Sanierung des Anhalter Bahnhofs wir im Juli 2005 abgeschlossen.

HInweisschild am Eingang
 
Im Dezember wieder Halt für S-Bahnen.

Noch im Dezember 2004 sollen wieder S-Bahnzüge im Anhalter Bahnhof halten, der seit dem Brand eines Zuges der Baureihe 480 am 10. August 2004 gesperrt ist.

Es ist geplant, ab Dezember am Anhalter Bahnhof wieder Züge zunächst in eine Richtung halten zu lassen.

Fahrgäste in die andere Richtung mit Ziel Anhalter Bahnhof müssen dann eine Station vorfahren und umsteigen.

Der Schienenersatzverkehr, der derzeit zwischen den Bahnhöfen Yorckstraße/ Großgörschenstraße und Pots
damer Platz über Anhalter Bahnhof fährt, entfällt dann.

Wer gut zu Fuß ist, ist im übrigen gut beraten, zum Potsdamer Platz zu laufen, wo man den S-Bahnhof bereits nach fünf Minuten erreicht hat. So erspart man sich das Warten auf den Bus.

Aufwendige Reinigung – der Ruß sitzt überall


S-Bahnsteig Anhalter Bhf.
 
Bis zum 22. Oktober werden die Reinigungsarbeiten im Anhalter
Bahnhof abgeschlossen: In den vergangenen Wochen wurden sämtliche 11000 emaillierten Stahlplatten, die die Wände verkleideten, demontiert, markiert und mit einer alkalischen Flüssigkeit vom Ruß gereinigt.

Der Bahnhof war 1984 durch das Land Berlin nach denkmal
pflegerischen Gesichtspunkten saniert worden.

"Doch die Brandschutzbestimmungen sind inzwischen so weit fortgeschritten, dass wir bis zum Juli 2005 brauchen, um den Bahnhof nach neuestem Standard wiederherzustellen", sagte Günter Schuppenies, Leiter Bau und Entwicklung der DB Station&Service Regionalbereich Ost.


Für den Wiederaufbau werden 4 Millionen € benötigt, die Bauschuttentsorgung kostet 1,4 Millionen. Für die provisorische Bahnsteignutzung sind 400 000 € veranschlagt.

Noch während der Sanierungsarbeiten im Anhalter Bahnhof wird auch der Ausgang am Südkopf in Richtung Tempodrom hergestellt. "Diesen Ausgang hat der Senat bereits vor 2,5 Jahren angefordert, so dass die Planungen ausreichend weit gediehen sind, um diese Bauarbeiten gleich in die Sanierung zu integrieren", betonte Günter Schuppenies.

Vom bereits 1938 beim Bau des Bahnhofs errichteten Südkopf, der schon damals eine Querverbindung zwischen den beiden Bahnsteigen herstellte, wird ein abgehender Bunkerstollen für den Ausgang genutzt. Die Treppe ins Freie wird genau wie die Ausgänge am Askanischen Platz gestaltet. So halten sich die geschätzten Kosten mit rund 400 000 € in einem relativ bescheidenen Rahmen.

© punkt 3 Verlag GmbH, Berlin
  22.10.2004
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