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Home Geschichte des Kobudo
Im Jahre 1429 wurde die Insel Okinawa von chinesischen Besatzern unterworfen und
das Waffentragen verboten. Damit sich die Okinawaner, die meisten waren Bauern
oder Fischer, gegen die Samurai des Königs Sho Hashi zur Wehr setzen konnten,
entwickelten sie aus ihren Werkzeugen sehr effektive Waffen. So entstanden viele
verschiedene Kampfsysteme:
Bo (Langstock, 180 - 300cm, Stock zum Abstoßen der Boote am Grund), Jo (130cm),
Hanbo (90 - 100cm), Tenbo (60cm), Sai (Eisengabel, vermutlich direkt als Waffe
entwickelt), Tonfa (Griffstück eines Mühlsteins), Kama (kurze Sichel zur Reisernte),
Nunchaku (zwei durch eine kurze Schnur verbundene Hölzer, Gerät zum dreschen von
Getreide)
Diese Kampfsysteme wurden nur innerhalb der Familien weitergegeben, da das Üben
verboten war. Die Techniken wurden zu sog. Kata zusammengesetzt, die allein aus-
geführt einen Kampf gegen imaginäre Gegner darstellten.
Bis heute sind noch viele dieser Kata überliefert, sie werden mit dem Namen des
Meisters oder der Herkunftsgegend bezeichnet (Matsuhiga, Chatanyara, Aragaki...)
(c) 2001 Sören H.