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Konzerte > Konzert 1998
Artikel aus dem "Schifferstadter Tagblatt" vom 17.11.1998 (bütt) anläßlich unseres Jubiläumskonzerts zum 13-jährigen Bestehen
Lieder die waren und Lieder die sind
Einen Querschnitt, durch ihr Schaffen und ihre musikalische Entwicklung seit der Gründung ihrer Musikgruppe vor 13 Jahren gaben die Sänger/innen und Musiker/innen der Gruppe "Aufbruch" am späten Nachmittag des vergangenen Sonntags. Vor ihrem Publikum in der fast bis auf den letzten Platz besetzten St. Jakobuskirche breiteten die Interpreten einen buntgeknüpften Teppich von modernen und althergebrachten Kirchenliedern, von Gospeln, fröhlichen und nachdenklich stimmenden Stücken aus. Überrascht waren bei diesem Konzert wohl alle: Die Mitglieder der Gruppe "Aufbruch" über die große Zahl der Interessierten, die zu ihrem nicht alltäglichen Geburtstagskonzert erschienen waren und die Zuhörer, die mit einem Nachmittagskonzert von solch farbiger Vielfalt, voll von Rhythmus und Begeisterung, vielleicht garnicht gerechnet hatten.
Die 25 Frauen und Männer der Musik- und Gesangsgruppe präsentierten ihre Lieder mit Leidenschaft und Spaß. Schlag auf Schlag entfalteten die Künstler einen Strauß moderner, bekannter und traditioneller kirchlicher Lieder aus ihrem in den 13 Jahren ihres Bestehens zusammengetragenen Liederbestandes. Schwungvoll und mitreißend, aber auch besinnlich und nachdenklich waren die Stücke der Gruppe "Aufbruch". Unterschiedlich und immer wieder überraschend gut durcharrangiert, mit überzeugender Sicherheit vielstimmig und lebendig wiedergegeben.
Harmonisch und homogen fügten sich Gesang und Begleitmusik ineinander. Strahlend begeistert oder still getragen, harmonieunterstützt mit Solostimmen oder a capella, die Interpreten zogen alle Register ihres Könnens und ihres vielfältigen Repertoires. Sie bescherten damit ihrem Publikum und sicher auch sich selbst ein grandioses und gelungenes Jubiläumskonzert.
Artikel aus "Die Rheinpfalz" vom 19.11.1998 (Gisela Atteln) anläßlich unseres Jubiläumskonzerts zum 13-jährigen Bestehen
"Aufbruch" zu neuen, kreativen Ufern
Konzert in der Jakobuskirche mit Liedern aus 13 Jahren - Begeisterter Beifall für die Interpreten
"Aufbruch" nennen sie sich, die 25 Mitglieder der Gruppe, die in der Kirche St. Jakobus mit "Jede Zeit hat ihre Lieder" für ein volles Haus sorgte. Standing Ovations gab es zum Schluß für die Interpreten einer Musik, die alle religiösen Inhalte gekonnt in ein neues Gewand steckt.
Den Solisten, Instrumentalisten und Chorleuten signalisierte die positive Resonanz nicht zum ersten Mal, dass sie in den 13 Jahren ihres Bestehens ( mit im Kern noch immer gleicher Besetzung ) den Kinderschuhen einer reinen "Kirchenband" längst entwachsen sind. Damals aus einer Formation namens "Utopia" entstanden, nahm man nun unter der Leitung und Moderation von Susanne Bauer das "krumme" Jubiläum zum Anlass für eine Bilanz, aber auch zum Blick nach vorn.
"Aufbruch" der Name war und ist Programm! Zunächst assoziiert er ein für damalige Verhältnisse mutiges "Aufbrechen" der Hörgewohnheiten. Die von dicken Krusten des Herkömmlichen überlagerte Kirchenmusik sah sich plötzlich mit "schrägen" Klängen konfrontiert, die dem profanen Musical entlehnt waren, samt einer Erweiterung des "klassischen" Instrumentariums ( bei "Aufbruch" repräsentiert durch Querflöte und Geige ) durch Folk- und E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, zeitweise Keyboard und nun auch Saxophon, Congas und Percussion. Dabei blieb es nicht, denn erst die Texte mit durchaus kritischen Kirchen- und Gesellschaftstönen machten die Musik.
"Aufbruch" waren die ersten, die so unbequeme Musicals von Peter Janssens wie "Uns allen blüht der Tod" (1989), "Jesus einer von uns" (1990) oder Passion der Eingeborenen (1997) in Schifferstadt aufführten - jedesmal mit großem Erfolg. Das spricht für die Qualität der Darbietung - und die Offenheit des Publikums, das auch diesmal Auszüge daraus (Gesangssoli: Susanne Bauer, Uli Müller, Uwe Hutter) mit heftigem Beifall quittierte.
Daneben bedurften längst zu Gottesdienst-Hits avancierte Songs wie "Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer" oder "Jetzt ist die Zeit" sowie Gospels wie "Oh Happy Day", von der Gruppe zu einem Potpourri zusammengefaßt, keiner zweiten Aufforderung an die Zuhörer in der Jakobuskirche mitzusingen. Das Zeug zum künftigen Kultsong könnten aber auch eigene Lieder aus der Feder von Gruppenmitgliedern aus der "Aufbruch"-Gemeinschaft haben, wie etwa das vom "Regenbogen".
Ihre Uraufführung kündigt jedenfalls offenbar einen "Aufbruch" zu neuen kreativen Ufern an.