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Bosseln ist ein typisch friesischer Sport, der sich aber mittlerweile
in ganz Deutschland steigender Beliebtheit erfreut. Die Idee
zu Bosseln wurde uns bei einem Ausflug nach Norddeutschland
(1993) näher gebracht. Beim Straßenbosseln kann man
viele angenehme Dinge vereinen - ein gemütlicher Spaziergang,
sportliche Betätigung und nette Unterhaltung. Es ist nicht
anstrengend und auch im hohen Alter noch genauso spannend und
unterhaltsam wie zu der Zeit, als wir vor 10 Jahren damit begonnen
haben. Ein Sport für Jung und Alt.
<=(Er war damals noch nicht dabei)
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Von unserem Spieleinsatz feiern wir einmal im Jahr ein Bosselfest.
Ein paar Hinweise:
Für das Straßenbosseln wird eine relativ einfache Technik
benötigt. Bosseln ist ähnlich wie Kegeln, jedoch mit dem
Ziel, die Kugel möglichst weit zu werfen. Die Technik des Bosselns
ist mit anderen Wurfdisziplinen vergleichbar. Der Werfer nimmt bei
einem Bosselwurf einen ca. 20m langen Anlauf, der mit einem Abwurf
endet, bei dem die Bosselkugel geworfen wird. Die Kugel (12,5 cm)
wird hierbei in der gesamten Hand gehalten. Jede Mannschaft wirft
mit einer andersfarbigen und möglichst auffälligen leicht
wiederauffindbaren Kugel.
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Gebosselt wird in schöner Landschaft,
auf abgelegenen Straßen oder geeigneten Wanderwegen. Das
Bosseln bietet den Vorteil, daß man es auf vielen guten
Nebenstraßen zu allen Jahreszeiten betreiben kann.Wichtig
ist, daß der Werfer die Beschaffenheit der Straße
kennt. Weiß er, welche Gefälle sie hat, kann er sich
darauf einstellen und dementsprechend werfen. Auf diese Beschaffenheiten
achtet aber meistens der Anzeiger, der dem Werfer entsprechende
Tips zuruft und entscheidet, auf welcher Seite der Straße
der Werfer anzulaufen und wie er zu werfen hat.
Bei Wettkämpfen unterscheidet man zwischen Standkampf, bei
dem immer von der gleichen Stelle abgeworfen wird, und den Wettkampft
auf Strecke. Der Wettkampft auf Strecke ist aber gebräuchlicher.
Hierbei bosseln zwei Mannschaften gegeneinander. Dabei hat jeder
Werfer 10 Würfe, die er hintereinander auf einer Strecke
wirft. Der Werfer, der nach Ablauf der 10 Würfe die meisten
Meter erzielt hat, hat gewonnen.
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Handelt es sich um ein Wettkampf zwischen zwei Bosselvereinen,
so wird auf einer ca 7 km langen Strecke gebosselt. Der Anlaufbeginn,
der An- und Ablauf sowie der Abwurf und das Aufsetzen der Kugel hat
innerhalb der Leitpfähle, Baumgrenzen und Grabengrenzen zu erfolgen.
Als geworfen gilt die Kugel, wenn sie die Abwurstelle nach dem Wurf
mehr als fünf Meter überschritten hat. Sollte der Abwurf nicht
innerhalb der angegebenen Begrenzung erfolgen, so ist der Wurf ungültig
und der nachfolgende Werfer muß wieder an der gleichen Stelle
abwerfen.
Nach den Anwürfen beim Start erfolgen die weiteren
Abwürfe an den Stellen, wo die Kugeln die größen Weiten
erreicht haben. Die jeweils zurückliegende Kugel wird im weiteren
Verlauf zuerst geworfen. Gelingt es der zurückliegenden Mannschaft
erneut nicht, an der gegnerischen Kugel vorbeizuwerfen, erhält
der Gegner einen Schoet. Kugelaufnahmepunkte und die Wiederanwurfstellen
sind zu markieren. Sobald die Kugel der zur Zeit führenden Gruppe
vollständig die Wende- oder Zielmarkierung überschritten hat,
darf die in Rückstand liegende Gruppe nicht mehr werfen. Bei der
Wendemarkierung wird umgeholt, die Gruppen tauschen dann die Abwurfstellen.
Und hinterher ? Entspannen und abkühlen !
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