussten wir uns dann an die von unseren Vorgängern bearbeiteten Unterlagen ranmachen. Eine reinste Katastrophe. So lagen die Konstruktiven Wortbausteine mitten auf dem Tisch, die Karteikarten durcheinandergewürfelt unbeschrieben in der Schublade und im großen und ganzen einfach nur ein Chaos. Nachdem alles wieder sortiert war konnte ich mich an die eigentliche Aufgabe machen. Ich nahm mir die Bücher vor und kontrollierte die Vorgänge. Dabei stellte sich heraus, dass einige Zahlungen noch offen waren. So ein Mist. Wie schreibe ich eine Mahnung? Ah, wozu gibt es diese Konstruktiven Wortbausteine denn! Ja, da sehe ich, wie der Anfang eines Geschäftsbriefes geschrieben wird. Hm, den brauche ich nicht, den habe ich schon fertig. Aha, so schreibe ich den Inhalt einer Rechnung. Uninteressant. Aber was genau sind denn diese Konstruktiven Wortbausteine eigentlich? Ja das ist doch ganz einfach, eine logische Anordnung von konstruktiven Wörtern, die man im Bereich der Geschäftsbriefe anwenden kann. Auch wird darin erwähnt, welche Leistungen der jeweilige Lieferant, Kunde oder die Firma an sich bei Schreiben geben muss. Auch die Bezugskalkulation ist dort beschrieben, welche Tara genommen wird, welche Rabatte man geben darf und wie es mit Skonto aussieht. Also alles hochinteressant! Und wieder nicht, wie man eine Mahnung schreibt. Ein Lehrer? Nicht vorhanden, der spricht mit den Besuchern. Der Nachbar? Keine Chance, Konkurrent. Was nun? Dazu kommt, wie verfahre ich mit der Mahnung? Ja, ich bin hier beim Außergerichtlichen Mahnverfahren. Hm, eine Zahlungserinnerung. Die ist zu schreiben. Gut gemacht. Aha, da kommt der nächste Kontoauszug. Gong. Ende, die nächste Klasse übernimmt. Na BRAVO, bis die sich da reingedacht haben... Ja, was sagt man dazu. So hilfreich sind also die Konstruktiven Wortbausteine für Schüler im Lernbüro. Und wenn sich jetzt jemand fragt was das alles soll, ich wollte nur ein weiteres Beispiel für die perfekte Schulorganisation des Emslandes geben. Liebe Grüße Eure Nica! Zeitsprung Ende.oben |