Terrarieneinrichtung zur
Aufzucht der Jungmolche
Für den
Bodengrund der Aufzuchtterrarien, aber auch den Landteile der Aquaterrarien
verwende ich grundsätzlich keine Erde. Auch anderes Material das faulen kann
kommt nur möglichst sparsam bzw. in den trockenen Bereichen zum Einsatz. Ich nehme Kies, Seramis, Hydrokultur
oder ähnliches als Bodengrund. Dieses Material wird nur durch größere Steine
vom Wasserteil getrennt. Durch die Höhe des Wasserstandes kann nun die
Bodenfeuchtigkeit leicht reguliert werden. Der Landteil kann mit Steinen, Rinde,
Moos, kleinen Pflanzen u.s.w. dekoriert werden.
Die Reinigung erfolgt durch tägliches
Beregnen. Hierdurch werden kleinere und lösliche Verunreinigungen in den
Wasserteil gespült und können dort abgesaugt oder durch eine Aquarienpumpe
entfernt werden. Größere Verunreinigungen werden mit einer Pinzette
abgesammelt. Eingesetzte Springschwänze (Collembola) tragen zusätzlich zur Reinhaltung bei.
Ich verwende
ausschließlich nach oben offene Terrarien, die an der Oberkante mit einem
mindestens drei cm breitem Glassteg ausgestattet sind. Hierdurch ist immer für
ausreichend Frischluft gesorgt.
Cynops ensicauda popei, kurz nach der Metamorphose
Beleuchtung
Zur Beleuchtung setze
ich normale Neonröhren oder Energiesparlampen ein. Wenn eine Erhöhung der
Tagestemperatur gewünscht ist, können auch Pflanzenstrahler verwendet werden
(z.B. im Winter in ungeheizten Zimmern). Hierbei muss allerdings dringend darauf
geachtet werden, das die Temperaturen in den Tagesverstecken nicht höher als 26
°C werden.
Eingewöhnung
ins Wasser
Ab etwa 6 bis
12 Monaten können die Jungtiere in der Regel wieder zur vollaquatischen Haltung
umgewöhnt werden. Dies kann teilweise Sinn machen, weil die Haltung im Wasser
problemloser ist und die Fütterung abwechslungsreicher gestaltet werden kann.
Es schadet den Tieren nicht. Häufig
ist dann sogar ein besseres Wachstum zu beobachten. Einige Tiere weigern sich
allerdings zur aquatischen Lebensweise überzugehen und müssen dann weiter an
Land gepflegt werden.
Den Tiere kann aber auch ständig
ein Landteil angeboten werden, wo sie dann zwischen Wasser- und Landaufenthalt wählen
können, was ja den natürlichen Gegebenheiten eher entspricht.
Zur Eingewöhnung ins Wasser
sind niedrigere Temperaturen von ca. 16 bis 18 °C vorteilhaft. Ein Teil des
Wasserstandes darf zunächst nur so weit erhöht werden, dass die Tiere noch
problemlos atmen können (1 bis 2 cm). In Bereichen mit tieferem Wasser muss
dann viel Pflanzenwuchs (Hornkraut, Wasserpest) an der Wasseroberfläche und
feuchte, kleine Inseln geboten werden. Die Fütterung erfolgt nun vorwiegend im
Wasser. Hierzu müssen an Land drängende Tiere gelegentlich ins Wasser zurückgesetzt
werden. Anfangs klettern die Kleinen häufig die Aquarienscheiben hoch. Das lässt
nach wenigen Tagen nach. Wenn sich die Molche dann vorwiegend im Wasser
aufhalten, kann der Wasserstand nach einigen Wochen langsam weiter erhöht
werden.
Wenn die Haltung an
Land keine Probleme macht, kann auch abgewartet werden, bis die Tiere eigenständig
den Wasserteil aufsuchen.
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Paul Bachhausen
Die aktuellen Wetterdaten im
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