Texte über den edlen Koran
Wissen aus den Koran
Es gibt drei Arten Wissen (Ilm) im Qur'an. Allah, der Erhabene ,informierte
niemanden über die erste Art. Die Wirklichkeit seiner Person (Zat) und seiner
Attribute und des Erklärens über Verborgene sind in dieser Kategorie. Die
zweite Art ist das geheime Wissen, das er zu seinen Propheten aufdeckte.
Propheten können diese zu denen aufdecken, die Allah, der Erhabene, wählt. Er
unterrichtete seinen Propheten, Friede sei über ihnen, die dritte Art des
Wissens, und befiehlt ihnen das Unterrichten dieses Wissen allen Gefolgschaft (
der Gemeinde, Ummat). Die dritte Art ist auch in zwei Kapitel unterteilt. Das
erste man wird nur durch Hören ( Mitteilung) erlernt. Wissen über das Jüngste
Tag (Qiyamat) ist von dieser Art.
Zweite wird erlernt, indem man beobachtet, überprüft, liest und seine
Bedeutung versteht. Wissen, das Glauben und Islam betrifft, ist in dieser
Kategorie. Sogar " Mujtahid " Imams könnten das islamische Wissen
nicht sicher verstehen welches durch das " Nass " ( Mitteilung ) nicht
ausdrücklich offenbar ist und zu unterschiedlichen Lehrmeinungen geführt hat.
So kamen verschiedene Schulen des Rechts (Madhhabs) in Bezug auf Praxis (Amal).
Die Deutung von denen, die welche die fünfzehn Wissenschaften anwenden
[Sprache, Dialekt oder Wörter (Lugat), Syntax (Nahv), Grammatik (Sarf), Etymologie (Ishtikak), Semantik (Ma'ani), Erklärung (Bayan), Verzierung der Rede
(Badi '), Lesung (Kira'at), Methodenlehre der Religion (Din Usul-i), islamische
Rechtswissenschaft (Fiqh), Grund oder Ursache der Enthüllung der Verses des
Qur'an (nuzul Asbab-i), das, Nasih- und Mansuhverse (aufgehobene Verse), Methodenlehre der islamischen Rechtswissenschaft (fiqh
Usul-i), Hadith und Weisheit des geistigen Inneren (Al-qalb Ilm.)] ,die oben erwähnt
werden, wird nicht Deutung (Tafsir) genannt aber stattdessen wird es "
Tawil " genannt, weil diese Bedeutungen sein eigenes Verständnis umfassen.
Das heißt, er wählt unter den vielen Bedeutungen eines aus, die zu ihm
offensichtlich ist. Wenn das, was er auswählt, nicht konform an das
literarische und offene Bedeutungen der Qur'anverse und der Hadiths oder zur
Konsensus (Ijma) ist , dann ist es unzulässig (Fasid). Das Buch Barika, beim
Erklären des Tanzverbotes schließt das folgende mit ein, ' wir werden nicht
befohlen , unsere Religionspraxis entsprechend den Deutung Büchern zu üben.
Von uns wird verlangt den Büchern des Fiqh (Rechtswissenschaft ) zu folgen ( in
Religionspraxis). '
Links: Über den Koran al karim ;
Wen soll man folgen ? (bezüglich Wissenserwerb in islamischen Wissenschaften)
Wenn du sagst, dass du kein Gelehrter (alim ) bist und fragst wie du dein Tun
und Worte im Einklang mit Schariah (islamischer Recht, Islam) bringen sollst, so
antworten wir . Folge einen gelehrten , der die Jenseitswege ( Religionswissen
)besser als du weiss und handle so wie er. Allah , der Erhabene, befiehlt dies
in Sura Nahl 43 :
'Wenn ihr es nicht wisst, fragt die Kundigen.'
Das heisst wenn ihr etwas nicht wisst bezogen auf Religionswissen fragt dies den
Wissenden in diesem Gebiet. Falls du nicht weißt welcher Gelehrter besser
gebildet ist, ist damit du dich an ihn in Religionsangelegenheiten richten
kannst, so werde ich dir die Eigenschaften solcher Gelehrter lehren.
Dass was er ( dieser Gelehrter ) über den Koran al karim und den Hadith al
scharif des Propheten ( salallahü aleyhi vesellem) berichtet ist wahr. Mit
solchen Gelehrten die Gesellschaft zu teilen ist erlaubt. Gelehrter ( alim )
nennt man den , der sich vor Allah, dem Erhabenen, sich fürchtet, seine
Handlungen nach Koran al karim und Hadith al scharif richtet, sich fernhält von
grossen und kleinen Sünden, sich vom zweifelhaften sich distanziert und religiöse
Abweichungen (Neuerungen, bidah) nicht macht. Dieser Person kennt Religions und
Jenseitswissen. Es ist notwendig, an sie zu glauben was sie über Religion
mitteilen , an deren Gesellschaften teilzuhaben und an denen zu orientieren.
Solche Gelehrter werden muti, adil, salih, fakih, scheich und murschid genannt.
[...] Wenn du mit diesen genannten Eigenschaften keinen Gelehrten findest , dann
folge einen anderen NICHT.
(Koran : Kehf ( die Höhle )/ 28 : "Und gedulde dich zusammen mit
denjenigen, die ihren Herrn morgens und abends anrufen - im Trachten nach Seinem
Wohlgefallen; und laß deine Blicke nicht über sie hinauswandern, indem du nach
dem Schmuck des irdischen Lebens trachtest; und gehorche nicht dem, dessen Herz
Wir achtlos für die Erinnerung an Uns machten, (und gehorche nicht dem,) der
seinen Gelüsten folgt und kein Maß und Ziel kennt.")
Einer der grossen Gelehrten, Scheichül Islam zur Zeit des des Kanuni Sultan
Suleyman ( bekannt als Suleyman II., der Prächtige ) Ahmed ibn Kemal Pascha
(1468-1534) in seinem Werk „Risale-i münire“ ( die türkische Übersetzung
unter dem Namen „Vesiletün necat“ in Istanbul 1980 gedruckt )
In einem ehrwürdigem Hadith heisst es: "Der den erhabene Allah sehr
liebt ist der der seine Religion (Islam) lernt und andere lehrt. Lernt
eure Religion von den Mündern der islamischen Gelehrten."
Der Gelehrter Muhammad Parisa schreibt in seinem Werk Risala-i qudsiyya : „
Die Leute fragten Yusuf al-Hamadani (gest.1141 ) : „ Was sollen wir machen
wenn wir keinen perfekten Rehber (grossen Gelehrten ) finden ?“ Er sagte :“
Liest jeden Tag deren Bücher.“
Seit
Die Wissenschaften und die Gelehrten
Der grosse Gelehrter Ebul Abbas-i Mursi pflegte in seinen Gesprächen zu beginnen mit "Mein Lehrer Meister Ebul Hasen-i Shazili sagte ...." oder "Mein Meister berichtete..." So fingen seine Worte an. Als jemand ihn fragte "Wieso überliefern sie nur von ihrem meister. Wieso erzählen sie nicht mit ihren eigenen Worten ?" Der Gelehrte antwortete :" Ich habe von Zuhause nichts mitgebracht. Was ich gewonnen habe hab ich im Dergach (Lernort der Studenten wo sie von ihrem Lehrer lernen) gewonnen. Das was ich von meinem Meister gelernt habe könnte ich sehr wohl mitteilen indem ich anfange mit "Allah sagte..." , "Der Gesandte Allahs sagte..." oder "ich sage..." aber ich halte mich an Adab (feines islamisches Benehmen), weswegen ich von Meister überliefere, der Mittel war wodurch ich meine Erziehung und Lehre erhielt. Wer nicht von seinem Scheich (Meister) berichtet und nur von sich aus redet in dem gibt es nichts Gutes. Der beste Gelehrte ist nicht der , der nur von sich aus redet und alle an sich binden möchte , sondern der der Mittler ist und überliefert. Unser Religion ist Religion des Naql (religiöse Überlieferung). Die Glaubenslehren, Anbetungsweisen (Beten, Fasten, Pilgern usw) bleiben stets gleich bis Jüngstem Tag. Sie verändern sich nicht." Der der sich an Naql sich hält wird aziz ( lieblich) der der ohne naql redet wird erniedrigt." (Übersetzt aus der Zeitung "Türkiye" 11.12.2002)
(Die Gefährten, ihre Nachfolger und grosse islamische Gelehrte achteten stets darauf dass sie ihren Lehrern den Vorzug gaben und mit Respekt das weitergaben was sie empfingen. Sie vergleichen die Gelehrten mit Spiegeln die das licht welches sie empfingen weiterreflektierten. Natürlich in gebieten wie Naturwissenschaften und Technik ist dies nicht so.)
Ob Mann oder Frau, für jeden Muslim ist es unentbehrlich von diesen (oben
genannten) acht Wissenschaften die Glaubenswissenschaft, die Rechtswissenschaft
und den Sufismus soweit zu lernen, soweit es nötig ist. Das wird auch auf Seite
323 des Buches Hadîka (Der Garten) und im Vorwort des Buches von Ibni Abidin
erwähnt.
Die Gläubigen bestehen aus zwei Gruppen:
1- Die Gebildeten
2- Die Ungebildeten.
Im Türkischen Buch Durr ul Jekta (Einzige Perle) steht folgendes: “Die
Ungebildeten, die von Regeln und Methoden der Wissenschaften, wie Morphologie,
Syntax und Literatur nichts wissen, sind nicht fähig, die Bücher der
Rechtswissenschaft zu verstehen. Es ist unentbehrlich für diese, nach den
Kenntnissen der Glaubens-und Rechtswissenschaft zu fragen und sie zu lernen.
Auch für die Religionsgelehrten ist es unentbehrlich, zuerst den islamischen
Glauben, danach die fünf Grundsätze des Islams anderen durch ihre Worte,
Predigten und Veröffentlichungen zu lehren. Es wird in den Büchern Sahîre
(Die Nahrung) und Tatarchaniyye mitgeteilt, dass es vor allem notwendig ist, die
Grundsätze des Glauben und die Glaubenslehre der Anhänger der Sunna zu lehren.
2) Rationale Wissenschaften: Sie bestehen aus zwei
Fächern: Naturwissenschaften und die Literaturwissenschaften. Es ist nicht für
alle Muslime unentbehrlich diese Wissenschaften zu erlernen. Jedoch ist es
unentbehrlich für alle Muslims von der Religionswissenschaften die Nötigen zu
lernen. Es ist unentbehrlich für bestimmte Moslems sich auf diesem Gebiet zu
spezialisieren. (aus : Islam und der Weg der Sunniten )
Die Europäer haben viele ihrer Kenntnisse und die Basis ihrer Wissenschaften
den islamischen Büchern entnommen. Als die Europäer sich die Welt flach wie
eine Platte und von einer Mauer umschlossen vorstellten, hatten die Moslems längst
entdeckt, dass sie rund ist und sich dreht. Sogar massen sie auf der Wüste
Sindschar in der Nähe von Mossul die Länge des Meridians. Die Bücher”
Scharh’ul-Mawâqif” und “Ma’rifatnâme” berichten ausführlich darüber.
Die Araber haben auf der Sindschar-ebene, in der Nähe von Mossul, den Meridian
gemessen und seine Länge mit großer Genauigkeit, wie heute berechnet. Der im
Jahre 581 (1185) verstorbene Nurüddin Batrûci war Professor der Astronomie an
der islamischen Universität von Andalusien. In seinem Buch “El-Hayât”
finden wir alle Grundsätze der modernen Astronomie. Als Galilei, Kopernikus und
Newton, die gewiß diese Bücher studiert hatten, behaupteten, dass die Welt
sich dreht, wurden sie von der katholischen Kirche heftig kritisiert und für
Ketzer gehalten. Galilei wurde wegen seiner Verteidigung der Lehre der
Erdumkreisung, wie bereits erwähnt, vor das Inquisitionsgericht gerufen und
gefoltert. Dagegen gab es in allen islamischen Hochschulen
naturwissenschaftlichen Unterricht. Die Madressen (Hochschulen) von Andalusien
haben der ganzen Welt in dieser Hinsicht den Weg gewiesen. ( aus 'Islam und
Christentum')
Fiqh ist die Grundlage der Religion.Ohne befriedigende Kenntniss in der Fiqh kann man die Gebote und Verbote der Religion nicht rechtens und gänzlich einhalten. Deswegen Fiqh beiseite lassend Tafsir und Hadithe studieren ist sehr zum Nachteil. Jeder Muslim muss zu erst seinem Kind das Glaubensbekenntnis, das Koranlesen, Gebetsverrichtung und islamische Ethik beibringen. Wissenschaften ist mit dem Ziel und Absicht zu erlernen Allahs Zufriedenheit zu erlangen und den Muslimen und den Menschen zu helfen zu dienen. Wissensererwerb für Hochmut, Ruhm und weltliche Ziele zu erlangen sollte nicht sein. Im Hadith-i sherif heisst es „Wer um weltliches zu erreichen Wissenschaft lernt erreicht weltliche Güter und Stellungen. Der Lohn im Jenseits wird das Höllenfeuer sein.“ Solch Wissen hat kein Nutzen. In einem weiterem Hadith-i sherif lesen wir „O mein Schöpfer ! Schütze mich vor unnützem Wissen ! “ Die islamischen Glaubenslehren und die Verbote (haram) zu lernen ist verdienstvoller als tausende Male die Sure Ihlas zu rezitieren. Fiqh-Studium ist noch wertvoller als hafiz zu sein, d.h den Koran auswendig zulernen. Hafiz sein ist wertvoller als zusätzliche (nafila) Anbetungsweisen.
Die islamischen Gelehrten
1. Absoluter Religionsgelehrter: Gelehrter, der seine eigene Rechtsschulgründen
darf i.B.: Müdschtehid-i Mutlak
2. Religionsgelehrter: Gelehrter, der Urteile fällen darf. Ein Religions-bzw.
Schriftgelehrter darf nur von einem Religions-bzw. Schriftgelehrten ein Zeugnis
für Gelehrtheit bekommen und soll nach seinem Wissen handeln. Ein
Religionsgelehrter muß zwanzig islamische Wissenschaften, achtzig Islamische
Hilfswissenschaften beherrschen und außerdem die Sozial und Naturwissenschaften
seiner Zeit so gut wissen, dass er den heiligen Koran auslegen kann. i.B.: Müdschtehid
3. Gelehrter für Koranauslegung: Müfessir
4. Hadithgelehrter: Muhaddis
5. Gelehrter für Glaubenswissenschaft: Mütekellîm
6. Gelehrter für Islamische Rechtswissenschaft: Rechtsgelehrter. i.B.: Fakich
7. Gelehrter für Islamische Mystik, innerliche Erkenntnisse: Mutasawwif.
Die Gefährten und Gelehrten (Lebensläufe und Informationen über die Gefährten
des Propheten und über die Gelehrten des Islam)
Links:
ÜBER DIE GEFÄHRTEN DES GESANDTEN ALLAHS UND DAS, WAS SIE DARSTELLEN
Enzyklopaedie der Islamischen Gelehrten (18 Bände, Türkisch) Band 1 ; 2 ; 3 ; 4
Die Stellung des Alim (Gelehrten) in
der Religion
Bibliographien :
„Geschichte der arabischen Literatur“ von Carl Brokelmann, (deutsch)
„Geschichte der arabischen Schrifttums“ von Prof.Dr. Fuat Sezgin,
(deutsch),1967
„Mewdu´at ül ulum“ , Kemaleddin Muhammed, (türkisch),1313 n. hedschra
gedruckt
„Miftah-us se´ade“ ,Tasköprüzade Ahmed Efendi , (arabisch)
„Keschf üz zünun“, Katib Celebi (arabisch-lateinisch ,in Leipzig 1835
gedruckt, 1700 ins französisch übersetzt),1941-1947 Istanbul veröff.
„Esma ül müellifin“ Ismail Pascha (arabisch), Istanbul, 1951 und 1955
gedruckt)
In diesen Werken werden zehntausende, hunderttausende Bücher und Gelehrte und
die verschiedenen Wissenschaften beschrieben.
Islamische Wissenschaften bestehen aus zwei Teilen :
Religionswissenschaften und Rationale Wissenschaften
I. Islamische hohe Wissenschaften
II. Islamische Sprachwissenschaften
I. Islamische hohe Wissenschaften sind acht:
1. Wissenschaft für Koranauslegung: Ilm-i Tefsîr
2. Hadithwissenschaft: Ilm-i Hadîs
3. Methodik der Hadithwissenschaft: Usûl-i Hadîs
4. Glaubenswissenschaft: Ilm-i Kelâm
5. Methodik der Glaubenswissenschaft: Usûl-i Kelâm
6. Rechtswissenschaft: Ilm-i Fikch
7. Methodik der Rechtswissenschaft: Usûl-i Fikch
8. Islamische Mystik [Islamische Sittlichkeit]: Tassawwuf
II. Dazu gehörende Sprachwissenschaften sind zwölf:
1. Morphologie: Sarf
2. Syntax: Nachw
3. Lexikologie: Lügat
4. Textlinguistik: Metn-i Lügat
5. Etimologie: Ischtikak
6. Wortbildung: Ischtikak-i kebîr
7. Stilistik: Inschâ
8. Redekunst: Bejân
9. ästhetische Sinnlehre: Bediî
10. Semantik: Belâgat
11. Wortbedeutungslehre: Meânî
12. Kunst der literarischen Stil: Kitâbet
Zu diesen zwanzig islamischen Wissenschaften gehören achtzig
Hilfswissenschaften.