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BILDER der Türkei

  Alarahan - Karawanserail und Burg

Die ehemalige Karawanserei Alarahan liegt ca. 45 km nordwestlich von Alanya an dem Fluß Alara (Alara Çayı). Man erreicht den Ort, indem man bei Yeşilöz-Okurcular von Alanya kommend) der Beschilderung folgend nach rechts abbiegt. Nach ca. 9 km erreicht man dann den alten Han. Etwa 500 Meter weiter, am Fuß des Burgberges, kann man bei zwei Bewirtungsplätzen am Flußufer, im Schatten mächtiger Bäume, ein kühles Getränk zu sich nehmen, sowie frischen Fisch und Fleisch in der Pfanne gebaten (für ungedultige und ausgehungerte) oder vom Grill verzehren. Wer gut bei Fuß ist sollte keinesfalls den steilen und beschwerlichen Aufstieg zum Gipfel des Berges und der Burg Alara scheuen. Oben angekommen, erhält man als Entlohnung für die erlittene Mühe und den vergossenen Schweiß einen wunderbaren Ausblick. Auf jeden Fall sollte jedoch der antike, hervorzüglich restaurierte Han kurz besichtigt werden, welcher gegenwärtig als Restaurant, Souveniergeschäfte-Center und für "türkische Abende" genutzt wird.


Historischer Überblick

Alarahan lag an einem Seitenstrang der Seidenstraße, der entlang des Flusses Alara verlief und die Städte Konya und Alaiye miteinander verband. Diese Karawansereiwar eine der letzten Raststätten auf diesem Weg. Viele Händler und Reisende haben hier in vergangenen Zeiten gerastet, gegessen, sich unterhalten und Schutz während der Übernchtung erhalten. Der nächste
Han, was übersetzt Herberge bedeutet, war schließlich eine Tagesetappe entfernt.
Der 770 Jahre alte Alarahan wurde im Jahre 1231 n. Chr. auf Geheiß des Seldschukensultans, dem I. Alaaddin Keykubat, erbaut. Bis 1998 war er eine verschüttete Ruine. In den Jahren 1998-2000 wurde er von privater Hand freigelegt und orginalgetreu wieder aufgebaut.
Dieser einst hochentwickelte Han diente anderen Bauten in Anatolien als Vorbild, vor allem wegen seiner unvergleichlichen Architektur, der Funktionalität der Räume und der komfortablen Zimmern, welche der Sultan während seines Aufenthalts benutzte. Dem Besucher bietet er heute die Gelegenheit, sich in die Lebensart der Seldschuken vor vielen Jahrhunterten zu hinein zu versetzen. Die Eigner von Alarahan erhoffen sich vom Besuch der Touristen, daß das Wissen um die Kultur und Lebensart der vergangenen Epoche zu erhalten.
Alarahan im antiken Pamphilien gelegen, ist eines von nur wenigen funktionsfähigen historischen Gebäuden der Türkei. In seinem momentanen Zustand, lebendig wie in der Vergangenheit, ist er seinen ursprünglichen Zweck treu geblieben. In Einheit mit der Burg Alara, dem Fluß Alara und dem Reiz der Natur prägt er die Landschaft und verleiht ihr in Vebindung mit dem Wissen um die Vergangenheit und deren Überbleibsel den Charakter eines Naturmuseums.

Tipps

Ein Feldweg nah am Fluß führt zu mehreren Lokalitäten, die gegrillten Fisch und Fleisch anbieten. Gleich am Anfang befindet sich ein Parkplatz. Wenn Sie nicht vorhaben hier zu essen, sondern bei dem gemütlicheren, nahe am Berg gelegenen Restaurant, dann lassen Sie sich keinenfalls von den Betreibern des ersten 'Lokals' dazu nötigen dort zu parken, und die ungerechtfertigen Parkgebühren zu bezahlen. Fahren Sie weiter ruhig weiter.
Die Tische am Wasser sind vom Eingang der Gelände nicht zu sehen. Es führen Wege dorthin mit Stufen an Ufernähe. Schauen Sie sich das ganze erst einmal in Ruhe an und setzen Sie sich an einen Tisch ihrer Wahl. Die Bedienung kommt zur Bestellung auf Sie zu. Gegrilltes kann etwas länger dauern, bei großem Andrang oder wenn der Grill noch nicht angezündet ist. Auch wenn Fisch auf dem Grill liegt, sie aber Fleisch wollen oder umgekehrt, muß gewartet werden bis das gericht durchgegart und der Grill gereinigt wurde.


Aufstieg zur Burg Alarahan

Nachdem wir uns im letzten Restaurant an einem Tisch am Ufer niedergelassen und unseren Durst gelöscht hatten, beschlossen Ali, dessen Tochter Güldal und ich zur Burg Alara hinauf zu steigen. Unsere Frauen und der Sohn blieben am Fluß. Zuerst führte der Weg durch den Garten des Restaurants, dann ging es nach links auf dem Pfad den Feldern enlang Richtung Berg. Dort mussten wir erstmal einige Meter nach oben kraxeln, ehe wir an einem alten, teilweise verschüttelten Tunnel ankamen. Von oben durch einen Lichtschacht stiegen Güldal, Ali und ich ein. Auf den Gedanken, dass der zum Gipfel durch diesen Tunnel führt, wäre ich nie gekommen. Nach einigen Metern war der Weg im Tunnel jedoch frei von herumliegenden Steinen. Die Deckenhöhe war beachtlich. Licht fiel nur durch kleine Deckenschächte in den Tunnel. Dadurch war recht dunkel, man konnte am Boden kaum etwas erkennen. Eine Taschenlampe wäre von Vorteil gewesen. Doch das schwierigste Stück lag nach einem Knick in dem dunklen Gang. Insgesamt waren 120 Stufen zu überwältigen. Davon mehrere in einem völlig dunklen Abschnitt besteigen. Teilweise hatten die Stufen eine Höhe von ca. 60 cm. Das zehrte an den Kräften und ging in die Waden. Nach ca. 50 bis 100 m gelangen wir wieder ans Tageslicht und legten, ziemlich erschöpft eine Pause ein. Mit neuen Kräften Pfeilen folgend, die auf Felsen angebracht waren, erreichten wir nach dem 1. Plateau der Burg auch das 2. Plateau. Von der Aussicht, die sich hier bot, überwältigt und von der Natur inspiriert, begann ich damit die Eindrücke, die sich mir boten auf Fotos zu bannen. Doch wie das leider immer so ist, kann man das mit den Gesichtssinnen erfasste nicht so auf Film bannen, geschweige den anderen Sinnen wie Geruch und Gehör die nur in ihrer Gesamtheit die Wirklichlichkeit zum Ausdruck bringen. Danach ging es weiter um den Rest des Aufstieges zu bewältigen. Ganz oben, fast auf dem Bauch durch einen niedrigen Durchgang kriechend, erreichten wir schließlich die Spitze des Hügels. Auf dem Plateau von ca. 3 m² mit einem steilen Abgrund vor uns fotografierte ich mit zittrigen Knien das grandiose Flusstal auf der anderen Seite des Berges, welches sich, wie ein Traum, vor mir erstreckte. Wie ein blauer Bogen wand sich der Fluß tief im Tal durch das Grün der mit Kiefernwäldern bedeckten Berge. Die Augen wurden nicht satt vom Schauen. Der Aufstieg, so mühsam er auch war, hatte sich gelohnt. Wenn wir nur 3 m. zuvor aufgegeben hätte, wäre uns die ganze Pracht der Natur verborgen geblieben.

Alarahan >>> ein gerissener Hoca >>> wo das Blaue und das Grüne... >>> Olympos

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