Madeleine Dubiel/Christiana Mühlner
Standort Grand Bassin
![]() |
Das Grand Bassin
ist ein ehemaliger Vulkankrater, der sich mit Wasser gefüllt hat.
Es ist ein heiliger Ort für die Hindus. Es gibt Tempel, Schreine
und Götterstatuen. Im Februar und März findet hier das größte
hinduistische Fest außerhalb Indiens statt, das Maha Shivaratree.
Nach der Tradition soll der See mit dem heiligen Ganges in Verbindung
stehen. Seinen Beinamen Ganga Talao (See des Ganges) erhielt er, als man
1972 tatsächlich Wasser des Ganges hineinschüttete. Bei dem
Fest pilgern viele Tausende zu diesem See. Mauritius war ehemalige französische
Kolonie und wurde dann von den Engländern übernommen. Dies hatte
auch Konsequenzen auf die ethnische Zusammensetzung.
|
1999 lebten etwa
1,174 Millionen Einwohner auf Mauritius, 1990 waren es erst 1,058 Millionen
Menschen. Davon sind 1,3 % Europäer (meist französischer Herkunft),
3 % Chinesen, die als jüngere Einwanderer im 19. Jahrhundert und
nach dem 2. Weltkrieg hierher kamen. Die Mehrheit mit 65 % sind indischer
Herkunft. Sie sind vor allem im 19. Jahrhundert eingewandert. Davon sind
etwa 75 % Hindus und 25 % Buddhisten. Der
Rest mit etwa 30 % sind Creolen, gemischt aber meist afrikanischer Herkunft.
Sie sind die ältesten Einwohner der Insel. Sie kamen durch die Sklaverei
der Holländer und Franzosen auf die Insel. In Zahlen gesehen sind
das etwa 13.000 Europäer, 700.000 Inder, 30.000 Chinesen und 300.000
Creolen. Als Mauritius 1814 an England wechselte, wurde die Sklaverei
bis 1833 beibehalten. Die Migration wurde auch mit der Abschaffung der
Sklaverei nicht gestoppt. Mit dem so genannten „Kuli“ - Import
brachte man bis 1910 etwa ½ Millionen Menschen auf die Insel. Sie
wurden aufgrund des Arbeitskräftemangels aus China und Indien angeworben.
Es gab allerdings kaum einen Unterschied zu den Verhältnissen in
der Sklaverei. Viele starben schon auf der Reise oder wurden durch eingeschleppte
Krankheiten wie Malaria und Cholera dahingerafft. Die Lebensbedingungen
verbesserten sich zunehmend. Es wurden Wohnungen gebaut, Mindestlöhne
gezahlt und bessere medizinische Verhältnisse gewährleistet.
|
|