Familie Geckos ( Gekkonidae )

Es sind etwa 670 Arten der Geckos bekannt. Damit ist es nach den Skinken die zweitgrößte Echsenfamilie. Geckos sind in vielen Gebieten der Erde beheimatet. Sie bewohnen, je nach Art, Regenwälder, Wüsten und Trockengebiete. Einige der Arten sind in der Nähe menschlicher Ansiedlungen zu finden, manche kommen sogar bis in die Häuser. Geckos sind überwiegend nachtaktiv.
Die Größe der Tiere schwankt zwischen der Arten von 2,5 bis zu 60cm Länge. Alle Geckos haben sehr empfindliche Haut mit meistens sehr kleinen Schuppen. Geckos sind zur Autotomie befähigt. Das heißt, sie sind in der Lage, bei Angriffen ihren Schwanz abzuwerfen. Dieser wächst nach kurzer Zeit wieder nach, ist aber nur selten wieder so schön wie vorher . Der Schwanz dient den Echsen als wichtiger Fett- und Nährstoffspeicher.
Großer Madagaskar Taggecko (Phelsuma madagascariensis grandis)
(Taggeckos) leben ausschließlich auf Madagaskar und den umliegenden Inseln. Es gibt 38 Arten und 42 Unterarten, von welchen leider schon zwei ausgestorben sind. Sie sind alle, bis auf eine Ausnahme, (wie der Name schon sagt) tagaktiv, meistens grün gefärbt mit individueller Zeichnung und erreichen eine Größe zwischen 7-10cm und 26cm. Sie haben keine Augenlieder und müssen somit die Augen mit der Zunge befeuchten und reinigen. Eine Besonderheit der Taggeckos ist, dass sie in der Natur Blütennektar fressen und somit wie die Insekten zur Befruchtung einiger Pflanzen beitragen.
Grosser Madagaskar Taggecko

Leopardgecko (Eubelpharis macularius)
Der Leopardgecko stammt aus dem Bereich Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan und NW-Indien. Er bewohnt Felswüsten mit steinigen Böden und geringem Grasbewuchs. Er ist gelb bis violett gefärbt, mit schwarzbraunen Flecken. Die Schuppen auf dem Rücken sind tuberkelähnlich. An den Seiten ist die Beschuppung glatt. Leopardgeckos haben weder Haftlamellen noch Krallen an den Füßen. Der Schwanz ist meist weiß geringelt und fleischig. Wirft ein Leopardgecko seinen Schwanz ab, ist das Regenarat ( nachgewachsener Schwanz ) fast immer dunkler gefärbt. Der Kopf ist relativ lang im Vergleich zum Körper.
2 Leopardengeckos

Faltengecko
Die Faltengeckos stammen aus Südostasien, wo sie in den Regenwäldern zu hause sind. Sie erreichen eine Gesamtgröße von etwa 16cm. Durch ihre olivgrüne und braune Färbung sind sie besonders auf Korkeichen ausgezeichnet getarnt. Die Mimese dieser Geckos ist perfekt. Der Name bezieht sich auf zwei Hautlappen, die jeweils an den Flanken der Geckos sitzen. Die Hautlappen können ausgespreizt und zum Gleiten von einem Baum zum anderen genutzt werden. Wenn die Geckos am Boden laufen oder an Bäumen sitzen, klappen sie die Hautlappen unter den Körper. - eine weitere Besonderheit sind die Füße. Zum einen besitzen sie Krallen, die ihnen das Klettern auf rauhen Untergründen ermöglichen, zum anderen verfügen sie auch über Haftlamellen, wie sie auch die Taggeckos (Phelsumen) besitzen. Somit sind auch sehr glatte Untergründe kein Hindernis für die Faltengeckos.
Faltengecko
