Über mich

 

Erst mal möchte ich mich vorstellen. ich heiße Stefan Lombardi. Aber das habt ihr ja schon an meiner Homepage gemerkt. Geboren bin ich am 05 November in Köln. Also bin ich 22 Jahre jung oder alt. Sucht es euch aus. Ich glaub beschreiben muss ich mich jetzt echt nicht. Ist ja ein Foto da. Meine Hobbies sind: Sport jeglicher Art. Z.B Fußball. ( Aber nicht so gerne ) Basketball, m laufen, Baseball u.v.m dann schreib ich noch gerne. Meine erste Kurzgeschichte hab ich 1997 geschrieben. Und seid dem schreib ich so gut wie immer. Selbst Gedichte schreib ich. Damit hab ich 200 angefangen. Warum? Dazu kommen wir später. Glaub das war es. Jetzt werde ich euch etwas von meinem Leben schreiben. Vielleicht fange ich mal so an. Ich bin nicht so gesund, wie ich auf dem Foto aussehe. Als ich drei Monate alt war, bekam ich eine sehr starke Hirnhautentzündung. Dadurch ist mein Hinterkopf zusammengewachsen. Durch das Rückenmark läuft das Gehirnwasser ab. Aber bei mir war es leider nicht mehr der Fall. Also legten die Ärzte in meinem Kopf eine Dränage. Die vom Kopf ab in die Blase geht. Leider ist dieses Ding auch mal verstopft, kaputt oder muss verlängert werden. Da ist der Weg zum Krankenhaus dann auch nicht weit. Aber freiwillig hab ich es nie gemacht. Das könnt ihr mir glauben. Jedenfalls habe ich durch diese Dränage eine Schwerbehinderung von 80%  Aber sonst lebt es sich damit ganz gut. Ich kann umsonst mit Bahn und Zug fahren. Okay, nicht ganz umsonst. Im Jahr 60 Euro.

Mit Sieben begann mein erster Schultag. ( Das war 1990 ) Ich hoffte nur, das diese Vier Jahre schnell vorbei waren. Ich hatte das Gefühl, das die Lehrerin was gegen mich hatte. Wenn ich Hilfe brauchte, kam sie nie., Aber zu den anderen ging sie dann sofort wenn sie riefen.

Endlich war die Grundschulzeit vorbei. Und ich kam auf die Gesamtschule. Vielleicht bekam ich da mehr Beachtung. In dieser schule waren Kinder mit Handicap und ohne in einer Klasse. Mit mir waren es drei Kinder. Da war der Alex. Er konnte seine Beine nicht durchstrecken. Was das Mädel hatte, dass wusste ich nie so genau. Ich glaube eine Lernbehinderung. Diese Klasse war schon anders. Aber trotzdem gab es Tage, wo ich dachte, das ich nicht dazu gehörte. So gut es ging, überspielte ich es. Dadurch wurde ich dann auch aggressiv. Oh man, war ich schlimm. Ich hab jedem e4ine verpasst, der mich auch nur schief ansah. Aber erwischt hat mich niemand. Und wenn doch, war es klar das nicht ich sondern der andere war angefangen hat. Für die Lehrer war ich der Engel der Klasse. Nur weil ich ruhig war . selbst bei den Klassenfahrten hielt ich mich im Hintergrund. Wusste ja nicht, ob sie mich dabei haben wollten oder nicht. Und wenn ich Beachtung von den anderen haben wollte, gab ich was aus. Nur um beachtet zu werden. Ich wollte ja dazu gehören. Und wenn man Geld hat, dann geht das sehr leicht. Ich wusste, das es falsch war. Aber was sollte ich tun? Aber als es mal drauf ankam, stand die ganze Klasse hinter mir. Das überraschte mich ehrlich gesagt. Gehörte ich doch dazu und hab es all die Jahre nicht gemerkt? Oder war es nur der Klassenzusammenhalt? Ich weiß nur eins, die letzten beiden Jahre in dieser Klasse waren die Besten. Im Dezember 1999 starb mein Großvater. Das hinterließ in meinem leben eine Riesen Lücke. Er war mehr als nur ein Großvater. Für mich war er die Bezugsperson überhaupt. Mein bester Freund. Mit ihm redete ich über alles. Es gab nichts, was er nicht von mir wusste. Und seid dem, habe ich niemanden mehr vertraut. Außer Vanessa. Irgendwie.  Ich war 17 als meine Eltern, meine Lehrer, mein Berufsberater und ich zusammen an einem Tisch saßen. Ich wusste nicht, was mich erwartet. Nur als mein Lehrer der Meinung war, das ich ausziehen sollte, wurde meine Mutter ganz Blass. Aber dann erklärt uns meine Lehrerin das ich in ein Berufsbildungswerk ( BBW ) gehen sollte. Weder ich noch irgendein andere in diesem Raum kannte Maria Veen ( So hieß es ) geschweige denn, wo es genau lag. Man wusste nur, das es im Münsterland war.  Mir gefiel dieser Gedanke echt nicht. Und meiner Mutter genauso wenig. Aber man versicherte uns, das ich dort meine Ausbildung machen könnte. Selbst das überzeugt mich nicht. Wobei meine Mutter schon ins schwangen kam. Aber sie versicherte mir, das ich nicht gehen müsste wenn ich nicht wollte. Und ich wollte nicht. Und so war das Thema für mich durch. Ich sprach auch mit niemanden darüber. Selbst Vanessa verheimlichte ich es. Obwohl ich hier zu diesem Zeitpunkt echt alles erzählt habe. Ein paar tage nach meinem Gespräch hatte Alex auch so eins. Er sollte ebenfalls in ein BBW. Aber nach Hagen. Und er hatte genau soviel Lust wie ich. Irgendwann sprach meine Mutter mit Vanessa darüber und sie setzte alles daran, das wir dort hin gehen. Das taten wir dann auch gegen unseren Willen. Aber ich bin jemand, der sein versprechen hält. Und ich habe Vanessa versprochen, das ich ein Jahr durchziehe. In diesem Moment war ich so sauer auf meine Mutter, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. ich fraget mich, was mein Großvater mir wohl raten würde? Aber er hätte bestimmt gewollt, das ich dahin gehe. Also tat ich es auch. Aber vorher hatten wir noch am 14.06.02 unsere Abschlussfeier. Die dauerte die ganze Nacht. Ich war erst Morgens um neun zu Hause. Aber das war einer der wenigsten Momente wo ich mir sicher war, das ich ein teil der Klasse war. Am Mittwoch den 03.08.00 war es dann soweit. Meine Eltern fuhren mich ins BBW. Ich hasste meine Eltern dafür, das sie mich dort hin fuhren. Das ließ ich sie auch spüren. Ich r4de die ganze Fahrt über kein Wort mit ihnen. Sie hatten es einfach hinter meinem Rücken entschieden. Obwohl meine Mutter wusste, dass ich dagegen war. Den Grund hatte ich ihr nie genannt. Den wusste keiner. Bis heute nicht. Durch Vanessa lernte ich Daniela kennen. Unsere erste Begegnung war im Krankenhaus. Ich weiß nur, das wir uns ziemlich komisch ansahen. Man könnte sagen, wir haben uns gegenseitig studiert. Aber Daniela hatte irgendwas, was mich faszinierte. Sie war nicht wie Sanela und Johanna ( Die ich ebenfalls als erstes im Krankenhaus traf ) Daniela hatte was geheimnisvolles. Das konnte ich in ihren Augen sehen.

Jedenfalls kam ich an diesem Mittwoch in Maria Veen an. Und ich war immer noch fest entschlossen, nur diese eine Jahr zu bleiben.

( Ich kann leider nicht gut beschreiben also schaut einfach auf www.benediktushof.de )  Ich kam auf  2.6. meine Betreuer waren dort Isabela Bagh und Werner Höimg. Sie waren eigentlich sehr nett. Aber ich wollte einfach nicht mit ihnen reden. Meine Mutter erzählte ihnen meine ganze Krankengeschichte. ( Wie ich es gehasst habe, wenn sie drüber sprach ) Werner und Isabela erklärten uns genau, wie es in diesem BBW ablief. Aber ich hörte ihnen nicht ganz zu. Das einzige was ich in diesem Moment gut fand war, das wir die beiden duzten durften. Die Arbeitszeiten waren von 07:30 – 16:45 Aber dazwischen hatten wir genug Pause. Der Förderlehrgang bestand darin, das die Jugendlichen in innerhalb von drei Monaten verschiede berufe ausprobierten. Um zu schauen, wo sie ihre Ausbildung machen konnten. Dazu gehörten: Garten, Elektro, Elektromontage, Büro, Hauswirtschaft, Holz und Metall. Ich wollte nicht in den Garten. Das hatte ich von vornherein gesagt. Und was war, mein erster Arbeitstag war im Garten. Meine Eltern fuhren sehr früh nach hause. Was sollte ich machen? Aber ich vertiefe gerade. Und das will ich hier nicht. Das ist wieder eine andere Geschichte. Aber ich kann euch sagen, geschadet hat es mir nicht. Im Gegenteil, ich habe dort sehr gute Freunde fürs Leben gefunden. Die einem in jeder Lebenssituation zur Seite stehen. Aber was das beste war, ich traf dort meine große Liebe. Ihr Name war Elke Nur leider wollte sie am Anfang nichts von mir wissen. Sicher unternahmen wir beide viel miteinander. Aber sie sah mich nur als guten Freund. Ich hoffte, das sich das ändern würde.. Zum ersten mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl, dazu zu gehören. Und nicht irgendwo abseits zu stehen. Ich genoss es richtig dieses Gefühl. Niemand wurde dort ausgeschlossen. Und jeder bekam sofort seinen Spitznamen. ( Meiner war Itaka ) Manche würden es als Beleidigung nehmen. Aber ich nicht. Aber so durften mich ur die aus dem Internat nennen. Wie kann ich euch am besten das leben im Internat beschreiben? Crazy. Den kennt ihr bestimmt alle. Ihr könnt euch das ungefair so vorstellen. Okay ohne die Keksszene. Dort war so ein zusammen halt, den kannte ich vorher gar nicht. Ein Beispiel nenne ich euch. Es war im November 2001 ich absolvierte gerade in Köln mein Praktikum in einer Schreinerei. Ich sah Elke einen ganzen Monat nicht. Und das war das schlimmste für mich. Es war Donnerstag, der 29.11.01. mein letzter Tag im Praktikum. Elke wollte übers Wochenende zu ir kommen. Und ich nahm mir fest vor, das ich es noch mal versuchen würde. Da mein erster versuch daneben ging. Es war ein schöner tag. Bis ich eine SMS bekam auf dem stand, das Carsten gestorben sei. Ich konnte, und wollte es nicht glauben. Aber als ich noch zwei weitere Nachrichten bekam, blieb mir nichts anders übrig. Mir wurde schlecht. Carsten war ein guter freund und Arbeitskollege von mir. Leider starb er schon mit 19.  Ich ging aber wieder arbeiten. Und als ich Elke abholte, ließ ich mir auch nichts anmerken. Ich wusste, das am Montag, den 03.12.01 die Beerdigung im Emsland war. Da konnte ich mich von ihm verabschieden. Das war mir sehr wichtig. Aber leider durfte ich nicht mit. Ein Sicherheitskrud fehlte und so musste ich leider im Internat bleiben. Ich ließ mir den ganzen tag nichts anmerken. Aber Abends bei Elke im Zimmer. ( Das waren wir zusammen ) Fing ich an zu weinen. Ich konnte und wollte nicht mehr aufhören. Und endlich war mal einer da, der mich verstand und tröstete. Ich musste nichts sagen. Und das ist das, was ich hier in Köln vermisse. Jeder fragt nach dem Grund. Aber nicht dort. Das Internat hielt einen Gedenkgottesdienst für Carsten. Ich hielt es für meine Pflicht dort hinzugehen. Die Kapelle war bis auf den letzten Platz gefüllt. Leute mussten stehen. Ich war überrascht, das so viele Leute Carsten vermissten Elke hielt die ganze Zeit über meine Hand. Sie hatte wohl gemerkt, das mir das alles sehr nah ging. Ich sah, wie Jugendliche von einem Ende der Kapelle zum anderen liefen nur um zu trösten. An diesem tag war keiner alleine mit seiner Trauer. Das beste war, als wir alle die Kapelle verließen. Da wurden die beiden lieblingslieder von Carsten gespielt und wir standen in der Kapelle vorm Eingang und nahmen uns alle in den Arm. Wir standen dort und hielten uns fest. Keiner sprach ein Wort. Das war eine Situation von vielen, wo keiner allein war. ( ich vermisse Carsten immer noch )

An diesem tag war ich froh, das ich noch ein halbes Jahr dran gehangen hatte. Sonst hätte ich nie im Leben Elke kennen gelernt. Und so gute Freunde gefunden. Aber leider muss jeder mal gehen. Und bei mir war es ein Donnerstag der 31.01.02 meine Mutter du Sylvia kamen mich gegen 20:00 Uhr abholen An diesem Tag mussten viele Das Internat verlassen. Als ich ging, standen am Parkplatz 10 – 15 jugendliche die alle meine Freunde waren. Viel Tränen liefen. Aber Elke ließ es sich nicht anmerken, das sie weinte Es dauerte über eine Stunde, bis wir endlich los fuhren. Selbst als ich auf dem Heimweg war, wurde mir nicht klar, das ich nie wieder zurück ging. Klar, war ich bedrückt. Aber ich hatte es noch nicht realisiert. Ich wusste nicht wohin mit mir. Jetzt musste ich mir in Köln wieder was aufbauen. Obwohl ich dort geboren wurde, kam ich mir vor als wäre ich ein Fremder in dieser Stadt. Selbst meine Freunde waren mir fremd. Ich wusste noch nicht einmal, ob sie noch meine Freunde waren. So langsam aber sicher fiel ich wieder zurück in mein altes ich. Nur schlimmer. Ich sprach mit niemanden mehr über meine Probleme. Ich sehnte mich nach dem Internat. Dort wo meine waren Freunde waren. Wo man mich auch ohne Worte verstand. Daniela schlug mir vor, meinen Hauptschulabschluss auf einer Tages und Abendschule zu machen ( TAS ) Ich war sowieso arbeitslos. Also tat ich es. Es lief alles ganz gut. Wusste zwar immer noch nicht, wo ich bei den anderen stand aber ich hatte was zu tun. Ich beantragte Bafög. Das bekamen die Jugendlichen dessen Eltern kaum Geld hatten. So langsam hatte ich mich auch wieder in Köln eingelebt. Wusste zwar immer noch nicht genau, wer  meine Freunde waren, aber das störte mich nicht. Ich wusste ja, wo meine Freunde waren Und dann passiert was, was mein Leben komplett veränderte. Elke die Liebe meines Lebens starb ebenfalls an einem Donnerstag den 23.10.02. Ab diesem Tag fühlte ich mich einsam auf dieser Welt. Ich hatte in frühen Jahren meinen besten Freund verloren. Und jetzt meine große Liebe. Sie starb mit 21.

Was sollte ich tun? In diesem Moment hatte ich mir so gewünscht im Internat zu sein. Mehr als alles andere auf der Welt. Ich wollte nicht vor den anderen weinen. Aber ich konnte es nicht verstecken. Der schmerz war zu groß. Aber auf dieser Beerdigung war ich. Das konnte mir keiner nehmen. Nur Patrick und ich waren als Freunde geladen. Das ehrte irgendwie aber tat weh. Ich sprach mit niemanden über ihren Tod. Keiner wusste, was in mir vor ging. Selbst im Internat konnte ich nicht reden. Nach einiger zeit, gab ich mir die Schuld an ihrem Tod. Es dauerte lange, bis ich mein Bafög bekam. Aber es war eine fette Nachzahlung. Ich wusste auch genau, was ich damit machte. Ich wollte mir damit wieder Anerkennung holen. Ich bezahlte alles, was es zu zahlen gab. Ich wusste, das es falsch war. Aber ich brauchte Anerkennung. Und Geld geht so was einfacher. Es dauerte auch nicht lange, bis das ganze Geld weg war. Und es war nicht wenig. Wie schon erwähnt, gab ich mir die Schuld an Elkes Tod. Und ich tat alles daran, das mich die anderen verachteten. So konnte ich niemanden weh und. Ich wusste auch schon, wie ich das tat. Ich blieb kalt den anderen gegenüber. Gab ihnen das Gefühl, das sie mir egal wären. Und so brachen Daniela und Sanela den Kontakt fürs erste ab. Es dauerte noch nicht mal sechs Monate bis es passierte. Und so kam es, das ich die schon mal los war. Es war mir auch egal. Wir waren ja nicht im streit auseinander gegangen. Obwohl es meine Eltern dachten. Bzw. meine Mutter. Aber die verdrehte sowieso immer alles so, wie sie es wollte. Also gab ich es irgendwann auf, ihr es zu erklären. Hatte eh keinen Sinn. Etwa ein halbes Jahr nach Elkes Tod lernte ich bei Vanessa ein Mädel kennen. Sie war nicht gerade groß aber sie sah verdammt gut aus. Mir stoppte der Atem bei ihrem Anblick. Aber ich hatte Angst mich mit ihr einzulassen. Wusste nicht, ob ich schon bereit für eine Beziehung war. Ich machte mit ihr meine Späße. Das ging ja sehr gut sie war ja nur 1,42 cm und hieß Yvonne. Irgendwann im Mai 03 traute ich mich doch, und gab ihr einen Kuss Und ab da waren wir zusammen. Ich versprach Elke am Grab ein Buch zu schreiben. ( Das war schon immer unser beider Wunsch. ) Das tat ich auch in der zeit während ich mit Yvonne zusammen war. Es dauerte über ein Jahr, bis es fertig wurde. Aber es lohnte sich. Denk ich. Diese Beziehung dauerte neun Monate. Und ich muss gestehen, das es in dieser zeit kein Tag verging, wo ich nicht an Elke dachte. Sie fehlte mir so.  Und als ich dann noch Yvonne verlor, wuchsen meine Schuldgefühle immer mehr. Ich gab mir jetzt für alles die Schuld. An Elkes Tod, daran, das ich meine Freunde im Internat verlassen hatte und das die Beziehung mit Yvonne kaputt ging. Ich redete mir ein, das ich für niemanden ein gute Freund wäre und ich alle enttäuscht hätte. 3Diese Schuldgefühle ließen mich nicht in Ruhe. Sie verfolgten mich Tag und Nacht. Irgendwann hatte ich genug davon. Ich nahm meinen Hund, und ein Teppichmesser mit. Und den Rest könnt ihr euch denken. Das muss ich jetzt nicht schreiben. Ich machte es ziemlich lange und keiner hatte es je mitbekommen. Als Tarnung trug ich immer Pullovers auch wenn es draußen Dreißig Grad war. Irgendwann beschloss ich doch Pinki meiner besten Freundin im Internat davon zu erzählen. Ich wusste wie sie reagierte aber ich musste es loswerden. Oh man, war die Sauer. Aber ich hatte es verdient. Danach ging es wieder. Ich hatte es nie wieder getan. Vanessa brachte am 03.10.04 ihren Sohn Julian Luca zur Welt. Und ich war die ganze Zeit dabei. Aber auch das ist wieder eine neue Geschichte. Also abwarten. Nach Yvonne hatte ich nach langem wieder eine Freundin. Sie war Studentin und hatte eine Tochter die hieß Lena und war knapp Zwei Jahre jung. Ich erzählte ihr alles von Elke. Ich wusste nicht warum, es kam einfach so aus mir heraus. Der ganze Schmerz. Nichts aber auch gar nichts ließ ich aus. Ich erzählte ihr sogar, das ich mir das leben nehmen wollte. Ich sah echt keinen Sinn mehr in meinem Leben. Simone zeigte mir wieder, was leben ist. Und brachte mir wieder bei, das zu tun was ich wollte und zu sagen ,was ich denke. Das tat ich auch. Aber auch diese Betziehung war nicht von Dauer. Ich dachte ich hätte jemanden, der mich verstand. Jetzt habe ich Angst eine neue Beziehung einzugehen.

Yvonne fragte mich, ob ich noch Gefühle für Elke hätte. Und ob ich zurück nehmen würde wenn ich könnte. Es klang hart, aber es war die Wahrheit. Ich sagte ihr, das wir dann gar  nicht zusammen wären, wenn Elke noch lebte. Ich wollte Yvonne nicht anlügen. Und keiner kann von mir verlangen, das ich den Ring von Elke und mir abnehme. Er bedeutet mir zuviel. Klar sollte ich mit der Vergangenheit abschließen. Aber dieser Ring ist mein Andenken. Und das ist doch nicht verboten. Jedenfalls denke ich, das es schwer ist ein Frau zu finden. Sie würde vielleicht immer denken, das Elke zwischen uns stehen würde. Klar könnte ich nie wieder ein Mädchen so lieben wie Elke. Aber das heißt doch nicht, das ich überhaupt nicht mehr lieben kann. Sicher wird man aus mir nicht schlau. In einem Moment vergöttere ich den Boden auf dem meine Freundin geht. Und im anderem Moment ist sie mir egal. Das ist aber nur die Angst, wieder verletzt zu werden. Im September 2004 fing ich meine Ausbildung als Fachlagerist an. Leider über das Arbeitsamt. Aber besser als nichts. Jetzt arbeite ich beim OBI im Lager. Vorher war ich beim MAN Nutzfahrzeuge. Aber ich war den glaub ich etwas zu schnell. Ich hatte kaum was zu tun. Bis er mich ohne einen Grund entließ. Dann fing ich bei Peugeot an. Dort war ich so nervös, das ich nur Fehler machte beim Einlagern. Ich verdrehte die Zahlen. Und so musste ich auch dort gehen. Wobei sie mich übernommen hätten. Jetzt bin ich bei OBI. Keine Zahlen und kein Stress. Es läuft super. Die Leute sind nett und die Arbeit macht Spaß. Was will man mehr?

Es kann sein, das ich bei manchen Stellen vom Thema abgekommen bin. Dafür entschuldige ich mich jetzt schon mal. Und falls ihr irgendwelche Fragen zu dem Inhalt des textest habt, dann schreibt mir eine E-Mail pappabaerlombardi@web.de Oder über icq 291-994-563

Auf anfrage auch msn  

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