Andrea Srugies & Matthias Seidel
Standort: Albion Fisheries Research Centre, Albion
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Das Albion Fisheries
Research Centre ist das einzige Büro des 1980 gegründeten Ministry
of Fisheries an Cooperatives. Das Center wurde 1982 gegründet und
erhielt bis 1986 den heutigen Gebäudekomplex in Albion, an der Westküste
der Insel etwa 14 Kilometer südlich von Port Louis. Seine vornehmlichen
Aufgaben liegen in der Entwicklung und dem Management der Fischereiwirtschaft,
dem Schutz mariner Ressourcen, der Entwicklung von Aquakulturen und dem
Management der Küstenregionen. Dabei kommt der Registrierung statistischer
Daten der Fischerei auf Mauritius eine besondere Rolle zu. Alle Importe
und Exporte, sowie die einheimische Fischerei werden kontrolliert. Dabei
wird auch steuernd und entwickelnd eingegriffen, in dem zum Beispiel die
rund 2000 einheimischen Fischerfamilien bei schlechter Witterung finanziell
unterstützt werden oder die Abgabe illegaler Netze durch finanzielle
Anreize gefördert wird. |
Aber auch die Beschränkung von Fischfangquoten bietet Möglichkeiten. Ebenso werden Untersuchungen zur Verbesserung der Aquakulturtechniken, wie die Produktion von Larvalstadien der „shrimps“, „seabreams“ und „mud crabs“ durchgeführt und für die Fischzucht in Süßwasser- und Salzwasserkulturen. Weiterhin wird ein Monitoring der Küstenökosysteme durchgeführt, dazu zählt vor allem die Ermittlung der Artendiversität (Rifffische, Seegrasarten,...), aber auch chemische (NO3-, PO42-, CSB, O2, Schwermetalle) und bakteriologische Untersuchungen des Meerwassers in den Vor- Rückriffen sowie in den Lagunen. Zusätzlich zu den Wässern werden in den Mündungsbereichen auch Sedimentproben untersucht. Dazu kommen Beobachtungen zum Beispiel zu den Sedimentationsraten und den Riffkrankheiten, wie der Korallenbleiche. Auch werden zwei marine Schutzparks unterhalten, der Blue Bay Marine Park und der Balaclava Marine Park mit einer besonders interessanten Biologie. Eine besondere Rolle spielt die Identifikation giftiger Fischarten, die auf Grund des Verzehrs von Mikroalgen deren Toxizität übernehmen und dem Menschen gefährlich werden können. Allgemein können die persönlichen Auskünfte des Albion Fisheries Research Centre auf Fragen der Exkursionsgruppe als dürftig bezeichnet werden. Auf Fragen zu Umweltproblemen an den Küsten von Mauritius wurde allein der Hafenbereich von Port Louise, mit erhöhten Nährstoffkonzentrationen angegeben. Es wurde immer wieder auf die Angaben in den Annual Reports des Minstrys verwiesen, die mit etwa zweijähriger Verzögerung jährlich ab 1997 veröffentlicht werden. Das die Werte der Annual Reports von 1998 und 1999 eine positive Beurteilung der Wasserqualitäten und ökologischen Verhältnisse an den mauritianischen Küsten nur bedingt zulassen, kann aus dem Kapitell 4 des Vortrages „Korallen und Küstenökosysteme“ vom 19.09.2001 ersehen werden. Es existieren keine gemeinsamen Projekte oder eine sonstige Zusammenarbeit mit der CWA (Central Water Authority), die sich mit dem Monitoring der Grundwasser- und Oberflächenwasservorkommen auf Mauritius beschäftigt. Es besteht demnach kein Interesse daran die Schadstoffquellen für die marinen Ökosysteme zu ermitteln und zu beheben. |
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| Standort: Petite Riviere Bay | |
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An diesem Strandstandort wurde
der Vortrag „Korallen und Küstenökosysteme“ gehalten.
Dabei wurden die Biologie und die ökosystemaren Verhältnisse
der Korallenriffe, Mangrovenwälder und Seegraswiesen dargestellt.
Ein besonderer Schwerpunkt wurde auf die Gefährdungen der verschiedenen
Küstenökosysteme gelegt. Prof. Frühauf brachte ein, dass
durch Messungen eines Studenten des hallischen Geographieinstitutes in
einem Flusseinzugsgebiet auf Mauritius, bestätigt werden konnte,
das die Eintragsgrenzwerte für Nährstoffe (NO3-, PO4-2) ganzjährig
überschritten werden.
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