Chronik
der
Freiwilligen Feuerwehr Bergheim

Aus der Chronik...
Die Freiwillige Feuerwehr Bergheim wurde am 10. März 1876 durch den damaligen Bürgermeister Leonhard Bunk gegründet. Ihr erster Kommandant war Josef Waldenmaier von 1876 bis 1879. Nach ihm folgte von 1879 bis 1881 Herr Sebastian Wurm. Ihm folgte Herr Michael Guffler von 1882 bis 1892.
Bei einem Brand in der damaligen Türkenstraße (Datum nicht genau bekannt) hat die Feuerwehr das Mitglied Jakob Aubele verloren. Aubele wurde durch herabfallendes Stroh vom Dachstuhl derart verletzt, dass er nach zwei Tagen seinen Wunden erlegen ist.
Nach Herrn Michael Guffler wurde Herr Michael Scherer zum Kommandanten gewählt. Er bekleidete das Amt von 1892 bis 1896.
Nach Michael Scherer war Michael Link von 1896 bis 1905 Kommandant. Einen wichtigen Abschnitt seit ihrem Bestehen hatte die
Freiwillige Feuerwehr am 8. November 1901 zu verzeichnen.
Es wurden acht Feuerwehrleute, welche seit Gründung der Feuerwehr aktive Treue und fleißige Dienste geleistet hatten, das von Seiner Majestät König Ludwig II. gestiftete 25jährige Ehrenzeichen verliehen.
Die Verleihung erfolgte durch den Ersatzbezirksvertreter Kaufmann Philipp Deisler aus Gundelfingen. Die Feier fand in der damaligen Paulinschen Brauerei statt. Seelsorger war zu dieser Zeit Pfarrer Hell.
Am 01. Januar 1905 wurde laut Zirkularunterschrift und auf mehrfache Anregung eine Feuerwehrkasse gegründet zu dem Zweck, daß bei Beerdigung verstorbener Kameraden die Auslagen für Trauerkranz und heilige Messe durch die Kasse bestritten werden können. Nachdem Michael Link 1905 seine Funktion als Kommandant freiwillig niederlegte, wurde Alois Schuster zum Kommandanten gewählt. Er bekleidete das Amt von 1905 bis 1919. Im Kriegsjahr 1915 wurde die zurückgebliebene Mannschaft vom 16. Bis zum 59. Lebensjahr zum Dienst der Freiwilligen Feuerwehr herangezogen.
Nach Alois Schuster war Michael Link, Hs.-Nr. 69, von 1919 bis 1923 Kommandant. Michael Link ist am 15. November 1923 durch Tod ausgeschieden.
Bis zum April 1924 war die Feuerwehr ohne Kommandanten, nachdem die anberaumten Wahlen jedes Mal ohne Erfolg blieben.
Am 24. April 1924 wurde Michael Bertenbreiter zum Kommandanten gewählt.
Die Chronik berichtet darüber: „Es war für ihn eine harte Arbeit, aus der durch den Krieg so tief gesunkene Disziplin und Diensteifer auf die laufende Bahn zu bringen. Dank seiner Energie und mühevollen aufopfernden Arbeit und Beliebtheit bei der Mannschaft kann er heute wieder mit Stolz auf eine tüchtige, stramme, arbeitsfähige und eifrige Mannschaft sich verlassen.“
Am 22. Mai 1927 feierte die Freiwillige Feuerwehr Bergheim im kleineren Rahmen, der damaligen Zeit ent-sprechend, ihr 50jähriges Gründungsfest. Mit Musik wurde zur Kirche marschiert. Pfarrer Hell hielt eine der Feuerwehr entsprechende und ermahnende Ansprache.
Nach dem Gottesdienst marschierte man in die Hummelsche Gastwirtschaft zum Frühschoppen.
Kommandant Michael Bertenbreiter begrüßte im Namen der Freiwilligen Feuerwehr Bezirksvorsteher Hamaleser aus Lauingen und alle Anwesenden. Der Kommandant gab anhand der Feuerwehrgeschichte einen Rückblick auf das Entstehen der Feuerwehr vor 50 Jahren und ihren Verlauf. Er ermahnte die jüngsten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, dass auch sie dieser edlen Sache treu bleiben möchten, bis sie ihr 50jähriges Dienstjubiläum feiern dürfen und zugleich die Freiwillige Feuerwehr ihr 100jähriges.
Bei dieser Feier wurde auch die Anregung gegeben, die am 01.11.1905 gegründete und durch die Inflationszeit in den Dornröschenschlaf verfallene Kasse wieder ins Leben zu rufen. Bei einer am 09.06.1927 zwecks dieser Sache abgehaltenen Versammlung wurde die Kasse nach den alten Statuten lautend wieder einstimmig angenommen und pro Mann 60 Pfennig eingehoben. Michael Bertenbreiter war dann noch bis 1945 Kommandant der Feuerwehr.
Ihm folgte Xaver Kraus sen. Von 1945 bis 1948 als Kommandant. Weiter war dann Ewald Bertenbreiter von 1948 bis 1955 als Kommandant eingesetzt. Von 1956 bis 1966 bekleidete Hugo Sing das Amt des Kommandanten. Von 1966 bis 1971 war Max Link als Kommandant tätig. 1971 wurde Sebastian Graf zum Kommandanten gewählt.
Unter Kommandant Sebastian Graf legte eine Gruppe von Wehrmännern ihre erste Leistungsprüfung in Bronze ab. 1974 wurde beschlossen, dass die Feuerwehr jedes Jahr einen Maibaum aufstellt. 1975 legten bereits zwei Gruppen die Leistungsprüfung in Bronze und Silber ab. 1976 wurde Seb. Graf zum zweitenmal zum Kommandanten gewählt. 1976 wurde auch beschlossen, das 100jährige Bestehen der Wehr mit einer Fahnenweihe 1979 zu feiern. Aus diesem Anlass wurde ein Feuerwehrverein gegründet., als Vorstand wurde Ludwig Bertenbreiter gewählt. Dem Ausschuß gehörten folgende Mitglieder an: Ludwig Bertenbreiter, Sebastian Graf, Erwin Graf, Hubert Mannes, Manfred Beckert, Leonhard Schuster, Willi Joas, Albert Joas, Alfred Hummel, Ernst Gregg, Kaspar Waidmann, Josef Waidmann, Leonhard Sing, Josef Scherer, Johann Guffler. Das Amt des Festpräsident hatte Hugo Sing jun. inne.
1978 wurde nach den Festdamen Ausschau gehalten. Folgende junge Mädchen waren dazu bereit: Anita Riedel, Martina Sing, Rosi Sing, Gertrud Heigel, Silvia Jung, Petra Schmid, Anita Schmid, Lucia Bunk, Gisela Hördegen, Maria Gruber, Lydia Waidmann, Marianne Zeller. Fahnenbraut wurde Karin Baumann.
Im April 1979 legten drei Gruppen die Leistungsprüfung in Silber, Vorstufe Gold und Gold ab. Als Fähnrich stellte sich Anton Heigel, als Begleiter Clemens Bayer und Franz Oblinger zur Verfügung.
Der Höhepunkt des Jahres war ohne Zweifel das 100jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe vom 22. Bis 24. Juni. Ein 2000-Mann-Zelt war auf der Gutmaier-Wiese am Kapellenweg aufgebaut.
Am Freitag ,22. Juni, ging der Festabend mit zahlreichen Ehrungen und großer Tombola über die Bühne. Der Patenverein aus Mödingen war zu Gast, für Unterhaltung sorgte die Festkapelle aus Unterthürheim. Der Samstag war von einem Kindernachmittag der Raiffeisenbank geprägt. Am Abend war zum bunten Nachmittag eingeladen. Der Sonntag begann mit dem Festgottesdienst und der Fahnenweihe (mit Pater Josef Cramer). Höhepunkt war am Nachmittag der Festumzug mit über 60 Vereinen. Der Festausklang mit Tanz zog sich bis in die Nachtstunden hinein.
Im Februar 1981 legte Kommandant Sebastian Graf sein Amt nieder. Zum Nachfolger wurde Manfred Beckert gewählt, Willi Joas wurde stellvertr. Kommandant. Am 08. Mai legten drei Gruppen die Leistungsprüfung in Gold grün, Gold und Vorstufe Gold ab. Eine neue Satzung wurde bei der Generalversammlung am 08.01.1982 beschlossen. Gleichzeitig fanden auch Vorstandswahlen für die Dauer von fünf Jahren statt. Vorstand wurde wieder Ludwig Bertenbreiter.
Bei der Generalversammlung am 27.01.1983 wurden sechs Aktive für 25jährigen freiwilligen Feuerwehrdienst geehrt. Die Auszeichnung führte Kreisbrandinspektor Sagerer aus Dillingen durch. Geehrt wurden Josef Bunk, Werner Hördegen, Erwin Graf, Sebastian Graf, Leonhard Sing, Willi Wurm. Im April 1983 legten vier Gruppen die Leistungsprüfung für Gold rot, Gold grün, Gold, Vorstufe Gold und Silber ab. Eine Gruppe bestand aus jungen Feuerwehrkameraden, sie schafften Bronze.
Eine neue Satzung wurde bei der Generalversammlung 1984 verabschiedet. Ebenso standen Wahlen für die nächsten sechs Jahre an. Als neuer Vorstand wurde mit großer Mehrheit Paul Linder gewählt. Sein Stellvertreter wurde Manfred Beckert. Die weiteren Ämter: Schriftführer Anton Heigel, Kassierer Leonhard Schuster, Beisitzer Ernst Gregg, Josef Mannes und Anton Sing. Als Fahnenbegleiter stellte sich Leonhard Schuster für den zurückgetretenen Franz Oblinger zur Verfügung.
1986 wurde aus eigenen Mitteln in Eigenbau ein Schulungsraum im Gerätehaus errichtet. Er steht nun für die Belange der aktiven Wehr sowie für kleinere Festlichkeiten zur Verfügung.
Im April 1988 legten wiederum 2 Gruppen die Leistungsprüfung ab und erhielten dafür folgende Abzeichen: Goldrot, Goldblau, Goldgrün, Gold und Vorstufe Gold. Ein Jahr später, 1989, haben 17 Feuerwehrmänner die Leistungsprüfung abgelegt und erhielten Abzeichen in Goldrot, Goldgrün, Goldblau, Gold, Vorstufe Gold und Silber.
Ein weiterer Höhepunkt der Freiwilligen Feuerwehr Bergheim war am23. und 24. 09.1989 das 110jährige Gründungsjubiläum mit Fahrzeugweihe. Am Samstag, den 23.09. erfolgte die Fahrzeugübergabe, ein neues Spritzenfahrzeug TSF Marke Mercedes mit Funkausrüstung, am Gerätehaus. Den anschließenden Festabend in der Festhalle der Firma Linder eröffnete Altbürgermeister und Ehrenvorstand Ludwig Bertenbreiter. Dabei wurden für 25jährigen aktiven Feuerwehrdienst geehrt: Josef Waidmann, Kaspar Waidmann(Kirchberg 6), Clemens Bayer, Anton Sing und Leonhard Schuster. An diesem Abend erfolgte auch ein Auftritt der „Epponia-Tanzgruppe“ aus Eppisburg. Am Sonntag, den 24.09, nach Totengedenken, Festgottesdienst, Frühschoppen, wurde ein Seilziehwettbewerb abgehalten. Festkapelle an beiden Tagen war der MV „Frohsinn“ Mödingen.
Die Freiwillige Feuerwehr hatte damals 45 Aktive in fünf Gruppen.
Im Mai 1990 legten zwei Gruppen die Leistungsprüfung ab in: Goldrot, Goldblau, Vorstufe Gold, dabei eine Nachwuchsgruppe in Bronze.
Im März 1992 wurde Thomas Hördegen zum neuen Kommandanten gewählt, als sein Stellvertreter Hermann Joas. Schon im Juni legten wiederum 2 Gruppen die Leistungsprüfung ab von Goldrot bis Silber. 1994 legten erneut 2 Gruppen erfolgreich die Prüfung ab in Gold, Vorstufe Gold und Silber.
Im April 1996 wurden Thomas Hördegen als Kommandant und Hermann Joas als sein Stellvertreter für die nächsten sechs Jahre wiedergewählt. Bei den Neuwahlen im Feuerwehrverein kam folgendes Ergebnis zustande: 1. Vorstand Thomas Hördegen, 2. Vorstand Walter Joas, Kassier Hermann Joas, Schriftführer Anton Heigel, Beisitzer Johann Guffler, Michael Scherer, Sebastian Graf und Theo Dittenhauser.
Im Mai 1996 legten zwei Gruppen die Leistungsprüfung ab, wofür Auszeichnung erhielten von Goldrot bis Bronze. Die Prüfer waren KBI Reinhold Schuster, KBM Michael Wörner, KBM Bruno Pogorzelski.
Drei Gruppen legten im Juni 1998 erfolgreich die Leistungsprüfung ab und erhielten dafür die Abzeichen von Goldgrün bis Bronze. Genau zwei Jahre später, also an 2000, legten diese drei Gruppen wieder die Prüfung ab und erhielten dafür von Goldrot bis Bronze.
Am 07.04.2000 wählte der Feuerwehrverein eine neue Vorstandschaft mit folgendem Ausgang: 1. Vorsitzender Thomas Hördegen, 2. Vorsitzender Walter Joas, Kassierer Hermann Joas, Schriftführer Anton Heigel, Beisitzer Sebastian Graf, Theo Dittenhauser, Christian Harlacher, Manfred Sturm.
Im Anschluss wurden geehrt für 40jährigen aktiven Dienst mit dem Goldenen Ehrenkreuz Albert Joas, für 25jährige aktive Zeit Rudolf Hördegen.
Bei der Generalversammlung am 06.04.2001 wurde beschlossen, das 125jährige Gründungsjubiläum im Jahre 2004 im großen Rahmen an 4 Tagen zu feiern. Bei einer Versammlung am 01. März 2002 wurde der Festausschuss gewählt. Thomas Hördegen (Vorsitzender Festausschuss), Walter Joas (Stellvertreter), Hermann Joas, Anton Heigel, Sebastian Graf, Theo Dittenhauser, Manfred Sturm, Christian Harlacher, Manfred Beckert sen., Sing Leonhard jun., Engelbert Holzapfel, Harald Kapfer, Günther Gregg, Jürgen Schmid.
Anschließend wurden für 25jährigen aktiven Dienst geehrt: Engelbert Holzapfel, Erwin Oblinger, Michael Wirth