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Zusammenzufassung

Ich bin kein Schriftsteller und es fiel mir schwer, einen Text zu schreiben, in dem ich alles, was ich im Unterricht oft gesagt habe, zusammenzufassen.

Im Aikido arbeiten immer zwei Leute zusammen, erstens der Angreifer, auch Uke genannt und zweitens der Verteidiger, auch Tori genannt.

Der Angriff ist im Aikido der Stoff, den der Tori braucht, um eine Bewegung oder eine Technik zu machen. Das ist sozusagen die Quelle, auf der die weiteren Verteidigungsbewegungen aufgebaut werden. Deswegen muss der Angriff richtig und mit voller Konzentration durchgeführt werden. Dank dem Angriff entsteht zwischen zwei am Anfang fremden Menschen ein gemeinsamer Punkt, eine Verbindungsstelle zu einem anderen Menschen. Oft wird die Arbeit des Angreifers unterschätzt.

Aber diese Arbeit ist sehr wichtig, denn so wie der Angriff ist, so ist auch die Verteidigung: ein schlechter und schwacher Angriff hat als Folge eine schwache und unkorrekte Verteidigung. Das alles bringt schlechte Erfahrung und Mangel in den Aikidotechniken mit sich.

Bei einem Angriff muss der Uke den Geist eines Angreifers mitbringen, der dem Tori das Gefühl gibt, wie es bei einem richtigen Angriff vorkommen kann. Die Angriffsbewegung muss dabei nicht unbedingt mit großer Geschwindigkeit gemacht werden. Sie kann auch ganz langsam fließen aber trotzdem mit diesem Angriffsgefühl.
Victor und Partner

Es ist schwer, als Uke gut zu arbeiten. Weil es schon von vorn herein bekannt ist, welche Verteidigungsbewegung gemacht wird und welche Rolle die Bewegung abschließt. Mit dieser Kenntnis kann der Uke seine Bewegung so durchführen, dass die angebotene Bewegung verfälscht werden kann oder nicht mehr möglich sein könnte. Genau das möchten wir bei unserem Unterricht vermeiden.

Es ist auch sehr schwer, seine Bewegung nicht zu unterbrechen, sondern seine eigene Bewegung an die Bewegungen des Tori anzupassen und ihnen zu folgen. Es ist sehr schwer, das Gleichgewicht weiter zu behalten, wenn nach einer Pause die Verteidigungsbewegung fortgesetzt wird.

Ein Uke macht genau die Arbeit, die ein Tori macht. Die Konzentration, das Ki, das Streben nach dem Halten des Gleichgewichts bleibt vorhanden. Der Körper bewegt sich zusammen in die Richtung, die vom Tori angeboten wurde und man bemüht sich, die Verbindung zu dem Tori nicht zu verlieren.
Sajana und Kind

Richtig angreifen heißt, durch den Griff die Kontrolle über den Körper des Partners zu übernehmen, das bedeutet, gleichzeitig mit dem eigenen Zentrum durch den gemeinsamen Punkt (Griffstelle) das Zentrum des Partners zu kontrollieren, so zu sagen eine Verbindung herzustellen.

Im Aikido wird gelehrt, den anderen Menschen zu respektieren. Mit einem Neuling kann man nicht mit voller Kraft arbeiten und man braucht gewisse Geduld, um durch die Angriffsbewegungen dem Partner zu erklären, wie es weiter geht.

Das Aikidotraining hilft uns, unseren Kopf vom Alltagsgeschehen abzuschalten, sich selbst wiederzufinden und was besonders wichtig ist, uns geistig und körperlich weiterzuentwickeln.
Ljuba und Partner


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