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Übersetzt
von
Prof.
Dipl. Ing. Waltraud Wagner
Mit erweiternde
Anmerkungen und Kommentare von Mille Artifex auf den letzten Seiten.
MORPHOGENETISCHE FELDER:
WISSENSCHAFT NACH RUSSISCHEM KOSMOSVERSTÄNDNIS:
Trotz, oder vielleicht auch gerade wegen des in Russland
diktierten Materialismus hat sich an einigen Stellen in Russland eine Wissenschaft
entwickelt, die den Materialismus transzendiert. Wenig davon ist über die
Grenzen nach Westen gedrungen, obwohl die Wurzeln dieser russischen Wissenschaft
in einer Zeit beginnen, als der Materialismus in Russland noch nicht Fuß
gefasst hatte, d.h. bereits im frühen 20. Jahrhundert. Damals studierten
viele Russen in Deutschland, und es gab wohl auch einen entsprechenden Austausch.
Um zu verstehen, warum diese Erkenntnisse ignoriert wurden,
möchte ich zunächst etwas wiederholen, was ich schon im ersten Teil dieser
Folge geschrieben habe (Tattva, Heft 14):
"... ein Kosmosverständnis, das
auf der Erkenntnis beruht, dass alles, auch wir Menschen und jeder einzelne
Mensch, Teil eines alles durchdringenden und alles verbindenden Feldes ist,
steht dem herrschenden sozialen und wirtschaftlichen System entgegen. Auf
der Basis dieser Erkenntnis sind Tierversuche, Massentierhaltung, die Manipulation
und Giftbehandlung der Pflanzenwelt, die Verschmutzung und Vergiftung der
Gewässer, das Traktieren der Erde mit Bomben, Riesenmaschinen und Giften
nicht möglich. Ethische Proklamationen wären auf der Basis dieser Einsicht
überflüssig."
Grundzüge der russischen Kosmologie formulierte V. P.
Kaznatcheev, Leiter des 'Institute of General Pathology and Human Ecology,
Laboratory of Helioclimatology' :
"Die gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit ist
nur Teil und ein Element der kosmoplanetarischen Evolution lebender Substanz
im Weltraum und die Erscheinung des Menschen auf der Erde ist nur eine Episode
in einer komplizierteren Evolution des Universums. Das ist ein Naturgesetz
und kann nicht durch den Eingriff des Menschen geändert werden. Der Mensch
ist nicht berechtigt so zu handeln, als ob das Leben und die Welt ausschließlich
für ihn entworfen sind. Es ist nötig anzuerkennen, dass die Erscheinung
des Menschen und der Noosphäre auf unserem Planeten Teil eines universellen
sozialen kosmischen Systems ist. Meinungen und Sichtweisen, die von davon
ausgehen, dass die kosmische Umwelt ein potentieller Gegner und Feind ist,
müssen geändert werden. Wissenschaftliche und technische Bemühungen sollten
auf Suche nach einer freundlich gesinnten Gemeinschaft, sowohl im Weltraum
als auch auf der Erde gehen." [1]
Meine erste Begegnung mit russischen Wissenschaftlern
war bei Fritz A. Popp, dessen Biophotonenforschung auf den Theorien und
Forschungen von Alexander Gurwitsch und seinen Schülern, beruht. Damals
schickte mir Michael Lipkind seine Artikel über Arbeiten von Gurwitsch und
ich bekam auch die Kopie eines Buches über Helio-Geophysik. 1999 bereitete
ich dann ein Kontinentales Treffen des englischen 'Scientific and Medical
Network' in Deutschland vor. Dazu meldeten sich Alexander Trofimov aus Novosibirsk
und Peter Gariaev aus Moskau. Ich muss leider sagen, dass die englischen
Vertreter des Scientific and Medical Network nie etwas von dem veröffentlichten,
was die Russen zu sagen haben, obwohl ich mir mit Übersetzungen viel Mühe
gemacht hatte. Mir ist es nur zu verständlich, dass sich die Russen gekränkt
fühlten. Hatten sie doch gehofft, endlich gehört zu werden.
Mich faszinierten die von ihnen eingereichten Manuskripte
sofort, bereiteten mir aber auch Schwierigkeiten. Was z.B. ist Gelio-Geofisitscheski
oder Gypomagnetnich? Nun, es ist gar nicht schwer. Man muss nur einzelne
'Gs' durch 'Hs' ersetzen. Aber die Russen konnten nicht so gut Englisch
und ich nicht so gut Russisch.
Und was ist ein Kosyrev-Spiegel? Ein Raum bestimmter Maße
aus einer Aluminiumlegierung, im Magnetfeld der Erde ausgerichtet. Von Cyril
Smith wusste ich, dass Aluminium, aber auch Granit, morphogenetische Felder
reflektiert. So fragte ich nach, ob Stonehenge nicht vielleicht auch eine
Art Kosyrev-Spiegel wäre. Das wurde mir von A. Trofimov bestätigt. Und natürlich
musste ich auch an Wilhelm Reichs Orgon-Akumulator denken.
Oder wie ist in Peter Gariaevs
Artikel die Sache mit der genetischen Information zu verstehen, die 'non-local',
also 'nicht-lokal' auf drei Ebenen erscheint, davon eine materiell. Wir,
Peter und ich, haben den Text hin- und her diskutiert, Peter fand meine
Anmerkungen sehr gut, ich sollte sie unbedingt anfügen und mich als Mitautorin
angeben. Aber, um ehrlich zu sein, ich habe bis heute noch nicht ganz verstanden,
wie z.B. ich hier - sehr ortsgebunden - bin und doch 'nichtlokal' sein soll.
'Nichtlokal' bedeutet sogar, nicht in Raum und Zeit gebunden, hat also auch
etwas mit unserem zeitlosen Sein zu tun. Nur nach und nach verstehe ich
ein wenig mehr. (siehe auch in Tattva 14, S.26 der Briefwechsel zum Thema
Zeit).
Natürlich interessierte mich besonders die Beziehung zwischen
genetischer Information und Sprache. Und dann beobachtete ich, wie ich beim
Deutschsprechen überhaupt nicht nach Worten suche, sondern diese geradezu
aus dem Unterbewussten kommen lasse. Von Cyril Smith erfuhr ich dann, wie
man Wasser nur mit Gedanken oder richtiger mit Gefühlen 'informieren' kann.
Und schließlich sind unsere Gedanken ja auch mit Gehirnstromwellen verbunden
und steuern Stoffwechselprozesse.
Bevor ich nun Auszüge aus den Arbeiten der Russen und
von Cyril Smith bringe, möchte ich etwas wiederholen:
Gemeinsam sind den Forschungen dieser Wissenschaftler
jene Felder, die ich 'morphogenetisch' nenne weil sie ja wirklich die Strukturbildung
steuern. Diese Felder sind in der Quantenphysik durchaus in Sicht, den Physikern
aber oft nicht geheuer. Zur Zeit macht Anton Zeilinger (Österreich) aufwendige
Versuche, um nachzuweisen, dass zwei Photonen, wenn sie einmal mit einander
verbunden waren, über beliebige Entfernungen sofort, ohne Zeitbedarf, aufeinander
reagieren.
Natürlich geht es um dieselben Felder, über die auch Rupert
Sheldrake schreibt, oder doch noch andere?
Auf der Wirkung dieser Feldern beruht auch die Radionik,
zu der der Arzt Albert Abrams (1864 - 1924) die Grundsteine legte. In der
Tattva 14 wurde über Radionik berichtet, aber A. Abrams nicht erwähnt [2].
In den letzten Jahren haben auch
viele Wünschelrutengänger und Heiler Erfahrungen in der Nutzung dieser Felder
gesammelt - ohne große Kosten. Dabei ist einiges über ihre so wesentliche
Verbindung mit dem Leben herausgekommen, von der in der Wissenschaft selten
die Rede ist.
Gern werden diese Felder Lebensfelder genannt, aber sie
sind nicht nur mit dem Leben, sondern mit allem verbunden. Wie sollten sonst
wohl Steine heilend wirken können? Es gibt keine speziellen Lebensfelder.
Alles ist belebt, aber Wasser spielt eine besondere Rolle für das organische
Leben auf der Erde. In indianischen Kulturen ist man sich dessen übrigens
bewusst.
In der Wissenschaft werden oft Strukturen und Frequenzen
als Leben verstanden. Aber Leben ist Gefühl, Bewusstsein, Ratio. Leben ist
nicht gleich Strukturen und Frequenzen. Diese sind nur die Größen, in denen
sich Leben ausdrückt [3, 4].
Es handelt sich also nicht um elektromagnetische Felder
und auch nicht um Gravitationsfelder, obwohl alle diese Felder miteinander
verbunden sind. Aber die morphogenetischen Felder sind mit Magnetfeldern
verbunden und senkrecht zu diesen ausgerichtet. Sie stellen die Strukturen
der Magnetfelder dar, die senkrecht zu ihnen am klarsten wahrnehmbar sind.
Das fanden sowohl die Forscher in Novosibirsk, in Moskau und in England
Cyril Smith heraus. Es spricht einiges dafür, dass die Wahrnehmung von Strukturen
ganz allgemein über zueinander senkrechte Ausrichtungen erfolgt. Das könnte
der Grund sein, warum sich Nervenbahnen vom Gehirn aus und auch sonst überkreuzen.
Einige Eigenschaften dieser Felder möchte ich hier aufzählen,
die vorwiegend von Cyril Smith gefunden und untersucht wurden.
Die Felder machen sich physikalisch durch Frequenzen und
verschiedene Geschwindigkeiten in unterschiedlichen Materialien bemerkbar,
sie werden reflektiert und können abgeschirmt werden. Aber ihre hervorstechende
Eigenschaft ist ihre strukturierende Wirkung. Sie wirken als Regelfaktoren
bei sehr geringen Feldstärken.
In Wasser strukturieren sie Kolloide,
die als Kluster oder kohärente Bereiche bekannt sind. Diese Strukturen in
Wasser und auch in organischer Materie, benötigen aber, um bestehen zu bleiben,
magnetische Felder. Daher wird ihre Wirkung sehr leicht magnetischen Feldern
zugeschrieben.
Diese Strukturfelder sind aber auch dort vorhanden, wo
sich magnetische Felder kompensieren.
Wir reagieren ständig auf diese Felder, und das kann mit
den Methoden des kineseologischer Muskeltests oder mit Wünschelrute und
Pendel festgestellt werden.
Dabei macht sich bemerkbar, dass diese Felder auch psychisch
als Gefühlslagen wahrgenommen werden und psychisch beeinflusst und sogar
hervorgebracht werden können. Sie können mit Imaginationen auf Wasser
übertragen werden. Das heißt: homöopathische Präparate lassen sich imaginativ
herstellen.
Anmerkung
von Mille: Das stimmt!!! Dabei sollte
man wissen, dass Gefühlslagen immer Frequenzen sind. Frequenzen sind es
dann, die sich auf das Wasser übertragen lassen. Die Speicherfunktion erhält
das Wasser dadurch, weil im Wasser eine kolloidale Clusterbildung möglich
ist, wobei das Wasser bei Körpertemperatur von ca. 36 ° C die höchste Labilität
entwickelt. Dieses wiederum bedeutet dann, dass die Gefühlslagen, die IMMER
durch eigengeistige Imagination entstehen, auf das Wasser übertragen und
magnetisch gespeichert werden, und informative Strukturfelder bilden. In
diesem Zusammenhang, nach Lage oder ständige Anwesenheit von eigengeistigen
Vorstellungsbilder, entstehen dann im Negativen Krankheiten, oder im Positiven
Gesundheit. Der Mensch ist somit in der Lage, über seine Imagination homöopathische
Wirk-KRÄFTE zu produzieren und im Körperwasser zu speichern, die
dann im Körper homöopathische Reaktionen erzeugen, wie es von der Arzneimittelprüfung
von homöopathischen Präparaten her bekannt ist. Hom. Mittel werden immer
durch Einnahme am gesunden Menschen getestet. Dabei entwickeln sich Symptome,
die das Arzneimittelbild ergeben. Es ist dann hier die ständige Wiederholung
-potenzierung- der geistigen Vorstellungsbilder, die letztendlich für chronische
Krankheiten verantwortlich gemacht werden müssen. ( Aus meine Übersichtseite
gibt das Thema: "Eigengeistige Ursachen- Ätiologie-" mehr Auskunft
zum hier Erklärten.).
Ich werde später noch etwas detaillierter
auf die Forschungen von Cyril Smith eingehen, möchte aber zunächst die Forschungen
der Russen und den von Alexander Gurwitsch gegebene Ansatz vorstellen:
In einer Zeitschrift, FUSION, erschien 1987 in Heft 4,5
und 6 ein Aufsatz von Dr. Michael Lipkind über das Lebenswerk des großen
russischen Biologen Alexander Gurwitsch (1874-1956). Folgendes sei hier
zunächst aus dem Vorwort in dieser Zeitschrift wiedergegeben: (Die Zeitschrift
existiert nicht mehr und ich habe keine weiteren Daten dazu, W. Wagner).
Auszüge aus:
Alexander GURWITSCH
Ein Vorkämpfer für die geometrische Methode in der Biologie.
(Michael Lipkind)
"Gurwitsch versucht die charakteristische Einheit eines
lebenden Organismus mit Hilfe der Hypothesen des biologischen Feldes zu
erfassen, das die einzelnen molekularen und zellulären Prozesse beeinflusst.
Die Frage nach der genauen physikalischen Natur dieses einheitlichen Feldes
lässt er zunächst offen. Das Feld dient ihm als Arbeitshypothese. Er stellt
seine geometrischen Gesetzmäßigkeiten fest und benutzt es, um eine ganze
Reihe von konkreten Aufgaben der Embryologie, Physiologie und Neurologie
zu lösen.
Der aufmerksame Leser wird sehen, wie viel von den späteren
Entdeckungen der modernen Biologie und Biophysik schon vor mehr als 30 Jahren
(inzwischen 50, W. Wagner) von Gurwitsch geahnt und vorausgesagt worden
ist. Dies gilt zum Beispiel bei der Behauptung von Gurwitsch, dass Moleküle
im biologischen System sich in besonderen Nichtgleichgewichtszuständen befinden
und dass wichtige Biomoleküle die charakteristische Eigenschaft haben, Lichtquanten
niedriger Energie (z.B. im Infrarotbereich) zu absorbieren und die aufgesammelte
Energie wieder in Quanten höherer Frequenz (z.B. Ultraviolett) abzustrahlen.
Heute sind solche Mehrphotonenprozesse' ein wichtiger Gegenstand der Biophysik.
Seine Vorstellungen vom biologischen Feld haben Gurwitsch immer wieder zu
biophysikalischen Prozessen geführt, die in dem simplizistischen Mechanismus
der herrschenden Biologie keinen Platz hatten.
Die aufregendsten und fruchtbarsten
Ansätze von Gurwitsch sind aber sicherlich in der Anwendung seiner Theorie
auf die Neurophysiologie enthalten. Hier begeht Gurwitsch nicht den grundlegenden
Fehler, welcher leider in der modernen Gehirnforschung sehr geläufig ist:
den höheren Geistestätigkeiten des Menschen Gewalt anzutun, um diese besser
in primitive, mechanistische Gehirnmodelle einzupassen. Ganz im Gegenteil
geht Gurwitsch von der Existenz des Bewusstseins, der Identität (des 'lch's)
und vor allem der Freiheit der kreativen Synthese neuer Ideen und Vorstellungen
aus und sucht über die Hypothese eines 'Gehirnfeldes' die Verbindung zwischen
diesen Tätigkeiten und dem physiologischen Substrat des Gehirns zu etablieren.
Er kommt zu dem Schluss, dass die Vorstellung vom Gehirn
als ein elektrisches Netzwerk von Neuronen (in Analogie zur elektronischen
Rechenmaschine) notwendigerweise falsch und irreführend sein muss. Dabei
antizipiert Gurwitsch viele moderne Entdeckungen der Neurophysiologie, wie
zum Beispiel die Entdeckung von mehr als 100 verschiedenen 'Transmitter'
Substanzen, die die neuronalen Funktionen ‚modulieren', und die immer klarer
werdende Rolle der genetischen Veränderungen im Gedächtnis und anderen Gehirnprozessen.
Mögen diese genialen Ansätze, die den nächsten Gegenstand
der Biologie, das menschliche Gehirn betreffen, viele Anstöße für die heutige
Forschung geben!"
Aus einem langen Aufsatz von Michael Lipkind, FUSION Nr.3,
Nr. 5/6, 1984 möchte ich nun noch eine Zusammenstellung charakteristischer
Eigenschaften der morphogenetischen Felder nach Gurwitschs Ansatz geben.
Jede Zelle ist eine Feldquelle, die aus dem Zellkern erzeugt
wird.
Das Feld ist vektorieller Natur, die Vektoren sind zentrifugal
von der Quelle nach außen gerichtet.
Die Erzeugung
des Feldes steht mit ganz bestimmten Zellkernprozessen in Verbindung, nämlich
solchen, die mit der Erzeugung von 'Chromatin' zusammenhängen. Die Wahl
von Chromatin für die Erzeugung der Feldquellen ist nicht so willkürlich,
wie es erscheinen mag, sondern vom biologischen Verständnis her recht naheliegend:
Die exakte Erbfolge des Chromatins durch den gesamten Lebenszyklus und Vererbungsvorgang
ist nämlich ebenso bekannt wie seine unglaubliche Stabilität in vivo, die
sich beispielsweise im Fall starker Unterernährung beweist.
Es gibt elementare ‚Blitze' des
erzeugten Feldes, die mit Ereignissen im Chromatinmetabolismus zusammenhängen.
Es wird angenommen (jedoch nur unverbindlich), dass diese Ereignisse mit
der Verbindung von Chromatin mit gewissen Proteinarten zusammenhängen. Die
Gesamtzahl solcher Blitze pro Zeiteinheit (der Rate) wird als Feldstärke
bezeichnet und hängt unmittelbar von der Intensität des Chromatinmetabolismus
(und somit auch vom allgemeinen Zellmetabolismus) ab.
Die mit chemischen Vorgängen zusammenhängenden elementaren
Blitze des Feldes können nur auftreten, wenn diese Vorgänge innerhalb der
Einflusssphäre eines bereits existierenden Feldes erfolgen. Das ist im wesentlichen
Ausdruck der Erbfolge von Prozessen in lebenden Systemen, oder anders ausgedrückt,
die Erklärung des gleichen Prinzips, das zuvor W. Harbey mit den Worten
'omne vivum ex ovo' und Louis Pasteur mit der Unmöglichkeit der Urzeugung
von Leben formuliert hatten.
Die vom Zellkern ausgehenden Feldvektoren resultieren
aus der momentanen statistischen Gesamtzahl elementarer Blitze des Feldes.
Deshalb ist die Feldstärke ein dynamischer Parameter, der empfindlich auf
die metabolischen Veränderungen reagiert.
Das elementare Feld ist räumlich anisotrop. Dieses ist
das wichtigste Postulat. Es bedeutet, dass eine isodynamische Oberfläche,
auf der alle Vektoren gleich sind, nicht kugelförmig ist, sondern die Form
eines Ellipsoids hat. Die Anisotropie des Ellipsoids kann durch das Verhältnis
seiner drei Hauptachsen ausgedrückt werden. Sie ist artspezifisch und als
invariante Artenkonstante anzusehen. Eine unendliche Anzahl verschiedener
Achsenverhältnisse ist möglich und überdeckt die mögliche Anzahl aller potentiellen
Arten.
Der Feldvektor
besitzt in Abhängigkeit von der Feldquelle ein gewisses Dekrement (das Feld
wird schwächer, W.W.). Es ist sinnvoll anzunehmen, dass der Wert (der Länge)
des Vektors quadratisch von der Entfernung zur Feldquelle abhängt; die genaue
Abhängigkeit muss jedoch empirisch festgestellt werden. Trotz dieser Abnahme
wird der Einfluss des Feldes nicht durch die Zellgrenzen begrenzt; es wirkt
über die Ursprungszelle hinaus in andere Zellen hinein. (Der Vektor gibt
an jedem Ort Stärke und Richtung des Feldes an.)
Die Feldvektoren beeinflussen angeregte Proteinmoleküle,
das heißt solche, die gerade einen Teil metabolischer Energie aufgenommen
haben und in den angeregten Zustand gelangen, indem sie einen Teil der molekularen
Anregungsenergie in
gerichtete kinetische Energie umwandeln. Die Richtung
dieser Bewegung wird dabei vom Feldvektor bestimmt. Sie drückt sich entweder
in einer unmittelbaren Bewegung des angeregten Proteinmoleküls längs des
Vektors oder in einer Deformation des Moleküls aus, das vom Feldvektor in
ganz bestimmter Weise ausgerichtet wird. Dies ist insbesondere dann der
Fall. wenn diese sich im Zustand stabiler Polymerisation befinden. Das Feld
‚arbeitet' also gegen die chaotische Bewegung der Proteinmoleküle.
Die Intensität des Feldes an einem beliebigen Punkt (die
Länge des Vektors an diesem Punkt) bestimmt, welcher Anteil der Anregungsenergie
des Moleküls in gerichtete kinetische Energie umgewandelt wird. Das Verhältnis
von E(sub)d : E(sub)r, wobei E(sub)d die gerichtete kinetische Energie und
E(sub)r die gesamte Anregungsenergie des Moleküls ist, gibt diesen Anteil
an. Die Intensität des Feldes hängt nicht von der vorhandenen Menge des
Chromatins ab, sondern von dessen Durchsatz.
Die Vektoren verschiedener Feldquellen können geometrisch
zusammengesetzt werden, und der resultierende Vektor wird durch die Richtung
des kinetischen Anteils der gesamten molekularen Anregungsenergie am Fußpunkt
des Vektors bestimmt, Deshalb ist in jedem Teil des Embryos, der aus einer
Anzahl von Zellen besteht, die entsprechende Anzahl der Feldquellen ein
integrales aktuelles Feld, welches das Resultat der geometrischen Zusammensetzung
aller Vektoren der verschiedenen Quellen ist. In dieser Zusammensetzung
trägt selbstverständlich sowohl die Feldstärke (eine Funktion der metabolischen
Aktivität und der Entfernung von der Feldquelle) als auch die Anisotropie
des Feldes (das Verhältnis der Kernachsen) zum Wert des resultierenden Vektors
bei.
Obwohl die Frage nach der Natur des biologischen Feldes
von diesen Postulaten nicht berührt wird, wollen wir diesbezüglich zwei
grundlegende Feststellungen anfügen.
Gurwitschs biologisches Feld kann nicht auf eines der
bekannten physikalischen Felder reduziert werden: Es ist eine Eigenheit,
die ausschließlich lebenden Systemen innewohnt. Nach Postulat Nummer 5 wird
der elementare Blitz des biologischen Feldes nur durch ein bereits existierendes
Feld induziert; deshalb muss dem Feld eine Erbfolge zugrunde liegen, und
es kann nicht de novo entstehen. Hierin drückt sich deutlich das vitalistische
Prinzip aus.
Gurwitschs biologisches Feld ist nicht energetisch. Das
bedeutet, dass keine räumliche Energie in der Feldquelle fokussiert ist.
Der Feldvektor wandelt lediglich einen Teil der metabolisch angesammelten
Energie im angeregten Protein in gerichtete
kinetische Bewegungs- oder Deformationsenergie
um. Die Energie am Wirkungspunkt wird nicht vom Feld geliefert, sondern
der Feldvektor setzt die lokal angesammelte Energie an dieser Stelle frei."
(Hierzu
möchte ich bemerken, dass ich dem unter 12. bzw. 5 angeführtem vitalistischen
Prinzip nicht zustimmen würde, sondern annehme, dass hier kosmische Felder
wirken. Das geht auch aus den russischen Forschungen hervor, über die im
Folgenden berichtet wird. Sehr wichtig ist aber 13., dass das Feld nicht
energetisch ist, sondern die Energie aus dem Metabolismus, also dem Stoffwechsel
nimmt.)
Zu Gurwitsch möchte ich noch etwas aus einem Buch von
Peter Gariaev anfügen.
Peter Gariaev '???????? ???????????? ???', der Wellengenetische
Kod' (Moskau 1997): [6]
"Die Entschlüsselung des Inhalts der DNS und der hauptsächlichen
Einflüsse auf die formbildenden Vorgänge der Embryogenese beleuchteten nur
um so schärfer das, worauf zu seiner Zeit A. G. Gurwitsch aufmerksam gemacht
hat, indem er berechnete, dass die Beladung der Gene viel zu hoch ist, und
dass darum unausweichlich der Begriff des biologischen Feldes, als eine
raumzeitliche, markierende Struktur, eingeführt werden müsse, "... dessen
Eigenschaften ... formal physikalischen Vorstellungen entliehen sind" [5].
Als ein solches elementares Feld muss, - nach Gurwitsch -, ein den Chromosomen
äquivalentes Feld erscheinen. Und weiter: " ... Das Chromatin erhält seine
'Aktivität', - d.h. es erscheint als Träger des aktiven Feldes -, nur im
Zustand eines Nichtgleichgewichtszustands aufrecht. Hier zeigt sich die
Vorausschau, Chromosomen als aufgepumpte Laser im typischen Nichtgleichgewichtszustand
zu verstehen.
Eine Idee, die dem nahe kommt fanden wir auch bei A.A.
Ljubischew in seiner Arbeit aus dem Jahre 1925 "Über die Natur der Erbfaktoren".
Er schreibt: "Die Gene erscheinen nicht als lebende Wesen, nicht als Stückchen
von Chromosomen, nicht als molekulare, autokatalysatorische Fermente, nicht
als Radikale, nicht als physikalische Strukturen, nicht als von materiellen
Trägern hervorgerufene Kräfte; wir sollten die Gene als nichtmaterielle
Substanzen*1 erkennen, analog dem embryonalen Feld nach Gurwitsch, aber
als Potential. Und weiter: " ... Das Zusammenspiel der Erbfaktoren und der
Chromosomen ist analog zu der Beziehung zwischen Materie und Gedächtnis
nach Bergson ... Die Gene im Genotyp bilden kein Mosaik, sondern eine harmonikale
Einheit, analog einem Chor."
Über drei Jahre kam ein anderer
unserer russischen Vorläufer, W.N. Beklemischew, in seiner in Perm durchführten
Arbeit 'Methodologie der Systematik', zu eben derselben Vorstellung. Um
dem realen Formbildungsprozess (der Embryogenese) näherzukommen, muss unausweichlich
die Idee übernommen werden, dass Musik und Sprache als eine Art Vektoren
genetischer Tätigkeiten wirken. Und in Musik und Sprache " ... existieren
'anatomische' Eigenschaften (möglicherweise als Zeichenstadien), die die
Tonhöhe, die Intensität des Lauts, Obertöne und anderes mehr bestimmen,
möglicherweise auch Beschreibungen der einzelnen Stadien und formale Darstellungen
eines Prozesses in seiner Gesamtheit. ... Die Elemente der Musik sind dem
Formbildungsprozess bei weitem tiefer verwandt, als es auf den ersten Blick
erscheint. Zwischen beiden Prozessen fallen Unterschiede auf: die Veränderungen
in einem sich entwickelnden Körper sammeln sich an, die Veränderungen im
Strom der Musik wechseln ohne Spuren zu hinterlassen. Aber im Wesenskern
der Entwicklung erscheint in der Musik ein ästhetischer Eindruck; er wächst
und entfaltet sich unter dem Einfluss der Klangprozesse. Es ist der Formbildungsprozess
eines komplexen geistigen Organismus... . Was erscheint nun von letzterem
analog im Organismus von Tieren und Pflanzen?" Lenkt denn nicht der Fluss
der formbildenden Erregungen, der durch die Individualität des Ganzen geregelt
wird, auch die Morphogenese der Teile?
Die Ideen der russischen Biologen Gurwitsch, Lubischew
und Becklemischew sind enorme geistige Errungenschaften, die ihrer Zeit
weit voraus eilten. Der Kern dieser Gedanken bildet eine Triade.
Die Gene sind dual - sie sind Substanz und Feld gleichzeitig.
Die Feldäquivalente
der Chromosomen umreißen den raum-zeitlichen Organismus und steuern damit
zugleich die Entwicklung der Biosysteme.
Die Gene
verfügen über ästhetisch-bildhafte und sprachlich regulatorische Funktionen.
Die zeitgenössische Molekularbiologie, Genetik und Embryologie hat, indem
sie einen großen Weg der Entwicklung des Lebens aufgezeigt hat, eine bestimmte
Schleife zum Verständnis des Wesens des Lebens vollendet. Dieser war zutiefst
materialistisch, genau gesagt, auf die Substanz gerichtet.
Auch dann, als die Substanz - die DNS - im Detail studiert
war, und als so genannter genetischer Kode erschlossen war, erwies sich
dies als wenig klar. Das Schlüsselproblem der Biologie, - die Aufeinanderfolge
der Generationen, die Vererbung, die Embryogenese -, waren nicht entschlüsselt,
ja mehr noch, man fand sich tatsächlich in einer Sackgasse höchsten Grades.
Die jetzige Situation erinnert an die Lage der klassischen Physik zu Anfang
des 20. Jahrhunderts, als mit der Entdeckung der Elementarteilchen die materielle
Substanz gleichsam verschwunden war. Es blieb nichts übrig, als etwas, was
man mit dem unbestimmten Begriff 'Energie' benannte. Je genauer in der Biologie
die DNS als Teilchen, als DNS-RNS-Eiweiß verstanden wurde und dieses als
das zentrale Dogma angenommen wurde, desto weiter entfernten wir uns vom
Verständnis der strategischen Wirkung des Genoms beim Aufbau des Biosystems.
Wenn man aber in der Physik ernsthaft die Wirklichkeit paradoxer Qualitäten
vertritt, wie: 'hier und dort gleichzeitig', 'Welle und Teilchen in Einem',
'das Elektron in Resonanz mit dem ganzen Weltall', 'das Vakuum, das Nichts,
das jedoch alles erschafft' usw., so steht der Biologie noch ein ähnlicher
Weg bevor, und er wird bei weitem schwieriger werden. Tatsächlich haben
wir diesen Weg schon betreten, als wir uns rechtzeitig an die Gedanken Gurwitschs,
Lubischews und Becklemischews erinnerten."
Soweit ein Auszug aus dem Buch
'Der wellengenetische Kod'.
Und nun folgen Auszüge aus dem Vortrag, den Peter Gariaev
1999 gehalten hat. [7]
Ich hoffe, dass es eine Idee davon vermittelt, dass es
hier um etwas geht, das die Grenzen der heutigen Genetik bei weitem überschreitet,
und Gefahren ahnen lässt, die sich unsere Wissenschaftler wohl nicht träumen
lassen.
Auszüge aus:
DIE QUANTEN-NONLOCALITÄT
DES GENOMS ALS WESENTLICHER FAKTOR
FÜR DIE MORPHOGENESE VON BIOSYSTEMEN.
Peter Gariav, Georgij Tertishny
(Institute für die Wissenschaft von Regelvorgängen, Russ. Acad.Sci. - private
Abteilung 'Biophoton'. Moscow)
(Übersetzung und Überarbeitung von Waltraud Wagner in
Abstimmung mit Peter Gariaev)
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