Mit Baurs on Tour
Baurs waren nicht nur zum Jagen in Namibia, sondern sind zusammen mit uns auch auf die schon länger geplante Tour in den Norden gegangen. Ursprünglich wollten wir über den Caprivi zu den Vic Falls, wegen der Überschwemmungen dort sind wir kurzfristig über Palmwag und Sesfontein zu den Epupa und Ruacana Falls in den Nordwesten Namibias gefahren und über Oshakati und den Waterberg wieder zurück.
Während der Tour konnten wir feststellen, dass einige Teilnehmer nicht zu den harten Campern gehören. Das war vor allem relevant, als wir kurz vor den Epupa Falls wild in der Pampa campten (Originalton H. Baur: "I will a Dusche", von dem zugehörigen Gesichtsausdruck gibt es kein Foto, da wir in dem Moment nicht gewagt haben zu fotografieren). Bei manchen Tourteilnehmern konnte zudem eine gewisse Koffeinabhängigkeit nicht ausgeschlossen werden. Ohne die schwarze Lache ging morgens nicht viel.
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(man beachte den Kaffeekocher bzw. die Coladose)Nach dem ersten Tag war klar, dass unsere Nahrungsvorräte dem (Fleisch-)Appetit der Tourteilnehmer nicht standhalten würden. Deswegen suchte und fand Harald eine Ziege, mit der kurzer Prozess gemacht wurde und die in unserer Kühlbox verschwand.
da lebt sie noch, später war sie ein Poitjie
Andere Tourteilnehmer waren mit den namibischen Verkehrszuständen nicht so vertraut: "Mir kennad doch au mol a Nacht durchfahra." Stiess bei uns auf heftigen Protest, denn
das sind die Tiere, die man zu jeder Tages- und Nachtzeit auf den Strassen im Norden antrifft, ausserdem jede Menge Ziegen und Menschen. Da hilft auch das Bullbar nix mehr. Im April ist ausserdem noch Regenzeit und so durften wir diverse Reviere durchqueren.
Auch die hat der Condor mit Bravour gemeistert. Apropos Condor: wir waren schon überrascht, dass ein Daimler-Manager weder einen Daimler, noch einen Chrysler oder Mitsubishi, sondern einen Toyota nimmt, da ist ja nicht viel mit corporate identity, aber nun. Zurück zum Condor: erst wurde er als hässlich und untermotorisiert geschmäht (ma ist ja a bissle verwehnt wega dem C-Klasse Kompressor, dem ma sonscht fahrt) und einzig aus Kostengründen angemietet, aber am Ende der Tour durfte man kein falsches Wort gegen den Condor mehr sagen. Der hat auch einiges mitgemacht
So sah der Condor nach der Fahrt von den Epupa zu den Ruacana Falls aus, eine Strecke, die eigentlich für 4x4s ausgewiesen ist. Den Aufkleber der Autovermietung kann man unter dem Schlamm gerade noch so erkennen. Fazit der Baurs: "Fir was braucht ma in Namibia eigentlich an 4x4?? A Condor tuats doch." Wir wollen jetzt gar nicht davon reden, wie der Condor über diverse Hügel geschanzt und trotz seiner Untermotorisierung dahingerast ist. Uns hat er manchmal richtig leidgetan.
Ebenso wie das angemietete Igluzelt. Dem nach der ersten Nacht eine statisch wichtige Stange fehlte. Nichtsdestotrotz schaffte es M. Baur, Abend für Abend das Zelt wieder aufzubauen.
Hier steht es übrigens direkt neben dem Kunene, für uns andere etwas unverständlich, da wir Spuren von Krokodilen gesichtet hatten. Vorsichtshalber wurde nachts erst Insektenspray und dann eine Axt mit ins Zelt genommen. Nachts kamen aber keine Krokodile, sondern Affen, die unser letztes Brot frassen. Zum Glück gab es in Oshakati ausser den getrockneten Mopanewürmern auf dem Open Market auch richtiges Frühstück, so dass wir den Tag nicht hungrig verbringen mussten.
Fazit (oder was haben wir in den 6 Tagen gelernt):
Hartmut kann kochen und zwar gut (ich sag nur Chicken-Poitjie).
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Markus beteiligt sich nur an Gemeinschaftsaufgaben, nachdem Harald "die Henna neilassa" hat, dafür mixt er bereitwillig Gin Tonics (von denen man nach einem Glas knülle ist).
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es gab eine gewisse Fotomania, manche von den 100ten von Bildern sind nicht wirklich sinnvoll, oder was macht der Fuss in dem Foto unten??
der Bierverbrauch muss mit 4 Sixpacks/Tag, der Ginverbrauch mit 0.5l/Tag angesetzt werden (alles Minimalangaben), was überraschend war, da manche Tourteilnehmer sonst keinen Alkohol trinken.
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die Tour in den Norden ist wirklich schön und hat Spass gemacht.
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© G. Steppich, 2004