Mein Tag in Hogwarts!!

von Demelza Doggery aus Zophres



Hallo, ich bin Ginny Weasley und will euch meinen Tag in Hogwarts vorstellen:

Die Sonne strahlte durch das Fenster des Gryffindorturmes und blinzelte durch die Vorhänge der Himmelbetten im Mädchenschlafsaal. Ich rutschte mit einem Fuß auf dem Boden hin und her, um meine Hausschuhe zu erwischen. Doch ich fand sie wie jeden Morgen nicht. Also schnappte ich mir den Zauberstab vom Nachtschränkchen und murmelte: " Accio Hausschuhe" Dann kamen sie auch schon angerauscht und ich konnte mich verschlafen in das Badezimmer begeben.

Das Frühstück war schon lange aufgetischt und Hermine und ich hatten schon begonnen zu essen, als Ron und Harry am Tisch auftauchten. Die beiden hatten dicke Ränder um die Augenlider, ich wollte gar nicht wissen, was die schon wieder in der Nacht getrieben haben. Vielleicht waren sie ja noch bei Hagrid, unter Harrys Tarnumhang selbstverständlich. Oder vielleicht haben sie ja auch Snape wieder einmal an der Nase herumgeführt?? Während ich da so in Gedanken versunken da saß, kam die Eulen in den Esssaal herein geflogen. Eine große Schleiereule warf mir ein Päckchen auf den Teller. Rasch öffnete ich es. Es war ein Brief von Mum und sie schickte mir meine Baldrianwurzeln nach, die ich zu Hause zu Schuljahresbeginn vergessen hatte.

Nach dem Frühstück ging ich mit meinen Klassenkameraden und einigen aus Ravenclaw, darunter auch Luna Lovegood, zu den Verwandlungsräumen. Prof. McGonagall brachte uns heute bei, wie wir einen Raben in eine Maus verwandeln. Dies war eine schwierige Sache. Und ich konnte mich fast nicht konzentrieren, weil Luna mit ihren Radieschenohrringen andauernd hin und herwackelte. Danach hatten wir eine Doppelstunde Zaubertränke, in der wir den Sud des Todes brauen sollten, es aber nicht jeder hinbekam. Snape war in solchen Dingen radikal und die Hälfte der Klasse (natürlich alle Gryffindors) konnte am Ende ihm kein Versuchsgläschen reichen, weil er sie zuvor als unbrauchbar eingestuft hat und einfach verschwinden lies.

Beim Mittagessen erzählte Ron etwas von den Nifflern, die Hagrid ihnen bei ihrer Unterrichtsstunde in Pflege Magischer Geschöpfe gezeigt hat. "Unglaublich, wie diese Wesen das Gold ausgraben!! Schade, das es kein echtes Gold war, was wir ausgraben sollten!!", er seufzte leise. Er litt sehr darunter, das unsere Familie nicht alzu viel Geld hatte, das hing auch wohl mit Draco Malfoy zusammen, der ihn dauernd es vor Augen führen musste. Ich schweifte mit meinem Blick zu dem Slytherintisch, wo sich Malfoy angeregt mit Crabbe und Goyle zu unterhalten schien. Hermine war währenddessen in der Bibliothek verschwunden um noch ein Buch über Alte Runen zu ergattern.

Nach der Pause hatten wir dann Verteidigung gegen dunkle Künste. Dieses Jahr machte das Mad-Eye Moody. Natürlich heißt er nicht wirklich Mad-Eye, aber ich kenne ihn vom Orden des Phönix, indem auch meine Eltern sind. Er hieß Mad-Eye wegen seines magischen Auge, das immer schnell über die Reihe huschte. In Wirklichkeit heißt er Alastor, glaube ich. " Das Zaubereiministerium war der Meinung, man sollte Sie nicht über die Unverzeihlichen Flüche unterrichten!! Doch Dumbledore und ich sind da anderer Meinung!" Die Stunde verlief fast genauso, wie Ron und Harry sie mir einen Tag zuvor erzählt haben. Nur, das da natürlich kein Neville Longbottom war, der hysterische Anfälle bekam. Doch Luna Lovegood fand die ganze Sache anscheinend auch nicht so lustig. Natürlich, ich ja auch nicht. Wie er zu erst die Maus (bei Harry und Rons Stunde hatte er Spinne genommen) unter voller Kontrolle hatte und sie durch das ganze Klassenzimmer schweben lies, war ja noch lustig. Aber mit anzusehen, was nach seinem "Crucio" passiert war nicht schön. Und wie kaltblütig er die arme Maus mit einem schlichten "Avada Kedavra" erledigte schon gar nicht.

Danach war für mich der Unterricht beendet. Ich erledigte noch meine Hausarbeiten in Verwandlung und Zaubertränke. Dann schnappte ich mir meinen Sauberwisch und begab mich dann auf das Quidditchfeld. Dort war zu dem Zeitpunkt niemand. Ich glaube Ron, Fred und George haben nie richtig bemerkt, dass ich ja auch fleigen kann, doch ich habe mir hin und wieder einen Besen geschnappt und bin einige Runden geflogen, was ich aber nur Hermine anvertraut habe. Ich verhexte einige "Tennis"bälle, damit ich sie durch die Ringe werfen konnte und auch wieder zurück bekam. Dann flog ich einige Zeit einem Ball hinterher, als wäre ich ein Sucher und selbst als Treiber versuchte ich mich, was mir aber nicht alzu gut gelang. "Um jeden Preis will ich in die Mannschaft!!!", nahm ich mir vor, " Egal welche Position!" Doch den Hüter ließ ich dann doch besser sein. Und machte mich zurück in den Gemeinschaftsraum. "Passwort?", verlangte die dicke Dame vom Portrait. " Schweineschnauze!", sagte ich und die dicke Dame schwang zur Seite weg und öffnete den Eingang zum Gemeinschaftsraum. Dort empfing mich Hermine, die mir aufgeregt erzählte: " Schau dir die zwei an!" Sie wies auf George und Fred, die unübersehbar in der Mitte des Raumes standen und Pillen und Bonbons schluckten, sich danach erbrechen mussten oder bekamen Nasenbluten, doch schluckten sie eine weitere Süßigkeit, hörte alles wieder auf. Ich schüttelte nur den Kopf und verschwand im Schlafsaal, dort unten konnte man sowieso keine Hausaufgaben mehr machen. Also setzte ich mich in mein Bett und las das Kapitel in VdgK, das ich bis morgen lesen sollte.

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