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Aufräumen als Katastrophe
der Kindheit

Zeitsprung:

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte. Es gibt Menschen, die wissen nicht wie man aufräumt.

Wie ich auf das Thema komme, das ist ganz einfach, ich kenne jemanden der das Aufräumen nicht gelernt hat und habe nun wieder etwas erfahren was mich schockierte.

Wenn man sich das Zimmer (es ist nur eines) ansieht, denkt man es hätte eine wahrhaftige Bombe eingeschlagen, nicht wie normale Zimmer einfach nur unordentlich sondern schon mehr.

Es grenzt dabei an Überflutung von Gegenständen die man zum Leben braucht, an Sammelobjekte die man nicht wieder hergeben möchte und an verschiedenen anderen Untensielen die das Leben eines Menschen verschönen oder vereinfachen sollen.

Doch da bleibt die Frage wie kommt dieses Durcheinander zustande?

Es gab eine Zeit, da hatte die Person so eine Art Haushaltshilfe im Punkt Zimmer aufräumen, diese hat immer wenn das Chaos eintraf zur rechten Zeit die Scheffel in der Hand und sortierte alles aus. Das war das Leben der Person von Kindergarten bis hin zum Alter von 15 Jahren. Nun aber ist diese Hilfe nicht mehr da und die Person stellt sich die Frage wie man das anstellen soll!

Es bewegt sich nichts mehr, ich habe gesehen wie die Person einen Versuch startete das Chaos zu beheben es aber nicht schaffte. Sie stand im Zimmer drehte sich immer wieder im Kreis und fing an in Tränen auszubrechen.

Wenn jetzt jeder denkt typische Art eines jugendlichen sich vor der Arbeit zu drücken dann irrt er bestimmt. Denn das Gesicht ist leichenblass, die Augen angstgeweitet mit der Frage "WIE"

So war es das Vorletzte mal als ich von der Person hörte, doch habe ich erfahren das, jenes Chaos sich verschlimmert hat und als es wieder darum ging aufzuräumen, die Person sich ihre Tasche packte und flüchten wollte.

Da frage ich mich wirklich was ist an dieser Welt nur verkehrt.

Kennt jemand das, Angst vorm eigenen Zimmer aufräumen?

Nun die Person ist mir sehr gut bekannt da sie mein Halbschwester ist und ich alles mitbekommen habe was ihr Leben bis dato ausmacht. Es ist für mich schwer ihr nicht wieder wie damals unter die Arme zu greifen aber wie will sie in Zukunft eine eigene Wohnung finden und die auch in Ordnung halten wenn ihr selbst ein einzelnes (kleines) Zimmer zu schwer fällt.

Wieder einen Einblick in meinem Leben.

Zeitsprung Ende.

In der Orientierungsstufe habe ich dann erfahren das mein Bruder mit seinem Problem nicht klarkam unterstütze ich nach meinen Kräften. Auch ich brauchte und suchte Trost, die ich in der Musik fand und verzog mich immer zum singen in meinem Zimmer.

Da mir die Musik so lag nahm ich an der musischen AG erst einmal im Disco-Tanz teil und das zweite Halbjahr im Chor. Ich fand es toll mal im Mittelpunkt eines Geschehens zu stehen und von den anderen wegen meiner Stimme bewundert zu werden, endlich einmal etwas, in dem ich den anderen überlegen war.

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