Die Frankfurter Rundschau über "Titus Andronicus", Deutsches Theater Berlin:

Was darum an dem Abend eindrucksvoll ist, liegt mehr auf der technischen Ebene der Darstellung von Situationen als etwa in der Behauptung einer Reflexion von Phänomenen der Gewalt. (...) Die Szene der Vergewaltigung wird von Maximilian von Pufendorf und Andreas Bisowski aus einer wachsenden, am Körperspiel der nackten Burschen ablesbaren Geilheit erspielt. (2001, Peter Iden)

Noch dazu der Tagesspiegel:

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Und die Teenager Demetrius (Maximilian von Pufendorf) und Chiron (Andreas Bisowski) genießen die Vergewaltigung und Verstümmelung der Titus-Tochter Lavinia gut gelaunt, wie zwei schlaue, geile Ratten. Es ist die stärkste Szene: diese Jagd, dieser Sadismus, diese unerklärbare, urplötzliche Satanstat. (2001, Rüdiger Schaper)

Das Neue Deutschland über "Antigone" von Sophokles, Deutsches Theater Berlin:

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Und der junge Andreas Bisowski, vom Gorki-Theater kommend, beweist bereits jetzt mit seiner Rolle als Wächter, daß er nicht nur das Zeug zum großen Komödianten (ohnehin) hat, sondern jeder Figur etwas unverwechselbar Eigenes zu geben vermag.

(2001, Gunnar Decker)

Der ORB/NDR über "Die Kassette" von Carl Sternheim, Maxim Gorki Theater Berlin:

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Wunderbar lebendig ist das junge Paar des Abends. Eva Mende spielt die Tochter des Oberlehrers, ein unbeholfenes junges Ding, das sich in den Fotografen Alfons verliebt. Sie ist beim ersten Rendezvous so aufgeregt, dass sie das Gleichgewicht verliert und kopfüber eine Schräge herunterrutscht. Doch Alfons, der schön stürmisch und selbstverliebt von Andreas Bisowski verkörpert wird, hat dafür keine Augen. Er steht nur an der Rampe und faselt geschwollenes Zeug... Erich Sidler beweist, dass Sternheim immer noch spielbar ist.

Die Berliner Morgenpost über "Komödie der Irrungen" von William Shakespeare, Maxim Gorki Theater Berlin:

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Und in diesem Kuddelmuddel mit den Dienern zweier Herren und Herren zweier Diener haben die beiden Arbeitnehmer spielerisch immer die Nase vorn. Thomas Schmidt und vor allem Andreas Bisowski, mit rotem Meckischnitt und leuchtend blauem gestreiften Anzug, sind ein doppeltes Zappellotchen gestisch-mimisch hoch nervös und tief verängstigt. Sie scheinen geradewegs aus der Comedia dell'arte für Shakespeare engagiert.

(2001, Peter Hans Göpfert)

Noch dazu das Stadtmagazin Zitty:

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Das Gorki-Ensemble, allen voran brillieren Andreas Bisowski und Thomas Schmidt in den Dienerrollen, und der englische Regisseur Martin Duncan bringen das sehr kurzweilig auf die Bühne.
(2001, Conk)

Noch dazu die Berliner Zeitung:

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Peter Knaack und Andreas Bisowski spielen den Antipholus und seinen Diener Dromio aus Ephesus. (...) Es gelingt ihnen die Paare bei aller Ähnlichkeit in Gesten und Sprache zu unterscheiden. (...) Bisowski stattet seinen Dromio 1 mit der Resignation und der Klarsicht eines ständig getretenen aus. Hinter seinen Gesten und Blicken sitzt eine Wut, die ihn in die Nähe eines aufbegehrendes Figaros bringt.

(2001, Henrike Thomsen)

Die Berliner Zeitung über "Born to Shop", Maxim Gorki Theater Berlin im Kaufhof am Alexanderplatz:

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Im Dämmerlicht der Lebensmittelabteilung schließlich fügt sich alles zusammen. Das Brummen der Kühltruhen, die Putenspieße und Lammkoteletts, die in Zellophan verpackt auf den Aggregaten ruhen, die Blume, die jämmerlich vor der Wursttheke verkümmern würde, käme da nicht der von Andreas Bisowski im Fililalleiter-Kittel gesungene Befehl: "Lauf und kauf Wasser für die Blume der Liebe, dann blüht sie für uns zwei. Denn sie darf nicht verwelken, sonst ist alles vorbei." Armin Pommeranz spielt auf der Hammondorgel, Eva Mende rennt nach Wasser und Ursula Werner blüht wieder. Das Kaufhaus als Kulisse, nichts scheint in diesem Augenblick mehr Sinn zu haben. Davon hätte man gern noch mehr gehabt, stattdessen geht es durch den Personaleingang auf den Alexanderplatz. Dort zieht es wie immer.

(2000, Susanne Lenz)


Die Berliner Morgenpost über "Wilhelm Tell" von Friedrich Schiller, Maxim Gorki Theater Berlin:

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Götz Schubert ist zuletzt für die Titelrolle eingesprungen. Die Regie will nicht das Drama individueller und kollektiver Verantwortung spielen. Daher bleibt besonders auch dieser Tell im Privaten. Zum Helden taugt er nicht. Vielleicht macht ihn das besonders sympathisch. Wie auch den Knaben an seiner Hand, der überaus komisch (Andreas Bisowski) ausrasten kann.

(2000, Peter Hans Göpfert)

Die Berliner Zeitung über "Schlachthaus" von Kaite O'Reilly, Maxim Gorki Theater Berlin:

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Der Held von "Schlachthaus" aber heißt Rory. Mit seinem karierten Hemd und dem roten Pollunder sieht er aus, wie ein verhuschter Pfadfinder, dem die umgebundene Schlachterschürze und der Kettenhandschuh drei Nummern zu groß sind. (...) Andreas Bisowski spielt diesen reinen Toren, und wenn er sich an den Fleischerhaken selbst aufhängt und mit den Füßen nach oben in der Luft zappelt, dann wirkt das bei ihm nicht wie Slapstick, sondern wie das, was in der Welt des freien Falls nun einmal passiert, wenn der Schwerpunkt der Seele aus dem Lot gerät.

(1999, Ijoma Mangold)

Noch dazu die Frankfurter Allgemeine Zeitung:

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Der glänzende Andreas Bisowski spielt das Vieh und den Fleischer und die Komik, wenn sich ihr Verhältnis plötzlich umdreht. Er tut das mit dem Ernst der Verzweiflung und dem Mut des zu allem entschlossenen Bewerbers. Und als unerwartet die verehrte Tochter des Hauses den Raum betritt, tut er es außerdem mit dem Charme des geübten Verlierers.

(1999, Irene Bazinger)

Noch dazu die Berliner Morgenpost:

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Beim Publikum sind Rory aber von Anfang an alle Sympathien sicher. Andreas Bisowski hat für diesen Typen mit seinen Verklemmungen, Ängsten, Liebes-Zögerlichkeiten die richtige Körpersprache, den alles sagenden Blick.

(1999, Peter Hans Göpfert)

Noch dazu Die Welt:

(...)

Umso erfreulicher ist es, mit Andreas Bisowski im Gorki-Studio endlich mal ein realitätstreu gezeichnetes Mitglied der gelegenheitsarbeitenden Bevölkerung auf der Bühne zu sehen: In der deutschsprachigen Erstaufführung spielt er den sensiblen Rory, der unbedingt Metzger werden will, obwohl ihm tote Tiere, vor allem, wenn sie klein sind, die Tränen in die Augen treiben. Maske und Schauspielkunst lassen ihn tatsächlich aussehen wie einen kleinen frettchenhaften, schlechtbezahlten und schlechternährten Handlanger mit einem mickrigen Schnurrbärtchen. (...) Da bildet sich ein Talent heran.

(1999, m.h.)

Noch dazu der Sender Freies Berlin, Galerie des Theaters:

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Die Überraschung des Abends ist aber Andreas Bisowski als bebrillter, verliebter Lehrling Rory, ein schußliger, sensibler Träumer, der vermutlich keiner Fliege, geschweige denn einem Schwein zu Leibe rücken kann. Das ist anrührend und witzig zugleich.

(1999, Inge Bongers)

Noch dazu Inforadio Berlin:

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Andreas Bisowski (...) setzt besondere Akzente, schwankend zwischen Scheu und Übermut, kindlicher Naivität und früher Resignation. Ein Name, den wir uns merken müssen

(1999, Peter Claus)

Noch dazu das Stadtmagazin Zitty:

Alle Achtung vor so einer Einstiegsinszenierung. Und vor dem herausragenden Schauspieler des Abends, Andreas Bisowski. Ein pubertierendes Würstchen und dabei der einzige innerlich noch bewegliche Mensch. Scharf im Sehen, schwach im Handeln und in kleinen Momenten plötzlich großartig groß. Er ist das innere Zentrum des Abends.

(1999, Constanze Klementz)


Die Süddeutsche Zeitung über "Schade, daß sie eine Hure ist" von John Ford, Maxim-Gorki-Theater Berlin:

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Doch bei der Thalbach ist Bergetto ganz und gar nicht erpicht, das schöne Mädchen zu besitzen. Schon der erste Auftritt, als er zusammen mit Poggio auf zwei Dreirädern daherkommt, beide munter brüllend, was sie gern wären, nämlich "born to be wild", offenbart: die mögen einander, die lieben. Später werden Thomas Schmidt (Bergetto) und Andreas Bisowski (Poggio) Titanic spielen, auf einem alten Ruderboot stehend schmettern. Der eine Kate, der andere Leo: "My heart will go on". Endlich knien sie vor dem Kreuz und heiraten. Diese beiden Jungs und die Geschwister sind Frau Thalbachs Lieblinge und ihre These: lieber die verrückteste Liebe als Anpassung, Agression, Langeweile. Und wirklich: die vier Jungen Schauspieler, sie schenken der Aufführung nicht allein Sinn, sondern auch Witz, Charme und Leichtigkeit.

(1999, C. Bernd Sucher)

Noch dazu "Theater Heute":

(...)

Gipfel der Kunst ist ein Clownspaar, Liebling der Regisseurin und Favorit beim Publikum, ein knapper Doppelzentner Lebendgewicht, aufgeteilt auf zwei blödelnde Schwule, die ihre Nummern im "Voll-Geil-Jargon" lancieren: Thomas Schmidt und Andreas Bisowski. (...)

(1999, Sybille Wirsing)

Noch dazu die Frankfurter Allgemeine Zeitung:

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Dem tragischen macht ein komisches Paar erfolgreich Konkurrenz: aus dem tumben Verehrer Bergetto und seinem Diener machen Thomas Schmidt und Andreas Bisowski mit Hingabe zwei kleine, aber supercoole Medienfreaks, die von Godzilla schwärmen und dabei die schwule Liebe entdecken. Sie legen eine echt ätzende Titanic-Parodie hin, finden das meiste voll geil, bis Bergetto versehentlich, aber in echt, ermordet wird.

(1999, Lothar Müller)


Der Tagesspiegel (Berlin) über das Intendantenvorspiel der Hochschule der Künste:

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Und auch der kleine Andreas Bisowski zeigt, was in ihm steckt. Mit einem außerordentlichen Gespür für die komische Wirkung des Körpers, legt er in Heiner Müllers "Philoktet" als wuseliger "Neoptolemos" eine glanzvolle Nummer aufs Parkett, die im Publikum einen wahren Begeisterungssturm auslöst. Während er nämlich den Herrscher zum Waffenkampf überredet, führt er einen Kampf, und zwar mit Gegenständen wie Tür und Bogen. Ein geborener Komiker scheint er zu sein, denn in einer anderen Rolle, etwas später, macht er selbst seinen Bühnentod – er erstickt als dummer Horrorfilmgucker an einem Zwieback – zu einem belachten Ereignis.

(1998, Tom Heithoff)


Die Sächsische Zeitung über "Disco Pigs" von Enda Walsh, Staatsschauspiel Dresden

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Rasant, mit kleinen Anlaufschwierigkeiten, fetzen die beiden Darsteller durch die überraschend diffizil gewobene Handlung. Katharina Kwaschik zeigt Ferklin in ihrer Zerrissenheit, (...), wie ein Wirbelwind fegt sie über die Bühne, daß Andreas Bisowski Schwierigkeiten bekommt, mitzuhalten. Er ist ruhiger, verbissener, spielt aber gerade den Frust und die Enttäuschung des zurückgewiesenen Liebenden eindringlich und überzeugend. Bravos für Schauspieler und Regisseur zur Premiere am Freitag.

(1998, Valeria Heintges)

Noch dazu die Freie Presse Chemnitz

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Regisseur Peter Lüder und seine beiden grandiosen Darsteller (Katharina Kwaschik, Andreas Bisowski) agieren so, daß der ganze Wahn, der in diesen Figuren steckt, ungekünstelt trotz einer Kunstsprache herüberkommt. (...) In Dresden kippt das ganze Unternehmen nach und nach auf wunderbare Weise fast in Romantik um. Eine ernste und poetische Traurigkeit macht sich breit. (...)

(1998, Gottfried Blumenstein)


Der Tagesspiegel über "Das Lachen und das Streicheln des Kopfes" von Oliver Bukowski, HdK Berlin

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Und die vier spielen gut. Das sie keine Uralt-Hasen sind, merkt man nur beim (kräftigen) Applaus. Maximilian Reiser (Jasper) und Eckhard Müller (Franz) haben ihre Ausbildung abgeschlossen, Magoscha Siwinska (Mo) und Wiebke Puls (Ruth) sind im dritten Studienjahr an der HdK. "Wir werden uns langweilen", nörgelt Jasper vor der Fete und nach dem Quickie mit seiner Nicht-Angetrauten. "Lachen ist gesund", widerspricht Mo. Gelacht wurde viel. Nur dann nicht, als Mo fünf Minuten und barbusig mit blutenden Pulsadern über die Bretter derwischt. "Übertreibt ihr nicht etwas?", rätselt Jasper. Drastisch haben Andreas Bisowski und Heidi Mottl die Groteske von Oliver Bukowski inszeniert. (...)

(1996, Jörn Hasselmann)


Die Berliner Morgenpost über "Philoktet" von Heiner Müller, HdK Berlin / Ostbahnhof

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Virtuos spielt Oliver Krietsch den resignierten Philoktet. (...) Andreas Bisowski und Frank Hartmann bringen eine erstklassige schauspielerische Leistung auf die Bühne. Die drei Schauspielstudenten der HdK haben auch Regie geführt und die Kostüme entworfen. (...) Eine hervorragend umgesetzte Inszenierung. Heiner Müller, ohne graue Mäntel, nicht auf karger Bühne, sondern mit jungen Künstlern der HdK wird, fernab der konventionellen Bühnen, zu einem rasanten Theaterereignis. Ganz im Gegensatz zu Josef Szeilers Inszenierung von "Philoktet" am Berliner Ensemble.

(Silke Benn, 1995)

Noch dazu der Sender Freies Berlin, "Galerie des Theaters"

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Am prägnantesten Andreas Bisowski als naiver und ehrlicher Neoptolemos. (...) Neoptolemos schämt sich für dieses Lügenspiel, der Konflikt ist dem Darsteller geradezu ins Gesicht geschrieben.

(1995, Carla Rhode)


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