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Wanderwege

Wanderung durch das romantische Ehrbachtal

Mindestens vier Stunden benötigt ein guter Wanderer um durch das gesamte Ehrbachtal zu wandern. Das Ehrbachtal erstreckt sich über 17 Kilometer von Boppard-Buchholz bis Brodenbach. Auf dem Weg durch diese einmalige Naturlandschaft laden viele bewirtschaftete Mühlen / Gaststätten zur Rast ein und drei mittelalterliche Burgen fordern zur Entdeckung auf.

Auf zahlreichen Wegen gelangt man bequem hinunter in die Klamm (Anmerkung: Man sollte die Klamm immer von oben angehen - in Richtung Moselmündung wandern!). Hauptausgangspunkt für eine Wanderung durch das Ehrbachtal ist der Parkplatz "Scheid" an der Rhein-Mosel-Straße zwischen Gondershausen und Emmelshausen. Aber auch über Buchholz (Boppard, BAB 61 bzw. mit der DB AG bis zum Bahnhof Buchholz) oder Windhausen gelangt man bequem den Steilhang in die Ehrbachklamm herab. 

Der Weg durch das Tal der Ehrenburg bietet dem Besucher eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Hierer Mühle, Schöneckermühle mit Schloß Schöneck, Baunhöllermühle und die Daubesbergermühle mit ihrem noch betriebenen Wasserrad liegen oberhalb der Ehrbachklamm. Hinter der Rauschenmühle führt der Weg dann an einem rauschenden, wilden und unbändigen Bach entlang. Der Pfad ist teilweise ins Gestein gehauen, führt über einige Holzbrücken, vorbei an Felsbrocken und steilen Hängen. Hoch oben thront die Rauschenburg. Der Waldpfad bis zur alten Steinbrücke, etwa 100 Meter vor der Eckmühle, bildet einen ersten Höhepunkt. Hier findet die Ehrbach ein breiteres Bett und auch der Steilhang öffnet sich. Der Wanderer hat hier die Wahl zwischen verschiedenen Wanderstrecken, wie z.B. den Weg nach Beulich oder Kröpplingen. Beide Wege verlassen das Ehrbachtal über den Mühlenweg den Steilhang hinauf. Die Hauptwanderstrecke folgt jedoch dem Bachverlauf weiter bis zur Mündung in Brodenbach. In diesem Fall kommt der Wanderer durch die Eckmühle, die Brandengrabenmühle, die Linke Mühle, das Ehrenburgertal, den Sonnenwinkel, den Vogelsang. Außerdem steht dem Wanderer kurz hinter der Linken Mühle die Möglichkeit offen einen Abstecher hinauf zur mächtigen Ehrenburg zu machen. Hier erwartet den Gast ein umfangreiches, mittelalterliches Programm. (Anmerkung: Der Besuch der Ehrenburg ist für jeden Gast sehr empfehlenswert. Jedoch sollte man für diesen Besuch genügend Zeit einplanen und die Öffnungszeiten beachten und die unterschiedlichen Programmangebote erfragen. Von einem Besuch der Ehrenburg nach einer Klammwanderung wird daher abgeraten! Informationen erhalten Sie unter www.ehrenburg.de oder telefonisch unter 02605/960532.) Nachdem man sich durch die ritterlichen Gaben wieder gestärkt hat, kann man dann unterhalb der Zugbrücke wieder ins Ehrenburgertal absteigen. (Anmerkung: Gehen Sie auf dem Wanderweg weiter, den Sie zuvor für den Besuch der Ehrenburg verlassen haben.) Im Ehrenburgertal finden Sie die auf dieser Homepage vorgestellten historischen Andecken aus unserer Vergangenheit, die heute von den Bewohnern des Ehrenburgertals liebevoll erhalten werden. Nach ca. 2 km gelangt man am Sonnenwinkel vorbei in den Vogelsang, der letzten Station im Tal der Ehrenburg. Der Wanderweg endet hier etwas unromantisch an einer stark befahrenen Straße, ca. 1 km vor der Mündung des Ehrbaches in die Mosel.

Mühlen im Ehrbachtal:

Mühle: Inhaber: Ort: Tel.:
Baunhöllermühle Fam. Link Becker 56281 Emmelshausen 0 67 47 - 82 01
Hierer Mühle Holger Schlachter 56283 Ney 0 67 45 - 3 69
Schönecker Mühle 56283 Ney
Daubesbergermühle Familie Bartsch 56154 Boppard-Oppenhausen 0 67 45 - 2 67
Rauschenmühle 56154 Boppard-Oppenhausen http://www.rauschenmuehle.de/
Eckmühle  Fam. Süß 56283 Beulich 0 26 05 - 6 59
Brandengrabenmühle 56332 Brodenbach
Mühle Vogelsang 56332 Brodenbach

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Von einstiger Macht zeugen die stolzen Mauern im Tal der Ehrenburg

Auf dem Weg durch das romantische Tal laden vier bewirtschaftete Mühlen zum Verweilen ein, drei Burgen wollen entdeckt werden. Am Anfang der Wanderung steht die mächtige Ehrenburg aus dem Jahr 1120. Sie liegt hoch oben auf dem Felsen des Ehrenberg und lädt zu einer Reise ins Mittelalter ein. Von Ostern bis Oktober gibt es auf der Burg spannende Mitmachprogramme, abenteuerliche Rätselspiele und vergnügliche Geschichten für Kinder und den Rest der Familie. An allen Sonntagen im Juli und August, wenn sich die Tore der Ehrenburg zu den traditionellen Sommerfestspielen öffnen, können hier spannende Duelle der Ritter mit Schwert, Streitaxt und Morgenstern beobachtet werden.

In Mitten der tobenden Klamm geht die Wanderung unterhalb der Rauschenburg und dem Rauschenberg (früher "Rusberg") vorbei. Sie ist eine typische Trutzburg, die Erzbischof Balduin von Trier 1332 im Kampf gegen die Burgherren der Umgebung errichten ließ. Die Rauschenburg (früher "Ruszimburg" und auch "Baldenruise" genannt) ist heute eine Ruine. Auf die Rauschenburg folgt Schloss Schöneck oberhalb der Schönecker Mühle. Das Schloss war bis 1222 Vogtei und Reichsgut des "Bopparder Reiches" und wurde teilweise 1805 zerstört. Die Ruine wurde wieder aufgebaut. 1910 erwarb der Maler Steinhaus das Schloss und lebte dort bis zu seinem Tod 1924. Heute ist das Schloss in Privatbesitz. 

Bekannt wurden diese Burgen durch die "Eltzer Feede" von 1331. Hierbei stellten sich die Ritter von Schöneck, Waldeck, Ehrenburg und Eltz gemeinsam gegen den nach Macht strebenden Trierer Erzbischof Balduin. Neben der Rauschenburg, die der Belagerung der Burgen Schöneck, Waldeck und Ehrenburg diente, ließ Balduin in unmittelbarer Nähe der Burg Eltz die sog. Baldeneltz, ebenfalls eine Trutzburg, errichten. Wie mächtig die Burgen Schöneck, Ehrenburg und Eltz einmal waren, vermag man an dieser mühevollen Belagerung durch den Erzbischof ermessen. Statt die Bastionen unmittelbar anzugreifen, ließ er zwei Trutzburgen bauen und belagerte die Burgen über mehrere Jahre. Die "Eltzer Feede" endete 1336 mit  der sog. "Eltzer Sühne". Da die Ritter von Schöneck, Ehrenburg und Eltz keinen Machtverlust verzeichneten und sich Balduin zurückzog, wird vermutet, dass die Belagerung keinen Erfolg hatte. Jedenfalls wurden die Bastionen nicht in nennenswerter Weise beschädigt und die Ritter der Schönecker Burg wurden von Balduin als Burggrafen auf der Rauschenburg eingesetzt. 

 

Nachdem Schöneck kurtrierischer Verwaltungsbezirk (Vogtei) geworden war entfiel die militärische Bedeutung der Rauschenburg und ihre Gebäude und Gemäuer waren dem Verfall preisgegeben. Heute ist die ursprüngliche Burganlage mit Innenhof, Schildmauer, Resten von Pallas(Wohnhaus) und Bergfried jedoch noch sehr gut erkennbar.

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WILLKOMMEN IN EINER ANDEREN ZEIT

 

Inmitten der wildromantischen Wälder des Hunsrück, unweit der Mosel, ragt der steile Felsen empor, der seit Jahrhunderten die Türme, Höfe und Bastionen der Ehrenburg trägt. Ein außergewöhnlicher Platz für außergewöhnliche Feste, reizvolles Ziel für einen Wochenendurlaub und Erlebnisraum für die ganze Familie.
Die Ehrenburg ist das Forum für lebendige Kultur des Mittelalters. Einzigartig in Deutschland erwacht die Ehrenburg ganzjährig zu neuem Leben. Stolze Ritter und edle Damen, Magier und Minnesänger, Spielleute und Scharlatane - tausend zauberhafte Gestalten treten hervor aus dem Nebel der Jahrhunderte und heißen willkommen zu einer alle Sinne fesselnden Reise in eine andere Zeit .  
 
Nutzen Sie eine der zahlreichen Wandermöglichkeiten hinauf auf den Ehrenberg.

Für Besucher ist die Burg vom Ostersonntag bis zum 31. Oktober geöffnet

mittwochs bis samstags

10 bis 16 Uhr
 
an Sonn- und Feiertagen

11 bis 18 Uhr

Eingangstor

  montags und dienstags
 
Besuch und Besichtigung
nur nach Voranmeldung

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