S  a  l  a  m  a  n  d  e  r  s  e  i  t  e  n     

Translation


Feuerbauchmolche
Feuersalamander
Kaukasussalamander

Warzenmolche

Kurzfußmolche
Grünl. Wassermolch

Krokodilmolche

Axolotl

Neurergus kaiseri

Schmuckschildkröten


"Salamander-

        wanderung"


Beschaffung

Abgabe von NZ

Bildergalerie
Kontakt

Veröffentlichungen


Molch Register
AG Urodela
DGHT

Diskussionsforen

Links

Veranstaltungen


Buchtipp 

Bild des Monats

Futtertiere

Zoos und Vivarien

Naturfotografie



 

 Der Kweichow Feuerbauchmolch - Cynops cyanurus

Beschreibung

Von Cynops cyanurus sind derzeit folgende zwei Unterarten wissenschaftlih beschrieben:

Cynops cyanurus cyanurus
Cynops cyanurus yunnanensis

    Cynops cyanurus, Jungtiere, Foto: Ralf Reinartz

Bei dieser Art erreichen die Männchen Gesamtlängen bis zu 10 cm, die Weibchen bis zu 12 cm.  Die Oberseite ist braunschwarz, schiefergrau bis beige. Der ist Bauch grau mit orangen Flecken. Die Haut ist stärker gekörnt als bei Cynops orientalis. Über die Rückenmitte erhebt sich eine Leiste. In der Paarungszeit trägt das Männchen eine auffällige blaue Schwanzfärbung.

Als Reproduktionsgewässer dienen kleinere, verkrautete Stillgewässer und langsam fließende, kleine Bäche.  

     Cynops cyanurus, Männchen, Foto: Thilmann von Hof

Das Verbreitungsgebiet liegt in Bergregionen des südlichen China. Die Terra typica der Nominatform liegt im Westen der Provinz Guizhou auf einer Höhe von 1790 m („De-wu, Shui-cheng, West Kweichow“).

Eine Unterart ist aus Höhen von 2400 bis 2600 m beschrieben:

- C. c. yunnanensis aus dem Nordosten der Provinz Yunnan („Mt. Wuliang, Kreis Jingdong, 2600 m“); 

- C. c. chuxiongensis wurde im gleichen Jahr aus 2400m ("Kreis Chuxiong, Yunnan“) beschrieben.

Da diese Beschreibung etwas später erfolgte, ist C.c. chuxiongensis als Synonym von C.c. yunnanensis zu sehen.  

Laut Literatur unterscheiden sich die beiden Unterarten bezüglich Größe und Kloaken/Schwanz-Zeichnung.

C.c. cyanurus: Weibchen bis 10 cm, Männchen bis 8,5 cm. 

                         Kloake durchgehend orangerot; Unterkante des Schwanzes orangerot bis fast zum Ende.

C.c. yunnanensis: Weibchen bis 11,5 cm, Männchen bis 9,6 cm. 

                              Hinterer Teil der Kloake dunkel; orangerote Färbung der Unterkante des Schwanzes endet früher.

Nach dieser Beschreibung sind die bei uns seit Jahren gehaltenen Tiere wohl alle der Unterart C.c. yunnanensis zugehörig.

          Cynops cyanurus, Weibchen, Foto: Ralf Reinartz

In den letzten Jahren kamen wiederholt deutlich heller gefärbte Tiere in den Handel. Nach den bekannten Beschreibungen, sind diese keiner der o.g. Unterarten klar zuzuordnen. 

Die Problematik der Unterarten von Cynops cyanurus ist völlig unklar. Es gibt immer wieder Angaben, dass C. c. chuxiongensis und C.c. yunnanensis durchaus unterschiedliche morphologische Eigenschaften aufweisen. Worin diese Unterschiede bestehen wird aber leider nicht angegeben. Auch der 1983 als eigene Art beschriebene Chenggong Feuerbauchmolch (Cynops chenggongnsis) ist möglicherweise eher als Unterart von Cynops cyanurus zu sehen. Weite Teile Yunnans sind nach wie vor herpetologisch unerforscht. Die Wahrscheinlichkeit dort unbekannte Formen oder gar Arten zu finden ist somit recht groß.

Im Molch Register der AG Urodela für die Gattung Cynops habe ich ein umfangreiches Fotoarchiv der Art  zusammengestellt.

Haltung

Zur Haltung und Zucht werden im Sommer Temperaturen bis 24 °C gut vertragen. Im Winter reichen Temperaturen von 10 bis 15 °C zur Stimulation der Fortpflanzung aus. Die Eiablage setzt meist bei Temperaturen von ca. 20 °C ein. Bei Wildfängen wird allgemein von einer leichten Vermehrbarkeit berichtet;  bei den Nachzuchttieren gab es hingegen längere Zeit aber kaum Berichte erfolgreicher Reproduktion. Diese Situation hat sich inzwischen etwas verbessert. Die Ursachen sind noch unklar.

Diese Art wurde bisher relativ selten importiert.

Männchen von Cynops cyanurus, dieses Tier ist Eigentum des Vivarium Chemnitz

Quelle: Patrick Steinberger, patrick.steinberger@talknet.de 

Zurück zur  Inhaltsuebersicht  

Weiter zu    Salamanderseiten

                  Paul Bachhausen

1