Vereinsgeschichte
Im Januar 1974 wurde der Verein anlässlich der Jahreshauptversammlung des hiesigen Sportvereins gegründet.
Die Fünf ehemalige Tanzmusiker, „Die Fünf Blauen Jungs“, K.-H. Eckel, Bernd Klaus, Werner Müller, Winfried Müller und Gerhard Schütz gaben den Anstoß eine größere Blaskapelle aufzubauen. Der Gruppe traten dann auch 17 neue Musiker bei. Man konnte den damaligen Dirigenten des Männergesangvereins, Max Schramm (ein ehemaliger Militärmusiker), spontan als Übungsleiter und Dirigenten gewinnen. Die Musikgruppe wurde zunächst für 2 Jahre als Sparte des Sportvereins geführt.
Die ersten Übungsstunden gestalteten sich äußerst schwierig, da keiner der Musiker Notenkenntnisse besaß. Jeder Musiker musste auch finanziell tief in die Tasche greifen um die teuren Instrumente anzuschaffen.
Bereits nach einem halben Jahr konnte die Musikgruppe erstmals öffentlich anlässlich der traditionellen Buchenberger Kirmes im September 1974 auftreten und erntete viel Beifall. Weitere Auftritte in der näheren Umgebung schlossen sich an.

Musikgruppe Buchenberg, 1977
Hinten v.l.n.r.: Max Schramm Dirigent, Bernd Klaus, Gerhard Schütz, Karl Heck, Edmund Orlich, K.-H. Eckel, Fritz Eierdanz, Friedrich Denhof, Reinhard Pfennig, K.-W. Bärenfänger, Fritz Kümmel, Erich Müller, Karl Langendorf, Werner Müller
Vorne v.l.n.r.: Horst Brussmann, Ralf Schäfer, Thomas Raabe, Michael Eckel, Andreas Kümmel, Artur Noll
Am 21. und 22. Mai 1979 wurde das 5-jährige Bestehen als erstes Musikfest seit Menschengedenken in Buchenberg gefeiert. Zahlreiche Gastvereine, u. a. auch aus Bachheim/Schwarzwald nahmen teil. Der Dirigent Max Schramm konnte dieses Fest nicht mehr miterleben; Er starb im Januar 1979 und übergab den Dirigentenstab Albert Müller. Sechs Jahre später, 1985, übernahm Thomas Raabe das Amt des Dirigenten. Thomas Raabe, der als Jungmusiker aus den eigenen Reihen aufrückte, gab dem Verein neue Impulse. Neben der volkstümlichen Blasmusik wurden auch konzertante und moderne Musikstücke in das Repertoire aufgenommen. Der engagierte Dirigent leitet noch heute das Orchester.
Höhepunkte und Wissenswertes aus dem Vereinsleben
1974 1. Auftritt der Musikgruppe auf der Kirmes in Buchenberg
1975 Der Verein veranstaltet das 1. Teichfest. Seitdem findet das Teichfest in Buchenberg traditionell jedes Jahr am ersten Samstag im August statt.
1979 Max Schramm, der 1. Dirigent verstirbt. Albert Müller aus Netze übernimmt den Taktstock.
Der Musikverein Buchenberg veranstaltet im Mai das 1. Musikfest seit Menschengedenken in Buchenberg.
1981 Fahrt nach Bachheim zum Treffen mit unseren Musikfreunden anlässlich eines Musikfestes
1983 Der Musikverein unter der Leitung von Albert Müller nimmt an den Wertungsspielen der Blaskapellen aus Hessen beim Hessentag in Lauterbach teil. In der Orchester – Unterstufe wird der 6. Platz erreicht.
Eine weitere Tradition wird ins Leben gerufen; Der Musikverein veranstaltet gemeinsam mit dem Männergesangverein ein gemeinsames Maikonzert
1984 Musikfest in Buchenberg anlässlich des –10- jährigen Bestehens des Vereins. Unsere Musikfreunde aus Bachheim und 13 weitere Kapellen spielen zum Konzert im Festzelt auf.
1985 Thomas Raabe übernimmt den Taktstock.
1986 100 Jahre Musikverein Bachheim- und wir sind dabei!
Ein Musikfest dieser Größenordnung haben wir Hessen noch nicht gesehen. Ein Festzelt für 2000 (!) Personen und jeden Tag bis zum letzten Platz gefüllt. Das Bier fließt nicht aus Fässern, sondern aus 2000 l Tanks. Allein am Festzug durch den Ort nehmen über 50 Blaskapellen teil.
1988 Eine unvergessene Vereinsfahrt (Bus- und Schiffsreise) führt uns nach Kopenhagen und Oslo.
1989 Musikfest „15 Jahre Musikverein Buchenberg“ verbunden mit einem Freundschaftstreffen mit den Bachheimer Musikanten. Als Zeichen der Verbundenheit der beiden Vereine wird eine vom MV Bachheim gestiftete Schwarzwaldtanne gepflanzt. Erstmaliger Auftritt der „Unadinger Dorfmusikanten“ /Schwarzwald als Festkapelle.
1990 Vereinsfahrt in die neuen Bundesländer mit Platzkonzerten in Erfurt und Eisenach.
Teilnahme am Konzert des Kreisverbandes Musiktreibender Vereine in Frankenberg
1991 Fahrt zu den Freunden in Bachheim mit Teilnahme am „Nudle-Fescht“. Beim Festausklang wird an der Dorfschule eine Buche aus Buchenberg gepflanzt.
Der Verein gibt sich eine Satzung und die Eintragung in das Vereinsregister erfolgt. Nun heißt es Musikverein Buchenberg 1974 e.V.
1993 Erstmalige Aufnahme einer Musikkassette.
Das 1. Frühlingskonzert des Vereins in der Henkelhalle in Vöhl wird zu einem großen Erfolg. Die Musiker erhalten stehenden Beifall.
1994 Musikfest zum 20- jährigen Bestehen des Vereins mit der Teilnahme der Musikfreunde aus Bachheim und –11- weiteren befreundeten Blaskapellen und Spielmanns- und Musikzügen. Als Festkapelle spielen zum 2. Male die „Unadinger Dorfmusikanten“
1996 Fahrt der Musiker zum Freundschaftstreffen nach Bachheim
1999 Vom 28. bis 31. Mai 1999 fand das bisher größte und letzte Musikfest dieses Jahrtausends in Buchenberg statt.
2001 Tagesfahrt mit Bürgermeister Harald Plünnecke nach Lippoldsberg an der Weser
2002 Im Februar trugen wir unseren Bassisten Karl Langendorf zu Grabe.
Vom 26. bis 28. April waren wir anlässlich der Einweihung der 3-Schluchtenhalle in Bachheim zu Gast
2003 Anfang des Jahres fand erstmals unter reger Beteiligung der erste D1-Lehrgang in Buchenberg statt.
Auf Anregung und mit Unterstützung von Adolf Huthwelker legten wir uns eine Vereinsfahne zu.
Am 2. August 2003 weihten wir unsere Fahne mit einer feierlichen Zeremonie auf dem traditionellen Teichfest feierlich ein.
2004 Höhepunkt des Jahres war das Musik- und Heimatfest mit Kirmes, das wir zusammen mit dem Sportverein vom 28. bis 30. August ausrichteten. Hierbei gab es auch ein Wiedersehen mit unseren Musikfreunden aus dem Schwarzwald (Bachheim und Unadingen).
Freundschaft zwischen Buchenberg und Bachheim
Anlässlich einer Vereinsfahrt des SV Buchenberg wurde in Bachheim Quartier gemacht. Der damalige Vorsitzende des SV Buchenberg, Kurt Oenigk, hatte beim Wirt des Lokals Unterhaltungsmusik bestellt, dieser hatte auch eine Kapelle besorgt, und die anwesenden Sportvereinsmitglieder staunten nicht schlecht, als plötzlich –12- Mann Musik in den Saal marschierte, wo doch soviel Geld gar nicht ausgegeben werden sollte, aber der Wirt beruhigte die Buchenberger und sagte, die sind gar nicht teuer. Der damalige Dirigent des Musikvereins, Max Schramm, nahm an dieser Fahrt des Sportvereins auch teil und erzählte noch Jahre später: „Die spielten bis morgens um vier auch noch Weihnachtslieder“
Dieses war der erste Kontakt zwischen Bachheimern und Buchenbergern, aber noch nicht der Beginn der Freundschaft.
Als im Jahr 1979 das erste Musikfest seit Menschengedenken in Buchenberg gefeiert werden sollte, suchten die Organisatoren auch nach Kapellen aus den Orten Buchenberg/Kempten und Buchenberg/Schwarzwald. Mit diesen beiden Orten kamen jedoch keine Kontakte zustande. Also erinnerte man sich an den Ort Bachheim im Schwarzwald und an dessen Musikverein und lud diesen zum Musikfest 1979 nach Buchenberg.
Die Bachheimer sagten spontan zu, und der Beginn einer wunderbaren Freundschaft nahm seinen Lauf.
Inzwischen treffen sich beide Vereine zum 9. Mal und es werden seitens der Vorsitzenden keine Ermüdungserscheinungen der Freundschaft festgestellt.
Jeder Empfang beim Besuch auf beiden Seiten ist besonders herzlich. Jeder freut sich den anderen wieder zu sehen und jeder Abschied ist besonders schmerzlich, dauert es doch fast immer 1-3 Jahre ehe man sich wieder trifft. So sind denn auch im Lauf der Zeit viele persönliche Freundschaften entstanden.
Wir, der Musikverein Buchenberg, sind besonders Stolz auf diese Freundschaft, zeigt es doch, dass trotz Vorstands-, Dirigenten- oder Musikerwechsel, die Freundschaft bleibt, das Interesse aneinander sogar stetig wächst.
Aktuelles
Zurzeit besteht unsere Kapelle aus 40 aktiven Musikern. 9 Schüler befinden sich in qualifizierter Ausbildung durch Musiklehrer, weitere 77 passive Mitglieder unterstützen den Verein tatkräftig in allen Belangen.

Vereinsfoto zum Frühjahrkonzert 2005
Im Jahr 2004 betätigte sich der Musikverein Buchenberg 1974 e. V. rege am kulturellen Geschehen innerhalb und außerhalb unserer Großgemeinde. Es wurden in den beiden Gaststätten Denhof (Vereinslokal) und Eierdanz insgesamt 44 Übungsstunden abgehalten. Zudem waren insgesamt 35 Auftritte in allen Richtungen der musikalischen Unterhaltung zu verzeichnen.
Unser herzlicher Dank gilt an dieser Stelle allen, die in den vergangenen Jahren unser Vereinsleben mit Rat und Tat unterstützt und bereichert haben. Besonders zu erwähnen sind hier alle aktiven und passiven Mitglieder, die Mitglieder der Vorstände, Festausschüsse und Musikausschüsse, die Wirtsfamilien Eierdanz und Denhof, sowie alle, die ehrenamtlich und oft auch ohne Amt für den Verein und seine Musik eingetreten sind. Nicht zuletzt ein herzliches Dankeschön an unser treues Publikum aus nah und fern, ohne das dies alles nicht möglich gewesen wäre.