Über Sufis und den Weg
Der grosse Islam-gelehrte Soziologe und Historiker Ibn Khaldun (gest. 1406)
berihtet über den Ursprung der Sufis in " Mukaddima" (aus:
Erkenntniss des Sufismus , Ibn Haldun, Dr. Herman Frank, 1884, Leipzig) :
"Was ihren (Sufitum) Ursprung anlangt, so hat der Weg, den diese Leute verfolgen, bei den Ältesten und Bedeutensten der (islamischen) Religionsgemeinschaft, nämlich der Zeitgenossen des Propheten und deren unmittelbaren und späteten Nachfolgern immer als der wahre und richtige Weg gegolten. Ursprünglich bestand sie in der eifrigen Erfüllung der gottesdienstlichen Handlungen, aus der ausschliesslichen Hingabe an Allah, ferner in der Abkehr von weltlichem Flitter und Tand, sowie in der Enthaltsamkeit in Bezug auf das, worauf die grosse Menge ihr Augenmerk richtet, wie Genuss , Besitz, Ehren, ferner darin, dass man sich zurckzieht von den leuten in die Einsamkeit, um sich der Verehrung Allahs zu widmen. Und dies war (ja) allgemein unter den Jüngern und frühesten Anhängern des Propheten. Aber nachdem im zweiten Zeitalter (2.Jahrhundert) und später der weltliche Sinn allgemein wurde und die Leute dazu neigten, sich in das weltliche Leben zu mischen, da wurden die thätigen Gottesverehrer mit dem besonderen Namen al-Sufija und al-Mutasavvifa benannt."
(Zitat Ende)
Die Sufis sagten, dass
es notwendig ist nicht nur Gebote und Verbote des Propheten (Friede sei
mit Ihm) sondern auch alle seinen Gewohnheiten und moralischen Prinzipien zu
beachten, um wahrer Moslem zu sein und richtig verstehen zu können, was im
heiligen Koran steht. Dafür ist folgendes erforderlich:
1) Armut (fakr): Dessen bewusst zu sein , dass man bei jeder Tat, für jedes
Ding ALLAH den Erhabenen benötigt. Niemand und Nichts kann irgendwie Dinge
erschaffen. Nur dient alles als Mittel für die Erschaffung von ALLAH dem
Erhabenen.
2) Asketische Frömmigkeit und Frömmigkeit ( Zühd und Taqwa ) : Bei jeder
Angelegenheit das auszuführen, was der Islam vorschreibt [sich in jedem Tun, in
jeder Handlung nach den Vorschriften des Islam zu richten], arbeiten, wobei man
alle Bestimmungen der islamischen Religion beachtet, Wohltat erweisen [Gutes
tun], seine Freizeit mit Gottesdienst verbringen. Das Wort „ Sufi “ wird
heute als „Sofu“ ausgesprochen und für fromme Menschen verwendet.
3) Gedenken, Schweigen und Rezitieren ( Tafakkur, Schweigen , Zikr ): Stets an
die Geschöpfe und die Gnaden ALLAH des Erhabenen denken, niemals nutzlos reden,
sich nicht in die Angelegenheit von anderen einmischen, mit keinem streiten, so
wenig wie möglich reden und andauernd den Namen ALLAHs wiederholen.
4) Zustand und Ehrenstelle ( Hal und Maqâm ):bedeutet durch das Licht das im
Herzen erscheint den Rang seiner gereinigten Seele wahrnehmen zu können und
wissen was einen zusteht.
Der erste berühmte Mystiker , Gelehrte des Tasawwuf ( Sufismus ) ist Hasan al -
Basri
(Friede sei mit ihm) (gest. 727 n. Chr.)...
...nach dem Glauben der Gelehrten des Tasawwuf, ist die wirkliche Existenz
(Wesen) nur ALLAH, der Erhabene. ALLAH ,der Erhabene ist die absolute Existenz ,
die absolute Güte und die absolute Schönheit. Er war ein verborgener Schatz
und wollte Sein Selbst bekannt machen. Das ist die Ursache dafür, dass ER das
Weltall und allen Wesen darauf erschaffen hat. Aber ER ist in keinem Geschöpf.
Kein Mensch kann die Eigenschaft der Gottheit begreifen. Er hat die
Eigenschaften des Menschen ähnlich Seinen eigenen Eigenschaften erschaffen.
Aber diese Ähnlichkeit ist sehr gering, so, dass die Eigenschaften, die der
Mensch besitzt, im Vergleich zu ALLAHs Eigenschaften erst einen Tropfen Wasser
aus dem Ozean bedeuten könnte. Das Ziel des Tasawwuf ist "himmlische
Erkenntnisse" (marifât-i ilâhiyye) zu erreichen, das heisst, die
Eigenschaften ALLAH des Erhabenen zu kennen . Es ist unmöglich, für den
Menschen, Seine Persönlichkeit zu kennen. Der Prophet (Friede sei mit
Ihm) sagte: „Denk nicht über ALLAHs Persönlichkeit nach. Denkt an die Segen
, die von Ihm kommen!“ , das heisst man braucht an Seine eigene Persönlichkeit
nicht zu denken, sondern an Seine Attribute und an die Segen, die Er den
Menschen gab und gibt. Einmal sagte er auch: „Wenn man daran denkt, wie ALLAH
ist, ist alles , was einem darüber in den Sinn kommt, nicht ALLAH.“ Die
Kapazität des menschlichen Verstandes ist beschränkt. Alles, was ausserhalb
der Grenze der menschlichen Verstandes steht, kann nicht begriffen werden. Kein
menschlicher Verstand und kein Gedanke kann verborgene Einzelheiten und Ursachen
über Kenntnisse der Religion ( dem Islam ) verstehen (Anmerkung: die
Nichtverborgenen kann man verstehen oder Teilsverborgene teils)
Über
Sufis
„Allgemein gesagt führt die Sache zu einer Nähe Allahs , die sich die eine
Gruppe annähhernd als Innewohnen (hulul), die andere als Vereinigung (ittihad)
und noch andere als Erlangung (wusul) vorstellt. All dies ist falsch. Wir zeigen
die Gründe in unseren Buch „al Maqsid al-asna“ ( „das erhabenste Ziel“)
...
„Allgemein ausgedrückt : Wem nicht etwas davon durch Schmecken
(islamisch-mystische Erfahrung) beschert ist, wird von der Wirklichkeit der
Prophetie nichts anderes als den Namen erfahren (oberflächlich kennen). Die
Wundertaten der Heiligen (Sufis) (karama oder keramet) stellen die ersten
Kennzeichen der Propheten dar. Dieses war der anfängliche Zustand des Gesandten
Allahs Muhammad – Segen und Friede sie auf ihm- als er zu dem Berg Hira ging ,
wo er mit seinem Schöpfer allein war und betete, so dass die Araber von ihm
sagten : „Muhammad liebt seinen Gott leidenschaftlich.“ Dies ist ein Zustand
, der von demjenigen als Wirklichkeit durch Schmecken empfunden wird, der sich
auf diesem Weg begibt.. Wem dieses Schmecken nicht selbst geschenkt wird, der
kann sich durch Erfahrung und Bericht anderer sich darüber vergewissern, wenn
er häufig mit ihnen ( den wahren Sufis, nicht Psydosufis) verkehrt, damit er
aus Indizien dies mit Sicherheit versteht. Wer auch immer an ihrer Gesellschaft
teilnimmt , gewinnt von ihnen diesen Glauben. Denn sie sind Leute , deren Gefährte
niemals unglücklich ist.. Wenn aber diese Gesellschaft nicht geschenkt wird,
der sollte durch eindeutige Beweise die Gewissheit der Möglichkeit dieses
Zustandes erfassen , wie wir dies in unserem Buch „ Adschaib al qalb“ (
„Die Wunder des Herzens“) aus dem „Ihya al ulumiddin“ („Widerauflebung
der Religionswissenschaften“) dargestellt haben. (S.47-48)
Imam Ghazali , aus “Der Erretter aus dem Irrtum“
Der Autor des Buches „Hadarat-ül kuds“ (Bedreddin Serhendi) schreibt in
der neunundneunzigster Seite :“ Ich studierte unter Imam Rabbani die Bücher
Buchari ( Hadithsammlung) , Mischkat ( Hadithe), Hidaye ( Rechtsbuch der
Hanafi-Rechtschule) und Scherch-i Mewakif ( Buch über die Glaubenslehren des
Islam ). Er förderte die Jungendlichen zum Studium der Wissenschaften. Er
pflegte zu sagen :„ Zuerst Wissenschaft dann Tarikat (Weg des Tasawwuf,Sufitum)“.
Als er sah ,dass ich mich vom Wissenschaft fernbliebt und dass ich Tarikat
genoss, hatte er Erbarmen und sagte : „Lies Bücher ! Lerne Wissenschaft ! Ein
unwissender Sufi wird zum Spielzeug des Satans“. Er sagte : “Rütbetül-ilmi
a´ler rüteb“ das heisst : Der höchste Rang ist der Rang der Wissenschaft (
Ilim )“.
Ahmed ibn Kemal Effendi, der große Gelehrte, der Scheich-ül-Islam, Friede sei
mit ihm, im Osmanischen Reich erklärte:
“Was der Scheich und sein Schüler zuerst tun sollten, ist, der islamischen
Gesetzgebung zufolgen. Das islamische Religionsgesetz bedeutet im allgemeinen
alles, was von ALLAH, dem Erhabenen, geboten und verboten ist. Der Prophet
(Friede sei mit ihm) teilte mit: “Ihr sollt denjenigen für einen Zauberer,
einen Lügner und einen falschen Führer halten, der die Menschen auf den
falschen Weg leitet und der sich der islamischen Gesetzgebung zuwider verhält.
Auch wenn ihr ihn in der Luft fliegen, auf dem Meer gehen oder in den Mund Feuer
nehmen und schlucken sieht.”
Seit dem 19 Jahrhundert n.Chr. und verstärkt ab 20 Jh.
sind sehr viele Psydosufis aufgetaucht die die Menschen verführen , missbrauchen
und ins Unglück gestürzen. Manche von ihnen kann man leicht erkennen manche aber
sehr schwer. Ein im Islam nicht sehr gut ausgebildeter Mensch kann sich täuschen
lassen. Da früher in den islamischen Reichen eine Art Auto-Kontrolle gab weil es
überall islamische Hochschulen es gab und sehr viele gebildete Muslime konnten
die Psydosufis nicht viel Anhänger finden und kaum Unheil anrichten. Heute nutzen sie
die Freiheiten aus. Wenn islamische Glaubenslehren, Recht und die die
Grundlagenwerke der Sufis sehr gut erlernt und studiert wird dann hat diese
Person das Kriterium womit er/sie inschallah echtem von unechtem Sufis
trennen kann. Dabei ist es auch ratsam zusätzlich zu Allah zu beten um nicht die
heimtückischen Fallen der Psydosufis zu reinzufallen.
In seinem Buch über Theosophie(Sufismus,Sufitum) “Erriyâdü’l-Tasawwufiyya”
beschreibt Seyyid Abdülhakim Arwasi die Thesophie(Sufismus) als “sich von
menschlichen Eigenschaften befreien, mit engelhaften Eigenschaften schmücken
und sich die göttliche Tugend aneignen.” Ebu Muhammed Dscheriri sagt:
“Sufismus heißt, sich mit guten Eigenschaften schmücken und alle schlechten
Eigenschaften zu verlassen.” Ebu Muhammed Dschariri Ahmed ibni Muhammed ibni
Hussejn, gestorben 311 (923 n.Chr.), war einer der größten Schüler von
Dschunaid al-Bagdad
Standardwerke des Tasawwufs:
„Das Elixier der Glückseligkeit“ Al Ghazali / Erschienen 1993 / Diederichs, München / Taschenbuch
Schlaglichter über das Sufitum, Abu Nasr al Sarrag ( kitab ul luma), 1990, übers. Richard Gramlich ( Eines der wertvollsten Standardwerke)
Die
Gaben der Erkenntnisse des umar as-suhrawardi, 1978,
"Das
Sendschriften al-Qusayris ueber das Sufitum " , Imam Qusayri,Überstetzer:
Richard Gramlich, Gerhard Boewering
Die
Nahrung der Herzen: Abu Talib al-Makkls Qut alqulub. Band 1-3
Muhammad
al- Gazzalis Lehre von den Stufen zur Gottesliebe.
von Richard Gramlich ,erschienen 1984
Islamische
Ethik, Ghazali
Die
Dogmatik Al-Gahzalis nach dem II.Buch seines Hauptwerkes
( "Ihya") H.Bauer,Halle,1912
Endless
Bliss Band 3 Imam Rabbani Ahmed Faruk Sirhindi ,Istanbul 1993,(grosse Teile des
„Maktubat“ in englisch in http://www.hizmetbooks.org/
Der
Erretter aus dem Irrtum, Gazzali (oder Ghazali), 1988 Hamburg,
übers.: Abd-Elsamad Abd-Elhamid
Elschazli
Briefe
und Reden der Abu Aamid M. Al-Ghazali, Freiburg, 1971,übers.: Krawalsky D.
Der
reine Gottesglaube, Ahmad Ghazali, 1983, Übersetzer Richard Gramlich, Wiesbaden
Hundertundeine
Geschichte aus dem Rosengarten , Scheich Sadi Übertragen von R. Gelpke. Zürich
"Das
Meer der Seele" Mensch, Welt und Gott in den Geschichten des Fariduddin 'Attâr.
Leiden: Brill, 1955
Frühislamische
Mystiker - Aus Fariduddin Attars Heiligenbiographie Castrum Peregrini Presse,
1984
Dass die Tariqas (wörtlich:"Weg" ,
Tasawwuf-orden bzw. -schule) verschiedene Namen haben heisst nicht, dass sie
unterschiedlich sind. Die Schüler der Walis (echte Sufis) haben um sich benennen
zu können und ihren Scheich loben zu können haben sie seinen Namen gegeben.
Die Tariqas sind hauptsächlich zwei : Dhikr-i hafi (leises rezietieren/Erinnern
Allahs Namen z.B "Allah" oder die Formel "Laa ilaahe ilallaah". Es ist allgemein
bekannt dass Dhikr im Islam erlaubt und verdienstlich ist.Dhikr geschieht mit
Herz und Zunge ) und Dhikr-i cehri (lautes Dhikr).
Das Erste geht auf Hazreti Ebu Bekir (Allahs Wohlgefallen auf ihn) (Erster Kalif
und ranghöchster Gefährter) wie Tayfuriyye, Yesewiyye, Medariyye, ursprüngliche
Bektaschiyye, Ahrariyye, Ahmediyye-i mudscheddidiyye und Halidiyye.
Dikr-i cehri kam über die zwölf (sunnitischen) Imame von Hazreti Ali (Allahs
Wohlgefallen auf ihn) (vierter Kalif und einer der grössten Gefährten). Vom Imam
Ali Reza (achter Imam) hat dies Ma´ruf Kerhi gelernt und
Über Cuneyd Bagdadi über verschiedene Schüler in verschiedene Äste übergegangen
:
Über Imam Ebu Bekir Schibli zu Kadiri und Schazili, Sa´di und Rifa´i - Orden
Über Ebu Ali Robdari über Ahmad Ghazali und Diya-üddin Ebu Nedschib Suhrewerdi
zu Kübrewiyye
Über Mimschad Dineweri widerum Ebu Nedschib Suhrewerdi
Über Hazreti Ali über Hasen-i Basri zu Edhemiyye davon Tschitiyye (oder Chistiyye)
Aus Rifaiyye entwickelte sich Bedewiyye.
Von Suhrewerdi über Rüknüddin
Muhammed Sedschahi zu Schems-i Tebrizi und Rükneddin Ibrahim-i zahid.
Vom ersteren kam Mewlewiyye zustande .
Vom zweiterem 1. Bayramiyye und davon Dschelwetiyye 2. Halwetiyye ( daraus
entwickelte sich Tidschaniyye) und Zeyniyye.
THE ORIGIN OF TASAWWUF
Sayyid 'Abdulhakim Effendi (rahmat-Allahi ta'ala 'alaih), who was the mujaddid of the fourteenth century of the Hegira, the refuge of the lovers of al-Haqq, the treasure of the Zahiri and batini knowledge, the indisputable proof of awliya', the master of 'arifin, the leader of muhaqqiqin, the elect of 'ubbad, the guide of rasikhin, the apple of Muslims' eyes, the expert in tasawwuf, the heir of Rasulullah (sall-Allahu ta'ala 'alaihi wa sallam), and whose books are documents and whose speeches were full of wisdom, wrote very concisely the definition, history, subject and terminology of tasawwuf in his Turkish work Ar-riyadu 't-tasawwufiyya. [Published by the Harbiyye Mektebi Matbaasi in Istanbul in 1341 (1923 A.D.).] He wrote in the preface:
"Since there is no superiority more honorable and more valuable than having attended the sohbat of our Prophet (sall-Allahu ta'ala 'alaihi wa sallam), those who had attained to that honor were called the Sahaba. Those who came after them were called the Tabiin because they followed (tabi') them in practice, and those who followed them were called Atba' at-Tabiin. After them, those who excelled in religious affairs were called zuhhad and 'ubbad. Thereafter, bidat' increased and every group called their leader zahid and 'abid. Those who were in the group of Ahl as-Sunnat protected their hearts from ghafla (forgetfulness of Allahu ta'ala) and secured the obedience of their nafses to Allahu ta'ala. This state of theirs was called tasawwuf while such a Muslim was called a sufi (Persian Sufi). These terms were first used at the end of the second century of the Hegira. The first one who was called a sufi was Abu Hashim Sufi of Kufa (rahimah-Allahu ta'ala). He was engaged in irshad (enlightenment, initiation) in Damascus and passed away in 115. He was the ustadh (master) of Sufyan ath-Thawri (rahimah-Allahu ta'ala), who passed away in Basra in 161 (778 A.D.). Sufyan said, 'If Abu Hashim Sufi had not been, I would not have known the Rabbani (Divine) realities. I had not known what tasawwuf was before I saw him.' The first tekke was constructed for Abu Hashim in Ramlah city. The saying, 'Breaking mountains into dust using a needle is easier than removing haughtiness from the heart,' belongs to him. He frequently said, 'I take refuge in Allah from useless knowledge.'
"The men of tasawwuf have been honored with a branch of knowledge in addition to that of the other scholars of Islam. This knowledge of theirs is the expression of the dhawq resulting from their combating with their nafses. When the branches of knowledge were begun to be transferred from the heart to written form, the superiors of the men of tasawwuf also began writing on this branch of knowledge. Haris ibn Asad al-Muhasibee (rahimah-Allahu ta'ala), who passed away in Basra in 241 (855 A.D.), gave extensive information on wara' and taqwa in his book Kitab ar-Ri'aya. Imam 'Abd al-Karim al-Quishayri (rahimah-Allahu ta'ala), who passed away in Nishapur in 376 (987 A.D. ), in his well-known Ar-risala, and Shihab ad-din 'Umar as-Suhrawardi (rahimah-Allahu ta'ala), who passed away in 632 (1234), in his 'Awarif al-Ma'arif, have given information on the rules of Tariqa and the wajd (ecstasy) and ahwal (states). Imam Muhammad al-Ghazali (rahmat-Allahi ta'ala 'alaih) explained in detail these two groups of teachings in his book Ihya'.
"As it is seen, the beginning of tasawwuf goes back to the beginning of the prophethood (nubuwwa, risala). The knowledge of tasawwuf is the product of understanding the realities of the heavenly religions. The marifas of Wahdat al-Wujud, which is a part of tasawwuf, should not be confused with the wahda which was deduced by the Buddhists and the Jews through reason and austerities. The former consists of the marifas comprehended through dhawq while the latter consists of the fancies produced by the mind. The heedless who have not tasted this dhawq think that the two are the same."
[Allahu ta'ala declares in the Surat adh-Dhariyat, "I have created genies and men so that they should perform 'ibada [for Me]." And 'ibadat, in its turn, will cause qurb and marifa. This means to say that men are commanded to become awliya', which is possible by observing the nafila (supererogatory) 'ibadat together with the fard ones and keeping away from the holders of bidat. The duties practiced on the way of tasawwuf are the 'ibadat which are nafila. Ikhlas, which is a condition for the acceptance of the fards, is attainable by doing these duties. The above-given information clearly shows that the Wahhabis' statement, "Tasawwuf has been adapted from Jews and ancient Greeks," is an atrocious lie and slander.]
Imam Muhammad Mathum al-Faruqi (rahmat-Allahi ta'ala 'alaih), who was a specialist in tasawwuf, great alim and leader of the awliya' of his time, wrote in the fifty-ninth letter of the second volume of his Maktubat:
"All the outward and spiritual perfections have been attained through Muhammad Rasulullah (sall-Allahu ta'ala 'alaihi wa sallam). The orders and prohibitions, which are outward, have been transmitted to us through the books written by our aimmat al-madhhahib. And the hidden knowledge pertaining to the heart and soul have been conducted through the great men of tasawwuf. It is written in the Sahih of al-Bukhari that Abu Huraira (radi-Allahu ta'ala 'anh) said, 'I filled two cups from Rasulullah (sall-Allahu ta'ala 'alaihi wa sallam). I have explained the contents of one of them. You would kill me if I disclosed the other.' It is also written in the Sahih of al-Bukhari that when 'Umar (radi-Allahu ta'ala 'anh) died, his son 'Abdullah (radi-Allahu ta'ala 'anh) said that nine-tenths of knowledge had died and, seeing that the listeners were confused, added that he meant not the knowledge of fiqh but the knowledge of knowing Allahu ta'ala. All the paths of tasawwuf come from Rasulullah (sall-Allahu ta'ala 'alaihi wa sallam). The superiors of tasawwuf have attained the ma'arif emanating from the blessed heart of Rasulullah (sall-Allahu ta'ala 'alaihi wa sallam) through their rehbers in every century. Tasawwuf was not made up by Jews or mutasawwifs. Indeed the terms fana', baqa', jadhba, suluk and sair-i ila'llah, which were used for attainments on the way of tasawwuf, were first used by the great leaders of tasawwuf. It is written in Nafakhat that Abu Said al-Harraz (radi-Allahu ta'ala 'anh) was the first one who used the terms fana' and baqa'. Then ma'arif of tasawwuf came from Rasulullah (sall-Allahu ta'ala 'alaihi wa sallam). The names for these ma'arif were given later. It is written in many books that, before he was notified of his prophethood, he had performed dhikr by heart. Tawajjuh (thinking deeply) towards Allahu ta'ala, the dhikrs of nafi (negation) and ithbat (affirmation) and muraqaba (mediation) existed during the time of Rasulullah (sall-Allahu ta'ala 'alaihi wa sallam) and the as-Sahabat al-kiram (radi-Allahu ta'ala 'anhum ajmain), too. Although the above terms had not been heard from Rasulullah (sall-Allahu ta'ala 'alaihi wa sallam), his frequent reticencies showed that he had those ahwal (pl. of hal, spiritual state). He declared, 'A little tafakkur is more beneficial than the 'ibadat of a thousand years.' 'Tafakkur' means '(exercise of) discarding absurd thoughts and meditating on the Reality.' Khidir ('alaihi 's-salam) taught 'Abd al-Khaliq al-Ghunjdawani (rahmat-Allahi ta'ala 'alaih) that mutasawwifs should perform dhikr by repeating the kalimat at-tawhid.
"Question: If the ma'arif of tasawwuf had come from Rasulullah, there should not have been any differentiation. Contrarily, there are various branches of tasawwuf. Why are the ahwal and ma'arif in each of them different?"
"Answer: This difference is due to the difference in men's abilities and the conditions they are in. For example, though there may be a specific remedy for a disease, the prognosis and medical treatment varies with the patient. It is like the difference between photographs of a person taken by different photographers. Every perfection has been taken from Rasulullah (sall-Allahu ta'ala 'alaihi wa sallam). There have been small differences due to power and manner of reception. Rasulullah (sall-Allahu ta'ala 'alaihi wa sallam) taught the ma'arif, secret sciences, to his companions in different degrees. As a matter of fact, he declared in a hadith ash-Sharif, 'Tell each person as much as he can understand!' One day while he was imparting some subtle knowledge to Hadrat Abu Bakr, Hadrat 'Umar came in and Rasulullah changed his way of expression. When Hadrat 'Uthman joined in, he did the same again. When Hadrat 'Ali came, he changed the way of his expression again. He spoke in different ways suitably with their talent and nature (radi-Allahu ta'ala anhum ajmain).
"All paths of tasawwuf originated from Hadrat Imam Jafar as-Sadiq (radi-Allahu ta'ala 'anh), who was joined to Rasulullah (sall-Allahu ta'ala 'alaihi wa sallam) with two lineages, one of which was his paternal way, which reached Rasulullah through Hadrat 'Ali (radi-Allahu ta'ala 'anh). The second line was his maternal grandfather's pedigree, which was related to Rasulullah through Hadrat Abu Bakr (radi-Allahu ta'ala 'anh). Because he descended maternally from Abu Bakr as-Siddiq and also received faid from Rasulullah through him, Hadrat Imam Jafar as-Sadiq said, 'Abu Bakr as-Siddiq gave me two lives.' These two ways of faid and marifa that Imam Jafar as-Sadiq had did not commingle or intersect. Faid has been flowing through Hadrat Imam to the great Akhrariyya guides from Hadrat Abu Bakr, and to the other silsilas (chains) from Hadrat 'Ali."
From the book "Adwice for the Muslim" http://www.hizmetbooks.org/