Russische Forschung

     Kosmologie
 
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Übersetzt von

Prof. Dipl. Ing. Waltraud Wagner

Mit erweiternde Anmerkungen und Kommentare von Mille Artifex auf den letzten Seiten.

MORPHOGENETISCHE FELDER:

WISSENSCHAFT NACH RUSSISCHEM KOSMOSVERSTÄNDNIS:


Trotz, oder vielleicht auch gerade wegen des in Russland diktierten Materialismus hat sich an einigen Stellen in Russland eine Wissenschaft entwickelt, die den Materialismus transzendiert. Wenig davon ist über die Grenzen nach Westen gedrungen, obwohl die Wurzeln dieser russischen Wissenschaft in einer Zeit beginnen, als der Materialismus in Russland noch nicht Fuß gefasst hatte, d.h. bereits im frühen 20. Jahrhundert. Damals studierten viele Russen in Deutschland, und es gab wohl auch einen entsprechenden Austausch.

Um zu verstehen, warum diese Erkenntnisse ignoriert wurden, möchte ich zunächst etwas wiederholen, was ich schon im ersten Teil dieser Folge geschrieben habe (Tattva, Heft 14):


"... ein Kosmosverständnis, das auf der Erkenntnis beruht, dass alles, auch wir Menschen und jeder einzelne Mensch, Teil eines alles durchdringenden und alles verbindenden Feldes ist, steht dem herrschenden sozialen und wirtschaftlichen System entgegen. Auf der Basis dieser Erkenntnis sind Tierversuche, Massentierhaltung, die Manipulation und Giftbehandlung der Pflanzenwelt, die Verschmutzung und Vergiftung der Gewässer, das Traktieren der Erde mit Bomben, Riesenmaschinen und Giften nicht möglich. Ethische Proklamationen wären auf der Basis dieser Einsicht überflüssig."

Grundzüge der russischen Kosmologie formulierte V. P. Kaznatcheev, Leiter des 'Institute of General Pathology and Human Ecology, Laboratory of Helioclimatology' :

"Die gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit ist nur Teil und ein Element der kosmoplanetarischen Evolution lebender Substanz im Weltraum und die Erscheinung des Menschen auf der Erde ist nur eine Episode in einer komplizierteren Evolution des Universums. Das ist ein Naturgesetz und kann nicht durch den Eingriff des Menschen geändert werden. Der Mensch ist nicht berechtigt so zu handeln, als ob das Leben und die Welt ausschließlich für ihn entworfen sind. Es ist nötig anzuerkennen, dass die Erscheinung des Menschen und der Noosphäre auf unserem Planeten Teil eines universellen sozialen kosmischen Systems ist. Meinungen und Sichtweisen, die von davon ausgehen, dass die kosmische Umwelt ein potentieller Gegner und Feind ist, müssen geändert werden. Wissenschaftliche und technische Bemühungen sollten auf Suche nach einer freundlich gesinnten Gemeinschaft, sowohl im Weltraum als auch auf der Erde gehen." [1]

Meine erste Begegnung mit russischen Wissenschaftlern war bei Fritz A. Popp, dessen Biophotonenforschung auf den Theorien und Forschungen von Alexander Gurwitsch und seinen Schülern, beruht. Damals schickte mir Michael Lipkind seine Artikel über Arbeiten von Gurwitsch und ich bekam auch die Kopie eines Buches über Helio-Geophysik. 1999 bereitete ich dann ein Kontinentales Treffen des englischen 'Scientific and Medical Network' in Deutschland vor. Dazu meldeten sich Alexander Trofimov aus Novosibirsk und Peter Gariaev aus Moskau. Ich muss leider sagen, dass die englischen Vertreter des Scientific and Medical Network nie etwas von dem veröffentlichten, was die Russen zu sagen haben, obwohl ich mir mit Übersetzungen viel Mühe gemacht hatte. Mir ist es nur zu verständlich, dass sich die Russen gekränkt fühlten. Hatten sie doch gehofft, endlich gehört zu werden.

Mich faszinierten die von ihnen eingereichten Manuskripte sofort, bereiteten mir aber auch Schwierigkeiten. Was z.B. ist Gelio-Geofisitscheski oder Gypomagnetnich? Nun, es ist gar nicht schwer. Man muss nur einzelne 'Gs' durch 'Hs' ersetzen. Aber die Russen konnten nicht so gut Englisch und ich nicht so gut Russisch.

Und was ist ein Kosyrev-Spiegel? Ein Raum bestimmter Maße aus einer Aluminiumlegierung, im Magnetfeld der Erde ausgerichtet. Von Cyril Smith wusste ich, dass Aluminium, aber auch Granit, morphogenetische Felder reflektiert. So fragte ich nach, ob Stonehenge nicht vielleicht auch eine Art Kosyrev-Spiegel wäre. Das wurde mir von A. Trofimov bestätigt. Und natürlich musste ich auch an Wilhelm Reichs Orgon-Akumulator denken.


Oder wie ist in Peter Gariaevs Artikel die Sache mit der genetischen Information zu verstehen, die 'non-local', also 'nicht-lokal' auf drei Ebenen erscheint, davon eine materiell. Wir, Peter und ich, haben den Text hin- und her diskutiert, Peter fand meine Anmerkungen sehr gut, ich sollte sie unbedingt anfügen und mich als Mitautorin angeben. Aber, um ehrlich zu sein, ich habe bis heute noch nicht ganz verstanden, wie z.B. ich hier - sehr ortsgebunden - bin und doch 'nichtlokal' sein soll. 'Nichtlokal' bedeutet sogar, nicht in Raum und Zeit gebunden, hat also auch etwas mit unserem zeitlosen Sein zu tun. Nur nach und nach verstehe ich ein wenig mehr. (siehe auch in Tattva 14, S.26 der Briefwechsel zum Thema Zeit).

Natürlich interessierte mich besonders die Beziehung zwischen genetischer Information und Sprache. Und dann beobachtete ich, wie ich beim Deutschsprechen überhaupt nicht nach Worten suche, sondern diese geradezu aus dem Unterbewussten kommen lasse. Von Cyril Smith erfuhr ich dann, wie man Wasser nur mit Gedanken oder richtiger mit Gefühlen 'informieren' kann. Und schließlich sind unsere Gedanken ja auch mit Gehirnstromwellen verbunden und steuern Stoffwechselprozesse.

Bevor ich nun Auszüge aus den Arbeiten der Russen und von Cyril Smith bringe, möchte ich etwas wiederholen:

Gemeinsam sind den Forschungen dieser Wissenschaftler jene Felder, die ich 'morphogenetisch' nenne weil sie ja wirklich die Strukturbildung steuern. Diese Felder sind in der Quantenphysik durchaus in Sicht, den Physikern aber oft nicht geheuer. Zur Zeit macht Anton Zeilinger (Österreich) aufwendige Versuche, um nachzuweisen, dass zwei Photonen, wenn sie einmal mit einander verbunden waren, über beliebige Entfernungen sofort, ohne Zeitbedarf, aufeinander reagieren.

Natürlich geht es um dieselben Felder, über die auch Rupert Sheldrake schreibt, oder doch noch andere?

Auf der Wirkung dieser Feldern beruht auch die Radionik, zu der der Arzt Albert Abrams (1864 - 1924) die Grundsteine legte. In der Tattva 14 wurde über Radionik berichtet, aber A. Abrams nicht erwähnt [2].


In den letzten Jahren haben auch viele Wünschelrutengänger und Heiler Erfahrungen in der Nutzung dieser Felder gesammelt - ohne große Kosten. Dabei ist einiges über ihre so wesentliche Verbindung mit dem Leben herausgekommen, von der in der Wissenschaft selten die Rede ist.

Gern werden diese Felder Lebensfelder genannt, aber sie sind nicht nur mit dem Leben, sondern mit allem verbunden. Wie sollten sonst wohl Steine heilend wirken können? Es gibt keine speziellen Lebensfelder. Alles ist belebt, aber Wasser spielt eine besondere Rolle für das organische Leben auf der Erde. In indianischen Kulturen ist man sich dessen übrigens bewusst.

In der Wissenschaft werden oft Strukturen und Frequenzen als Leben verstanden. Aber Leben ist Gefühl, Bewusstsein, Ratio. Leben ist nicht gleich Strukturen und Frequenzen. Diese sind nur die Größen, in denen sich Leben ausdrückt [3, 4].

Es handelt sich also nicht um elektromagnetische Felder und auch nicht um Gravitationsfelder, obwohl alle diese Felder miteinander verbunden sind. Aber die morphogenetischen Felder sind mit Magnetfeldern verbunden und senkrecht zu diesen ausgerichtet. Sie stellen die Strukturen der Magnetfelder dar, die senkrecht zu ihnen am klarsten wahrnehmbar sind. Das fanden sowohl die Forscher in Novosibirsk, in Moskau und in England Cyril Smith heraus. Es spricht einiges dafür, dass die Wahrnehmung von Strukturen ganz allgemein über zueinander senkrechte Ausrichtungen erfolgt. Das könnte der Grund sein, warum sich Nervenbahnen vom Gehirn aus und auch sonst überkreuzen.

Einige Eigenschaften dieser Felder möchte ich hier aufzählen, die vorwiegend von Cyril Smith gefunden und untersucht wurden.

Die Felder machen sich physikalisch durch Frequenzen und verschiedene Geschwindigkeiten in unterschiedlichen Materialien bemerkbar, sie werden reflektiert und können abgeschirmt werden. Aber ihre hervorstechende Eigenschaft ist ihre strukturierende Wirkung. Sie wirken als Regelfaktoren bei sehr geringen Feldstärken.


In Wasser strukturieren sie Kolloide, die als Kluster oder kohärente Bereiche bekannt sind. Diese Strukturen in Wasser und auch in organischer Materie, benötigen aber, um bestehen zu bleiben, magnetische Felder. Daher wird ihre Wirkung sehr leicht magnetischen Feldern zugeschrieben.

Diese Strukturfelder sind aber auch dort vorhanden, wo sich magnetische Felder kompensieren.

Wir reagieren ständig auf diese Felder, und das kann mit den Methoden des kineseologischer Muskeltests oder mit Wünschelrute und Pendel festgestellt werden.

Dabei macht sich bemerkbar, dass diese Felder auch psychisch als Gefühlslagen wahrgenommen werden und psychisch beeinflusst und sogar hervorgebracht werden können. Sie können mit Imaginationen auf Wasser übertragen werden. Das heißt: homöopathische Präparate lassen sich imaginativ herstellen.

Anmerkung von Mille: Das stimmt!!! Dabei sollte man wissen, dass Gefühlslagen immer Frequenzen sind. Frequenzen sind es dann, die sich auf das Wasser übertragen lassen. Die Speicherfunktion erhält das Wasser dadurch, weil im Wasser eine kolloidale Clusterbildung möglich ist, wobei das Wasser bei Körpertemperatur von ca. 36 ° C die höchste Labilität entwickelt. Dieses wiederum bedeutet dann, dass die Gefühlslagen, die IMMER durch eigengeistige Imagination entstehen, auf das Wasser übertragen und magnetisch gespeichert werden, und informative Strukturfelder bilden. In diesem Zusammenhang, nach Lage oder ständige Anwesenheit von eigengeistigen Vorstellungsbilder, entstehen dann im Negativen Krankheiten, oder im Positiven Gesundheit. Der Mensch ist somit in der Lage, über seine Imagination homöopathische Wirk-KRÄFTE zu produzieren und im Körperwasser zu speichern, die dann im Körper homöopathische Reaktionen erzeugen, wie es von der Arzneimittelprüfung von homöopathischen Präparaten her bekannt ist. Hom. Mittel werden immer durch Einnahme am gesunden Menschen getestet. Dabei entwickeln sich Symptome, die das Arzneimittelbild ergeben. Es ist dann hier die ständige Wiederholung -potenzierung- der geistigen Vorstellungsbilder, die letztendlich für chronische Krankheiten verantwortlich gemacht werden müssen. ( Aus meine Übersichtseite gibt das Thema: "Eigengeistige Ursachen- Ätiologie-" mehr Auskunft zum hier Erklärten.).     

Ich werde später noch etwas detaillierter auf die Forschungen von Cyril Smith eingehen, möchte aber zunächst die Forschungen der Russen und den von Alexander Gurwitsch gegebene Ansatz vorstellen:

In einer Zeitschrift, FUSION, erschien 1987 in Heft 4,5 und 6 ein Aufsatz von Dr. Michael Lipkind über das Lebenswerk des großen russischen Biologen Alexander Gurwitsch (1874-1956). Folgendes sei hier zunächst aus dem Vorwort in dieser Zeitschrift wiedergegeben: (Die Zeitschrift existiert nicht mehr und ich habe keine weiteren Daten dazu, W. Wagner).

Auszüge aus:

Alexander GURWITSCH
Ein Vorkämpfer für die geometrische Methode in der Biologie. (Michael Lipkind)

"Gurwitsch versucht die charakteristische Einheit eines lebenden Organismus mit Hilfe der Hypothesen des biologischen Feldes zu erfassen, das die einzelnen molekularen und zellulären Prozesse beeinflusst. Die Frage nach der genauen physikalischen Natur dieses einheitlichen Feldes lässt er zunächst offen. Das Feld dient ihm als Arbeitshypothese. Er stellt seine geometrischen Gesetzmäßigkeiten fest und benutzt es, um eine ganze Reihe von konkreten Aufgaben der Embryologie, Physiologie und Neurologie zu lösen.

Der aufmerksame Leser wird sehen, wie viel von den späteren Entdeckungen der modernen Biologie und Biophysik schon vor mehr als 30 Jahren (inzwischen 50, W. Wagner) von Gurwitsch geahnt und vorausgesagt worden ist. Dies gilt zum Beispiel bei der Behauptung von Gurwitsch, dass Moleküle im biologischen System sich in besonderen Nichtgleichgewichtszuständen befinden und dass wichtige Biomoleküle die charakteristische Eigenschaft haben, Lichtquanten niedriger Energie (z.B. im Infrarotbereich) zu absorbieren und die aufgesammelte Energie wieder in Quanten höherer Frequenz (z.B. Ultraviolett) abzustrahlen. Heute sind solche Mehrphotonenprozesse' ein wichtiger Gegenstand der Biophysik. Seine Vorstellungen vom biologischen Feld haben Gurwitsch immer wieder zu biophysikalischen Prozessen geführt, die in dem simplizistischen Mechanismus der herrschenden Biologie keinen Platz hatten.


Die aufregendsten und fruchtbarsten Ansätze von Gurwitsch sind aber sicherlich in der Anwendung seiner Theorie auf die Neurophysiologie enthalten. Hier begeht Gurwitsch nicht den grundlegenden Fehler, welcher leider in der modernen Gehirnforschung sehr geläufig ist: den höheren Geistestätigkeiten des Menschen Gewalt anzutun, um diese besser in primitive, mechanistische Gehirnmodelle einzupassen. Ganz im Gegenteil geht Gurwitsch von der Existenz des Bewusstseins, der Identität (des 'lch's) und vor allem der Freiheit der kreativen Synthese neuer Ideen und Vorstellungen aus und sucht über die Hypothese eines 'Gehirnfeldes' die Verbindung zwischen diesen Tätigkeiten und dem physiologischen Substrat des Gehirns zu etablieren.

Er kommt zu dem Schluss, dass die Vorstellung vom Gehirn als ein elektrisches Netzwerk von Neuronen (in Analogie zur elektronischen Rechenmaschine) notwendigerweise falsch und irreführend sein muss. Dabei antizipiert Gurwitsch viele moderne Entdeckungen der Neurophysiologie, wie zum Beispiel die Entdeckung von mehr als 100 verschiedenen 'Transmitter' Substanzen, die die neuronalen Funktionen ‚modulieren', und die immer klarer werdende Rolle der genetischen Veränderungen im Gedächtnis und anderen Gehirnprozessen.

Mögen diese genialen Ansätze, die den nächsten Gegenstand der Biologie, das menschliche Gehirn betreffen, viele Anstöße für die heutige Forschung geben!"

Aus einem langen Aufsatz von Michael Lipkind, FUSION Nr.3, Nr. 5/6, 1984 möchte ich nun noch eine Zusammenstellung charakteristischer Eigenschaften der morphogenetischen Felder nach Gurwitschs Ansatz geben.

 Jede Zelle ist eine Feldquelle, die aus dem Zellkern erzeugt wird.

Das Feld ist vektorieller Natur, die Vektoren sind zentrifugal von der Quelle nach außen gerichtet.

Die Erzeugung des Feldes steht mit ganz bestimmten Zellkernprozessen in Verbindung, nämlich solchen, die mit der Erzeugung von 'Chromatin' zusammenhängen. Die Wahl von Chromatin für die Erzeugung der Feldquellen ist nicht so willkürlich, wie es erscheinen mag, sondern vom biologischen Verständnis her recht naheliegend: Die exakte Erbfolge des Chromatins durch den gesamten Lebenszyklus und Vererbungsvorgang ist nämlich ebenso bekannt wie seine unglaubliche Stabilität in vivo, die sich beispielsweise im Fall starker Unterernährung beweist.

Es gibt elementare ‚Blitze' des erzeugten Feldes, die mit Ereignissen im Chromatinmetabolismus zusammenhängen. Es wird angenommen (jedoch nur unverbindlich), dass diese Ereignisse mit der Verbindung von Chromatin mit gewissen Proteinarten zusammenhängen. Die Gesamtzahl solcher Blitze pro Zeiteinheit (der Rate) wird als Feldstärke bezeichnet und hängt unmittelbar von der Intensität des Chromatinmetabolismus (und somit auch vom allgemeinen Zellmetabolismus) ab.

Die mit chemischen Vorgängen zusammenhängenden elementaren Blitze des Feldes können nur auftreten, wenn diese Vorgänge innerhalb der Einflusssphäre eines bereits existierenden Feldes erfolgen. Das ist im wesentlichen Ausdruck der Erbfolge von Prozessen in lebenden Systemen, oder anders ausgedrückt, die Erklärung des gleichen Prinzips, das zuvor W. Harbey mit den Worten 'omne vivum ex ovo' und Louis Pasteur mit der Unmöglichkeit der Urzeugung von Leben formuliert hatten.

Die vom Zellkern ausgehenden Feldvektoren resultieren aus der momentanen statistischen Gesamtzahl elementarer Blitze des Feldes. Deshalb ist die Feldstärke ein dynamischer Parameter, der empfindlich auf die metabolischen Veränderungen reagiert.
Das elementare Feld ist räumlich anisotrop. Dieses ist das wichtigste Postulat. Es bedeutet, dass eine isodynamische Oberfläche, auf der alle Vektoren gleich sind, nicht kugelförmig ist, sondern die Form eines Ellipsoids hat. Die Anisotropie des Ellipsoids kann durch das Verhältnis seiner drei Hauptachsen ausgedrückt werden. Sie ist artspezifisch und als invariante Artenkonstante anzusehen. Eine unendliche Anzahl verschiedener Achsenverhältnisse ist möglich und überdeckt die mögliche Anzahl aller potentiellen Arten.

Der Feldvektor besitzt in Abhängigkeit von der Feldquelle ein gewisses Dekrement (das Feld wird schwächer, W.W.). Es ist sinnvoll anzunehmen, dass der Wert (der Länge) des Vektors quadratisch von der Entfernung zur Feldquelle abhängt; die genaue Abhängigkeit muss jedoch empirisch festgestellt werden. Trotz dieser Abnahme wird der Einfluss des Feldes nicht durch die Zellgrenzen begrenzt; es wirkt über die Ursprungszelle hinaus in andere Zellen hinein. (Der Vektor gibt an jedem Ort Stärke und Richtung des Feldes an.)

Die Feldvektoren beeinflussen angeregte Proteinmoleküle, das heißt solche, die gerade einen Teil metabolischer Energie aufgenommen haben und in den angeregten Zustand gelangen, indem sie einen Teil der molekularen Anregungsenergie in
gerichtete kinetische Energie umwandeln. Die Richtung dieser Bewegung wird dabei vom Feldvektor bestimmt. Sie drückt sich entweder in einer unmittelbaren Bewegung des angeregten Proteinmoleküls längs des Vektors oder in einer Deformation des Moleküls aus, das vom Feldvektor in ganz bestimmter Weise ausgerichtet wird. Dies ist insbesondere dann der Fall. wenn diese sich im Zustand stabiler Polymerisation befinden. Das Feld ‚arbeitet' also gegen die chaotische Bewegung der Proteinmoleküle.

Die Intensität des Feldes an einem beliebigen Punkt (die Länge des Vektors an diesem Punkt) bestimmt, welcher Anteil der Anregungsenergie des Moleküls in gerichtete kinetische Energie umgewandelt wird. Das Verhältnis von E(sub)d : E(sub)r, wobei E(sub)d die gerichtete kinetische Energie und E(sub)r die gesamte Anregungsenergie des Moleküls ist, gibt diesen Anteil an. Die Intensität des Feldes hängt nicht von der vorhandenen Menge des Chromatins ab, sondern von dessen Durchsatz.

Die Vektoren verschiedener Feldquellen können geometrisch zusammengesetzt werden, und der resultierende Vektor wird durch die Richtung des kinetischen Anteils der gesamten molekularen Anregungsenergie am Fußpunkt des Vektors bestimmt, Deshalb ist in jedem Teil des Embryos, der aus einer Anzahl von Zellen besteht, die entsprechende Anzahl der Feldquellen ein integrales aktuelles Feld, welches das Resultat der geometrischen Zusammensetzung aller Vektoren der verschiedenen Quellen ist. In dieser Zusammensetzung trägt selbstverständlich sowohl die Feldstärke (eine Funktion der metabolischen Aktivität und der Entfernung von der Feldquelle) als auch die Anisotropie des Feldes (das Verhältnis der Kernachsen) zum Wert des resultierenden Vektors bei.

Obwohl die Frage nach der Natur des biologischen Feldes von diesen Postulaten nicht berührt wird, wollen wir diesbezüglich zwei grundlegende Feststellungen anfügen.

Gurwitschs biologisches Feld kann nicht auf eines der bekannten physikalischen Felder reduziert werden: Es ist eine Eigenheit, die ausschließlich lebenden Systemen innewohnt. Nach Postulat Nummer 5 wird der elementare Blitz des biologischen Feldes nur durch ein bereits existierendes Feld induziert; deshalb muss dem Feld eine Erbfolge zugrunde liegen, und es kann nicht de novo entstehen. Hierin drückt sich deutlich das vitalistische Prinzip aus.

Gurwitschs biologisches Feld ist nicht energetisch. Das bedeutet, dass keine räumliche Energie in der Feldquelle fokussiert ist. Der Feldvektor wandelt lediglich einen Teil der metabolisch angesammelten Energie im angeregten Protein in gerichtete
kinetische Bewegungs- oder Deformationsenergie um. Die Energie am Wirkungspunkt wird nicht vom Feld geliefert, sondern der Feldvektor setzt die lokal angesammelte Energie an dieser Stelle frei."

(Hierzu möchte ich bemerken, dass ich dem unter 12. bzw. 5 angeführtem vitalistischen Prinzip nicht zustimmen würde, sondern annehme, dass hier kosmische Felder wirken. Das geht auch aus den russischen Forschungen hervor, über die im Folgenden berichtet wird. Sehr wichtig ist aber 13., dass das Feld nicht energetisch ist, sondern die Energie aus dem Metabolismus, also dem Stoffwechsel nimmt.)

Zu Gurwitsch möchte ich noch etwas aus einem Buch von Peter Gariaev anfügen.

Peter Gariaev '???????? ???????????? ???', der Wellengenetische Kod' (Moskau 1997): [6]

"Die Entschlüsselung des Inhalts der DNS und der hauptsächlichen Einflüsse auf die formbildenden Vorgänge der Embryogenese beleuchteten nur um so schärfer das, worauf zu seiner Zeit A. G. Gurwitsch aufmerksam gemacht hat, indem er berechnete, dass die Beladung der Gene viel zu hoch ist, und dass darum unausweichlich der Begriff des biologischen Feldes, als eine raumzeitliche, markierende Struktur, eingeführt werden müsse, "... dessen Eigenschaften ... formal physikalischen Vorstellungen entliehen sind" [5]. Als ein solches elementares Feld muss, - nach Gurwitsch -, ein den Chromosomen äquivalentes Feld erscheinen. Und weiter: " ... Das Chromatin erhält seine 'Aktivität', - d.h. es erscheint als Träger des aktiven Feldes -, nur im Zustand eines Nichtgleichgewichtszustands aufrecht. Hier zeigt sich die Vorausschau, Chromosomen als aufgepumpte Laser im typischen Nichtgleichgewichtszustand zu verstehen.

Eine Idee, die dem nahe kommt fanden wir auch bei A.A. Ljubischew in seiner Arbeit aus dem Jahre 1925 "Über die Natur der Erbfaktoren". Er schreibt: "Die Gene erscheinen nicht als lebende Wesen, nicht als Stückchen von Chromosomen, nicht als molekulare, autokatalysatorische Fermente, nicht als Radikale, nicht als physikalische Strukturen, nicht als von materiellen Trägern hervorgerufene Kräfte; wir sollten die Gene als nichtmaterielle Substanzen*1 erkennen, analog dem embryonalen Feld nach Gurwitsch, aber als Potential. Und weiter: " ... Das Zusammenspiel der Erbfaktoren und der Chromosomen ist analog zu der Beziehung zwischen Materie und Gedächtnis nach Bergson ... Die Gene im Genotyp bilden kein Mosaik, sondern eine harmonikale Einheit, analog einem Chor."


Über drei Jahre kam ein anderer unserer russischen Vorläufer, W.N. Beklemischew, in seiner in Perm durchführten Arbeit 'Methodologie der Systematik', zu eben derselben Vorstellung. Um dem realen Formbildungsprozess (der Embryogenese) näherzukommen, muss unausweichlich die Idee übernommen werden, dass Musik und Sprache als eine Art Vektoren genetischer Tätigkeiten wirken. Und in Musik und Sprache " ... existieren 'anatomische' Eigenschaften (möglicherweise als Zeichenstadien), die die Tonhöhe, die Intensität des Lauts, Obertöne und anderes mehr bestimmen, möglicherweise auch Beschreibungen der einzelnen Stadien und formale Darstellungen eines Prozesses in seiner Gesamtheit. ... Die Elemente der Musik sind dem Formbildungsprozess bei weitem tiefer verwandt, als es auf den ersten Blick erscheint. Zwischen beiden Prozessen fallen Unterschiede auf: die Veränderungen in einem sich entwickelnden Körper sammeln sich an, die Veränderungen im Strom der Musik wechseln ohne Spuren zu hinterlassen. Aber im Wesenskern der Entwicklung erscheint in der Musik ein ästhetischer Eindruck; er wächst und entfaltet sich unter dem Einfluss der Klangprozesse. Es ist der Formbildungsprozess eines komplexen geistigen Organismus... . Was erscheint nun von letzterem analog im Organismus von Tieren und Pflanzen?" Lenkt denn nicht der Fluss der formbildenden Erregungen, der durch die Individualität des Ganzen geregelt wird, auch die Morphogenese der Teile?

Die Ideen der russischen Biologen Gurwitsch, Lubischew und Becklemischew sind enorme geistige Errungenschaften, die ihrer Zeit weit voraus eilten. Der Kern dieser Gedanken bildet eine Triade.

Die Gene sind dual - sie sind Substanz und Feld gleichzeitig.

Die Feldäquivalente der Chromosomen umreißen den raum-zeitlichen Organismus und steuern damit zugleich die Entwicklung der Biosysteme.

Die Gene verfügen über ästhetisch-bildhafte und sprachlich regulatorische Funktionen.

Die zeitgenössische Molekularbiologie, Genetik und Embryologie hat, indem sie einen großen Weg der Entwicklung des Lebens aufgezeigt hat, eine bestimmte Schleife zum Verständnis des Wesens des Lebens vollendet. Dieser war zutiefst materialistisch, genau gesagt, auf die Substanz gerichtet.

Auch dann, als die Substanz - die DNS - im Detail studiert war, und als so genannter genetischer Kode erschlossen war, erwies sich dies als wenig klar. Das Schlüsselproblem der Biologie, - die Aufeinanderfolge der Generationen, die Vererbung, die Embryogenese -, waren nicht entschlüsselt, ja mehr noch, man fand sich tatsächlich in einer Sackgasse höchsten Grades. Die jetzige Situation erinnert an die Lage der klassischen Physik zu Anfang des 20. Jahrhunderts, als mit der Entdeckung der Elementarteilchen die materielle Substanz gleichsam verschwunden war. Es blieb nichts übrig, als etwas, was man mit dem unbestimmten Begriff 'Energie' benannte. Je genauer in der Biologie die DNS als Teilchen, als DNS-RNS-Eiweiß verstanden wurde und dieses als das zentrale Dogma angenommen wurde, desto weiter entfernten wir uns vom Verständnis der strategischen Wirkung des Genoms beim Aufbau des Biosystems. Wenn man aber in der Physik ernsthaft die Wirklichkeit paradoxer Qualitäten vertritt, wie: 'hier und dort gleichzeitig', 'Welle und Teilchen in Einem', 'das Elektron in Resonanz mit dem ganzen Weltall', 'das Vakuum, das Nichts, das jedoch alles erschafft' usw., so steht der Biologie noch ein ähnlicher Weg bevor, und er wird bei weitem schwieriger werden. Tatsächlich haben wir diesen Weg schon betreten, als wir uns rechtzeitig an die Gedanken Gurwitschs, Lubischews und Becklemischews erinnerten."


Soweit ein Auszug aus dem Buch 'Der wellengenetische Kod'.

Und nun folgen Auszüge aus dem Vortrag, den Peter Gariaev 1999 gehalten hat. [7]

Ich hoffe, dass es eine Idee davon vermittelt, dass es hier um etwas geht, das die Grenzen der heutigen Genetik bei weitem überschreitet, und Gefahren ahnen lässt, die sich unsere Wissenschaftler wohl nicht träumen lassen.


Auszüge aus:


DIE QUANTEN-NONLOCALITÄT DES GENOMS ALS WESENTLICHER FAKTOR
FÜR DIE MORPHOGENESE VON BIOSYSTEMEN.


Peter Gariav, Georgij Tertishny

(Institute für die Wissenschaft von Regelvorgängen, Russ. Acad.Sci. - private Abteilung 'Biophoton'. Moscow)

(Übersetzung und Überarbeitung von Waltraud Wagner in Abstimmung mit Peter Gariaev)

 

 
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