Susanne Kranepuhl & Sandra Zukunft
Standort: Le Cap Méchant
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Das Cap Méchant gehört zum sogenannten „Wilden Südosten“ der Insel. Hierbei handelt es sich um eine von Seefahrern gefürchtete Steilküste, an der schon viele Schiffe kenterten. Daher trägt das Kap die Bezeichnung „hinterhältig“. Das Meer wird durch den Südostpassat ständig gegen die Insel getrieben, was eine beträchtliche Erosionsleistung zur Folge hat. In diesem Bereich der Insel kann nun abhängig von klimatischen und reliefbedingten Gegebenheiten eine veränderte Nutzungsstruktur festgestellt werden. Insgesamt sind 26% der Fläche landwirtschaftlich nutzbar, von der wiederum 65% mit Zuckerrohr bestanden sind. Dabei sind die Anbaugegenden unregelmäßig über die Insel verteilt. Während sie im Nordosten der Insel bis in eine Höhe von 300m, im Norden bis 600m reichen, kann das Zuckerrohr im Westteil der Insel wegen der Trockenheit nur in Höhen zwischen 300m und 800m angebaut werden. Im Südwesten erfolgt der Anbau lediglich im küstennahen Bereich. Zwischen Saint-Philippe und Saint-Rose kann wegen der klimatisch ungünstigen Lage kein Zuckerrohr angebaut werden. Im Süden der Insel wird auf ehemaligen Zuckerrohranbauflächen mehr und mehr Obst- und Gemüseanbau betrieben. |