Texte zu Ethik und Moral im Islam


                                    
Nefs und Verstand

 In der Tefsîr-i Azîzî wird die Erläuterung des (Sirât-i müstekîm) der  Sura Fatiha  lang erklärt. Eine Kurzfassung dieser : Allah, der Erhabene, hat bei den Tieren zwei Kräfte erschaffen damit sie leben und vermehren können. Die Eine ist die Kraft , welche zur Erlangung der ihrer Bedürfnisse und Dinge die sie gern haben, anzieht erstrebt. Diese Kraft wird "Schehvet" genannt. Die Zweite ist die Kraft ,welche sie vor schädlichen Dinge fernhält und Energie gibt sich zu verteidigen. Diese Kraft wird "Gadab" genannt. Allah, der Erhabene, hat den Tieren Sachen ,die sie brauchen, um zu leben und vermehren überall massenhaft erschaffen und ihnen als Ihsan (Geschenk, Gnade) sehr einfach gemacht ,diese Dinge zu erreichen und zu verwenden. Allah, der Erhabene, hat zwar  bei den Menschen auch Schehvet und Gadab erschaffen, aber bei der Erlangung der Dinge die sie bedürfen , bei der Verwendung der Fundsachen und bei der Verteidigung vor den Dingen die fürchten, bekam der Mensch kein Ihsan zur Erleichterung. Nur die sehr notwendige Luft (Sauerstoff) wurde reichlich überall erschaffen  und die Zufuhr dessen in die Lungen wurde erleichtert. Das Zweitwichtigste, Wasser, wurde als Ihsan überall ( in vielen Gebieten ) gegeben und das einfache Trinken möglich gemacht. Um andere Nimats (Gaben) zu erlangen und zu verwerten sind die  Menschen zur Arbeit  gezwungen.
 Wenn die Menschen nicht arbeiten gelangen sie nicht zu den  so notwendigen Dinge wie Nahrung, Kleidung, Wohnung, Waffen und  Medikamente. Ihr Fortleben und Vermehrung würde sich erschweren (wenn nicht unmöglich). Da der Mensch nicht alle diese Dinge  alleine bewerkstelligen kann ist er/sie zur gemeinschaftlichem Leben und Arbeitsteilung gezwungen. Damit die Menschen gerne arbeiten hat Allah, der Erhabene, wegen  Seiner Barmherzigkeit eine dritte Kraft erschaffen. Dies ist „Nefs-i emmare“ ( ´das befehlende „ich“ ´). Diese Kraft treibt Schehwet und Gadab an. Dieser Nefs (auch Nafs genannt) der Menschen  kennt keine Grenzen. Seine Taten (Bestrebungen) sind immer extrem immer schädlich. Beispielsweise wenn ein Tier durstig ist findet es Wasser und trinkt. Nach der Durststillung trinkt es nicht weiter. Beim Menschen lässt Nefs noch weiter trinken auch nach der Durststillung. Ein Rind frisst  wenn es hungrig ist auf der Wiese . Nach der Sättigung legt es sich hin und schläft. Beim Menschen  geht es so nicht. Er muss Auswahl unter Pflanzen machen, zubereiten, säubern und  eventuell kochen. Diese anstrengende erschöpfende Arbeit lässt Nefs gerne durchführen. Bei Nahrungsaufnahme treibt er weiter auch nach der Sättigung zu essen. Aufgrund der unendlichen Barmherzigkeit Allahs wollte Er den Menschen vor dem Unglück verhindern. Gebote und Verbote schickte Allah um den Nefs zu bremsen und von Zustand der „emmare“ ( die extrem, selbstschädigend und übertrieben wirkt) zu retten. Mittels Propheten ( Friede sein Über ihnen alle) gesandte  Gebote und Verbote nennt man in ihrer Gesamtheit  göttliche Religion oder Islam. Wenn ein Mensch seine Taten dem Islam folgend ausführt geht der Nefs vom zustand „emmare“ ins „mutmainne“ (erfüllt) über. Dann lässt es (Nefs)  Schehvet und Gadab stets nützlich arbeiten. [siehe hierzu „Maktubat“ des Imam Rabbani Ahmad Faruk Sirhindi Band 3 ;121.Brief ]. Da Nefs-i emmare Schehvet und Gadab extrem antreibt gefällt es den Menschen dieser zu folgen. Weil der Islam diese Wünsche bremst empfindet  es als bitter und schwierig. Deshalb  will manch einer sich den islamischen Gesetzen nicht anpassen und will dem Nefs gehorchen und nicht den Glückseligkeit erlangen. Der Nefs-i emmare will ins Unglück ( aus seiner Erschaffung her).
 Ferner hat Allah aus seiner endlosen Barmherzigkeit zusätzlich eine Kraft erschaffen, welches das Richtige und Falsche, Glück und Unglück, nützlich und  schädlich  trennt. Diese sehr wertvolle  Kraft ist der Verstand. Der sich-nicht-irrende  Verstand nennt man Aql-i selim . Der Aql-i selim  besitzende folgt nicht dem Nefs (Nefs-i   emmare)und hält sich nach dem Islam. Wer nicht auf den Verstand hört folgt dem Nefs. Dem Islam folgende Menschen nennt man Muslime. Damit man Muslim sein kann muss man zuerst glauben (an islamische Glaubensinhalte). Allah, der Erhabene, hat allen Menschen  befohlen  Iman zu leiten (an den Islam zu bekennen). Von Ihm ausgewählte Menschen hat Er erbarmt und ermöglicht dem Verstand folgend Muslime zu werden (bzw. als Muslime zu leben). Deren  Herzen wurden mit Iman erfüllt. [Sura Yunus Ayat 25]. Diese Menschen nennt man „Sabikuun“. Die Propheten , Heilige, Imame der Rechtschulen und alle Mudschtehids sind so „rahmetullahi teala aleyhim ecmain“. Dem Verstand nicht folgende an Allahs Einladung nicht glaubende Menschen  lässt Er in deren Zustände, diejenigen jedoch  die Er aussucht  führt Er sie durch Ihsan (Gnade, Geschenk)  in von Ihm bestimmten Zeitpunkt zur Rettung (hidaya) und erfüllt deren Herz mit Iman (Glaube). Von denen  die Er in deren zustand lässt, diejenigen die den rechten Weg suchen ( den Sinn im Lebens, Wahrheit, Wirklichkeit) erbarmend verspricht Er dass Er diese zur Rettung führen wird [Sura Ankebut letzter Ayat]. Von den Übrigen, die dieser Suche nicht nachgehen, dem Nefs-i emmare folgend und Menschenleben quälen wird Er sie in der in der Hölle ewig verbrennen. Dies wird von Ihm mitgeteilt. Es gibt Personen die nichts über Islam wissen aber da sie vernünftig sind und den falschen, verfälschten Religionen nicht folgend in Naturwissenschaften , wie Astronomie, Medizin über die Ordnung , Gesetze und über deren Zusammenhänge nachdenkend versuchen sie  die Wirklichkeit zu erkennen.  Diese Leute haben durch ihren Verstand  viele Erkenntnisse des Islam gefunden  und lebten (bzw. leben) ähnlich wie die Muslime und waren sich selbst und  anderen nützlich. Dass Allah, der Erhabene, wie in Sura Ankebut versprechend islamische Bücher und/oder gebildete Muslime  zukommen lassen, steht im Tafsir (Erläuterung des Korans) „Ruh ul beyan“ am Ende des Kapitel sechs . Solch ein glücklicher Mensch  erkennt  die Existenz  des allerschaffenden  und schützenden Allahs. Allah sieht, hört und weiss alles. Er ist allmächtig. Dass Er die Menschen  wiederauferstehen wird, verhören wird, den Gläubigen ( mit Glauben strebenden)  im Paradies  unendliche Gnaden (nimet) geben wird und den Ungläubigen  in der Hölle endlos brennen wird, teil Er uns mit. Das was Er machen will kann Niemand verhindern. Niemand kann sich einmischen. Es gibt kein andere Rettungsweg und Glück  ausserhalb dem Befolgen seiner Befehle und den erlangen Seiner Zufriedenheit und Liebe. ..

 

Der Islam gebietet nicht, den Zorn( Gadab) und die Wollust ( Schehvet)zu vernichten, sondern beide der Religion gemäß zu gebrauchen. Wie der Reiter das Pferd und der Jäger den Jagdhund nicht vernichtet, sondern züchtet, so ist es mit den Eigenschaften Zorn und Wollust beim Menschen. Nämlich der Zorn und die Wollust gleichen dem Jagdhund und dem Reitpferd. Wie der Jäger und der Reiter mit dem Züchten vom Jagdhund und Reitpferd ihre Ziele erreichen, so kann man mit diesen Eigenschaften die Gaben im Jenseits erlangen. Ohne diese Eigenschaften kann man seine Ziele im Jenseits nicht erreichen. Aber, um diese Eigenschaften benutzen zu können, müssen sie gezüchtet und entsprechend dem Islam gebraucht werden. Wenn sie nicht gezüchtet werden und die Grenzen der Religion überschreiten, führen sie den Menschen zum Unglück. Die asketische Lebensweise hat nicht das Ziel, diese zwei Eigenschaften zu vernichten, sondern zu züchten und innerhalb der Grenzen der Religion zu halten. Und das ist jedem möglich. (Scherefüddîn Ahmed bin Jahya Münirî)

Nafs  

(f.), pl. nufûs: Seele, Psyche, Gemüt, Wunsch, Verlangen, Appetit; eigentliches Wesen; Selbst, eigene Person; (m.) Person, Individuum (...)

 Bedeutung im islâmischen Kontext:

 Im Quran im Sinne von menschliche Seele, Seele; selbstsüchtiger diesseitsbezogener Antrieb im Menschen; die Seele des Muslims durchläuft drei Stufen der seelischen Entwicklung seiner verschiedenen Eigenschaften. Die erste Stufe wird vom Quran folgendermaßen charakterisiert:

„Und ich rechtfertige mich nicht selbst; denn die Seele gebietet oft Böses; davon sind jene ausgenommen, derer mein Herr sich erbarmt. Wahrlich, mein Herr ist Allverzeihend, Barmherzig“ (12:53). Diese Stufe wird nafsi ammara, „die zum Übel antreibende Seele“ genannt. Beginnt der Mensch an seiner moralischen Entwicklung zu arbeiten, betritt er die Stufe der „nafsi lawwame“, „die sich selbst anklagende Seele oder die tadelnde Seele“, wie der Quran sagt: „Und ich schwöre bei der sich selbst verklagenden (reumütigen) Seele“ (75:2). Denn beginn des spirituellen Stadiums des Lebens beschreibt der Quran mit den Worten: „O du ruhige Seele! Komm zufrieden zurück zu deinem Herrn und mit (Allahs) Wohlwollen; so schließ dich dem Kreis  Meiner Diener an. Und tritt ein in Mein Paradies“ (89: 27-30). Dieser Bereich der Seele wird nafsi mutma’inne genannt, „die Seele im Ruhestand oder die Seele, die in Frieden mit Gott lebt“. Wenn ein Muslim sagt „dem nafs folgen“ meint er seinen Gelüsten nachgehen. Sagt er hingegen seinen nafs brechen, meint er „seine Gelüste bezwingen, sich beherrschen, sich bezähmen. (Möge Allah Ta’ala diese Tugenden jedem Seiner Diener -´abd- zukommen lassen. Âmin.)

Quelle: Wörterbuch islâmischer Begriffe von Muhammet Mertek

 

 

Aus den Briefen Imam Rabbani Ahmad Faruk Sirhindis:

[..] Werte und barmherziger  Herr ! Die Ertragszeit vergeht. Jedes Augenblick lässt unser Leben verkürzen. Es lässt den Todeszeitpunkt näher rücken. Wenn wir heute nicht zu Verstand kommen dann bleibt für morgen nichts als „Ach“ und Reue. In dieses ein paar tagen, wo wir gesund sind müssen wir nach der glanzvollen Schariah ( Islamisches Recht ) leben ! Nur so ist es zu hoffen, dass wir gerettet werden. Das Leben in der Welt ist die Zeit der Arbeit. Die Zeit der Vergnügung und Ausruhe kommt später. Dort wird das gegeben entsprechend der Taten im Diesseits. Die Arbeitszeit mit Vergnügungen verstreichen zu lassen , ist vergleichsweise einem Bauer der die Samen nicht sät und nicht erntet. [..]
Imam Rabbani Ahmed Faruk Sirhindi, Maktubat, Band 2 , 89.Brief
 

Dieser Brief ist für Mirza Menu Cehr geschrieben.

Allah, der Erhabene, möge gutes Lebenszeit schenken ! Er möge Glückseligkeiten,Gutes, geben, die Schmerzen die sie erlebten  vergessen lassen.  Mein Kind ! So wie die Wünsche des Nefs in der Jugendzeit den Menschen umfasst genauso ist die ertragsbringende Zeit der Bildung im Wissenschaft und für Ibadat ( Anbetungen ) die Jugend. Das Einhalten der Befehle des Islam in der Jugend, wo mit Schehwet und Asabiyyat (Zorn) umfangen ist viel wertvoller und höher als die selbe Ibadat in der Alterszeit. ( Und wenn dazu noch Hindernisse dazwischen kommt, sie überwindend das Ibadat ausführen verursacht einen sehr grossen Verdienst, das nur Allah weiss ). Denn im Angesicht der Hindernisse, die Schwierigkeiten und Probleme der Ibadatausführung erhöhen den Ruhm (Schan) und Ehre (Scheref) des Ibadats ins Himmel leicht auszuführende Ibadat, ohne Hindernisse bleiben unten. Deshalb sind die Grossen der Menschen ( hier : die Propheten) noch höher als die Hohen der Engel geworden. Denn der Mensch macht Ibadat unter Hindernissen. Die Engel gehorchen den befehlen ohne Hindernissen.  In Kriegszeiten wird der Soldat wertvoller und ein kleiner Dienst im Krieg wird wertvoller als grosse Anstrengungen im Friedenszeit. Die Jugendwünsche sind Dinge welches die Feinde Allahs ,dem Erhabenen, Nefs und Scheytan ( Teufel ) mögen. Dinge die dem Islam konform sind, sind Dinge welches der erhabene Allah gefallen. Die Feinde Allahs beglücken und alle Nimet ( Gnaden, Geschenke ) gebende, dem wirklichen Eigentümer in Gadab ( Zorn ) bringen, ist keine Tat  der klugen und  intelligenten Menschen. Allah, der Erhabene, möge uns allen dem verstand passend Tätigkeiten vollbringen und uns schützen vor das Hereinfallen in Worte und Schriften der Religionsfeinde, und vor Nefs und Scheytan.
Imam Rabbani Ahmed Faruk Sirhindi, Maktubat, Band 3 , 35.Brief

 

 

Brief des Kalifen Omar bin Abdulaziz

Der Gouveneur von Chorasan ( Nord-westen des heutigen Irans) schrieb an den Kalifen Omar bin Abdulaziz , worin er fragte : „ Das Volk von Chorasan ist moralisch, ethisch und sittlich verfallen. Wenn sie befehlen, erlauben, kann ich dieses Volk mit Peitsche (Zwang) in kurzer Zeit erziehen.“
Das Antwort Omar bin Abdulaziz war wie folgt : „Ich hab dein Brief erhalten. Du schreibst das Volk von Chorasan sei moralisch ethisch verfallen und nur durch Peitsche soll sie zur rechten Weg gebracht werden. Folgendes drücke ich fest aus: Diese Lösung das Volk zu erziehen ist sehr falsch. Das Einzige was sie ins rechte Weg bringen könnte ist das islamische Ahlak (Moral, Ethik). Erzähl denen geduldig vom islamischen Ahlak, lebe es selbst aus und praktiziere den islamischen Gerechtigkeit und mische dich ansonsten dazu nicht ein.
Aus der Zeitung „Türkiye“ 4.Dezember 1997
 

 

Von den Pflichten gegen den Muslim

( aus „Das Elixier der Glückseligkeit“ ,Kimya-i seadet ,1996, München)

( Bemerkung: Imam Ghazali hatte dieses Buches den Muslimen geschrieben. Natürlich muss der Muslim auch gegenüber den  Nicht-muslimen sich korrekt verhalten )
 

Die erste Pflicht besteht darin , dass du das , was du dir selber nicht wünschest, auch keinem Muslim wünschest...

Die zweite Pflicht besteht darin, dass du keinen Muslim mit Hand und Mund kränkst...

Du sollst dich keinen Muslim hochmütig erheben, denn Allah hasst die Hochmütigen...

Du sollst nicht auf das Hören, was der Verleumder über einen Muslim sagt, denn man soll nur auf das Wort der rechtschaffenen hören, der Verleumder aber ist ein Übeltäter...

Du sollst einem Menschen, mit dem du bekannt bist, nicht länger als drei Tage grollen...

Du sollst jedermann, da , wo du kannst gutes tun und keinen unterschied machen zwischen Guten und schlechten...

Du sollst die Alten ehren und sanft gegen die Kinder sein...

Du sollst allen Muslimen ein fröhliches Gesicht zeigen und jedermann mit heiterer Miene begegnen...

Du sollst keinem Muslim das gegebene Wort brechen...

Du sollst jedem die Ehre erweisen, die seinem Stande zukommt...

Du sollst trachten frieden zu stiften zwischen denen, die sich verfeindet haben...

Du sollst die Fehler und die Blössen der Muslime bedecken...

Du sollst alles vermeiden, was zu einem Verdachte Anlass geben kann, damit das Herz der Muslime vor dem Schlechtdenken von anderen und ihre Zunge vor Verleumdung bewahrt bleibe...

Du sollst niemandem deine Fürsprache verweigern, wenn du bei jemand Geltung und Einfluss hast...

Wenn du hörst, dass ein Mensch einen Muslim in dessen Abwesenheit verleumdet oder nach seinem Gute trachtet, so sollst du für den Abwesenden eintreten und für ihn Antwort geben und jeden Übergriff von ihm abwehren...

Wenn du heimgesucht bist durch den Umgang mit einem schlechten Menschen, so sollst du dich freundlich und höflich zu ihm stellen, um seiner Bosheit zu entgehen, und nicht ins Gesicht grob zu ihm sein...

Du sollst mit den Armen Umgang pflegen und dich vor dem Verkehr mit den Reichen hüten...

Du sollst dich bemühen , das Herz des Muslims fröhlich zu machen , und ihm bei seinen Angelegenheiten behilflich sein...

Du sollst jeden , dem du begegnest, zuerst grüssen und ihm die Hand geben, ehe du ihn anredest...

Wenn einer niesen muss, so soll er sagen „Elhamdülillah! ( Gelobt sei Allah )“ ...

Du sollst den kranken Muslim besuchen auch wenn er nur dein Bekannter nicht dein Freund ist...

Du sollst hinter der Leiche des Muslims hergehen...

Du sollst endlich die Gräber der Toten besuchen und für sie beten und für dich selbst eine Mahnung daraus nehmen und daran denken, dass sie vorangegangen sind und du ihnen bald nachfolgen und  da sein wirst, wo sie jetzt sind...

Dies sind die Regel der Zucht und Sitte für den Umgang mit allen Menschen. Alledem aber liegt die gemeinsame Regel zugrunde, dass du keinen Menschen, sei er lebend oder tot, gering achten sollst, damit du nicht ins Verderben geräts. Denn du weißt nicht, ob der andere nicht besser ist als du; und wenn er ein Übeltäter ist, so weißt du nicht, ob du nicht auch am Ende so wirst wie er oder er zum rechtschaffenen Manne wird. Achte die Menschen in ihrem irdischen Dasein aber auch nicht allzu hoch. Denn diese Welt und alles, was drinnen ist, ist gar gering vor Allah; und wenn du die Bewohner dieser Erdenwelt hochachtest, so achtest du die Erdenwelt selber hoch und verlierst dadurch in den Augen Allahs. Gib aber nicht dein Seelenheil hin, um von ihren Erdengütern zu erlangen, denn damit machst du dich nur verächtlicht bei ihnen und erlangst erst recht nichts von irdischen Gütern. Und wenn das auch nicht der Fall ist, so hast du doch das Schlechtere für das Bessere eingetauscht...
 

Sechs Regeln

Sinnûn-i Misrî, (gest. 245 n.Hedschra ,in Ägypten)   sagt: “Wer sich übersatt isst, in dessen Herz kann keine Weisheit sein. Wie glücklich, wer keine Sünde begeht. Das ist dadurch möglich, dass man nicht viel isst. Indem der Mensch seine Andacht  hält, nähert er sich ALLAH, dem Erhabenen.

Die Zeichen, dass man sich nicht vor ALLAH, dem Erhabenen, fürchtet, sind:

 1) eine schwache Absicht zu haben,

2) hochmütig zu sein,

3) nicht an den Tod zu denken und sondern nach den Begierden (Nefs) zu folgen,

4) das Wohlgefallen ALLAHs, des Erhabenen, zu verlassen und den Wunsch der Geschöpfe zu erfüllen,

5) die erforderlichen Vorschriften zu verlassen und, religiöse Abweichung durchzuführen,

6) seine Sünden als wenig zu betrachten.

Wie glücklich, wer frei von diesen sechs Dingen ist!

Unser heiliger Prophet (Friede sei mit ihn) hat gebietet: (Kritisiere jemanden nicht, der niedriger als du bei der Religion ist. Sonst benimmst  du dich stolz und wirst vernichtet. Nehme dir als Beispiel den Zustand dessen, der vorzüglicher als du bei der Religion ist.  Beneide keinen Reichen um seinen Reichtum, sonst heißt es, das von ALLAH, dem Erhabenen, bestimmte Los abzulehnen. Nehme Dir als warnendes Beispiel den Zustand dessen, der sein Brot schwer verdient, so dankst Du für die Gaben des Erhabenen).
(aus dem Buch : Islamische Sitte)

Nasihat 

(Nasihat ist das islamische "Predigt" in Worten oder Schrift ein islamisches Thema den Menschen nahebringen Amr al maruf nehiy al munker)

Die drei Bedingungen für Nasihat (guter Rat geben über Islam geben, Predigt, Amr al maruf nehiy al munker): 

1- Mit der Absicht das Gebot des erhabenen Allah mitzuteilen (und nicht für Güter, nicht aus Scheinheiligkeit, Streben nach gesellschaftlicher Anerkennung und Stellungen) 

2-Zu wissen wo die Quelle sind von dem worüber man berichtet

 3- Schwierigkeiten , die durch Nasihat entstehen geduldig ertragen können.


Einige Regeln beim Nasihat : Bei Gefahr Fitna zu verursachen Nasihat unterlassen ist erlaubt sogar verdienstlich. Das Gute gebieten per körperlicher Zwang (z.B durch Gerichte, Polizei, Armee...)ist Sache der islamischen Regierung (falls es existiert). Mit Schrift und Wort ist Nasihat Aufgabe der Gelehrten. Bei grundlegenden Dingen oder wenn man die Schriften/Worte der Gelehrten korrekt weitergibt können auch Muslime Nasihat ausüben. Menschen die verhöhnen und veralbern und schädigen denen macht man kein Nasihat ! Nasihat sollte allgemein sein ohne dass man speziell einem ins Gesicht es tut (direkt einem gegenüber). Streitgespräche sind nicht erlaubt.
[„Gegenseitig trotzend hin und her streiten ist eine unheilbare Krankheit. Der fromme Mensch soll sich möglichst davon fernhalten. Er soll den Hass bei Seite lassen. Allen Geschöpfen soll er mit dem Augen der Barmherzigkeit ansehen... Und er soll wissen, dass durch Trotz und Beharrlichkeit beim anderen Beharrlichkeit hervorruft, ist absolut schuldig, dass er dem Festhalten am Irrweg (des anderen) unterstützt. Im Jenseits wird er verantwortlich sein für dieses Verhalten“  so Imam Ghazali in „itikad fil iktisad“ .] Das heisst mit trotzigen und unverständigen Menschen macht man nicht Nasihat mit Worten sondern mit Vorleben und Bittgebeten für ihn/sie.

Osman Ünlü, 22.04.07  Über Fitna in "Türkiye" :

Ismail Ankaravi : “ Wenn sie nicht befolgen muss man weiterhin mit sanften Worten die Wahrheit mitteilen. Falls durch Nasihat Fitna entstehen würde, so lässt man diese gute Tat. Nasihat wird gemacht an jene, die es akzeptieren,die zuhören.”

In Shir at ul islam: “Für den Fall, dass die Worte kein  Nutzen bringen und Ursache für Fitna werden, so ist für diese Person kein Pflicht Amr al maruf (das Gute gebieten) zu machen. Wenn die Fitna und Gefahr  gross ist, Amr al maruf zu machen wird haram. In solchen Zeiten soll man das Haus nicht verlassen um nicht Ursache für Fitna zu werden. Sowieso mss man Amr-i maruf auf milder Art und Weise machen. Härte führt immer zu Fitna.”

Hadith: “In Zeiten der Fitna klammert euch an den Islam. Rettet euch selbst. Hört auf anderen (Aql) Rat zu geben. Verlässt nicht eure Wohnungen. Schweiget!”

Bemerkung zu "Fitna" :
Aus dem Rechtswerk „Hadika“ des Gelehrten Muhammed Hadimi steht dass Fitna wie folgt beschrieben wird : Zwietracht verursachen, Muslime/Menschen bedrängen, Sie ins Schaden und Sünden treiben, die Menschen gegen Regierungen hetzen. Auch dem ungerechten Regierung ist Treue halten ist Pflicht. Es heisst in einem Hadith-i scherif (Wort des ehrenwerten Propheten) "Der Erwecker des Fitna sei verflucht ! ". Fitna verursachen ist haram (verboten) und ist schlimmer als Mord. In den Hadithen steht man solle in Fitna-Zeiten wie Habil/Abel sein.
Muhammed Hadimi “rahmetullahi teâlâ aleyh”: Muhammed bin Mustafa, geb. in Hadim des Provinzes Konya in Anatolien. 1176 / 1762 ebenda gest. Rechtsgelehrter in Hanafi-Rechtsschule.

 

Die Menschen nicht kränken

“Das wertvollste Amal (religiöse Handlung) ist Niemand kränken durch Zunge (Wort) und Händen (Tat) .” [Wort des Propheten bei Sammlung des Imam Tabarani]

Im Kuran al karim lautet ein Ayat-i kerime „Ruf zum Weg zu dein Schöpfer mit Hikmet (Weisheit) und schönen Ermahnungen!“ Die guten und schönen Dinge sind den Unwissenden in schönster Art und Weise zu lehren. Der Zekat (Armenabgabe) des Wissenschaftes wird dadurch abgegeben indem die Unwissenden belehrt werden.  Der das Gute gebietet muss das Gute was er einem nahelegt es selbst tun und das Schlechte wovon er berichtet selbst fernbleiben !

Sonst hat sein Wort keine Wirkung. Im Kuran al karim wird berichtet „den Menschen befiehlt ihr Gutes und selbst vergisst ihr es ?“ Allahu teala liess Hz.Isa (Jesus) wissen „Predige zunächst dir selbst; wenn du den Predigt einhälst dann predige es den anderen ! Wenn du es nicht tust so schäme dich vor Mir !“  

Somit muss der, der das Gute gebietet, mit Wissen Amal (religiöse Handlungen) ausführen.

Die Fehler einer Person – auch um das Gute zu gebieten- sollte man nicht vor anderen blosslegen. Umgekehrt die Fehler sind zu verheimlichen. Im Hadith-i scherif wird mitgeteilt:  „Wer ein Fehler des Freundes zudeckt dem wird Allah teala im Jenseits sein Fehler zudecken. Wer das Fehler des Freundes der Öffentlichkeit aufdeckt , dem wird Allahu teala auch sein Fehler aufdecken.“ Wenn wir jemanden predigend die Fehler zur Sprache bringen sagen wir aus „Du bist ungebildet, du hast keine Ahnung“. Somit kränken wir ihn. Der ehrwürdige Imam-i Rabbani „Hütet euch sehr vor Kränkungen ! Es gibt nach Kufr keine grössere Sünde als die Kränkung eines Herzens.“

In Hadith-i scherifs heisst es „ Ein Muslim kränken, sein Herz brechen, ist eine grössere Sünde als die Kaaba siebzigmal zu zerstören.“ „Der schlechteste Mensch ist der der die Menschen schädigt , sie kränkt.“

Um das Gute zu gebieten sind drei Bedingungen erforderlich : Ilim (Wissenschaft), Amal und Ihlas (reine Absicht)

Ilim: Zu wissen wo die Belege in den islamischen Werken sich befinden und sie wissen.

Wissen dass man geduldig sein muss.

Wie will der der Lücken hat in der Bildung und nicht weiss wie man Wissen weitervermittelt, wie kann diese Person das Richtige den anderen lehren ? Und wenn er dazu noch keine Erfahrung hat macht er viele Fehler, schädigt mehr als dass er nützt.

Verstand: Wenn jemand geringen Verstand hat und unfähig ist die Überlieferung zu verstehen der hat dann auch lückenreiches Wissen. Der Dumme schädigt mit der Annahme er diene seiner Religion. Wer die zwischenmenschlichen und sozialen Umgangsformen nicht kennt , nicht sanft redet und nicht weiss wie man mit Menschen klarkommt der wird Ursache für Fitna. Der Vernünftige spricht in sanften Tönen. Wer hart und grob redet  der wird Ursache zur Fitna. Sanfte Worte und barmherzige Umgang ist ein Muss.

Ein Prediger hatte eine scharfe Predigt an den Kalifen Mamun gehalten mit dem Gedanken dass die Predigt gegenüber dem ungerechten Herrscher Djihad ist. Der Kalif sagte „O Prediger ! als Allah der Erhabene einen, der besser war als du, zu jemanden geschickt hatte, der noch schlimmer war als ich , über ihn wurde gesagt „ er sprach sanft.“ “

Der Prediger: „Wer ist der der besser ist als ich und der der schlechter war als du“? Der Kalif antwortete „Pharao war schlimmer als ich und Hz.Musa war besser als du.“ Allah teala befahl Hz. Musa gegenüber Pharao sanft zu reden. Scheich Ahmed Yesewi (11.Jh) pflegte zu sagen "Brich Niemandem das Herz auch die eines Nicht-Muslims."
 

Ihlas: wenn ihlas nicht vorliegt wenn man weltliche Ziele und Absichten zu erreichen handelt, so hat dies nichts Gutes. Im allgemeinen bricht der Hochmütige die Herzen.

Zu diesem Thema sagt der Dichter Yunus Emre  (13.Jh):

Mit Demut komme der Ritterliche

Vom Stufen gestossen wird der Herabblickende.

Wer in Höhen wandelt driftet ab vom Weg

Am Gesicht dringt was er innen hat.

 Ein Weissbärtiger weiss nicht den Zustand, er

Gehe nicht umsonst pilgern wenn er Herz bricht (dort).

Das Herz ist Thron des Schöpfers, Er sieht den Herz

Er Unglückliche beider Welten ist der Herzensbrecher.

 

Die Reue

Es gibt zwei Arten von Reuen:
Erstens: Zu bereuen, das man gesündigt hat, indem man die Rechte ALLAHs, des Erhabenen, nicht beachtete. Solche Sünden sind, die unentbehrlichen und nötigen Verpflichtungen nicht zu erfüllen und die Verbote ALLAHs, des Erhabenen, überzutreten. Zum Beispiel: Nichtverrichten der Gebete und Nichtzahlen der Armensteuer sind derartige Sünden. ALLAH, der Erhabene, vergibt den Gläubigen, die diese Sünden begangen haben, wenn sie es aufrichtig bereuen. Dazu lautet der 8. Vers der Sure Tahrîm (Das Verbot) sinngemäß: “O Gläubige, kehrt mit aufrichtiger Reue zu ALLAH zurück.” Das heißt: bereut eure Sünden und verspricht, keine Sünden mehr zu begehen, bis ihr stirbt. Der 222. heilige Vers der Sure Bekara (Die Kuh) besagt: “ALLAH liebt die sich Bekehrenden und liebt die sich Reinigenden.” Von solchen Freudenbotschaften im heiligen Koran und folgenden heiligen Hadith versteht man, daß diejenigen, die Sünden begangen und es bereut haben, in die Gnade ALLAHs, des Erhabenen, eingehen werden: “Wer seine Sünde bereut, wird wie einer, der keine Sünde begangen hat.”
Zweitens: Zu bereuen, das man gesündigt hat, indem man die Menschen- bzw. Tierrechte nicht beachtete. So sind Rauben, Ungerechtigkeit und üble Nachrede. Solche Sünder [, wenn sie nicht gegenüber den Rechtsinhabern ihre Schulden beglichen haben] werden am Tage des Jüngsten Gericht keine himmlische Gnade finden und bestraft werden, solange die Rechtsinhaber mit ihnen zufrieden sind. Sie werden gemäß ihren Sünden gequält und dann ins Paradies geführt werden, weil sie gläubig sind. Oder ALLAH, der Allerbarmer wird die Rechtsinhaber so belohnen, daß sie mit ihnen zufrieden sein werden. Sie werden nämlich mit der Zustimmung der Rechtsinhaber vergeben.
ALLAH, der Erhabene wird billigen, daß man Fürbitte für sie einlegt. Der Islam berichtet offenkundig, daß ALLAH, der Erhabene, keinen Partner, keinen Vertreter hat und ohne Gleichen ist. An die Verse im heiligen Koran, die Freudenbotschaft berichten, glaubend, erwarten die Moslems zwischen Befürchtung und Hoffnung unendliche Gaben ALLAHs, des Erhabenen.

Wer ein Gebot oder Verbot Allahs geringschätzt wird ungläubig. (Wer ein Verbot tut mit dem Bewusstsein, dass er die Tat bereuenswert findet und wobei er den Verbot (Sünde) nicht leugnet, bleibt er weiterhin Muslim, wenn auch ein sündiger). Durch Unachtsamkeit kann man sein Iman (Glauben) verlieren. Auch wenn man den Auslöser des Kufr (Unglaubens) nicht weiss, wer jeden Tag „Estagfirullach“ sagt („Allah vergib mir“) dem wird sicherlich vergeben. Die Absicht dabei muss sein „O mein Schöpfer ! Falls ich wissentlich oder unwissentlich eine tat oder Ausdruck gemacht habe  die zur Kufr geführt hat, das bereue ich. Vergib mir !“ Dieses Wissen und es einzuhalten ist für die Muslime extrem wichtig.

Imam Rabbani Ahmed Faruk Sirhindi - Allahs Wohlgefallen mit ihm-  (gest.1624) in "Maktubat":
· Reue (tewbe) ist fard-i ayn (Pflicht für jedem Muslim) . (Band2/Brief66)
· Wenn Reue direkt nach der Sünde innerhalb drei Stunden gemacht wird so wird die Sünde nicht aufgezeichnet. 5/110
· Das Tor der Reue ist offen. Der erhabene Allah ist gnädig und barmherzig. Niemand ist ohne Fehler. Seid hoffungsvoll. 5/12
· Dschafer bin Sinan sagt : „Die Reue unterlassen bei einer Sünde ist schlimmer als die Tat der Sünde“. 5/110

 

Ritterlichkeit (Futuwwa) ist gutes Benehmen dem gegenüber zu zeigen zu dem man zornig ist und Geschenke für den zu machen, den man nicht mag,  und den, den man hasst, freundliche Gespräche führen. Ebu Abdullah El Mukri (gest.976)

Sehl  (Sehl-i Tusteri) wurde gefragt  „Was ist eine noch grössere Sünde als Unwissenheit ? Er antwortete „Jemand der unwissend ist und nicht weiss , dass er unwissend ist. Dieser Person denkt weil er unwissend ist er sei ein Gelehrter und  lernt keine Wissenschaften mehr. Er vernachlässigt es. Er gibt Fetwas (religiöses Gutachten)  in Dingen wovon er nichts weiss und glaubt es sei Gelehrsamkeit.“ Abu Talib Mekki (gest.996) in seinem „Kut ul kulub“

Als der Gesandter Allahs (Friede und Segen Allahs sei mit ihm) seinen Gefährten sagte :“ Wenn ihr wüsstet was ich weiss würdet ihr wenig lachen und viel weinen.“ Daraufhin kam Engel Gabriel (Friede Allahs sei mit ihm) und sagte: „ Der erhabene Allah lässt mitteilen „Lass meine Diener nicht in Hoffnungslosigkeit fallen.“  Woraufhin der Allahs Gesandter  zu seinem Gefährten mit frohe, motivierende und erfreuliche Worte fortfuhr. Abu Talib Mekki (gest.996) in seinem „Kut ul kulub“

"Brich Niemandem das Herz auch die eines Nicht-Muslims." Scheich Ahmed Yesewi 11.Jh
"Wer sein Zorn beherrscht obwohl er wütend ist den liebt Allah teala sehr." Hadith-i sherif
"Verstand ist der grösste Gabe und das höchste Ehre im Dies und Jenseits" Hazreti Ali 7.Jh
"Den Mensch reicht wenig Güter aus aber viel Güter reicht ihm nicht aus." Imam Ahmed bin Hanbal 9.Jh
"Hütet euch vor schlechten Verhaltensweisen wie ihr vor Sünden euch hütet." Ebu Bekir Verrak
"Die Liebe zu Allah ist Etwas was die Grundlage aller guten und hohen Dinge ist." Abdusselam bin Meshish Haseni
"Verheimlicht eure guten Taten wie ihr eure schlechten taten verheimlicht." Rabia-i Addviyye 8.Jh
"Ehrt die Gelehrten meiner Ummah! Sie sind die Sterne der Erde." Hadith-i sherif
"An den Tod denken löscht das Feuer des Giers." Imam Ghazali (gest.1111)
"Das beste Geschenk für den Gast ist freundliches Gesicht und süsse Worte." Imam Evzai 8.Jh
"Wenn das Volk gut ist wird er Regent gut, wenn das Volk schlecht ist der Regent wird ebenso." Kab ul Ahbar 7.Jh
"Frohe Botschaft für die die um ihre eigenen Fehler sich kümmern und keine Zeit finden die Fehler der anderen zu forschen." Hadith-i sherif
"Wer kein Mitleid mit sich selbst hat der hat gar kein Mitleid mit andern." Süfyan-i sewri 9.Jh
"Ohne feine Umgangsformen lernend kann man kein Wissenschaft erlernen." Süfyan-i sewri 9.Jh
"Willst du andere bessern so bessere dich zunächst." Hazreti Omar 7.Jh
"Der Mensch ist Richter über die Worte die er noch nicht ausgesprochen hat und Gefangener seiner Worte nachdem er es ausgesprochen hat." Hazreti Ali 7.Jh
"Das Wissen von dem der nicht daran handelt ist nicht vertrauungswürdig." Imam Zuhri
Von allem üblen Dingen bleibt man fern wenn man sein Zunge hütet." Hazreti Ali 7.Jh
"Wer Allah teala liebt liebt auch das was Er liebt" Süfyan bin Uyeyne
"Gute Nachbarschaft ist nicht nur den Nachbarn nicht zu quälen sondern die Qualen von ihm auszuhalten." Hasen-i Basri 8.Jh
"Das du die Menschen niedrig und minderwertig siehst ist einee Krankheit die nicht heilbar ist." Ebu Bekr el-Bataihi
"Grüsst euch gegenseitig! Bietet euch Essen an ! Achtet auf die Rechte der Verwandteen! Weenn alle nachts schlafen betet (rituelles Gebet) ! Dies einhaltend geht ihr wohl ins Paradies!" Hadith-i sherif
"Die Schönheit des Menschen liegt in der Schönheit seiner Worte. Die Vollkommenheit ist den richtigen taten." Ebu Jafer bin Sinan

"Die Schönheit des Iman und dessen Feinheiten müssen wir zum Ausdruck bringen. Wie sollen wir das machen ? Zuerst müssen diese bei uns zur Sicht und Zustande kommen. Wir dürfen nicht lügen. Diebstahl und Trickserei sollen wir unterlassen. Unsere Worte einhalten. Nach der islamischen Moral leben. Üble Nachrede unterlassen. Die Herzen der Menschen nicht brechen. Freundliches Gesicht müssen wir haben. Unsere Familien nicht ins Traurigkeit stürzen. Die Menschen müssen nach uns sehnen. Eigentlich heisst ein Muslim sein ein Mensch zu sein, nach dem man sich sehnt. Jeder muss sagen können "Ach würde ich ihn sehen und seine Worte lauschen." Wenn wir so werden, dann brauchen wir nichts zu erzählen. Die Menschen verstehen uns dann. Jeder erkennt dann was das Richtige und das falsche (im Leben) ist. Das Muslimsein finden sie dann anziehend. Aber wenn ihr nicht gutes Beispiel werdet auch wenn ihr Universalgelehrte wäret und die schönsten Worte der Weisheiten und Wissen benützen würdet und wenn ihr dabei im schlechten Zustand seid, dann schadet ihr den Menschen. Ihr schadet dann auch dem Islam." "Willst du andere verbessern verbessere zuerst dich selbst"

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