Wer sind eigentlich "wir"?

Zum einen gibt es in unserer Familie Papa Jürgen. Er ist 38 Jahre alt, von Beruf Systemadministrator und arbeitet in Frankfurt. Irgendjemand muß ja das Geld ranschaffen, was Mama Monika für die vielen Tiere braucht. Sie ist 32 Jahre alt, gelernte Hotelfachfrau, aber hauptberuflich eher Hausfrau, Mutter und Tierpfleger.

Dann gibt es noch Tochter Tanja, 16, die nach der mittleren Reife nun eine Wirtschaftsschule besucht, die sie hoffentlich in zwei Jahren als staatlich geprüfte Wirtschaftsassistentin mit Fachhochschulreife verläßt.

Zu guter letzt ist da noch der Daniel, 12, der eine Privatschule im schönen Kraichgau besucht. Außerdem ist er ein großer Fussballfan und sein Traumberuf: Fussballer! Was sonst.

Wir wohnen in Schriesheim, Nähe Heidelberg, am Anfang der wunderschönen badischen Bergstraße. Obwohl Papa Jürgen ein Pfälzer ist (Ludwigshafen) und Mama Monika ein Rheinländer (Koblenz), benutzen sie gerne folgenden Spruch: "Es gibt badische und es gibt unsymbadische"

Die  Baden-Württemberger sind ein geselliges Völkchen und lassen kein Fest zum Klönen, Tanzen und Essen aus. Wir fühlen uns sehr wohl hier. Am ersten und zweiten Märzwochenende findet  jedes Jahr das erste Volksfest der Region statt, der Mathaisemarkt. Am ersten Sonntag bewegt sich ein Festzug durch die Innenstadt, der von den örtlichen Vereinen und Winzern gestaltet wird. Man kann sich das so ähnlich wie einen Faschingszug vorstellen, allerdings eher mit echten Trachten, traditioneller Arbeitskleidung oder Sportbekleidung. 

Schriesheim liegt am Fuß einer langen Bergkette, die überwiegend zum Weinanbau genutzt wird. Der Berg wird von den Schriesheimern "Branich" genannt. Hinter unserem Haus fließt der Kanzelbach (oder sollte man eher Kanzelrinnsal schreiben?), der von den Einheimischen einfach nur "die Bachen" genannt wird.

Etwa 10 Autominuten von uns ist Heidelberg. Eine wunderschöne Stadt. Großen Nutzen ziehen wir aus den unzähligen Unikliniken. Für fast jeden medizinischen Bereich gibt es eine eigene Klinik, so dass wir mit ruhigem Gewissen sagen können: wir sind hier medizinisch optimal versorgt.

Zu unserem Haushalt gehören außerdem noch zwei Hunde. "Tina", eine Border-Collie-Hündin und "Merlin", ein Langhaar-Collie-Rüde. Merlin ist bei uns der große Katzenpapa. Alle Babys werden von ihm gehegt, gepflegt und umsorgt. Wenn unsere Katzenkinder mit ca. 6 Wochen aus dem Laufstall dürfen und unsere Wohnung unsicher machen, ist er immer und überall dabei. Und wenn so ein kleines Wollknäul mal müde ist? Kein Problem! Man muss sich nur an den großen Merlin kuscheln und schon kann man gut behütet schlafen.

 

 

 

 

 

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